schw. Granatwerfer, Bedienungspersonal

  • Hallo Forum,


    ich suche die Anzahl der Soldaten zur Bedienung eines schweren Granatwerfers bei einer 13.Kompanie.

    Bei wwii habe ich mich bereits informiert, komme aber nicht auf eine genaue Anzahl der Soldaten bei

    einer Schußabgabe.


    Hintergrund sind Verlustmeldungen, aus denen hervorgeht, daß nach einem Rohrkrepierer zwei Tote

    (Feldgräber) und drei Vermißte einer 13. Kp. gemeldet wurden.

    Mir geht es hauptsächlich darum, ob in einer GW-Stellung beim Schuß vier, fünf oder x Soldaten zur

    Bedienung notwendig waren.


    Ich bedanke mich bereits jetzt für Hinweise zu meiner Fragestellung.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    bei Wiki heißt es, dass der schwere Granatwerfer gegenüber dem schweren Infanteriegeschütz u. a. auch den Vorteil gehabt habe, dass man für dessen Bedienung "weniger Soldaten" zur Bedienung brauchte.

    Bei Wiki wird die Stärke einer Bedienung für das sIG mit 7 angegeben. Dann wären wir bei max. 5 für den sGrW. ... So viele Mann hat auch der 120 mm-Mörsertrupp bei der Bundeswehr.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hi

    So sehe ich das:

    2 Mann Bedienung

    1 Beobachtung

    2 Munitionstransport


    mfg Jan

    Suche alles über die Endkämpfe, III.SS-Panzerkorps, 11.SS-Pz.Gren.Div.Nordland und die letzten Gliederungen von Divisionen, Kriegsgliederungen der Armeen

  • Hallo Bernhard, hallo Jan.


    Vielen Dank für eure Beiträge, dann ist es mit den fünf Soldaten stimmig.


    Gruß

    Dieter

  • Guten Abend,

    zum schweren Granatwerfer 34 der ehemaligen Deutschen Wehrmacht gibt es im Netz Informationen, die auch Angaben zur Bedienungsmannschaft beinhalten.

    Hierzu werden 6 Soldaten aufgeführt:

    1. Truppführer

    2. Richtschütze

    3. Ladeschütze

    4. Munitionsschütze 1

    5. Munitionsschütze 2

    6. Munitionsschütze 3.

    Um einen schweren Granatwerfer einsetzen zu können, waren Transport des zerlegten Gerätes, Aufbau und Munitionszuführung erforderlich.

    Also ist für mich auch niemand der Bedienungsmannschaft verzichtbar gewesen, denn was nutzt z.B. ein schussbereiter Granatwerfer ohne Munition und Munitionsnachschub.

    Freundliche Grüße

    Peter

    (PH)

  • Grüß Gott Eumex. hallo Peter.


    Bei wwii.. kam ich nicht weiter, da ich mich nicht auf die notwendige Anzahl der Soldaten

    in einer Schußposition festlegen konnte.


    Ich tendiere zu Peters Information, denn ein Soldat muß den Verlust und die Angabe zu

    den Feldgräbern in der schnellen Rückwärtsbewegung gemeldet haben.


    Von den bekannten fünf Soldaten waren die Dienstgrade Gefreiter/ Obergefreiter. Da ich

    annehme, daß der Truppführer (nach KStN?) ein Unteroffiziersdienstgrad war, könnte

    dieser diese Kampfsituation überlebt haben.


    Gruß/ Servus

    Dieter

  • Hallo zusammen,


    gemäss der H.Dv.104 "Die Ausbildung am s.Gr. Werfer 34" vom 15.2.1940 gehörten zu einer Werferbedienung insgesamt 7 Soldaten bestehend aus 1 Truppführer,1 Werferführer und 5 Schützen.


    Gruss Chris

  • Hallo,


    habe einmal einen Auszug aus der H.Dv. 104, die Ausbildung am s.Gr.W.34 (8 cm) vom 25.1.39 herausgesucht.


    Hier ist die Besatzung dieses (damals) schweren Granatwerfers genau darstellt.

    Beim späteren 120mm Granatwerfer war die Bedienung sicher ähnlich, zumindestens nicht weniger, aufgrund des viel höheren Munitionsgewichts tendenziell sogar mehr Muni-Schützen.


    Zum 120mm Granatwerfer wurde, glaub ich nie eine offizielle Vorschrift herausgegeben, nur diverse Merkblätter. Vielleicht finde ich noch etwas dazu.


    Gruss

    Franz

  • Hallo,


    hier doch noch eine Vorschrift zum schweren Granatwerfer, wenn auch ohne offizielle H.Dv. - Nummer, etwa von 1944.


    Zu einer Werferbedienung gehören: 1 Werferführer und 5 Schützen.

