Wo blieben Waffen und Gerät?

  • Hallo Karl,


    ich habe als junger Mann, zu Beginn der 80ziger- eine längere Zeit in der damaligen DDR gearbeitet. Ich habe VA-Paraden gesehen, als auch FDJ-Aufmärsche, die mich zutiefst erschreckt haben!


    Gruß

    Dieter

  • Hallo,


    Quote

    das Bild vom Rainer erinnert mich daran etwas ähnliches auch bei den DDR Betriebskampfgruppen

    gesehen zu haben, da waren auch einige bei einer Parade o.Ä. mit dem Sturmgewehr 44 ausgerüstet.

    das Sturmgewehr 44, in der DDR als Maschinenpistole 44 bezeichnet, ist auch im "Handbuch für den Kämpfer" der Betriebskampfgruppen, ich habe die Ausgabe 1962, in Aufbau und Reinigung beschrieben, Ebenso die P08 und der 98k.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    Quote

    ich habe als junger Mann, zu Beginn der 80ziger- eine längere Zeit in der damaligen DDR gearbeitet. Ich habe VA-Paraden gesehen, als auch FDJ-Aufmärsche, die mich zutiefst erschreckt haben!


    das war unter Kommunistischen Vorzeichen quasi Systemimmanent, ständig auf Alarm und Verteidigen wobei das Ziel völlig im Nebel verschwand.

    Wenn man eine Gesellschaft so durch militarisiert kommt man schnell an materielle Grenzen das man schnell dazu kommt Gerät was älter ist an

    die Paramilitärs weiter zureichen.


    Wenn man sich die 1980 Jahre in der BRD anschaut dann war das Ausmaß der Militarisierung auch hier schon enorm. Nicht so platt, mit Aufmärschen und Übungen,

    eher subtil wenig sichtbar aber vorhanden und das nicht zu knapp !


    Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun, nun, einmal produzierte Waffen/Gerät werden eher selten zerstört. Man sammelt lieber, wer weis wofür das gut ist. Ich möchte nicht

    wissen was z.b. die BW heute noch an "Schätzen" hortet und da ist das "berühmte" MG 42/MG 3 mit Hakenkreuz eher eine Randthema.

    Was auch auffällt das sich das Militär auch schwer von Gerät trennt was für andere noch nutzbar wären nichts für Bürokratiemuffel

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,

    Wie meinst Du das jetzt?

    Gruß Karl

    Moin moin Karl,

    gehört nicht hierher und dann auch Schluss.


    ich kannte solche Inszenierungen bisher nur aus dem Fernsehen, wenn es um Aufmärsche der HJ ging. Ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt so etwas würde es in Deutschland nicht mehr geben und schon gar nicht in der DDR.


    Gruß


    Dieter

  • Hallo,

    den hier bisher geäußerten Ansichten, warum altes aber noch voll funktionsfähiges Waffenmaterial eingelagert bzw. genutzt wurde, kann ich nur zustimmen. Wirtschaftliche Aspekte spielten mit Sicherheit dabei eine große Rolle, zumal ja das Material da war und sich auch bewährt hatte. Zu den Aufmärschen von mir folgendes. Selbst bin ich, ausser bei der Teilnahme an den Mai-Demonstrationen zur Schulzeit, drumherum gekommen. Was allerdings das staatlich organisierte Kinder-u. Jugendleben betraf, so wunderten mich die offensichtlichen Parallelen zu den voran gegangenen Systemen schon. Das habe ich auch in einem kleinen Kreis vorsichtig geäußert, nachdem mir dies bewusst wurde. Antwort damals, wer die Jugend für sich einnimmt und auf sich einschwört, dem gehört auch die gesellschaftliche Zukunft Ich will mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen. Betreffs der Aufmärsche noch folgenden Aspekt Die frühen Ausbilder. waren zumindest Kriegsteilnehmer und hatten die Wehrmacht durchlaufen. Das prägt..

    MfG Wirbelwind

  • Hallo zusammen,


    Quote

    warum altes aber noch voll funktionsfähiges Waffenmaterial eingelagert bzw. genutzt wurde,

    und nicht zuletzt verleiht das auch Macht und einen Hebel um auf der Weltbühne sein Sicht der Dinge durchzusetzen. Das haben "die Russen" und "die Amis"

    Jahrzehntelang vorgemacht......Genau das waren DIE und wir waren ja nur kleine Lichter und hielten uns an die selbst gegebenen Regeln.........wirklich...??

    Die frühe BRD hatte Israel und die frühe DDR Angola.......das war mehr oder weniger Koscher....Politik halt.

    Das als Reflexion der Dinge die der Krieg noch lange seinem Ende bewirkt und da sind nicht ansatzweise die Dingen auf der menschlichen Seite mit gemeint,

    diese sind weit jenseits von eine Bewältigung !

    Gruss Dieter

  • Hallo,

    einmal produzierte Waffen/Gerät werden eher selten zerstört.

    nach der Wende wurden jede Menge AK 47 durch überrollen mit Kettenfahrzeugen zerstört. Und noch vieles Material dazu.

    und da ist das "berühmte" MG 42/MG 3 mit Hakenkreuz eher eine Randthema.

    MG 3 mit Hakenkreuz hat es nicht gegeben. Auf alten MG 1 oder 1/2 fand man sie noch in den VKK bis Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre.

