? FAUN ZRS 567 , für Schiene und Straße einsetzbar - Bilder und Techn. Beschreibung gesucht

  • Hallo Freunde,


    für eine Publikation zu den Schiene-Straße-Omnibussen der Deutschen Bundesbahn bin ich auf der Suche nach Bildern dieser zweiachsigen Zugmaschine, die mit hinter die Straßenräder zu montierenden Stahlscheiben auch zu einem schienenfahrbaren Gefährt umgerüstet werden konnte. Gerne würde ich diese frühe Variante eines "Zwei-Wege-Fahrzeuges" mit einem Bild vorstellen, daß es im Einsatz auf der Schiene oder beim Umbau der Räder zeigt. Vielleicht hat jemand von Euch eine solche Aufnahme in der Sammlung oder kann mir einen Hinweis auf jemand geben.


    Auch eine technische Beschreibung / Dienstvorschrift oder Berichte über den Einsatz hinter der Front wären interessant.

    ( So etwa zur Klärung der Frage, ob tatsächlich 4 Mann Besatzung auf der Zugmaschine waren und das Umrüsten von Schiene auf Straße bzw. umgekehrt wirklich mit 45 Minuten angegeben war... )


    Eine Suche im web und hier im Forum zeigte leider leine Treffer. Die Seite kfz-der-wehrmacht ist mir bekannt.


    Herzlichen Dank im Voraus,

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo zusammen,

    Hallo Uwe,


    ich habe auf die "schnelle" bei mit nur ein Foto von hinten gefunden was aber zeig das die "normalen" FAUN ZRS 567 (Zweiwege)

    über eine Druckluftbremse für den Schienen-Betrieb verfügten.

  • Hallo,


    hier noch ein Bild, man beachte die mächtigen Bremstrommeln.


    Grüße

    Thilo

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    • Faun ZRS.jpg

      (62.4 kB, downloaded 89 times, last: )

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    da es FAUN ja heute noch gibt, zwar als 2 verschiedene Unternehmen, TADANO Faun und Faun Kirchhoff Gruppe,

    würde ich mal dort nachfragen, ob in deren Archive noch was diesbezüglich schlummert.


    Gruß

    Dominik

  • Guten Morgen,


    Auf dieser Seite ist eines der Scheibenräder von innen zu sehen. Leider nur sehr klein und Text auf kyrillisch.

    http://ser-sarajkin.narod2.ru/…10/FaunZRS/FaunZRS002.htm


    Hier steht wohl einer in einem Museum.

    https://truck-auto.info/faun/597-zrzrs.html


    Grüße

    george



    Hier - etwa in der Mitte der Seite - sind die Scheibenräder in groß abgebildet Photothread: Vehicles on rails - Page 4 - Axis History Forum

    Edited once, last by muskat: Zusatz ().

  • Guten Morgen,

    ihr seid aber fix! Vielen Dank für die Mitteilungen.


    @ Dieter und Thilo: auf diesen Bildern kann man gut die bahntypischen Anbauten wie Pufferbohle, die Stoßfederpuffer und die Zugeinrichtung sehen. Ebenso die Vorratsbehälter für Bremssand vor dem Rad.

    Das auf einem Bild zu sehende Stahlseil mit Haken zeigt, daß entgegen den Regeln bei der Eisenbahn hier "mit dem Seil" -zumeist vom Parallelgleis aus- Fahrzeuge bewegt wurden... ;-)


    @ Dominik: Naja, FAUN gibt es heute ja eigentlich nicht mehr. Dir Firma ist schon mehrfach verkauft und zergliedert worden. Ich habe bereits bei allen heute noch existierenden Nachfolge-Firmen angefragt. Zu den Kommunalfahrzeugen der Firma in Norddeutschland gibt es noch einiges, aber nicht zu dem gesuchten Fahrzeugbereich. ( Uni sono bei allen Kontakten: "Wenn Sie was finden sollten, wären wir an einem Scan interessiert"... )

    Aber natürlich war Dein Hinweis hier richtig - habe leider nicht bedacht, das mit dazu zu schreiben.


    Nebenbei erwähnt: Durch die Luftangriffe auf das Nürnberger FAUN-Werk gilt das Firmen-Archiv als fast vollständig verloren.

    Und selbst zum ersten Omnibus auf Schienen, zu dem ein FAUN O 9 V im Jahre 1951 umgebaut wurde, gibt es keine Unterlagen mehr...


    @ george: sehr interessante links, vielen Dank.

    Das muß man nochmal "in aller Ruhe anschauen..." ;-)


    Ihr habt mir schonmal gut geholfen.

    Vielleicht hat noch jemand Fotos vom Einsatz, Erlebnisberichte von Einsätzen mit diesen Fahrzeugen oder eine "techn. Vorschrift" - egal, ob vom Heer oder von der Reichsbahn...


    Nun aber genug mit "Wünsch Dir was..." - ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende

    und grüße Euch herzlich aus der Schreibstube


    Uwe

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  • Hallo Uwe,


    hier noch mehr Fotos.

    Ich vermute, dass es sich um den FAUN im Südbahnmuseum handelt.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Uwe,


    im Buch für Faun Fahrzeuge 1918 - 1945 ist es unter Verkehrsschlepper beschrieben. Die Zugmaschine wurde für die Reichsbahn,Speditionen und Wehrmacht hergestellt.

