Feldpostnummer Landesschützen-Bataillon 783

  • Hallo,

    ich bin ganz neu hier und suche Informationen über meinen Großvater. Er war im Landesschützen-Bataillon 783.

    Inder DRK Bildsuchliste habe ich ihn über die Feldpostnummer 08795 finden können. Nach Februar 1944 gibt es aber keine Einträge mehr.

    Weiß jemand warum es für manche Feldpostnummern keine Einträge gibt (z.B. 22587)?

    Mein Großvater soll im Nov. 1945 in Tula gestorben sein.

    Viele Grüße, Sarina

  • Hallo Sarina,

    herzlich Willkommen im Forum.

    Sei bitte so gut und schreibe ein Moderator bzw. Admin an. deinen Post zu verschieben. Danke - hiermit erledigt, Diana

    Das Landesschützen-Bataillon 783 gab es bis Kriegsende.

    Am 21.01.1944 bekamen die Kompanien des Landesschützen-Bataillon 783 eigene neue Feldpostnummern.

    Dies bedeutet das er die Feldpostnummer 08795 D für die 3. Kompanie bis 20.01.1944 hatte und ab 21.01.1944 die neue Feldpostnummer 22582.

  • Hallo Sarina,

    von mir ebenfalls herzlich willkommen im Forum der Wehrmacht.

    In Ergänzung des Beitrages von Matthias hier die komplette Zuordnung der Feldpostnummer (FPN) 08795:

    (Mobilmachung-1.1.1940) Zerstorer (6. Zerstorerdivision) dann 6. Zerstorer-Division Zerstorer "Wolfgang Zenker"

    (2.1.1940-27.4.1940) 4. Zerstorer-Flottille Zerstorer "Wolfgang Zenker"

    (28.4.1940-14.9.1940) gestrichen

    (12.7.1941-26.1.1942) Stab u. 1.-4. Kompanie Landesschutzen-Bataillon 783

    (25.1.1943-31.7.1943) gestrichen,

    (1.8.1943-23.3.1944) 30.11.1943 Stab u. 1.-4. Kompanie Landesschutzen-Bataillon 783

    (1.8.1943-23.3.1944) 21.1.1944 Stab u. 4. Kompanie Landesschutzen-Bataillon 783

    [1. Kompanie = Fp.Nr. 18438, 2. Kompanie = 28677 und 3. Kompanie = 22582]

    (1.8.1943-23.3.1944) 18.2.1944 Stab Landesschutzen-Bataillon 783 [4. Kompanie wurde Fp.Nr. 01919].

    Hier der Eintrag für das Landesschützen-Bataillon 783 aus dem Lexikon der Wehrmacht (LdW):

    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/L…htzBat783-R.htm.

    Die FPN ab Januar 1944 für die 2. und die 3. Kompanie sind im LdW jeweils mit 28672 (2./783) und 22587 (3./783) angegeben.

    Viele Grüße

    Nicco

  • Guten Tag, Sarina, (Matti, Nicco)

    Mein Großvater soll im Nov. 1945 in Tula gestorben sein.

    wenn er im November 1945 gestorben ist, dann in einem Kriegsgefangenenlager. Liegt Dir die Kgf-Akte vor oder woher stammt die Angabe?

    Gggf. kann ich nach Eintragungen zum Lager in meinen Unterlagen schauen.

    Nicco hat Dir den Link zum Lexikon der Wehrmacht über das Landesschützen-Bataillon 783 eingestellt. Ein Teil der dortigen Eintragungen stammt aus dieser Quelle:

    Justiz und NS-Verbrechen

    Falls Du Dich damit befassen möchtest, dann bitte folgende Reihenfolge (bei den Direktlinks erhalte ich Fehlermeldungen (???)):

    Westdeutsche Gerichtsentscheidungen

    https://junsv.nl/westdeutsche-gerichtsentscheidungen = anklicken

    Justiz und NS-Verbrechen Bd.XXIX

    Verfahren Nr.677 - 684 (1968)