    Ich hatte als MG-Schütze ein MG mit Hakenkreuz auf dem Gehäuse. Am 21. August bekam ich ein MG 3, hergestellt 1961. Offiziell wurde MG 3 erst 1969 in die BW eingeführt.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,

    Hakenkreuz... das hört sich sehr martialisch an, Du meinst doch wohl eher die alten Abnahmestempelchen mit dem Micro-Reichsadler, oder? Die waren ja am MG1 kaum sichtbar. Der SPIEGEL hatte doch auch einmal berichtet, dass sich ein Angehöriger des Wach-Btl in Bonn darüber echauffiert hatte, dass einige Karabiner 98k, die dort in Verwendung waren, noch die alten Abnahmestempel mit dem HK hatten. Die Waffenmeisterei musste dann beflissentlich das HK aus der Stempelung entfernen.
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221356.html


    Mir ist z.B. mal jemand untergekommen, der einen Stempel des Standesamtes selber auf seiner Geburtsurkunde „entnazifiziert“ hatte. Mit einem Edding hatte er den Kranz mit dem HK geschwärzt. Als ich ihm sagte, dass es den Straftatbestand einer Urkundenfälschung erfüllen könnte, die Urkunde ggf. dadurch ungültig würde, da der Siegelabdruck manipuliert wurde, (Echtheitsmerkmal einer Urkunde), fand er seine Aktion nicht mehr so schlau. Aber das ist ein anderer Sachverhalt.

    Gruß

    Andreas

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

    Edited 2 times, last by suum cuique ().

  • Hallo Andreas,

    Hakenkreuz... das hört sich sehr martialisch an, Du meinst doch wohl eher die alten Abnahmestempelchen mit dem Micro-Reichsadler, oder? D

    ja, aber das Ding auf dem Gehäuse juckte niemanden. Wir hatten ja auch noch etliche Kriegsgediente. Unser Schirrmeister gehörte auch dazu, er war der einzige in der Kompanie. Spiess kam mit der BGS-Spende zur BW, und so verhielt er sich auch. Er war Anfang der fünfziger Jahre zum BGS gegangen.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Guten Abend,

    hab mal fleißig alles gelesen (dabei hoffentlich nichts überlesen) und hab auch ein paar Beiträge dazu:

    zur Kampfmittelbeseitigung wurde - wie viele andere auch - der Vater eines Freundes als KG in Stalingrad eingesetzt. Seine Schilderungen lasen mich noch heute gruseln..... im ÖBH gibt es nach wie vor auch den Nachbau des MG42, nunmehr MG 74 mit reduzierter Schussfolge und höherer Weite. Mein Bruder hatte beim ÖBH in der Grundausbildung sowohl die P38 als auch eine P11 - eine 45er Automatic der Amis. Dazu kam dann auch die MP 41 - also der russ. PPSch-41, die mit Originalmunition (Aufschrift 1942) versorgt wurde. Einer meiner Nachbarn hat eine Luiftschutzbunkertüre als Ausgang in den Garten und ich habe als Kind an einem Baggersee - nachdem Polizei, BW, Feuerwehr und THW dort alles abgesucht haben noch genug Schrott und Munition gefunden....... und bitte jetzt nicht nachfragen, wie es in anderen Ländern aussieht nach Kampfhandlungen!

    Da fällt mir ein bekanntes Geräusch bei uns im Ort ein: da schneidet alle Jahre ein Ortsbewohner sein Brennholz mit einer selbstgebauten Kreissägeanlage. Der Antrieb ist ein Dieselaggregat, für das schon einige viel Geld boten: bis Ende 45 "diente" es einem Scheinwerfer ...


    Grüße

    Noaner

  • Hallo Johann Heinrich!


    Immer wieder verwunderlich, erstens: Wenn dies Originale sein sollten, wo kriegt man die überhaupt noch her? Zweitens: Das kostet doch wirklich einen Batzen.... hat scheinbar viel ungenutzt herumliegen....


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • ... hat scheinbar viel ungenutzt herumliegen ...


    Hallo,


    viel schlimmer finde ich, dass dieser Herr Wiederholungstäter und obendrein auch noch Familienvater ist. Wie verantwortungslos muss man bitte denn sein, in seiner Scheune TNT und Leuchtspurmunition zu lagern? Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn in diese Scheune mal ein Blitz einschlägt oder Kinder mit ´ner Schachtel Streichhölzer auftauchen und dann die Feuerwehr nichtsahnend zum Löscheinsatz auffährt... Wohl dem, der solche Nachbarn hat!


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo Johann Heinrich!


    Sollte ich vielleicht als PN machen um den Thread nicht unnötig zu füllen...

    Aber wo zum Teufel bekommt man TNT her??? Nicht das ich jetzt einen Tipp will, aber das ist wie mit Drogen verhökern. Den ersten den du fragst ist ein Zivilpolizist....

    Den fraglichen Mut oder ist es Blauäugigkeit muss man fast bewundern. Aber du siehst, du kennst deine Nachbarn nicht :)....

    Damit für mich Schluß


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo,


    unter folgendem link https://dokumen.tips/documents/einheit-en.html      (den link bekomme ich leider nicht hin)


    ab Seite 28 gibt es etliche Fotos von übriggebliebenen Panzern und Gerät z.T. mit Angabe der ehemaligen Einheit.

    Z.B.: Fahrzeuge und Gerät auf dem Sammelplatz „Eclipse Dump“ in der „Donnerschwee Kaserne“ Oldenburg u.a.


    (die Seiten davor berichten über standrechtliche Erschiessungen an Fahnenflüchtige)


    Grüße

    george

  • Hallo zusammen, ich bitte um Hinweise, was der weiße Streifen am Stahlhelm bedeuten könnte, er wird oft in Sewastopol verwendet.

    Grüß Roman.

    Files

    • 1.jpg

      (81.12 kB, downloaded 59 times, last: )
    • 2.jpg

      (182.24 kB, downloaded 79 times, last: )

    Auf der Suche nach einem Foto von Sewastopol 1941-1944.

    Arbeite für den Frieden:!: