Reichsausbildungslager Greibensee - Frage

  • Hallo


    Zuerst muss ich sagen, dass mein Deutsch nicht so gut ist. Ich benutze
    AltaVista-Übersetzer. Ich bin für alle Fehler traurig.


    Ich suche nach allen möglichen Informationen über Reichsausbildungslager (besonders RAL 1Greibensee) - Abbildungen, Positionen, Zahl solcher Lager, Ziele, etc. Ichmöchte auch wissen, was der Unterschied zwischen Kurmarklager und Reichsausbildugslager ist.
    Bei erstem nahem Greibensee war " Kurmarktlager
    der HJ" gefunden aber andererseits kann ich Informationen über
    Reichsausbildungslager finden. Warum? was ist der Unterschied? Nur im
    Namen? Konnte jemand mir helfen?

  • Hallo beegos,
    herzlich willkommen in diesem Forum, ich bin hier zwar nicht der Experte, aber meines Wissens unterstanden Reichsausbildungslager direkt der Reichsjugendführung, dagegen die Wehrertüchtigungslager der jeweiligen HJ-Gebietführung, beide hatten die vormilitärische Ausbildung der Hitlerjugend zum Ziel.
    Zu den Reichsausbildungslagern liegt mir folgende Angaben vor:


    Zur Wehrertüchtigung der Hitlerjugend und insbesondere zur Heranbildung eines geeigneten und ausreichenden Unterführerkorps für die Wehrausbildung der HJ wurden ab dem 1.Februar 1940 durch die Reichsjugendführung in Zusammenarbeit mit dem Oberkommando der Wehrmacht „Reichsausbildungslager“ eingerichtet, in denen laufend dreiwöchige Lehrgänge der HJ für die Wehrertüchtigung durchzuführen waren.
    Die Lehrgänge dienten der Vorbereitung der Jugend für den Wehrdienst und lagen laut Heeres-Verordnungsblatt, Teil B, Blatt 21, Ziff. 581 v. 11.10.1940 „im Interesse des Heeres“, das auch das Ausbildungspersonal stellte.
    Die Lehrgänge sollten nach den Ausführungen des Chefs des SS-Ergänzungsamtes „mit dazu benutzt werden, für die Wehrmacht – Heer - , insbesondere auch für das Regiment „Großdeutschland“ Propaganda zu machen“.
    Ab dem 1.Dezember 1940 wurden durch die Wehrmacht die ersten fünf Lager für die „Sonderausbildung der HJ im Infanteriedienst“ eingerichtete. Eines dieses Lager befand sich im Fort Alvensleben bei Metz. Außerdem wurden noch besondere Lager für die Nachrichten-, Flieger- und Marine-HJ eingerichtet.
    Nach einem Schreiben des Ergänzungsamtes der Waffen-SS, Tgb.Nr. 535/40 geh. vom 7.November 1940 an den Reichsführer-SS betr. Sonderausbildung der HJ-Gefolgschaften durch die Wehrmacht (T 175/103 2.625 775 – 776; s.a. Schreiben des Ergänzungsamtes der Waffen-SS, Tgb.Nr. 167/40 geh. vom 24.10.1940 betr. Lehrgänge der HJ zur Wehrertüchtigung, T 175/103 2.625 838) sollten die Jugend dahingehend „ bearbeitet werden, in die Unteroffiziersschulen der Wehrmacht überzutreten“.
    Die Einberufung zu allen Lehrgängen erfolgte durch die Wehrbezirkskommandos mit Militärfahrscheinen nach vorheriger Werbung und Namhaftmachung durch die HJ. Die einzelnen Lager wurden durch die Wehrmacht geleitet. Die Gesamtbearbeitung aller mit den RAL im Zusammenhang stehenden Fragen lag bei der Reichsjugendführer.
    Gemäß der Verfügung des Jugendführers des Deutschen Reiches vom 10.Februar 1941 wurde die Einrichtung der Lage bekannt gegeben. Wenig später, am 3.April 1941, erging der Erlass des Reichsarbeitsministers , Reichsarbeitsblatt II 1941, Nr. 11/12, Seite 145, über Lehrgänge der HJ für Wehrertüchtigung. Auf der Gebietsführertagung der Hitlerjugend in München vom 5 . – 7.Dezember 1941 erklärte Obergebietsführer Schlünder, „ dass die Hitler-Jugend sich Zug um Zug aus den Reichsausbildungslagern, die zusammen mit der Wehrmacht geführt werden, herauszieht, da die Wehrmacht versucht, grundsätzlich politischen Einfluss auf die Jugend gelten zu machen“. Der dadurch bedingte Ausfall von Wehrmachtsausbildern sollte mit Unterstützung der SS und Polizei wettgemacht werden. Schlünder bat, über die bereits 60 zugesagten Ausbilder der SS hinaus weitere für die RAL zur Verwendung zu stellen (s.a. Aktenvermerk SS-Hauptamt, Ergänzungsamt der Waffen-SS, Hauptabteilung Nachwuchs II 3 v. 10.2.1941 betr. Gebietsführertagung der Hitler-Jugend in München v. 5. – 7.12.41, T 175/123 2.648 490 – 499)
    Nach dem Erlass des Jugendführers des deutschen Reiches vom 27.Mai 1942 (s.a. Vorschriftenuch der Hitlerjugend, Bd.III, S. 1323 ff.) waren alle Jugendliche im Alter von 16 ½ Jahren vor Erfüllung ihrer Wehrpflicht in dreiwöchigen Lehrgängen auszubilden. Dazu hieß es in dem Rundschreiben Nr. 9/42 des Reichsjugendführers: „ … Der Führer hat entschieden, dass die Wehrertüchtigung des ältesten Jahrgangs der Hitler-Jugend, die bisher ausschließlich innerhalb des Hitler-Jugend-Dienstes der Einheiten durchgeführt wurde, in 8-wöchigen Lehrgängen in den neu zu errichtenden Wehrertüchtigungslagern der Hitler-Jugend ihren Abschluss findet. … Die Leitung der Wehrertüchtigungslager liegt in den Händen der Hitler-Jugend. Die Ausbilder stellte die Wehrmacht . …“
    Von den in jedem HJ-Gebiet eingerichteten Wehrertüchtigungslager war jeweils ein WE-Lager mit Ausbildern der Waffen-SS, die übrigen mit Ausbildern der Wehrmacht zu besetzen. In den mit Ausbildern der Waffen-SS besetzten Lager hatte die Waffen-SS das Recht, Freiwillige zu werben.
    Neben diesen WE-Lagern, die dem Chef des Hauptamtes II, Amt für Wehrertüchtigung, der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Schlünder, unterstanden, blieben die Reichsausbildungslager bestehen.
    Nachdem diese Lager anfänglich ausschließlich von der Wehrmacht ingerichtet worden waren, wurden ab 1943 entsprechende Lager auch durch das SS-Hauptamt eingerichtet, zum Teil wurden bestehende RAL der Wehrmacht vom SS-Hauptamt übernommen, wie zum Beispiel Metz. Sie führten im offiziellen Sprachgebrauch des Hauptamtes die Bezeichnung „SS-Reichsausbildungslager“ und galten am 1.Juni 1944 als Außenstellen des Amtes B 1, des Ergänzungsamtes der Waffen-SS im SS-Hauptamt. Nach dem Geschäftsverteilungsplan des SS-Hauptamtes mit Stand vom 1.Juli 1944 bestanden folgende SS-(Reichs-) Ausbildungslager:
    I Birgsau
    II Eipel
    III Germeter
    IV Rautz
    V Metz
    VI Fürstenwalde (NS 31/4). In der Folge wurden weitere Lager eingerichtet.


