Anlagen zum Kriegstagebuch der Sanitätskompanie (mot.) 403 v. 13.02.1944 bis 08.09.1944

  • Unterlagen der Sanitätskompanie (mot.) 403 (untersteht AOK 10)

    Anlagen zum Kriegstagebuch – Befehle und Weisungen des Armeearzt AOK 10

    zur Einrichtung von Lazaretten u.a.

    vom 13.2.1944 bis 30.6.1944




    GEHEIM


    San.-Komp. (mot) 403

    F. P. Nr. 09624...............................Br.B.Nr. 393/44 geh........................................O.U., den 8.9.1944


    Bezug: A.H.M. 1944 Nr. 387. u. San.Komp. (mot) 403 v.8.9.1944 (Einschreiben)

    Betr.: Abgabe von Kriegstagebücher.



    Dem

    Heeresarchiv Potsdam Zweigstelle

    Liegnitz i/ Schlesien

    König-Wilhem Kaserne

    Haynauerstr.

    über Armeearzt Ligurien.



    Gemäß Schreiben San.-Komp. (mot) 403 vom 8.9.44 werden zum Kriegstagebuch Nr. 3 für die Zeit

    vom 1.1. - 30.6.1944 folgende Verfügungen die eines besonderen Geheimschutzes bedürfen, überreicht.


    1. Armeearzt 10.Armee Ia Az.: 11c 50 Br.Tgb.Nr. 3565/44 geh.v.13.2.44
    2. San.-Komp. (mot.) 403 Br.Tgb.Nr. 95/44 geh. vom 23.2.1944
    3. San.-Komp. (mot) 403 Br.Tgb.Nr. 112/44 geh. vom 2.3.1944
    4. Armeearzt 10.Armee Ia Br.Tgb.Nr. 10005/44 geh. v.6.6.1944
    5. San.-Komp. (mot) 403 Br.Tgb.Nr. 257/44 geh. Vom 9.6.1944
    6. Armeearzt 10.Armee Ia Br.Tgb.Nr. 11134/44 geh. v.9.6.1944
    7. Armeearzt 10.Armee Ia Br.Tgb.Nr. 12065/44 geh. v.30.6.1944


    7 Anlagen.


    ..........

    Stabsarzt u.stv. Komp.- Chef.



    QUELLE





    Zusatz: Unterschrift Stabsarzt u.stv. Komp.-Chef

  • GEHEIM!


    Armeearzt 10.Armee.....................................................................St.Qu., den 13.2.1944.

    Ia Az. 11C 50

    Br.Tgb.Nr. 3565 / 44 geh.


    Betr.: Einrichtung eines Ortslazarettes in Celano durch San.Kp. (mot.) 403.



    1. San.Kp. (mot.) 403 richtet mit 1 Zug (1 San.Offz. bzw. Unterärzte, 30 San.Uffz. und Mannsch.) ein

    Ortslazarett in Celano ein.


    2. Hierzu ist sofort ein Vorkommando in Marsch zu setzen, das von dem dort befindlichen Kommando

    der San.Kp. (mot.) 612 die bereits bestimmten Gebäude übernimmt.


    3. Zug San.Kp. (mot.) 403 ist zum Verwundetentransport mit 2 Krkw. und 1 Kom. von San.Kp (mot.) 403

    auszustatten.


    4. Tag der Aufnahmebereitschaft und Bettenzahl sind hierher zu melden.


    5. Das Kommando der San.Kp. (mot.) 612 in Celano tritt nach Übergabe der Gebäude an

    San.Kp.(mot.) 403 zur San.Kp. (mot.) 612 Magliano zurück.


    6. Beteiligte Dienststellen melden zu obigem Befehl Vollzug.


    Im Entwurf gezeichnet:


    Dr. Attig,

    Oberstarzt.


    Verteiler:

    San.Kp. (mot.) 403,

    San.Kp. (mot.) 612, Magliano,

    San.Kp. (mot.) 612, H. V. Pl. Pescina.


    Nachrichtlich: ...............................................................F. d. R.

    Heeresgruppenarzt C,................................................Dr. Schwoem

    A.O.K.10/O.Qu./Qu.1...............................................Oberstabsarzt.


