Ritterkreuzträger in Narvik

  • Ich war gerade im Kriegsmuseum in Narvik. In der Ausstellung gab es ein Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwerten. Es war zusammen mit eine Gebirgsjägeruniform aber daneben, nicht tatsächlich auf der Uniform. Ich habe versucht herauszufinden wer der Träger sein könnte. Wikipedia nennt das diese Auszeichnung erst in 1941 eingeführt war, also lang später als der Kampf um Narvik in 1940. Kann es sein dass es nie verleien war, oder wer hat es tatsächlich in Narvik verloren? Bei Kriegsgefangenschaft in 1945 vielleicht?


    Bitte um Entschulding für mein klumpiges Deutsch.

  • Hallo Hermulen,

    nach meinem Kenntnisstand erhielt der bekannte Flieger Oberstleutnant Adolf Galland am 21. Juni 1941 als erster die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub. Daher kann es, wie Du richtig bemerkst, bei den Kämpfen um Narvik von April-Juni 1940 noch keinen Schwerterträger gegeben haben. Ob zu einem späteren Zeitpunkt einem Angehörigen der Wehrmacht in Norwegen diese Auszeichnung abgenommen wurde oder wie sonst dieses Museum in Besitz dieser Auszeichnung kam, ist mir nicht bekannt. Es stellt sich für mich aber auch die Frage nach der Echtheit der ausgestellten Auszeichnung. Immerhin gab es nach meinem Wissen nur 159 Beleihungen mit ,,Schwertern".

    MfG Wirbelwind

    Vergiss bitte beim nächsten Post die Grußformel am Anfang und Ende Deiner Nachricht. Gehört zu den Forumsregeln.

  • Hallo Hermulen,

    Fregattenkapitän Teddy Suhren, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern, war in 1945 Befehlshaber der UBoote im Nordmeer und in Narvik stationiert.

    Gruß

    Dieter

  • Guten Morgen,

    bezüglich Gebirgsjäger fällt mir akut nur Generaloberst Eduard Dietl ein: Schwerter zum Ritterkreuz postum am 1. Juli 1944.

    Grüße

    george


  • Guten Morgen,

    bezüglich Gebirgsjäger fällt mir akut nur Generaloberst Eduard Dietl ein: Schwerter zum Ritterkreuz postum am 1. Juli 1944.

    Grüße

    george

    Hallo George

    Hemulen schreibt das der Orden neben der Uniform ist.

    Wie soll der Orden von Dietl, falls er überhaupt komplett existiert, nach Norwegen gekommen sein?

    Also komplett mit Eichenlaub und Schwertern!

    Gruß Arnd

  • Guten Morgen Arnd,

    Wie soll der Orden von Dietl, falls er überhaupt komplett existiert, nach Norwegen gekommen sein?

    Gar nicht? Wenn es Dietls originaler Orden wäre, dann wären die Museumsbetreiber doch schön blond, nicht darauf hinzuweisen – mal abgesehen von der Diebstahlgefahr, aber dafür gibt es ja Tresore und Kopien.

    Ansonsten hat Wirbelwind schon alles gesagt: „Ob zu einem späteren Zeitpunkt einem Angehörigen der Wehrmacht in Norwegen diese Auszeichnung abgenommen wurde oder wie sonst dieses Museum in Besitz dieser Auszeichnung kam, ist mir nicht bekannt. Es stellt sich für mich aber auch die Frage nach der Echtheit der ausgestellten Auszeichnung.“

    Grüße

    george

  • Hallo,

    ... In der Ausstellung gab es ein Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwerten ...

    es wäre sicherlich einfacher, die Echtheit und Herkunft dieses Ritterkreuzes in dem genannten Museum anzufragen, anstatt hier im Forum darüber zu spekulieren. Es kann sich ja auch einfach nur um ein Replikat handeln, dass vom Kurator ohne weiteren Zusammenhang für die Ausstellung beschafft wurde? Da die Herkunft oder Informationen zum ehemaligen Träger im Museum anscheinend nicht dargelegt werden, halte ich das für wahrscheinlich.

    Gruß, J.H.