    In die Lager einberufen wurden Kriegsfreiwillige, einschließlich Führer- und Unterführerbewerber, der Waffen-SS, die noch nicht wehrpflichtig waren und in den Lagern auf ihren Dienst in der Truppe geistig, körperlich und vormilitärisch vorbereitet wurden.
    Neben dem Lagerleiter, der ein frontbewährter HJ-Führer war, gab es einen Führer der Waffen-SS als Lagerführer, der für die vormilitärische Ausbildung verantwortlich war. Ebenso waren die Ausbilder, Mannschaften und Unterführer der Waffen-SS, von ihren Stammtruppenteilen zu den SS-(Reichs-) Ausbildungslagern „kommandiert“.
    (BA-MA N 756 Ausarbeitung Wolfgang Vopersal zu SS-Reichsausbildungslagern)


    Daneben liegen lediglich Angaben zu einem so genannten „SS-Reichsausbildungslager „Fritz Witt“ vor:
    Bezeichnung:
    SS-Reichsausbildungslager Greibensee bei Drossen 00.00.1944 – 15.02.1945
    SS-Reichsausbildungslager „Fritz Witt“ 15.02.1945 – 00.05.1945


    Anscheinend wurde im Herbst 1944 durch die Reichsjugendführer im Einvernehmen mit dem Amt B 1, Ergänzungsamt der Waffen-SS, des SS-Hauptamtes in Greibensee bei Drossen ein Reichsausbildungslager eingerichtet, in dem der angehende Führernachwuchs für die Waffen-SS aus den Angehörigen der Hitler-Jugend herangebildet werden sollte.
    Ende Januar 1945 trafen hier die Angehörigen des SS-Reichsausbildungslagers Litzmannstadt und die des Wehrmachts-Lagers Hauland (?) – Schneidemühl ein, die sich vor dem sowjetischen Vorstoß auf die Oder bis hier durchgeschlagen hatten. Aus ihnen und Teilen des RAL Greibensee wurden eine HJ-Panzervernichtungsbrigade („Lutzen“?, schreibweise unlesbar) aufgestellt.
    Am 15.Februar 1945 wurde das Lager nach dem in der Normandie gefallenen Kommandeur der 12.SS-Pz.Div. „H.J.“, dem SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Witt, in „SS-Reichsausbildungslager „Fritz Witt“ umbenannt, inoffiziell wird es auch als SS-Führernachwuchsschule „Fritz Witt“ bezeichnet. Anschließend oder besser gleichzeitig verlegte das Lager ab dem 15.Februar 1945 von Greibensee nach Glöwen/West-Priegnitz, Bahnstation Nitzow über Wittenberge.