    11.05.1968 - 28.06.1968

    Verfahren Nr. 683

    Lfd.Nr.683 JuNSV Bd.XXIX S.607

    Lfd.Nr.683 JuNSV Bd.XXIX S.607

      Lfd.Nr.683a LG Hannover 27.06.1968 JuNSV Bd.XXIX S.609

      Lfd.Nr.683b BGH 16.09.1969 JuNSV Bd.XXIX S.629

    Grüße von Margarete

  • Hallo Margarete,

    über meinen Großvater, mütterlicherseits, wurde bei uns zu Hause nie viel geredet, meine Mutter hatte ihn ja auch nie kennengelernt. Sie ist im Mai 1945 zur Welt gekommen. Letztes Jahr starb meine Mama und seltsamerweise packte mich erst nach ihrem Tod, der Wunsch mehr über meine Ahnen herauszufinden. Ein Cousin meines Vaters, der mir auch die Informationen über meinen Großvater vom Bundesarchiv beschafte, beschäftigt sich schon länger mit der Materie.

    Ich verfüge über die Karteikarte des Bundesarchivs aber mit vielen Abkürzungen, trotz Liste, kann ich wenig anfangen. Todesort soll Tula (2) / 29 sein.

    Vielen Dank, an alle, die mir bis jetzt geholfen haben.

    Gruß, Sarina

  • Hallo Sarina,

    magst du die Karteikarte deines Großvaters hier im Forum einmal einstellen? Persönliche Daten kannst du ja unkenntlich machen.

    Möglicherweise können die Abkürzungen aufgelöst werden.

    Viele Grüße

    Nicco

  • Hallo Nicco,

    Anhang folgt. Folgende Informatioen habe ich mir heute "herausgelesen":

    Mein Großvater Adam ist im Frühjahr 1943 an einer Lungentzündung (Pneumonie) erkrankt und war in Uman (Ukraine) in einem Lazarett (3/607).

    Da sind verschiedene Daten, sieht für mich ein wenig durcheinander aus.

    Offensichtlich erkrankte er dann noch an Fleckfieber (oder ich entziffere falsch).

    Zu den Zeitangaben kann ich nur ergänzen, dass mein Großvater eine Postkarte am 13.8.1943 aus Kassel an seinen Bruder geschickt hat und vom Aufbruch nach Russland am nächsten Tag berichtete.

    Am 15.10.1948 gab Albert Braun (?) aus Minderlittgen an, dass mein Großvater in Tula verstorben sei.

    Offensichtlich verlor mein Großvater seine Erkennungsmarke und bekam am 30.1.1945 eine neue.

    Eingezogen am 5.12.1940?

    Todestag und Ort ist klar aber auch auf der Kartenseite sind noch einige Abkürzungen, die mir nichts sagen.

    Ich hoffe es klappt mit den Anhängen.

    Grüße

    Sarina

  • Hallo, Sarina,

    die Angaben in der Karte "Opa Adam 7" stammen aus dem Jahr 1996. In den 90er Jahren wurden die ersten Kriegsgefangenenakten aus russischen Archiven dem DRK übergeben.

    Wehrwirtschafts Ersatz Abteilung 5

    Verzeichnis Liste (vom) 30.1.45, neue Erkennungsmarke -2313 - = der 2313. Soldat der Wehrwirtschafts Ersatz Abteilung 5

    für verlorengegangene Erkennungsmarke - 978 - 2. Panzer Jäger Ersatz Abteilung 33, Geburtsort, Dienstgrad ./.

    2. Panzer Jäger Ersatz Abteilung 33

    Zugang am 5.12.40 E.M. Serie (?), Dienstgrad ./., Geburtsort wie vor

    Todesort: Tula (2) / 29 Grablage: .... 323/29

    Was die (2) bedeutet, weiß ich nicht. 323 (später 7323) waren die Läger bei Tula (200 km südlich Moskau). 29 ist die Nummer des Zweiglagers.

    Hier im Forum:

    Datenbank zu Kriegsgefangenen: Kampfräume, Gefangenentransporte und Lager im Osten

    Datenbank zu Kriegsgefangenen: Kampfräume, Gefangenentransporte und Lager im Osten

    Daraus anliegend: DRK-Karte Nr. 11 mit Lagern südlich Moskau und pdf-Datei zu den Lagernummern.

    Aus "Orte des Gewahrsams, Sächsische Gedenkstätte" anliegend 2 von ca. 11 Seiten.

    Danach bestand das Zweiglager 29 des Lagers 323 vom 13.7.-27.12.1945.

    Dein Großvater war also zuvor in einem anderen Lager/Zweiglager untergebracht.

    Grüße von Margarete

    Nachtrag: Hier Post, die aus dem Lager 7323 verschickt wurde:

    https://oldthing.de/shops/PHILMAST…=10&lg=on&ow=1d

  • Hallo Margarete,

    vielen Dank für die vielen Hinweise und Material für meine weiteren Forschungen.

    Gestern habe ich mit einer Nichte (93 Jahre alt) meines Großvaters telefoniert. Sie ist überzeugt davon, dass mein Großvater an der Ardennenoffensive teilnahm und wunderte sich, dass er in Russland gestorben sei.

    Da ich recht wenig über die Einsatzorte der einzelnen Kompanien und Einheiten weiß, gehe ich davon aus, dass er im Laufe des Früjahres 1945 wieder zu den östlichen Kriegsgeschehen beordert wurde und dann dort irgendwo in russische Gefangenschaft geraten ist.
    Gab es eine Regel, in welche Gefangenenlager die Gefangenen gebracht wurden? Ich meine je nach Ort, wo man gefangen genommen wurde?

    Natürlich beschäftigt mich auch die Frage, welche Rolle mein Großvater in der 3. Kompanie der Landesschützen 783 inne hatte.

    Vielen Dank nochmal, liebe Margarete,

    Gruß Sarina

  • Guten Tag, Sarina,

    Da sind verschiedene Daten, sieht für mich ein wenig durcheinander aus.

    Postkarte am 13.8.1943 aus Kassel an seinen Bruder geschickt hat und vom Aufbruch nach Russland am nächsten Tag berichtete.

    Die Karte: Opa Adam 3.JPG habe ich erneut angesehen und unser Mitglied Many aus der Sanitätseinheiten-Gruppe befragt. (Danke :) )

    Eintrag am:

    10.6.43 II. 27.3.43 Krgs. Laz [Kriegslazarett] 3/607 Uman Lkb. [Lazarett Krankenbuch] [Eintrag-] Nr. 7101 Pneumonie, von Truppe.

    2.4.43 verlegt Res. [Reserve?] Krk. La. [Lazarett] 4/VI Uman.

    Eintrag am:

    7.12.43 I. [Lücke am Zeilenanfang auf der Karte] Krgslz. [Kriegslazarett] 4/VI R Uman Ukraine, Lkb. [Lazarett Krankenbuch] 917 [Eintrag-Nr. 917], Fleckfieber,

    .... [Lücke auf Karte]

    1.6.43 dfg. [dienstfähig] Tr. [Truppe] Uman

    Ein Krgslz. 4/VI R. Uman ist Many (bisher) nicht bekannt.

    Verwirrend und nur bedingt zu verstehen ist die zeitliche Abfolge.

    Der Eindruck ist, es handelt sich um eine Karteikarte, die nicht bei der Truppe verblieb, sondern in der Heimatbehörde. Ich stelle es mir so vor, dass die Meldungen von der Truppe kamen und von Verwaltungskräften abgearbeitet und auf personalisierten Karteikarten ergänzt wurden. Dadurch stimmte die chronologische Reihenfolge nicht mehr unbedingt. Außerdem sind anscheinend einige Ankunftsdaten dem Schreiber nicht bekannt gewesen. Deshalb ließ dieser jeweils eine Lücke auf der Karte, um nachtragen zu können. Möglich?

    (Many meint, zu dieser Fragestellung gab es hier im Forum ein Thema. Aber wo?)

    Vielleicht war der Ablauf so:

    27.3.43 Kriegslazarett 3/607 Uman Pneumonie

    2.4.43 verlegt.

    Eingetragen wurde dies erst am 10.06.43

    ......... Krgs. Laz. 4 VI R Uman Ukraine Fleckfieber,

    , .......... ,

    1.6.43 dienstfähig zur Truppe Uman.

    Dieser Eintrag wurde am 7.12.43 vorgenommen.

    Und im August befand er sich in Kassel. Urlaub?

    Sarina, evtl. ist dies Thema besser unter "Einheiten des Heeres" aufgehoben. Möglicherweise schauen andere Forenmitglieder darauf. Magst Du es vom Moderator verschieben und "Feldpostnummer" aus dem Betreff entfernen lassen?

    Herzliche Grüße - Margarete