    Zusatz: Unterschrift Oberstabsarzt

    Files

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  • ENTWURF

    GEHEIM


    San.-Komp.(mot) 404 (403)

    Dienststelle F.P.nr. 89624....................................................................O.U., den 23. Februar 1944

    Br.Bch.-Nr. 95/44 geh.


    Betr.: Meldung über besondere Vorkommnisse.



    Dem

    Armeearzt 10. Armee


    Als besonderes Vorkommnis meldet die Kompanie folgenden Vorfall:


    Uffz. Sonnenschein als Beifahrer und Gefr. Schröder als Kraftfahrer hatten Befehl, am 17.2.1944 um 14.00 Uhr ab Teramo nach

    Barillo bei Arezzo zu fahren.

    Beide hatten Befehl, sich in Barillo nach der Instandsetzung eines in Auftrag gegebenen Pkw, zu erkundigen.

    Ein zweiter Befehl lautete, in Assisi 2 Leichtkranke und 1 Schwerverwundeten im dortigen Lazarett abzuliefern.

    Beide fuhren mit ihrem Kfz. um 14.00 Uhr wie befohlen ab und nahmen folgenden Weg:

    Teramo – Aseoli – Amandola.


    Bei Amandola ereignete sich folgender Zwischenfall:

    Gegen 17.00 Uhr befanden sich die Genannten mit ihrem Kfz. etwa 3 km nördlich Amandola - auf der Strasse Aseoli – Macerata

    und stellten dort fest, dass infolge Schneeverwehungen eine Weiterfahrt auf dieser Strasse nicht möglich war.

    Mit Rücksicht auf den Schwerverwundeten und die Kranken entschlossen sich die Männer, nach Amandola zurückzufahren,

    um dort den nächsten Tag abzuwarten.

    In diesem Entschluss wurden sie durch den Leichtkranken, namens Oberleutn. Mügge, bestärkt.

    In Amandola versorgten sie im Albergo "Victoria" den Schwerverwundeten mit Unterkunft und Verpflegung und setzten sich dann

    mit den beiden Leichtkranken in die Gaststube und bestellten ein Abendessen. Nachdem sie gegessen hatten und im Begriffe waren,

    die im Kellergeschoss liegende Küche aufzusuchen, um sich dort zu wärmen, traten durch die Gaststubentür acht wie Banditen

    aussehende Männer ein, die mit vorgehaltenen Pistolen und Maschinenpistolen sie aufforderten, die Waffen abzugeben und die Hände zu erheben.

    Hierauf erhoben sie ihre Hände und auf ihre Behauptung, keine Waffen zu besitzen, gaben sich die Banditen nicht zufrieden, sondern forderten

    den Fahrer Schröder auf, das Kfz. zu öffnen, um es nach Waffen durchsuchen zu können.

    Bei der Durchsuchung des Kfz. bemächtigten sich die Banditen eines im Führersitz untergebrachten Karabiners einschliesslich einer Patronentasche

    mit 30 Schuss Monition.

    Im Anschluss hierzu erklärte ihnen einer der Banditen – offenbar ein Engländer – in gebrochenem Deutsch, dass man nichts weiter gegen sie

    zu unternehmen gedachte, weil sie ja doch wohl nur "gepresste Soldaten" seien.

    Angehörige der Waffen-SS und der Totenkopfverbände hingegen würden in jedem Falle von ihnen erschossen.

    Nachdem die Banditen abgezogen waren, begaben sich die Männer auf ihr Zimmer und schliefen bis 6.30 Uhr anderen Tages.

    Nachdem die Kranken versorgt und eine Vergaserpanne beseitigt waren, fuhren sie gegen 8.45 Uhr weiter in Richtung Macerate.


    Auf dieser Strecke, etwa 4 km vor Sarnano, beobachtete der Fahrer Schröder vor dem Fahrzeug in etwa 75 – 100 m Entfernung zwei Männer,

    die die Strasse überquerten und in einem kleinen Gehöft verschwanden. Nachdem sie das Gehöft etwa 50 m hinter sich gelassen hatten,

    hörten sie aus dem Gehöft heraus Schüsse fallen.

    Nach etwa 400 – 500 m, nach Durchfahren einer Kurve, tauchten vor ihnen etwas 40 bis 50 mit Gewehren, Maschinengewehren und Maschinenpistolen

    bewaffnete Männer auf, die Ihres Erachtens durch die Schüsse aus dem Gehöft alarmiert waren.

    Sie wurden von diesen aufgefordert, anzuhalten und auszusteigen. Das Kfz. wurde durchsucht und bei dieser Gelegenheit wurde ein zweiter im Kfz.

    befindlicher Karabiner mit Patronentaschen und Munition einem der Leichtkranken abgenommen.

    Ebenso bemächtigten sich die Banditen eines im Kfz. befindlichen Fasses mit 200 Ltr. Betriebsstoff.

    Ein Kommando von 7 Banditen begleitete daraufhin Kfz. und Männer in den Ort Sarnano hinein.

    Gegen den Protest des Uffz. Sonnenschein wurde der Schwerverwundete in das dortige Zivilkrankenhaus eingeliefert,

    die anderen Männer wurden gezwungen, mit dem Kfz. und den Leichtkranken in ein Dorf zu fahren, welches 3 km hinter der Stadt, links abbiegend,

    nach insgesamt 4 km Fahrt erreicht wurde.

    Unter den Augen der dortigen Bevölkerung wurde das gesamte Gepäck der Männer abgeladen und in einer Schule untergebracht.

    Bei der nochmaligen Durchsuchung des Gepäcks sind den Männern dann Zigaretten, Seife und die in einem Sack versteckte Pistole des

    Uffz. Sonnenschein abgenommen worden.

    Bei der anschließenden Durchsuchung der Anzugtaschen wurden den Männern weiterhin Taschenlampen und Taschenmesser abgenommen.

    Nach der Durchsuchung wurden sie in einem Zimmer des 1. Stockwerkes der Schule unter Bewachung eingeschlossen.

    Als der Uffz. Sonnenschein gegen Mitternacht einem draussen stehenden Posten bedeutete, dass sich der Zustand eines der Leichtkranken

    bedeutend verschlechtert habe, erschien bald ein ital. Arzt, der sich um den Kranken kümmerte.

    Fünf der Banditen unterhielten sich fast die ganze Nacht angeregt und fast kameradschaftlich mit dem bei ihnen befindlichen Oberleutnant M.

    in französischer Sprache.

    Während dieser Nacht wurde das Gepäck nochmals durchsucht und den Männern folgende Gegenstände abgenommen:

    1 Mantel, 1 Pullover, 1 Paar Schuhe, 1 Arbeitsanzug, 1 Packtasche, 1 Kochgeschirr, 1 Feldflasche, 1 Feldmütze und 1 Etui mit Füllhalter und Drehbleistift.


    Am nächsten Vormittag wurde ihnen ein Passierschein für eine "Zone 4" übergeben, der sie angeblich vor weiteren Behelligungen schützen würde.

    Gegen 11.00 Uhr wurden sie dann unter Geleit in das Dorf Sarnano zurückgeführt, der Schwerverwundete wurde ihnen wieder übergeben und

    sie konnten ihren Weg fortsetzen.

    Ungehindert kamen sie bis Macerata, wo der Vorfall von dem Oberlth. Mügge der Militärkommandantur gemeldet wurde.

    Ein bei der Militärkommandantur befindlicher Oberstabsarzt nahm sich des Verwundeten an und brachte ihn in der dortigen Ortskrankenstube unter.

    Auf Anordnung des Oberstabsarztes wurden dann der Schwerverwundete und die Leichtkranken mit dem Kfz. des Fahrers Schröder zum

    Luftwaffenlazarett nach Jesi gebracht.

    Sie selber – Uffz. Sonnenschein als Beifahrer, Gefr. Schröder als Fahrer – setzten ihre Fahrt nach Perugia und Barillo ungehindert fort,

    führten ihre Befehle aus und fuhren am 21.2.44, nachdem sie sich mit Betriebsstoff versorgt hatten, über die Küstenstrasse nach Teramo zurück,

    wo sie am 22.2.44 um 8.30 Uhr eintrafen.


    Eine ausführliche Meldung des Oberleutn. Mügge über diesen Vorfall wurde

    von der Militärkommandantur Macerata dem Heeres-Küstenartl.Regiment 927Teramo zur weiteren Veranlassung zugestellt.


    I.V.

    Dauth

    Oberapotheker u.stellv.Kp.-Führer.

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  • GEHEIM

    Entwurf


    San.- Komp. (mot) 403...................................................................................O.U., den 2.3.1944

    F.P.Nr. 09624

    Br.B.Nr. 112/44 geh.

    Bezug: Armeearzt 10. Armee Ia Az.: 11c 50 Br.Tgb.Nr. 3565/44 geh. vom 13.2.1944


    Betr.: Einrichtung eines Ortslazaretts in Celano durch San.Komp. (mot) 403



    Dem

    Armeearzt 10. Armee. ...............(fernmündlich voraus!)


    Zur Bezugsverfügung wird gemeldet, daß das Ortslazarett Celano mit 2 Unterärzten und 30 Sanitäts-Uffz. und Mannschaften

    befehlsgemäß eingerichtet worden ist. Die Ausstattung mit Kraftfahrzeugen ist befehlsgemäß erfolgt.

    Zusätzlich wurden zum Verpflegungstransport ein leichter Lkw. und für den Zugführer 1 mittlerer Pkw. zugeteilt.

    Das Ortslazarett ist ab 3.3.44 mit vorläufig 70 Betten, davon 35 chirurgischen und 35 internen, aufnahmebereit.

    Die Erweiterung auf 100 Betten wird nach Eintreffen des Verdunkelungsmaterials und der noch fehlenden Bettstellen in kurzer Zeit

    abgeschlossen sein, die Erweiterung auf 200 Betten (gem.mündl.erteilten Befehl vom 29.3.44), wird danach sofort in Angriff genommen werden.


    (Dr. Pfotenhauer)

    Stabsarzt u. Komp.- Führer.


    Zusatz: Lagekarte Celano

    ............Unterschrift Stabsarzt u. Komp.-Führer

  • GEHEIM!


    Armeearzt 10.Armee..........................................................................St.Qu., den 6.Juni 1944 20 Uhr

    Ia

    Br.Tgb.Nr. 10 005 / 44 geheim


    Betr.: Verlegungen.



    Armeearzt 10.Armee ordnet an:

    1.) Feldlazarett (mot) 610 und Gruppe Führer mit I./1.Kr.Trsp. Abt.541 beginnen sofort mit ihrer Verlegung nach Macerata,

    die beschleunigt durchzuführen ist.


    Hierzu wird angeordnet:

    a) Dem vom Armeearzt nach Aquila entsandten Stabsarzt Dr. Pendl ist vom Feldlazarett (mot) 610 und von der 1./Kr.Trsp.Abt.541

    ein gemischtes Kommando in Stärke von einem San.Offizier oder Beamten und zwei bis drei Unteroffizieren und Mannschaften zuzuteilen.

    b) Stabsarzt Dr. Pendl begibt sich mit diesem, ihm bis zur Erledigung seines Auftrages in Macerata unterstellten Kommando nach diesem Ort

    und hat dort:

    1. die sofortige Räumung der Irrenanstalt zu veranlassen
    2. eine Unterkunft für die Einrichtung einer Krankensammelstelle in oder bei Macerata zu erkunden und sicherzustellen sofern dies noch nicht geschehen ist;
      hierbei ist nötigenfalls zu überprüfen, ob es möglich und zweckmäßig ist, die Krankensammelstelle ebenfalls in der Irrenanstalt unterzubringen.

    c) Sobald er seinen Auftrag gemäß obiger Ziffer (2) erledigt hat und die Räumung der Irrenanstalt beginnt, übergibt Stabsarzt Dr. Pendl dem ihm gemäß

    obiger Ziffer (a) unterstellten Kommando die verantwortliche Durchführung der raschesten Vorbereitung der Unterkünfte für Feldlazarett (mot) 610 und die

    Krankensammelstelle in Macerata und setzt seine Dienstfahrt fort.

    d) Für Krankensammelstelle und Leichtkrankenabteilung Aquila tritt sofort Aufnahmesperre in Kraft.

    e) Feldlazarett (mot) 610, Krankensammelstelle und Leichtkrankenabteilung Aquila sind beschleunigt zu entleeren;

    hierzu werden dem Feldstandortarzt Aquila mit sofortiger Wirkung neben dem Krankenkraftwagenzug 638 der Krankenkraftwagenzug 743

    und 1/2 Krankenkraftwagenzug 644 (Cittaducale) unterstellt, die sofort vom Feldlazarett (mot) 44 leer nach Aquila in Marsch zu setzen sind.

    Die Transportfähigen sind mit Ausnahme jener Patienten, denen nur ein Transport bis Amatrice (Feldlazarett 171) zugemutet werden kann,

    zum Feldlazarett 95 abzuschieben.

    Nach Beendigung des Abtransportes werden bis auf weiteres zugeteilt:

    1. Krankenkraftwagenzug 644 dem Feldlazarett 95, Ascoli;
    2. Krankenkraftwagenzug 638 der Sanitätskompanie 403, Teramo;
    3. Krankenkraftwagenzug 743 (ohne 1 Gruppe) dem Feldlazarett 171, Amatrice;
    4. Eine Gruppe Krankenkraftwagenzug 743 der Sanitätskompanie (mot) 612, Accumoli.

    f) Korpsarzt LI.Geb.A.K. veranlasst sofort die Übernahme der Lazarettgebäude in Aquila und der zurückgelassenen nicht transportfähigen Patienten

    durch eine Div.Sanitätskompanie des dortigen Befehlsbereiches vom Feldlazarett (mot) 610.


    2.) II./1./Kr.Trsp.Abt.541 bereitet seine sofortige Verlegung vor. Verlegungsbefehl folgt.


    3.) Führer/1./Kr.Trsp.541 stellt den für die Verlegung seines 1. und 2. Zuges erforderlichen Transportraum sicher.

    Nötigenfalls sind ihm vom Kr.Kw.Zug 638 die diesem Zug zugeteilten 3 Lkw. der Armee-Sanitäts-Abteilung 593 bis zur Beendigung der Verlegung

    zur Verfügung zu stellen.


    4.) Krankensammelstelle Teramo ist beschleunigt aufzulösen.

    Gruppe Führer mit II./3./Kr.Trsp.Abt.541 richtet sofort eine Krankensammelstelle in Ascoli ein.

    Hierzu wird angeordnet:

    a) für die Krankensammelstelle Teramo tritt eine sofortige Aufnahmesperre ein;

    b) die Entleerung der Krankensammelstelle erfolgt

    1. durch Entlassung dienstfähig gewordener Soldaten zur Truppe;
    2. zu den in den nächsten 4 -5 Tagen in Porto d`Ascoli zu beladenden Lazarettschiffen;
    3. insoweit eine Entleerung zu Lazarettschiffen nicht oder nur teilweise möglich ist, zum Feldlazarett 95 Ascoli, und schließlich zur neu eingerichteten Krankensammelstelle Ascoli.

    5.) Sanitätskompanie (mot) 403 erkundet sofort eine für die Einrichtung eines Ortslazarettes geeignete Unterkunft im Raume zwischen

    Ascoli und Macerata und bereitet ihre Verlegung dorthin vor.

    Hierzu wird angeordnet:

    a) das Ortslazarett Teramo ist beschleunigt zu entleeren und zwar in der gemäß obiger Ziffer 4b angeordneten Weise;

    b) Übergabe des Ortslazarettes Termao an eine Div.Sanitätskompanie der Korpsgruppe Hoppe ist durch Aufnahme unmittelbar

    Verbindung mit Div.Arzt 278.Inf.Div. (Oberstabsarzt Vollmer) von Sanitätskompanie (mot.) 403 anzustreben und gegebenenfalls sofort vorzubereiten.

    Nichttransportfähige Patienten sind gegebenenfalls der übernehmenden Div.Sanitätskompanie zu übergeben.

    c) Sanitätskompanie (mot) 403 legt dem Armeearzt durch einen Kradmelder Meldung über das Erkundungsergebnis vor.

    Der Kradmelder verbleibt bis zu der notwendig werdenden Erteilung des Verlegungsbefehls beim Armeearzt.

    Sollte die Lage eine Rückwärtsverlegung der Sanitätskompanie 403 vor dem Eintreffen des Verlegungsbefehl des Armeearztes erfordern,

    so ist die Verlegung unter Meldung an den Armeearzt von der San.Kp.403 auf eigene Verantwortung in sinngemäßer Anwendung der mit dem

    vorliegenden Befehl erteilten Anordnungen selbständig durchzuführen.


    6.) Feldlazarett 171 und Feldlazarett 95 stellen sofort bis auf weiteres je 1 Kradmelder zum Armeearzt ab;


    7.) Von allen im vorliegenden Befehl angesprochenen Dienststellen und Einheiten ist dem Armeearzt unverzüglich der Vollzug der sie betreffenden

    Anordnungen zu melden;


    8.) Armeearzt 10.Armee verlegt voraussichtlich demnächst nach Assisi.



    Im Entwurf gezeichnet:

    Dr. Attig


    F. d. R.

    Dr. Schwoem

    Oberstabsarzt



    Verteiler: Im Entwurf.


    Zusatz: Unterschrift Oberstabsarzt

    Files

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  • Entwurf

    GEHEIM


    San.-Komp. (mot) 403.............................................................................O.U., den 9.6.1944

    (Dr. Pfotenhauer)

    F.P. Nr. 09624

    Br.B.Nr. 257/44 geh.


    Bezug: Armeearzt 10.Armee Ia Br.Tgb.Nr. 10 005/44 geh. vom 6.6.1944 20.Uhr

    Betr.: Verlegungen.


    Dem

    Armeearzt 10. Armee.


    Die San.-Kompanie (mot) 403 meldet gemäß o.a. Verfügung folgendes:


    Zu 5.) Der mit der Erkundung des Raumes beauftragte Oberapotheker Dauth kehrte am 9.6. gegen 4.00 Uhr zur Einheit zurück,

    ohne einen geeigneten Raum zwischen den beiden im Befehl angegebenen Orten gefunden zu haben.

    Er hatte sämtliche für ein Ortslazarett in Frage kommenden Orte aufgesucht, ohne geeignete Häuser vorzufinden.

    Er selbst wurde mit 4 Kompanie-Angehörigen und einem Krad in San Angelo nördlich Amandola von einer stärkeren Bandengruppe überfallen

    und sämtlicher Waffen und Privatsachen nach einem Feuergefecht beraubt.

    Ein Sanitätsfeldwebel (wahrscheinlich verwundet) sowie das Krad mit Fahrer werden noch vermißt.

    Militärkommandant und Standortarzt von Macerata halten ebenfalls eine Unterbringung in diesem Raume für San.-Kompanie für vollkommen ungeeignet

    und zwar

    1. wegen nicht Vorhandensein geeigneter Häuser
    2. wegen stärkster Bandengefahr
    3. wegen Unmöglichkeit des Verwundetentransports in diesem Raume.

    Die Kompanie bittet daher im Gegebenenfall im Raum nördlich Macerata unterziehen zu dürfen, wohin ein Erkundungskommando heute entsandt wird.

    Vorbereitend verlegt die Kompanie, da der Laderaum zu einem einmaligen Abtransport nicht ausreicht, entbehrliches Gerät in der heutigen Nacht in den

    Raum Porto Civitanova.


    Zu 5a) Das Ortslazarett Teramo wird durch "Gradisca" bis auf ca.50 Verwundete und Kranke entleert, die vorwiegend in der heutigen Nacht aus dem

    Raum Rieti antransportiert wurden.


    Zu 5b) Sie werden an die ablösende Sanitäts-Kompanie übergeben.

    Die Vorbereitung dieserhalb wurde durch Ass.-Arzt Dr. Süß mit Div.Arzt 278.I.Div. am 8.6.44 aufgenommen, nachdem in der Nacht des 7.6. die Abt. IVb

    nicht erreicht worden war.

    Den entgültigen Entscheid über die ablösende Kompanie erstrebt Ass.- Arzt Dr. Süß am heutigen Vormittag bei Div.- Arzt 278. I.Div.

    9.6.44 11.00 Uhr soeben trifft das Vorkommando der San.-Komp.2/305 unter Führung von Stabsarzt Dr. Drescher zwecks Übernahme

    des Ortslazaretts Teramo ein.