    Am 10.März 1945 wurde das Ausbildungspersonal durch 10 Unterführer der Divisionskampfschule des SS-Feldersatzbataillons 12 der 12.SS-Pz.Div. „H.J.“ verstärkt.


    Um den 15.März 1945 hatte das Lager eine Gesamtstärke von etwa 300 Hitlerjungen der Geburtsjahrgänge 1928 und 1929. Sie stammen aus nahezu allen Teilen des Reichsgebietes, Besonders groß war der Anteil von Jungen aus Norddeutschland, Berlin und Sachsen. Hinzu kamen etwa 30 Ausbilder der Waffen-SS.
    Am 8.April 1945 wurde das Lager im Eisenbahntransport nach Dänemark evakuiert, wo es in zwei Ortschaften nördlich Kopenhagen behelfsmäßig untergebracht wurde.
    Am 7.Mai 1945 wurde die Einrichtung unter Belassung eines Teils der Handfeuerwaffen unter der Aufsicht dänischer Sicherheitskräfte in Richtung dänisch – deutscher Grenze in Marsch gesetzt. Führer des Lagers soll zu diesem Zeitpunkt ein bisher unbekannter SS-Hauptsturmführer gewesen sein. Am 18.Mai 1945 vereinigte sich die Marschkolonne in der Gegend von Odense mit dem ebenfalls in Richtung Grenze marschierenden SS-Sanitäts-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon und erreichte mit diesem gemeinsam um den 21./22.Mai 1945 Flensburg, wo ein Teil des Ausbildungspersonals der Waffen-SS durch englische Truppen von den Hitlerjungen getrennt und in die Kriegsgefangenschaft abgeführt wurde.
    Die Hitlerjungen gelangten mit den verbliebenen Ausbildern in ein Auffanglager in der Marienhölzung Flensburg. Am 4.Juni 1945 wurden die Hitlerjungen zum Ernteeinsatz herangezogen, während die letzten 17 Waffen-SS-Angehörigen versuchten, einzeln oder in kleinen Gruppen ihre Heimatorte zu erreichen.
    (BA-MA N 756 Wolfgang Vopersal, Ausarbeitung SS-RAL Greibensee, Quellen: BA NS 31/6 Tagesbefehle des SS-HA Nr. 44/45 v. 16.2.45 und Nr. 47/45 v .19.2.45, Mitteilung ehemaliger Ausbilder)


    Eine Bezeichnung "Kurmarklager" ist mir in diesem Zusammenhang unbekannt.


    Ich hoffe, das hilft Dir weiter? Was könntest Du denn an Hand Deiner Angaben ergänzen? ;)


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,
    und weil es vielleicht gerade in diesen Zusammenhang hineinpasst und von Interesse sein könnte:


    SS-Ausbildungskommandos Wehrertüchtigungslager


    Am 13.3.1942 erging der Führerbefehl, demzufolge die Wehrertüchtigung des jeweils ältesten Jahrganges der Hitler-Jugend, die bisher ausschließlich innerhalb des Hitler-Jugend-Dienstes der Einheiten durchgeführt worden war (Ausnahme bildeten die Reichsausbildungslager – s. a. a. O., nicht vorliegend), in dreiwöchigen Lehrgängen in neu zu errichtenden Wehrertüchtigungslager WEL der Hitler-Jugend ihren Abschluss fand.
    In der Folge wurden in den 40 HJ-Gebieten entsprechende Lager der HJ-Gebietsführungen eingerichtet. Sie unterstanden dem Chef des Hauptamtes II (Amt für Wehrertüchtigung) der Reichsjugendführung RJF.
    Die Leiter der Lager waren frontbewährte Offiziere, die HJ-Führer waren und vom Personalamt des Heeres zur RJF „kommandiert“ wurden. In den Lagern leisteten sie als HJ-Führer Dienst und unterstanden der RJF. Ihren Dienst versahen sie in HJ-Uniform.
    Während so die Leitung der WE-Lager in den Händen der Hitler-Jugend lag, stellte die Wehrmacht die Ausbilder.
    Auch die Waffen-SS stellte der RJF für die Durchführung der Lehrgänge in den WE-Lager Ausbilder zur Verfügung. So war in jedem HJ-Gebiet ein WE-Lager mit Ausbildern der Waffen-SS besetzt, die übrigen mit Ausbildern der Wehrmacht. In den mit Ausbildern der Waffen-SS besetzten Lagern hatte die Waffen-SS das Recht, Freiwillige zu werben. Wie diese Werbung zu erfolgen hatte, war in dem Gebietsrundschreiben 14/42 vom 11.6.1942 geregelt, in dem es u. a. hieß: „ … In jedem Gebiet wird im Laufe der nächsten Zeit je ein Wehrertüchtigungslager mit SS-Ausbildern versehen sein. In diesen WE-Lagern, in denen SS-Ausbilder tätig sind, ist eine Werbung für Freiwillige der Waffen-SS durch den Lagerführer und die Ausbilder der Waffen-SS vorzunehmen. Die Werbung erfolgt durch Vorträge des Lagerführers und der Ausbilder in der Freizeit. Weiterhin können Lichtbilder- und Werbevorträge von den zuständigen Ergänzungsstellen der Waffen-SS in der Freizeit gehalten werden. Zeit und Art der Vorträge werden im Einvernehmen mit dem WE-Lagerführer von dem Gebietsführer mit der zuständigen Ergänzungsstelle der Waffen-SS vereinbart. Die Führer der Wehrertüchtigungslager erhalten über den Führer des Gebietes von den Ergänzungsstellen der Waffen-SS laufend die erforderlichen Merkblätter und Meldevordrucke und sonstiges Werbe- und Anschauungsmaterial. Die von den Lehrgangsteilnehmern unterschriebenen Meldeformulare sind von dem Lagerführer an die zuständige Ergänzungsstelle der Waffen-SS zu senden. Da das Prinzip der Freiwilligkeit gewahrt bleiben muss, darf ein Druck auf die Lehrgangsteilnehmer nicht ausgeübt werden. Ebenso darf ein Lehrgangsteilnehmer auf Grund seiner Nichtmeldung nicht benachteiligt werden. Während der Lehrgangsdauer dürfen Annahmeuntersuchungen seitens der Ergänzungsstelle der Waffen-SS nicht durchgeführt werden. Diese können im Anschluss an den Lehrgang außerhalb des Lagers stattfinden und vom Lager vorbereitet werden. …“


