Bitte um Hilfe - Ritterkreuzträger Saarland

  • Hallo, ich grüße euch.

    Eventuell kann mir ja jemand weiterhelfen. Auf dem angehängten Foto sieht man ein Portrait eines Angehörigen meiner Familie nach Verleihung des Ritterkreuzes.
    Er war einer der beiden Söhne einer weiter entfernten Saarbrücker Tante, die wir, als ich noch ein kleines Kind war, öfters aufsuchten. Wie so viele ist er gefallen, bzw. wurde vermisst.
    Ich habe noch ein Foto, das ihn 1943 in Troisdorf zeigt, allerdings noch ohne RK. Jedenfalls ist er nicht mehr heim gekommen. Sie sagte uns nur, das sie ihm, mit dieser Auszeichnung, nie gesehen habe. Das Foto ähnelt einer Postkarte.
    Sein Sterbebild stand noch in den frühen 60iger Jahren immer in der Küche am Esstisch in der Ecke. Insgeheim hoffte sie wohl immer noch auf seine Rückkehr.
    Traurige Sache, nach dem Ableben aller meiner Familienmitgliedern landete dieses Foto vor über 25 Jahren bei mir. Ich ärgere mich, das ich nicht mehr auf den Nachnamen der Tante komme.
    Diese war immer gut zu mir und spielte mit mir, wenn wir dort zu Besuch waren. Nun sind alle tot, ich bin mittlerweile 61 und nehme oft dieses Foto aus der Schublade, um es ehrfuchtsvoll zu betrachten.
    Hat jemand eine Idee, wie ich seinen Namen in Erfahrung bringen könnte? Oder eine Adresse, einen Link, irgendwas, wo ich mich hinwenden kann?
    Ich bin für jede Hilfe dankbar . . .

    Ritterkreuzträger.jpg

  • Hallo Mikesch,


    herzlich willkommen im Forum.


    Steht etwas auf der Rückseite?

    Gibt es dort einen Stempel des Fotografen?


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Mikesch,


    es gab insgesamt 55 Ritterkreuzträger aus dem Saarland.

    Gerd Nietrug hat in seinem Buch "Die Ritterkreuzträger aus dem Saarland 1939-1945",VDM Verlag 2004, auf 343 Seiten Kurzbiografien dieser 55 Träger zusammengestellt.

    Mit etwas Glück steht dieses Buch im Regal eines unserer Mitforisten...:)Leider nicht in meiner Bibliothek...


    Beste Grüsse

    Atlantis

  • Hallo mikesch1960


    Er ist maximal Oberleutnant

    Waffenfarbe ist ziemlich sicher weiß also Infanterie.

    Keine weiteren Auszeichnung angelegt!

    Rein spekulativ würde ich ihn als Tapferkeitsoffizier einordnen.

    Eventuell mal bei der Saarbrücker Zeitung nachfragen ob im Archiv was zu finden ist.


    Gruß Arnd

  • Hallo,

    im Buch von Gerd Nietrug ist er auf jeden Fall nicht.

    Bis du sicher das er Saarländer war?

    Oder ist deine Tante erst später dorthin gezogen?

    Du schreibst das Bild zeigt ihn in Troisdorf, in NRW?


    servus

    uwys

    Keine Macht den doofen!

  • Guten Abend ,


    auf dem Foto trägt er außerdem , das Eiserne Kreuz I.Klasse


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Guten Abend lieber Eumex,


    der Besitz des EK I war doch Grund-Voraussetzung für eine Verleihung des Ritterkreuzes.:)


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo,


    eventuell könnte vielleicht die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger weiterhelfen. Kontaktdaten müsste das Netz hergeben.


    Gruß

    Dominik

  • n´abend,.


    es gab doch mal eine in meinen Augen sehr gute Seite über die Ritterkreuzträger,...weiß da vielleicht einer mehr,..ich find sie leider nicht mehr

    Grüße

    Joschi


    ps....da konnte man auchg nach Gebiet,...etc suchen

  • Hallo Leute, danke für euere Mithilfe, klasse.
    Auf der Rückseite der Postkarte hab ich natürlich schon nach einer Signatur des Fotografen o.ä. gesucht, nichts gefunden.
    Und auch mit dem Tapferkeitsoffizier geb ich euch recht. Von denen haben ja nicht sehr viele RK-Träger den Krieg überlebt.
    Diese Ordensgemeinschaft wollte ich anschreiben, aber meine google-Suche gab da nichts her. Ich denke, die sind in unserer momentanen Gesellschaft nicht gerne gesehen und werden mit ihren Kontaktdaten sorgsam umgehen.
    Auf dem Foto aus Troisdorf steht, das er dort im September 1943 in Urlaub war. Ebenfalls kein Fotograf vermerkt, nur das Agfa-Logo vom Fotopapier.
    uwys . . . nein, auch da bin ich mir nicht sicher, ob die Tante immer in Saarbrücken ansässig war. Wie gesagt, ich war da noch sehr sehr klein und es gibt keinen mehr, den ich fragen könnte.
    Ich bin der letzte der Mohikaner, nach mir sterben wir aus. Ich seh nur noch, wie heute, das Totenbild ihres Sohnes in der Küche stehen, darüber kam sie nie weg.
    Nach Jahrzehnten und dem Tod aller meiner Verwandten kamen diese Fotos dann in meinen Besitz . . . wir haben es immer gut aufbewahrt und gehegt.
    In Auflistungen zu suchen, ohne Namen zu wissen, ist auch relativ schwierig.

  • Hallo,


    Quote


    ich ärgere mich, das ich nicht mehr auf den Nachnamen der Tante komme.

    der gangbarste Weg ist, den Namen der Tante heraus zu finden, wie läutet denn deren Vor- und Geburtsname?


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo . . . deine Antwort verstehe ich grade nicht so ganz . . . sie hieß mit dem Vornamen Elfriede oder Elvira . . . alles andere ist mir entfallen. Ich war da 6 oder 7 Jahre alt.
    Weiß ja nicht mals, ob die väterlicher oder mütterlicher Seite fernverwandt war . . . also alles sehr schwierig.
    In Troisdorf zu suchen ist zwecklos, da war er wohl nur im Urlaub im Herbst 1943.
    Hier die Rückseite einer von ihm gesendeten anderen Postkarte an seine Familie. Hinten, mit Füllfederhalter geschrieben, ist diese Info.

  • Hallo mikesch1960,

    Ich seh nur noch, wie heute, das Totenbild ihres Sohnes in der Küche stehen, darüber kam sie nie weg.

    gibt es eine Adresse, eine Straße? Wo war diese Küche?

    Grüße

    Dirk

  • Die Vermutung, das er ohne schulische Ausbildung zum Offizier wurde, ist wohl richtig.
    Der marschierte als kleiner nichts nach Polen und wurde dann wegen besonderer Tapferkeit peu a peu befördert.
    Und das wohl zum Ende hin ziemlich schnell mit Verleihung des RKs.
    Hier das Foto, das er 1943 aus dem Urlaub aus Troisdorf schickte.

  • Hallo mikesch1960,

    gibt es eine Adresse, eine Straße? Wo war diese Küche?

    Hallo Dirk. Wenn ich das mal noch wüsste, das würde vieles einfacher gestalten. Ich glaube noch den Stadtteil in Saarbrücken zu kennen, St. Arnual.
    Hinter ihrer Wohnung waren Sandsteinfelsen, in die oft so ne Art Keller eingeschlagen waren. Das gibt es in Saarbrücken nur dort.
    Sonst hab ich keinen blassen Schimmer mehr. Weder Namen, noch Adresse, noch Verwandte, die ich fragen könnte . . . alle tot.
    Meine Ausführungen stammen von 1966/67, so in etwa. Kann ja auch durchaus sein, das die Familie vor dem Krieg garnicht dort wohnte, wie schon jemand vermutete.
    Auch das kann ich nicht verneinen . . . also alles schwierig.

  • Hallo, Mikesch,


    wenn es über die Erinnerungen nicht funktioniert, dann geht es vermutlich nur über die Familie bzw. den Stammbaum. Das bedarf aber der Nennung von Namen und Daten von Angehörigen, sprich in welcher Linie Du mit der Tante verwandt warst. Vielleicht ist das ja ein Weg.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • hi Mikesch,....

    St Arnual könnte passen,....aber, Saarbrücken ist im gesamten unterkellert,..also überall Sandstein mit Felsenkellern,...ich wohne in Saarbrücken,...


    Tante,...also übers "Stammbuch" für beide Elternteile die Geschwister herausfinden,....dauert alles etwas,....


    Gruß

    Joschi

  • Nik74 . . . oh, vielen Dank, das mache ich. Ich habe selbst gegoogelt und das nicht gefunden.
    Joschi . . . ja, ich weiß von den Felsenkellern. Könnte im Bereich der heutigen Talstraße gewesen sein. Schwierig, saß damals im Renault 8 hintendrin. Alles schon ne Ewigkeit her.
    natu02 . . . ja, das wird wohl der einzigste Weg sein, das noch heraus zu finden. Wird aber ein schwieriger und langwieriger.

  • Hallo, mikesch,


    nicht unbedingt. Kennst Du das online-Portal ancestry? Dort gibt es Millionen von digitalisierten Personenstandsurkunden. Einen Versuch ist es wert.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)