    Süß


    Ass.- Arzt u.stv. Komp.- Führer.

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  • GEHEIM!


    Armeearzt 10.Armee.............................................................................................St.Qu., den 9.6.1944.

    (Ia)

    ______________________


    Br.Tgb.Nr. 11 134/44 geh.


    Bezug: 1.) Armeearzt 10.Armee Az.11 c 50 (Ia) vom 8.6.44.

    ...........2.) Armeearzt 10.Armee (Ia) Br.Tgb.Nr.11 121/44 geh. v.8.6.44.

    ...........3.) Armeearzt 10.Armee (Ia) Br.Tgb.Nr.10 005/44 geh. v.6.6.44.


    Betr.: Verwundetenabschub und Verlegung:


    1.) Krkw.Zug 782 (ohne 1 Gruppe) und Krkw.Zug 2/532 werden mit sofortiger Wirkung zugeteilt dem Feldlazarett (mot) 171.


    2.) Feldlazarett 171 schiebt mit den Krkw.Zügen 2/532, 743 (ohne 1 Gruppe) und 782 (ohne 1 Gruppe) sofort alle Transportfähigen zum Feldlazarett 95, Ascoli, ab.


    3.) Nach Beendigung dieses Abtransportes führt Chefarzt/Feldlazarett 171 die oben genannten Krkw.Züge im Auftrage des Armeearztes

    dem Ortslazarett Accumoli – Arquata – Acquasanta und dem Feldlazarett 95, Ascoli, in einer dem Bedarf dieser beiden San.Einrichtungen

    entsprechenden Aufteilung verantwortlich zu.

    San.Kp. (mot) 612 und Feldlazarett 95 setzen sie zur Entleerung ihrer San.Einrichtungen in Richtung Lazarettschiff bzw. Rückhalt-Lazarette

    der San.Kp. 612 und des Feldlazarettes 171 ein.

    Den Führern der oben genannten San.Einheiten wird es zur Pflicht gemacht, die Krkw.Züge ausschließlich zum Verwundeten-Transport zu verwenden.


    4.) Krkw.Zug 638 bleibt weiterhin der San.Kp. 403 zugeteilt.


    5.) Feldlazarett 171 und San.Kp. 612 müssen die Entleerung ihrer San.Einrichtungen bis zum 11.6.44 durchgeführt haben.


    6.) Durchaus nicht transportfähige Verwundete und Kranke des Feldlazarettes 171 und der San.Kp. 612 sind sachgemäss dem ital. Zivilkrankenhaus

    Amatrice zu übergeben.

    Hierbei ist durch einen Dolmetscher dem übernehmenden ital.Arzt für jeden Patienten ein Krankenblatt in ital. (oder englischer) Sprache zu übergeben,

    das keine geheim zu haltenden Angaben, wie Klaranschrift des Truppenteils, enthalten darf.


    7.) Nach beendigtem Abschub der Transportfähigen, verlegen sofort, spätestens in der Nacht vom 11./12.6.44, Feldlazarett 171 und San.Kp. 612

    zu den gem.o.a.Bezugsverfügung 2) einzurichtenden Rückhalt-Lazaretten.


    8.) Es melden dem Armeearzt umgehend:

    a) Feldlazarett 171 das Eintreffen der Krkw.Züge 2/532, 743 und 782 unter Angabe von deren Kapazität;

    b) Feldlazarett 171 und San.Kp. 612 die vollzogene Entleerung und Verlegung gem.obigen Ziffern 5) und 7).


    9.) San.Kp.(mot) 403 führt die gem.o.a.Bezugsverfügung 3), Ziffer5, vorzubereitende Verlegung durch,

    sobald die in dieser Verfügung angeordneten Voraussetzungen erfüllt sind und meldet dem Armeearzt umgehend Vollzug.


    Verteiler: Im Entwurf.


    Im Entwurf gezeichnet:

    Dr. Attig


    Dr. Schwoem

    F.d.R. Oberstabsarzt


    Zusatz: Unterschrift Oberstabsarzt

    Files

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  • GEHEIM!


    Armeearzt 10.Armee.......................................................................St.Qu., den 30.6.1944.

    (Ia)

    _____________________________


    Br.Tgb.Nr.....12065/44 geh.


    Bezug: 1.) Armeearzt 10.Armee/Az.11 c 50 (Ia) v.19.6.44.

    ...........2.) Besprechung beim Armeearzt 10.Armee vom 29. und 30.6.1944.


    Betr.: Einsatz der Armee-San.Truppen und der San.Truppen des Korps Witthöft.


    I. A.S.A.593 veranlasst im Auftrage des Armeearztes 10.Armee


    a) im Einvernehmen mit Kdr./Kr.Trsp.Abt.541 die sofortige Entleerung der San.Einrichtungen der San.Kp. (mot) 403 und des

    Feldlazarettes (mot) 171 in Senigallia, Sta.Colomba und Cattolica;


    b) nach durchgeführter Entleerung des Ä.V.P. Senigallia (San.Kp.403):

    seine sofortige Auflösung oder -im Einvermehmen mit Korpsarzt LI.Geb.A.K.- seine Übernahme durch eine Div.San.Kp. des LI.Geb.A.K.


    II. a) Leit.San.Offz. Korps Witthöft richtet sofort im Raume Rimini-Pesaro, gegebenenfalls unter Ablösung der San.Kp.(mot) 403 oder

    des Feldlazarettes (mot) 171, einen H.V.Pl. (mit Chirurgengruppe) ein;


    b) Krkw.Zug 743 wird -unter Aufhebung seiner Unterstellung unter Kdr./Kr.Trsp.Abt.541 gem.o.a.Bezug 1), Ziffer 1a)

    -bis auf weiteres dem Leit.San.Offz./Korps Witthöft zum Einsatz gem.o.a.Bezug 2) unterstellt.


    III. Nach Auflösung bzw.Ablösung eines Ä.V.P.Senigallia und Einrichtung eines H.V.Pl. gem.obig.Ziffer IIa)

    sind folgende Massnahmen zu veranlassen:


    a) durch A.S.A. 593:


    1.) sofortige Verlegung der vorgeschobenen Teile der San.Kp. (mot) 403 zum Rückhalt-Lazarett Brsighella,

    das alsbald seine Funktion als Ortslazarett voll aufzunehmen hat;


    a.) sofortige Verlegung des Feldlazarettes (mot) 171 von Cattolica nach Riolo-d.Bagni (10 km sw.Castel Bolognese) oder

    in den Raum Ozzano-Imola (nördlich und südl.), und zwar bevorzugt in Lazarett-Unterkunft;


    b) durch Kr.Trsp.Abt.541:

    die sofortige Rückwärtsverlegung der Krkw.Züge 644 und 782 hinter Rimini.


    IV. Kdr./Kr.Trsp.Abt.541 leitet gem.o.a.Bezug 2) im Einvernehmen mit Korpsarzt LI.Geb.A.K. die beschleunigte Rückwärtsverlegung

    des in Urbino als Kr.S.St. eingesetzten III./1./Kr.Trsp.Abt.541 ein.


    V. Kdr./Kr.Trsp.Abt.541 leitet sofort Verlegung des II./2. und I./3./Kr.Trsp.Abt.541 nach Castrocaro ein.

    Hierfür ist das durch Verlegung der Heeresgruppen-Waffenschule freiwerdende Gebäude durch AOK 10/OQu freigegeben.


    VI. Es melden dem Armeearzt:

    a) A.S.A. 593 Vollzug gem.obigen Ziffern Ia), Ib) und IIIa);

    b) Leit.San.Offz./Korps Witthöft Vollzug gem.obig.Ziffer IIa, ferner Übernahme und Art des Einsatzes des Krkw.Zuges 743;

    c) Kr.Trsp.Abt. 541 Vollzug gem. obig.Ziffer IIIb und von ihr beabsichtigte bzw. durchgeführte Massnahmen gem.obig.Ziffer IV und V.


    Im Entwurf gezeichnet:


    Dr. Attig


    F.d.R.

    Dr. Schwoem

    Oberstabsarzt



    Verteiler: im Entwurf.


    Zusatz: Unterschrift Oberstabsarzt

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  • Sven30

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