    Im November 1942 stellte die Waffen-SS für 42 WE-Lager der HJ das Ausbildungspersonal. Bei den Angehörigen der Waffen-SS handelte es sich dabei um Unterführer und Mannschaften, die im Einvernehmen des SS-Ergänzungsamtes der Waffen-SS des SS-Hauptamtes, im Einvernehmen mit dem SS-Führungshauptamt von ihren Stammtruppenteilen zu den WE-Lagern der HJ kommandiert wurden.


    Laut Schreiben des Chefs des SS-Hauptamt, AI 1 AZ 8 – Thu./Sch. vom 29.5.943, betr. Zuständigkeit und Planstellen für WE-Lager, unterstanden die WE-Lager der Reichsjugendführer direkt.


    Ende Mai, Anfang Juni 1943 wurden die zu den WE-Lagern der HJ Abkommandierten beim SS-Hauptamt in einem so genannten „SS-Ausbildungskommando“, der späteren „Kommandierten-Abteilung H.J./SS-Hauptamt“ (s. a. a. O., nicht vorliegend) zusammengefasst, und aus dem Kommando jeweils Ausbildungsgruppen zu den WE-Lagern der HJ kommandiert.
    Ihre offizielle Bezeichnung lautete „Reichsführer-SS, SS-Hauptamt, SS-Ausbildungs-Kommando Wehrertüchtigungslager … (Name des Lagers)“. Sie führten die Nummernbezeichnung der zuständigen HJ-Gebiete. Bei mehreren WE-Lagern in einem Gebiet erfolgte eine Unterteilung durch Buchstaben. Bei WE-Lagern „Germanische Jugend“ erfolgte eine laufende Nummerierung mit der Zusatzbezeichnung „G“, bei WE-Lagern für die volksdeutsche Jugend mit der Zusatzbezeichnung „VD“.
    Die Ausbildungsgruppen waren unterschiedlich stark und sollten nicht größer sein als 1 Führer, 6 Unterführer und 10 Mannschaften (s.a. Mehner, S. 73, dort „1 Führer und 16 Unterführer) . Der Einsatz der zu den WE-Lagern kommandierten Führer, Unterführer und Mannschaften der Waffen-SS erfolgte als Lagerführer, Lagerältester, Ausbilder und Funktionär. In Betracht kamen im Allgemeinen nur geeignete und g. v. H. (garnisonsverwendungsfähig Heimat) oder a. v. (arbeitsverwendungsfähige) SS-Angehörige. Nur in besonders begründeten Fällen konnten g. v. F. (garnisonsverwendungsfähig Front) - oder k. v. (kriegsverwendungsfähige, im Org. erneut „a. v.“) - Angehörige der Waffen-SS eingesetzt werden; z. B. für die mot.- oder Nachrichten- Ausbildung.
    Die zu den WE-Lagern kommandierten Waffen-SS-Angehörigen waren in personeller und disziplinärer Hinsicht dem Chef des SS-Hauptamtes, in wirtschaftlicher Hinsicht den zuständigen SS-Ergänzungsstellen unterstellt. Die Kommandierungen der Ausbildergruppen zu den WE-Lagern nahm die Hauptabteilung AI 2 (Personalstelle) im Einvernehmen mit der Hauptabteilung BI 2 (Nachwuchsfragen der SS) des SS-Hauptamtes vor.


    Wehrertüchtigungslager Stand 29.Mai 1943 (s.a. Mehner, Waffen-SS und OrPo, S. 73-76 oben)
    Wehrertüchtigungslager
    Standort Ergänzungsstelle
    (Nummer der WK in Kl.)
    Reichsführer-SS
    SS-Hauptamt
    SS-Ausbildungskommando
    Wehrertüchtigungslager 1
    Schibbenbeil/Ostpreußen Nordost (WK I)


    Wehrertüchtigungslager 2
    Hochwalde III Spree (III)


    Wehrertüchtigungslager 3
    Glöwen/Westprignitz Spree (III)


    Wehrertüchtigungslager 4
    Raudten, Krs.Lüben/Schlesien Südost (VIII)


    Wehrertüchtigungslager 5
    Goddentow bei Lauenburg Ostsee (II)


    Wehrertüchtigungslager 6
    Kaiserhain Nordsee (I) (X ?)


    Wehrertüchtigungslager 7
    Nordholz, Krs.Wesermünde Nordsee (X)


    Wehrertüchtigungslager 8
    Härmelheide bei Eystrup, Krs.Nienburg Mitte (XI)

    Wehrertüchtigungslager 9
    Oer bei Recklinghausen West (V)


    Wehrertüchtigungslager 10
    Himmrich, Krs.Geilenkirchen, b.Aachen West (V)

    Wehrertüchtigungslager 11
    Mausbach b.Stolberg West (VI)


    Wehrertüchtigungslager 12
    Kirchberg/Mosel Rhein (XII)


    Wehrertüchtigungslager 13
    Emmerichhain/Westerwald Rhein (XII)


    Wehrertüchtigungslager 14
    Homberg b.Kassel Fulda-Werra (IX)


    Wehrertüchtigungslager 15
    Külso b.Wittenberg Elbe (IV)


    Wehrertüchtigungslager 16
    Neukirchen/Erzgebirge Elbe (IV)


    Wehrertüchtigungslager 17
    Ranis/Thüringen Fulda-Werra (IX)


    Wehrertüchtigungslager 18
    Eschenbach b.Grafenwöhr Main (XIII)


    Wehrertüchtigungslager 19
    Königsdorf b.Bad Tölz Süd (VII)


    Wehrertüchtigungslager 20
    Kuchberg n.Geisslingen Südwest (V)


    Wehrertüchtigungslager 21
    Hauenstein b.Annweiler Südwest (V)


    Wehrertüchtigungslager 22
    Gutenthau b.Bayreuth Main (XIII)


    Wehrertüchtigungslager 23
    Beese, Krs.Salzweder , Altmark Mitte (IX)

    Wehrertüchtigungslager 24
    Waren/Müritz , Mecklenburg Ostsee (II)

    Wehrertüchtigungslager 25
    Dörrenbach b.Bergzabern Rhein (XII)


    Wehrertüchtigungslager 26
    Wenzendorf b.Tostedt Nordsee (X)


    Wehrertüchtigungslager 27
    Neustift b.Rohrendorf Donau (XVII)


    Wehrertüchtigungslager 28
    Reichenau Donau (XVII)


    Wehrertüchtigungslager 29
    Kammerschärfling Donau (XVII)


    Wehrertüchtigungslager 30
    St.Ruprecht Alpenland (XVIII)


    Nr. 31 fehlt


    Wehrertüchtigungslager 32
    St.Gilgen Alpenland (XVIII)


    Nr. 33 fehlt


    Wehrertüchtigungslager 34
    Malsbenden West (VI)


    Wehrertüchtigungslager 35
    Dubenetz, Krs.Trautenau, Sudetengau Südost (VIII)

    Wehrertüchtigungslager 36
    Harburg b.Donauwörth Süd (VII)


    Wehrertüchtigungslager 37
    Nielsbuben Weichsel (XX)


    Wehrertüchtigungslager 38
    Bergstadt b.Birnbaum Warthe (XXI)


    Wehrertüchtigungslager 39
    Fladungen II (Rhön) Main (XIII)


    Wehrertüchtigungslager 40
    Bad Königsdorf, Krs.Rybnik, Oberschlesien Südost (VIII)

    Wehrertüchtigungslager 45
    Franzenthal b. Jablonetz an der Isar Donau (XVII)


    Germanische Jugend G 1
    Stegekopf, Westerwald Rhein (XII)


    Germanische Jugend G 2
    Heiligenstadt, Thüringen Fulda-Werra (IX)


    Germanische Jugend G 3
    Seeblick, Kärnten Alpenland (XVIII)


    Neue WE-Lager (s.a. Mehner, S. 76, nach SS-Hauptamt A I/TgbNr. 180/1943)
    01.08.1943
    SS-Ausbildungskommando
    Wehrertüchtigungslager 33
    mit Gebirgsausbildung
    Rautz, Arlberg Alpenland (XVIII)


    29.08.1943
    SS-Ausbildungskommando
    Kiew Erg.Amt.b.Höh.SS- u.Pol.Fhr. Russland-Süd
    Wehrertüchtigungslager VD 1
    f.d.volksdeutsche Jugend aus der Ukraine


    05.09.1943
    SS-Ausbildungskommando
    Neukuhren/Samland, Ostpreußen Nordost (I)
    Wehrertüchtigungslager VD 2
    f.d.volksdeutscheJugend aus Estland und Lettland


    SS-Ausbildungskommando
    Eisentratten b.Gmünd Alpenland (XVIII)
    Wehrertüchtigungslager VD 3
    f.d.volksdeutscheJugend aus dem Banat u.d. Slowakei


    Außer den SS-Ausbildungskommandos bei den WE-Lagern der HJ, die von der Waffen-SS betreut wurden, wurden auch SS-Ausbildungskommandos zu WE-Lagern abkommandiert, die normalerweise von der Wehrmacht betreut wurden, um bestimmte Sonderlehrgänge, z. B. für Führerbewerber, durchzuführen, so z.B. zu den Sonderlehrgängen für SS-Führerbewerber im WE-Lager Schlitzenhausen, Tann/Rhön, vom 10.4. – 10.7.1944 (Führer: SS-Ustuf Gerhard Boldt, Leiter: Gefolgschaftsführer Mayr).


    Ein ehemaliger Lehrgangsteilnehmer berichtete betreffend des Führernachwuchses der Waffen-SS, Sonderlehrgang für Führerbewerber vor Einberufung zur Waffen-SS: „ …. Im Jahre 1943 musste (? , so im Org.) jeder Bann der HJ einige Führer, die sich bereits freiwillig zur Waffen-SS gemeldet hatten, als SS-Führerbewerber vorschlagen.
    Einer meiner ausgewählten Kameraden hatte sich Ende Januar 1944 bei der Ergänzungsstelle in Berlin zu melden und wurde von dort zu einem Sonderlehrgang in die Slowakei beordert. Nach Beendigung erfolgte m. W. seine unmittelbare Einberufung zur Truppe.


    Ich nahm den folgenden Weg:
    Von Mitte April bis zum 8.5.1944 für drei Wochen Teilnahme an einem „Sonderlehrgang für SS-Führerbewerber“ im WE-Lager Tann/Rhön. Lehrgangsstärke ca. 180 Mann.
    Leiter: Ostuf. Mayr, der gleichzeitig den HJ-Dienstgrad „Gefolgschaftsführer“ hatte.
    Sowohl er als auch die Ausbilder (Uscha.) kamen nach meiner Erinnerung von der LAH. Die Lehrgangsteilnehmer trugen feldgraue Uniformen mit SS-Runen und HJ-Armbinde.
    Zur gleichen Zeit sollen in der Rhön an fünf Orten Lehrgänge durchgeführt worden sein. Davon befand (-en) sich einer im benachbarten Schlitzenhausen und ein weiterer angeblich in Fladungen. Es waren dies die ersten Lehrgänge (dieser Art ?, der Verf.). Danach sollten noch jeweils zwei Folgelehrgänge durchgeführt werden.
    Wir wurden s. Zt. darüber informiert, dass diese Sonderlehrgänge vor der Einberufung zur Waffen-SS spätere Vorbereitungslehrgänge ersetzen sollten, um die Heranbildung des Führernachwuchses zu beschleunigen. Durch Schanzeinsatz mit der HJ und RAD wurde ich erst im Januar 1945 einberufen, so dass ich nicht sagen kann, wie sich die erfolgreiche Teilnahme an dem Lehrgang ausgewirkt hat. …“ (Schreiben an W.Vopersal v. 21.9.1975, Kopie im Besitz des Verf.)


    Quellen:
    1. Erlass der Jugendführers des Deutschen Reiches vom 27.5.1942 betr.: Wehrertüchtigungslager (Vorschriftenhandbuch der Hitler-Jugend, Bd.III, S. 1323 ff)
    2. Rundschreiben Nr. 9/42 des Reichsjugendführers über die Neuordnung der Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend (Kopie Archiv W. Vopersal)
    3. Gebietsrundschreiben der Reichsjugendführung 14/42 vom 11.6.1942 (Kopie Archiv W.Vopersal)
    4. Schreiben Chef SS-Hauptamt an RF-SS vom 26.11.1942 betr. Wehrertüchtigungslager (ITM: NO-2062)
    5. Ausarbeitung Dr. Schlünder, ehem. Chef des Hauptamtes II (Amt für Wehrertüchtigung) der Reichsjugendfühung (Kopie Archiv W. Vopersal)
    6. vgl. Stichwort „Kommandierten-Abteilung H.J./SS-Hauptamt (nicht vorliegend)
    7. Chef SS-Hauptamt/A 1 AZ 8 – Thu./Sch.v. 29.5.943 betr. Zuständigkeit und Planstellen für WE-Lager (BA NS 31/360)
    8. Tagesbefehle SS-Hauptamt 1944/1945 (BA NS 31/2 – NS 31/6)
    9. Geschäftsverteilungsplan SS-Hauptamt vom 1.7.1944 (BA NS 31/4)
    10. Schreiben eines ehemaligen Lehrgangsteilnehmers, Name dem Verf. bekannt, an Wolfgang Vopersal v. 21.9.1975 betr.: Führernachwuchs, hier: Sonderlehrgang für Führerbewerber vor Einberufung zur Waffen-SS