    Aufsetzbare Schienenräder machten es universell einsetzbar, Seilwinde gab es auf Wunsch. Motorisierungen gab es mehrere. Der 150 PS Motor hatte 17760 ccm, Radstand 3500 mm, Zylinder 8.

    Desweiteren gab es einen Spezial - Kranwagen LK 5 S der Schienentauglich war und 145 PS hatte, mehr hab ich auf die schnelle nicht gefunden.


    Mfg Burkhard

    Edited 2 times, last by cheecho ().

  • Hallo,


    hier zwei Bilder von Zugmaschinen auf Schienen.

    Das erste ist von der Eisenbahnstiftung. Eine Fundgrube für Eisenbahnbilder.


    In dem gezeigten Buch gibt es Bilder der klugen Felgenkonstruktion. Diese ermöglichte es drei verschiedene Spurweiten ( Normalspur 1435 mm, russische 1524 mm und spanische Breitspur 1670 mm) einzustellen.


    Viele Grüße

    Bernhard

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    • 20064.jpg

      (187.58 kB, downloaded 53 times, last: )
    • Wolchow_18.jpg

      (201.92 kB, downloaded 54 times, last: )
    • 1-174e39a9e8.jpg

      (426.29 kB, downloaded 48 times, last: )

    Edited 2 times, last by Bernhard_63 ().

  • Hallo zusammen,


    tolles Thema!


    Zum "Rangieren mit dem (Stahl)Seil möchte ich erwähnen das Dieses bei der Eisenbahn noch in den 1980er Jahren "gängige Praxis" war, u.a. mit den Stückgutwagen im Bahnhof Neckarbischofsheim-Stadt der SWEG.


    Schönes Wochenende, Thomas

  • Sammeldank at all:


    Ich danke Euch für die Informationen, ein Teil der erhofften Detail-Angaben konnte ich schon Euren Mitteilungen entnehmen.

    Und die Ausarbeitungen der ARGE Eisenbahn muß ich mir dann nochmal in Ruhe durchlesen.
    Klasse!


    Herzlichen Dank und ein erholsames Wochenende

    wünscht Euch

    Uwe


    (...der sich gerade mit dem umfangreichen, "wiedergefundenen" Schrifttum zum Versuch und der Weiterentwicklung der Spezialreifen für den Schiene-Straße-Omnibus beschäftigt und gerade staunt, was es da so alles zu beachten gab.

    Wie Pogg treffend bemerkte: "Ein tolles Thema..." , da sehr facettenreich. ;-)

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  • Hallo zusammen,


    Quote

    Gerne würde ich diese frühe Variante eines "Zwei-Wege-Fahrzeuges" mit einem Bild vorstellen,


    ich würde auf jeden Fall das Südbahn-Museum ansprechen. Nach kurzer Recherche scheint einer der Schwerpunkte die Zweiweg Traktion zu sein.

    Das Museum verfügt auch über Exponate zum Urvater der Zweiweg Technik den K.u.K C und B Zügen.

    In den eher frankophonen Teilen von Europa gab es als Pendant zum Faun Schlepper von Latil

    Gruss Dieter

  • Danke Dieter

    für die Empfehlung.

    "Funkspruch" geht morgen mit Kennung "Hilfszug, dringlich" an die Kollegen raus.


    Scheint ja auch einen Besuch "wert" zu sein!


    Herzliche Grüße

    aus der Schreibstube

    Uwe

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  • Hallo Uwe,


    kurze Erklärung zu den von Dieter angesprochenen B-und C-Zügen bei den k.u.k. Armee:


    Ein „Landwehr Zug“*) - anfangs als „A-Zug“ und in der „Serienversion“ von 1913 dann als Austro Daimler „B-Zug“ bezeichnet - bestand aus einem Generatorwagen mit anfangs 100- und später 150-PS-Benzinmotor, der allerdings nicht direkt die Räder des Zugwagens sondern ein Gleichstromgenerator für eine Spannung von 300 Volt und 93 kW antrieb. Dieser Strom trieb dann nicht nur die Elektromotoren an der Hinterachse des Zugwagens, sondern auch jede zweite Achse der insgesamt 10 Einachskarren zu je 20 Tonnen Nutzlast (oder alternativ fünf zweiachsigen Zugwagen zu je 30 Tonnen Nutzlast) an.


    Und weiter:


    Als Skoda 1916 mit der 38-cm-Haubitze ein noch schwereres Geschütz herausbrachte, entwickelte Porsche das Konzept des B-Zuges weiter. Eine Garnitur von fünf C-Zügen konnte ein auf fünf Lasten zu je 27 Tonnen aufgeteiltes Geschütz - Rohr, Lafette, rechte und linke Bettung sowie Munition - auf Straße und Schiene - auf Gleisen mit bis zu 27 km/h - transportieren. Und für unwegsames Gelände und schwache Brücken wichtig: Generatorwagen und Anhänger konnten getrennt und über ein langes Kabel verbunden einzeln die Schwachstelle in der Straße überfahren. Der Anhänger wurde in dieser Situation durch ein paar kräftige Soldaten über die Deichsel gelenkt.


    Gruß,

    Gerhard

    *)...benannt nach dem k.u.k. Generalstabsoffizier, Oberst Ottokar Landwehr von Pragenau, dessen Idee Ferdinand Porsche in Form des sogenannten Landwehr-Zug (A-Zug), umsetzte...

  • Hallo Gerhard,

    interessante Ausführungen, vielen Dank.

    So langsam bekomme ich "einen Überblick" .


    Herzliche Grüße

    Uwe

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