    (in der H.Dv. 104: Zu einer Werferbedienung gehören: 1 Truppführer, 1 Werferführer und 5 Schützen)


    Also sogar 1 Mann weniger als beim 8cm GrW.

    Aber eventuell wurden die Aufgaben innerhalb der Gruppe oder des Zuges auch anders verteilt, dass müsste man sich noch genauer ansehen, wenn man das hinterfragen möchte.


    Gruss

    Franz

  • Hallo,


    ich bedanke mich vielmals für die weiteren Infos. Da die Verluste Ende November

    1944 gemeldet wurden, gehe ich wegen der Personalknappheit zu dieser Zeit von

    1 +5 Mann aus, siehe auch Beitrag Franz.

    Offensichtlich hat von der direkten Bedienung des Granatwerfers, 5 Soldaten,

    niemand überlebt.


    Die für meine Recherchen notwendigen Informationen sind damit vollständig.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Johann Heinrich,


    vielen Dank für den Link. Durch den anschaulichen Beitrag ist das Auffinden der GW-Stellung vielleicht schneller möglich,

    da ich zumindestens die beiden Feldgräber in der näheren Umgebung der Stellung vermute.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    weiterführend für die Sondierung vor Ort ist vielleicht auch des Bildheft/Merkblatt 57/5 Neuzeitlicher Stellungsbau noch hilfreich; die Feuerstellung für den mittleren Granatwerfer 34 ist auf Blatt 19 verzeichnet (leider nicht chronologisch veröffentlicht): http://deutscher-historischer-jahrweiser.de/dokumente/dateien/1944-06-01%20-%20Bildheft%20

    %20Neuzeitlicher%20Stellungsbau%20vom%2001.%2006.%201944.pdf

    Quellen: LdW u. deutscher-historischer-jahrweiser.de


    Gruß, J.H.

  • Hallo,


    ich möchte darauf hinweisen, dass der schwere Granatwerfer 34 (8cm) dem O.K.H. (Ch H Rüst u BdE) mit Datum vom 28.6.43, - 13.070/43 - AH V/Stan (IV) IIa 2 237 in

    8 cm Gr. W. 34 - also ohne schwer geführt wurde.

    Grund vermutlich die Einführung der 12cm ( zunächst "r" , da russische Beute), später "r" wegfallend, dann 15 und 21 cm Gr. W. als schwere.


    Damit gewinnt das Datum der gefallenen Soldaten an Bedeutung: Schwerer GrW. also ggf. mehr Bedienungsmannschaften.


    Gruß Karl


    .

  • Hallo Johann Heinrich, Karl, Forum.


    Im pdf habe ich auf Seite 125/ 126 den GW-Stellungbau gefunden. Nach Lidar-Aufnahmen sind in dem Kampfbereich die Fundamente

    der zerstörten Häuser, Granat,- Bombentrichter und auch mögliche Stellungen gut zu unterscheiden.

    Die Frage ist nur, ob innerhalb weniger Stunden eine solche Stellung ausgehoben, befestigt wurde, der Sandboden ließe es zu. Ich

    neige eher zu einer provisorischen Zwischenstellung, da eine weitere Zurücknahme der Front bevorstand. Ich erwähne hierzu, ich bin

    kein "Fachmann".


    An dem vorherigen Tag und auch folgend hatte diese 13.Kp. keine Verluste. Ich gehe daher zunächst von diesen fünf namentlich be-

    kannten Soldaten aus.


    Danke für die Infos und Denkanstöße.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo miteinander!


    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ihr so ein Bild eventuell sucht.


    Es befand sich im Nachlass meines Opas ( 170.ID ) und ich hatte es Hagen für seine Seite zur Verfügung gestellt.


    Gruß

    Christian


    Granatwerfertrupp

    Suche Informationen über die 170. Infanteriedivision

  • Hallo Christian,


    vielen Dank für das Einstellen des Fotos. Könnte es sein, daß hier die Bedienung eine GWs geübt wird?


    An einer Kampfsituation stört mich der ohne Deckung aufrechtstehende "Führer" mit Fernglas und einem

    Heft (Dienstanweisung?) in der Hand.

    Falls jemand nochmals einen Blick auf das Foto werfen könnte?


    Klar ist für mich jetzt allerdings, daß ein Einsatz auch ohne eine vorbereitete Stellung möglich war.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter mfpb330

    Könnte es sein, daß hier die Bedienung eine GWs geübt wird?

    Das sehe ich auch so.

    Übrigens, musste die Bedienung beim Abschuss aus Sicherheitsgründen immer Deckung nehmen.

    Das " Heft" könnte auch eine Schußtafel über die erforderliche Ladung ( 1.,2., 3. Ladung, also Hinzufügung von Teilladungen) sein.

    Außerdem musste die Seiten - Höhen- und der Einkipptrieb eingestellt werden.


    Gruß Karl

    Edited 3 times, last by Karl Grohmann: Begriff richtigstellen. ().