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland!!!
    An diesem Moment benötige ich wenige Tage, dieses zu englischem oder besser zum Polnischen zu übersetzen, weil ich nicht zu viel verstehe :).
    Sie erledigten eine wirklich große Arbeit für mich!
    Ich sprach mit ein paar Polnischem und deutschen Archiven, aber ich hörte immer die gleiche Antwort - wir haben keine Informationen über Ihren Fall.
    Noch einmal muss ich für meinen Deutschen und die Grammatikfehler entschuldigen (AltaVista Babel Fish translator :). Ich hoffe, dass meine Antwort gleich wenig verständlich ist.
    So beginne ich übersetze.

  • Hi Roland
    I see you are the Axis History Forum registrated user as well :) and your english is fluent. Please, if it possible, contact with me directly via e-mail, I have few questions.


    Regards
    Maciej


    Sorry for english :)

  • Dear Maciej,
    I know, that it would be difficult, to translate the whole text in English or Polish, but apart from my "fluent" English :D (only School-English with a dictionary beside my PC) I will try to answer your questions!!!
    and you schould not apologize an answer in English, that might be better than in Polish, I think ;)


    Regards yours Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,
    danke, Uwe, für die Blumen ;)


    Ich habe mich mit Maciej „unterhalten“. Es geht ihm also um den HJ-Standort Greibensee von 1938 bis 1945. Maciej hat einige Angaben für diesen Ort als HJ-Lager, im Juli 1938 als “Kurmarklager der HJ am Greibensee über Drossen” und ein Jahr später, im Juli 1939, als “ "Gerhard Liebsch Lager am Greibensee" bezeichnet.


    Es scheint, dass es sich hierbei um die „normalen“ HJ-(Sommer ?) Ferienlager gehandelt hat, es gibt eine Postkarte mit der Abbildung des Lagers mit Zelten. Da ich leider keine weiterführende Literatur über die HJ habe, somit auch nicht über diese HJ-Lager, wäre jeder Hinweis bezüglich des Standortes sehr interessant.


    Nach der Errichtung der Reichsausbildungslager liegt Maciej ein Dokument vor, in dem einem Teilnehmer an einem „6.Lehrgang des RAL-Greibensee für die SS-Pz.Div. Leibstandarte SS Adolf Hitler“ vom 28.12.44 bis zum 25.1.45 seine Teilnahme bescheingt wird.
    In diesem Dokument wird folgendes angeführt:
    „NSDAP/Hitlerjugend
    Reichsjugendführung
    Reichsausbildungslager 1
    Greibensee“


    Wer also Angaben zur Nummerierung von RAL hat, bitte melden!! Außerdem lässt die obige Angabe zu dem Lehrgang den Schluss zu, dass es bereits vorher solche Lehrgänge für Angehörige der HJ gegeben hat, bei einer Laufzeit von etwa vier Wochen wären das 5 solcher Lehrgänge in diesem Lager: den ersten im Juli, den zweiten im August, den dritten im September, den vierten im Oktober und den fünften im November 1944.
    Nach dem 6.Lehrgang sollen ja dort noch Lehrgänge für die SS-Pz.Div. Hitler-Jugend durchgeführt worden sein ….


    Zu diesem Zeitpunkt sollen dort auch feste Gebäude, Stein oder Beton, sowie RAD-Baracken bestanden haben?!


    Angaben von Teilnehmern an diesen Lehrgängen wären ebenfalls sehr interessant!! Es geht auch um Details aus der Ausbildung, worin sie bestand, gab es Schießausbildung, Panzernahkampf-Ausbildung … usw.?! Maciej hat auch einen Bericht eines späteren Unterführers der Waffen-SS gefunden, der auch ein wenig zur Ausbildung in einem RAL (Birksau in diesem Fall) erzählt: http://www.hotlinecy.com/boschet.htm


    Wo könnte man Angaben zu diesem Reichsausbildungslager (und den Vorläufern) nachfragen, eine Anfrage beim BA Berlin hat Maciej bereits gemacht, leider sollen dort keine Unterlagen zu Greibensee vorliegen, ebenso wenig wie im Brandenburgischen Landeshauptarchiv.


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Schonmal in den Boberach geschaut?


    Reichsausbildungslager - negativ
    Reichsjugend - negativ, ausser Reichsjugendwettkämpfe (S. 93)
    Wehrertüchtigunslager 96, 270, 498


    Gibt es noch andere Stichworte?