  • Hallo,

    es wäre sicherlich einfacher, die Echtheit und Herkunft dieses Ritterkreuzes in dem genannten Museum anzufragen, anstatt hier im Forum darüber zu spekulieren. Es kann sich ja auch einfach nur um ein Replikat handeln, dass vom Kurator ohne weiteren Zusammenhang für die Ausstellung beschafft wurde? Da die Herkunft oder Informationen zum ehemaligen Träger im Museum anscheinend nicht dargelegt werden, halte ich das für wahrscheinlich.

    Gruß, J.H.

    Besten Dank für die Antwort. Leider war bei meinem Besuch kein Beamter vom Museum am Platz. Ich könnte ja aber das Museum brieflich fragen

  • Hallo Hermulen,

    Fregattenkapitän Teddy Suhren, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern, war in 1945 Befehlshaber der UBoote im Nordmeer und in Narvik stationiert.

    Gruß

    Dieter


    Besten Dank für die Antwort.

    Grüße aus Schweden

  • Hallo Hermulen,

    Fregattenkapitän Teddy Suhren, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern, war in 1945 Befehlshaber der UBoote im Nordmeer und in Narvik stationiert.

    Gruß

    Dieter


    Besten Dank!

    Grüße aus Schweden

  • Hallo Hermulen,

    nach meinem Kenntnisstand erhielt der bekannte Flieger Oberstleutnant Adolf Galland am 21. Juni 1941 als erster die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub. Daher kann es, wie Du richtig bemerkst, bei den Kämpfen um Narvik von April-Juni 1940 noch keinen Schwerterträger gegeben haben. Ob zu einem späteren Zeitpunkt einem Angehörigen der Wehrmacht in Norwegen diese Auszeichnung abgenommen wurde oder wie sonst dieses Museum in Besitz dieser Auszeichnung kam, ist mir nicht bekannt. Es stellt sich für mich aber auch die Frage nach der Echtheit der ausgestellten Auszeichnung. Immerhin gab es nach meinem Wissen nur 159 Beleihungen mit ,,Schwertern".

    MfG Wirbelwind

    Vergiss bitte beim nächsten Post die Grußformel am Anfang und Ende Deiner Nachricht. Gehört zu den Forumsregeln.


    Servus Wirbelwind,

    Ich hätte noch eine Frage über das Ritterkreuz im Museum in Narvik.

    Wenn es tatsächlich den Kommendeur der U-boote gehörte, und laut Wikipedia war er nach Kriegsende ein Jahr noch in Norwegen, würde er sin Ritterkreuz weggeben? Odet war es dahmals so das mann von Gefangener alles einfach abnehmen konnte?

    Viellicht sollte ich tatsächlich beim Museum nachfragen. Die hatten allerhander Waffen und Uniformen, auch von die Briten und die Fremdenlegion, und Fahrzeuge. Aber ein Ritterkreuz ist ja etwas besonderes.

    Grüße aus Schweden

  • Hallo zusammen,

    nur zur Info.Teddy Suhren hat seine Auszeichnungen nicht verloren. Laut seiner Biographie - NASSES EICHENLAUB, Als Kommandant und FdU im U-Boot Krieg (Fritz-Brustat Naval) - heißt es auf der letzten Seite, dass er seine Orden sowie seinen Ehrendolch an seinen Bruder in Kiel geschickt hat. Das geschah heimlich - über diverse Kontakleute - per Schiff. Zuerst mit einem Flugsicherungsboot nach Kopenhagen und dann per Minensuchboot nach Kiel. In besagtem Buch ist auch ein Foto des gesamten Ordenskissens. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Hinterbliebenen von Suhren diese Orden nach seinem Tode in ein Narviker Museum gegeben haben.

    Ansonsten gab es da noch den Nachfolger von Dietls Lapplandarmee, Generaloberst Dr. Lothar Rendulic. Dieser wurde jedoch bereits im Januar 1945 von Norwegen wegbefohlen.


    Schönen Sonntag

    Christian

  • Besten Dank!


    Dann müssen wir weiter recherchieren. Ich habe gerade ein Mail am Museum gesendet.


    Warum sollten die aber eine Kopie haben? In der Ausstellung war es völlig ohne Kommentar, einfach mit andere Abzeichen und ”Patches” neben eine Gebirgsjägeruniform (Gefreiter). Andere Dinger auch dabei aber keine Erklärung. Das ist ja eine ganz besondere Medaill.


    Grüße aus Schweden