Uffz. Franz Golombek, † 6. September 1944 Ostsee

  • Moien,

    Uffz. G. stammte aus meinem Heimatort und war beim fliegenden Personal. Ich versuche seine Einheit zu ermitteln, lt. Totenzettel wurde die Ostsee sein Grab. Es müßte sich also um einen Absturz o.ä. handeln. Danke für jede Info.

    Merci,

    h.

  • Hallo, h.,


    auf dem Sterberegisterauszug steht leider nur "Danziger Bucht", eine Einheit ist dort leider nicht vermerkt, zumal der Tod auch erst in 1947 beurkundet wurde.


    Als Geburtsort wird Kreuzenort, Kreis Ratibor, angegeben. Habe ich da den "richtigen" Franz Golombek?


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Moien,

    konnte noch dieses herausfinden: Geburtsdatum 02.12.1919 Ehrang (?) der Name schreibt sich auch schon mal mit ck, aber ich denke es ist nur k. Es gab a, 14-12-44 ein Seelenamt also könnte das mit der Beurkundung schon zutreffen.

    h.

  • Hallo, h.,


    also Geburtsdatum stimmt schon mal, Geburtsort ist jedoch Kreuzenort, Kreis Ratibor. Die Ehe wurde in Ehrang am 24.12.1943 geschlossen.


    Ich schicke Dir den Sterberegistereintrag mal per PN. Einverstanden?


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • N'Abend,


    ja-wie? Ja, nein, doch - ooooch.

    Noch kein Link zu Kracker oder eine Textkopie aus der deZeng/Stankey Offiziersliste?

    Ich bin schwer enttäuscht.


    Also: der Gesuchte gehörte als Bordschütze zur 5./MSGr. 1 (5. Staffel, Minensuchgruppe 1 - Danzig Langfuhr).

    Die Besatzung flog in einer Ju 52 MS ("Mausi").


    Salve, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Moien,

    besten Dank erstmal!!! An "Mausi" hätte ich jetzt eher nicht gedacht!! Mal sehen, ob es in der Familie noch einen Nachlass gibt. Uwe, ich bin eher der Typ "altertümliche Recherche", Papier und so, berufsbedingt! Aber auch Dich ist Verlaß!!

    Gruß

    hans

  • Hallo Hans,


    Papier habe ich auch. Unmengen von Papier. In Buchform oder als Kopien und lose Blätter in Leitz-Ordnern. Aber ich war es irgendwann leid, stunden- und tagelang zu blättern wenn ich etwas suchte und mich nur vage erinnerte, wo ich in etwa zu Suchen habe.Deshalb hat sich in der WASt in der Vergangenheit das System mit Karteikarten bewährt. Die Kartei braucht es dann aber in mehrfacher Ausfertigung. Sortiert alphabetisch nach Namen (+ Geburtsdatum, -ort), nach Datum, und nach Verbandszugehörigkeit (Einheitslisten). Ohne Computer wird die Suche auf jeden Fall langwierig. Und der Computer ist eigentlich nur ein Index ins Papier - wo man den Vorgang dann detaillierter nachlesen kann (manchmal).


    In den Daten stehen noch zwei weitere Golombek, beides Feldwebel und auch aus Oberschlesien.

    Hermann G. (Ratibor) war als Bs bei den Fernaufklärern und ist seit Mai 44 in Smolensk bestattet, er starb in einer Ju 188.

    Hugo G. (Wüstenrode, Krs. Gleiwitz) war Bordfunker bei den Kampffliegern und hat als Einziger der Besatzung den Abschuss durch Jäger überlebt, kurz vor Ende des Frankreichfeldzuges. Er hat es später noch bis zum Oblt. gebracht (1943). Ob er nach dem Abschuss im Juni 40 noch weiter Einsätze flog ist mir nicht bekannt. Die NVM verzeichnet nach der Vermisstenmeldung nur, dass er zurückgekehrt ist. Die 3 Mitflieger sind handschriftlich mit "Kreuz" markiert und sind beim Volksbund in der Datenbank mit Grablage eingetragen. In der deZeng Liste ist die Einheit nicht genannt - in der NVM natürlich schon.

    Dort gibt es auch noch einen Sigismund G. - der aber bei den Fallis war.


    Zu Franz sind keine Infos zur Absturzursache bekannt, die Besatzung ist aber komplett beim Volksbund mit Grablage Danzig gelistet. Es hat also eine Bergung stattgefunden. Aus Berichten von Kampffliegern die im Tiefflug über See flogen ist überliefert, dass bei glatter See die Höhe im Tiefflug nur schwer abzuschätzen ist. Das kann ich nachvollziehen. Speziell bei stundenlangen, ermüdenden Flügen im Tiefflug ist ein kurzes Nachlassen der Konzentration tödlich. Dafür gibt es den "elektrischen" Feinhöhenmesser. Das andauernde Starren auf das Instrument ist aber auch ermüdend. Es gibt ja diverse Fotos von zurückgekehrten Kampffliegern mit abgesplitterten Holz-Luftschrauben (Ju 88) nach Wasserberührung. Bei bewegter See lässt sich die eigene Höhe an den Wellen/Dünung viel leichter abschätzen. Und der "Hula-Hoop-Reifen" (Magnetspule) unter der Ju 52 MS macht das Fliegen dicht über dem Wasser nicht unbedingt einfacher. Dass gleich alle 3 Motoren der Ju 52 ausfallen, halte ich für unwahrscheinlich. Vielleicht haben sie ja auch eine Seemine zur Detonation gebracht und sind zusammen mit ihr im Meer versunken (Splitter, Wassersäule) ? Who knows .....


    Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Guten Morgen zusammen,


    Uwe, gehörten zur Besatzung Kolossa, Uhlmann, Junghans, Geide und Riesch? Diese wurden am 11. September 1944 auf dem Friedhof Silberhammer bestattet. Uffz. Golombek befindet sich leider nicht in dieser Aufstellung. Spricht evtl. dafür, daß er nicht geborgen werden konnte?


    Absturz des Flugzeugs, in dem Uffz. Geide saß, war am 6.9. um 9.15 Uhr.


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Moin Diana,


    ja, das sind die Namen.

    Wobei Geide in meiner ursprünglichen Liste nicht aufgeführt war. Er steht allerdings beim Volksbund in der Datenbank und ist unter der passenden Einheit, Todesdatum und Ort in der Gräberkartei (WASt via Ancestry) aufgeführt. Also sind es insgesamt 6 Insassen die bei dem Absturz ums Leben kamen.

    Franz G. ist in meinen Quellen mit 'ck' geschrieben, also Golombeck.


    Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Moien,

    Uwe: Besten Dank für die weiteren Infos. Im Totenzettel steht wörtlich "er fand sein Grab in den Wellen der Ostsee". Dürfte also nicht geborgen worden sein. Vielleicht finde ich noch heraus, warum er von einem Ende des Reiches an das andere Ende gezogen ist. Übrigens, alle aus meinem Heimatort stammenden gefallenen Flieger gehörten "merkwürdigen" Einheiten an, also keine Jäger etc.

    h.

  • Hallo, Uwe,


    Quote

    Franz G. ist in meinen Quellen mit 'ck' geschrieben, also Golombeck.

    da haben sich die Quellen leider geirrt, er schreibt sich tatsächlich nur mit "k", also Golombek.


    Liebe Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana,


    > da haben sich die Quellen leider geirrt

    da lese ich einen Unterton heraus, der mir gar nicht gefällt.

    Wenn ich jemanden etwas frage (#8) und derjenige verwendet seine Zeit und Mühe für eine Verifikation und Antwort, dann bedanke ich mich. Das gebietet die Höflichkeit.


    Aber schön, dass die Schreibweise nun (vermeintlich) geklärt ist. Dies sollte nun ebenfalls noch bei WASt und Volksbund entprechend geändert werden (not my job!).

    Falls sich nun aber der Setzer der Druckerei geirrt hat, in der die Todesanzeige bzw. die Totenzettel gesetzt und gedruckt wurde? Dann würde in Kriegszeiten die gesamte Produktion eingestampft?


    Danke, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Moien,

    in unserer Chronik wird er sowohl mit ck als auch nur mit k, geschrieben. Es dürfte aber meiner Überzeugung nach kein weltbewegendes Problem sein!

    h.