    Nachtrag IBZ
    Reichsausbildungslager - negativ
    Reichsjugend - negativ
    Wehrertüchtigunslager


    wehrertüchtigungslager gudendorf
    Autor: hoch, gerhard
    In: dithmarschen, 1996, n. 1, p. 14.
    Zeitschriftentitel: dithmarschen. zeitschrift für landeskunde und landschaftspflege. neue folge . - heide : boyens buchverlag
    ISSN: 0012-4125 Bestandsinformation der Zeitschrift

    Glück Auf!
    "Basil"


    "Ich bin ein Egoist und kümmere mich nicht um andere?. Sogar behinderte Delphine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen" (Stromberg)

    Edited once, last by basil ().

  • Quote

    ... Schonmal in den Boberach geschaut? ....


    Hallo basil,
    wenn ich weiß, wer der "Boberach" ist, kann ich vielleicht mal reinschauen ... :D
    Nein, natürlich nicht, ich komme zu diesem Fragenbereich RAL bzw. HJ-Lager und RAL Greibensee literaturmässig "etwas unvorbereitet", daher die Bitte um Hinweise ;)


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Boberach, Heinz (Bearbeiter f. Inst. f. Zeitgesch.) Inventar archivalischer Quellen des NS Staates. Die Überlieferung von Behörden und Eirnichtigungen des Reichs, der Länder und der NSDAP. München 1991



    Nachtrag aus Boberach:


    Reichsausbildunglager des HJ Streifendienstes Freusburg S. 483
    Ausbildungalger (welche?) S. 331

    Glück Auf!
    "Basil"


    "Ich bin ein Egoist und kümmere mich nicht um andere?. Sogar behinderte Delphine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen" (Stromberg)

    Edited 2 times, last by basil ().

  • Hallo basil,
    danke für die Aufklärung und vor allem für´s Suchen! ;) Für´s RAL sieht´s ja leider mau aus ...  :(


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Quote

    [... Uwe war so freundlich, auf meine Bitte hin die Frage nach dem RAL Greibensee auch im Panzerarchiv-Forum einzustellen


    http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?p=148679#148679 ...


    Hallo,
    ich wollte diese Frage noch mal in Erinnerung rufen, da sich bei diesem Link leider auch nicht viel Neues ergbit .... =)


    Grüße Roland

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  • Rollt der Schneeball noch nicht?

    Glück Auf!
    "Basil"


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  • Hallo Roland,


    vieleicht eine Ergänzung zur Liste der WEL


    ich selbst war im Herbst 1942 im Wehrertüchtigungslager bei Dörrenbach in der Südpfalz. Die Ausbildung wurde von Angehörigen der Waffen-SS durchgeführt. Dort erfolgte auch meine Freiwilligenmeldung zur Waffen-SS.


    Hier noch eine Kopie aus dem Buch von Georges Bernage und Hubert Meyer "12.SS-Pz.Div.HJ"


    WEL Wildflecken.
    [Blocked Image: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/32tm-92.jpg]


    Gruß Erich

  • Hallo Erich,
    vielen Dank für Deine Ergänzungen zu dem WEL Dörrenbach, Südpfalz, und die Seite aus dem Bernage/Meyer-Buch über die HJ-Division zum WEL Wildflecken, ich mußte in den letzten Tagen bei einem Blick in die deutschen Divisionschronik feststellen, dass Hubert Meyer leider keine Details zur Vor-Ausbildung in den WEL genannt hat ... ;)


    Hallo basil,
    nein, der Schneeball rollt auf keinen Fall, ist eher wohl festgefroren ...
    das Thema RAL Greibensee scheint eher "undankbar" zu sein ...
    ich habe zwar BA Berlin und BA-MA Freiburg hinsichtlich dieser Frage angeschrieben, mache mir aber keine großen Hoffnungen ...


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Quote

    Original von RolandP
    Hallo Erich,
    vielen Dank für Deine Ergänzungen zu dem WEL Dörrenbach, Südpfalz, und die Seite aus dem Bernage/Meyer-Buch über die HJ-Division zum WEL Wildflecken, ich mußte in den letzten Tagen bei einem Blick in die deutschen Divisionschronik feststellen, dass Hubert Meyer leider keine Details zur Vor-Ausbildung in den WEL genannt hat ... ;)


    Grüße Roland


    Ja, in der Kriegsgeschichte von Hubert Meyer steht davon nichts. Das Buch von Bernage/Meyer beinhaltet mehr über die Division und ich habe es mir gekauft, obwohl ich kein französisch kann. Interessante Sachen lass ich mir halt übersetzen.
    Übrigens, die Fotos von H.Wontorra im Buch befinden sich als Original in meinem Besitz, Harry Wontorra hat sie mir als Geschenk überlassen.


    Gruß
    Erich

  • Quote

    .... Das Buch von Bernage/Meyer beinhaltet mehr über die Division und ich habe es mir gekauft, obwohl ich kein französisch kann. Interessante Sachen lass ich mir halt übersetzen. ....


    Hallo Erich,
    danke für den Hinweis auf das franz. Buch, ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit dieser Sprache, was mich immer davon abgehalten hat, u. a. das HJ-Divisions-Buch zu kaufen .... aber wenn zusätzliche Angaben vorhanden sind ... ;)


    Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump