Lesehilfe zu Dokument "Antrag auf Gewährung einer Entschädigung"

  • Hallo zusammen,
    um in der Familienforschung bezüglich meinem Opa weiterzukommen, habe ich das Dokument, welches ich vom Deutschen Bundesarchiv erhalten haben, graphisch aufbereitet zur bestmöglichesten Lesbarkeit.

    Dürfte ich euch bitten, mir dabei zu helfen das Dokument ganz zu "entschlüsseln"?
    Was ich daraus lesen kann habe ich unter die jeweiligen Bilder geschrieben.

    1.Gewahrsam-klein.jpg


    a) April 1945 b) Köthen (Anhalt)
    b) Resereve....?



    2.Militärischer Grad-klein.jpg


    Wehrmacht
    a) vorletzte Einheit: Feld....? (mot) 522 (Heeresgruppe Mitte) Stab -> richtig?
    1942-1944 OGefr Gruppenführer 18668
    b) letzte Einheit: ....? 337
    1944-1945 OGefr Gruppenführer


    3.Ort des Gewahrsams-klein.jpg


    a) ....?lager Köthen (Anhalt) ....? April 1945

    b) ....? lager ....?

    c) Lager Mainz-....?
    d) Lager ....?
    e) Bühl (Baden?)

    f) Offenburg (Baden?)

    g) Entlassungslager ....? Entlassung 28.7.47


    4.Heimkehrbescheinigung-klein.jpg


    Heimkehrbescheinigung: Liberation Provisoire 149846 28.Juli 1947 ->richtig?
    Ausgestellt durch: Entlassungslager ....?


    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Mit freundlichem Gruss

    Christian

  • Hallo Christian,


    ich versuch es mal.


    1.

    Reservelazarett


    2.

    Feldwerkstatt Stab ist richtig

    Kraftfahr Kompanie 337


    3.

    Sammellager Köthen

    Durchgangslager Eisenach

    Lager Mainz-Ginsheim

    Lager Neunkirchen (Saar)

    Lager Bühl (Baden)

    Lager Offenburg (Baden)

    Entlassungslager Tuttlingen


    4.

    Entlassungslager Tuttlingen


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Grüß Gott,


    ich würde sagen,,letzte Einheit- Kraftfahr Kompanie 332 " so wie ich das aus einem anderen Beitrag von Christian in Erinnerung habe......


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo Christian,


    ich versuche mal mein Glück...

    Erstes Bild:

    April 1945, Köthen (Anhalt),

    Reservelazarett,

    Wehrmachtsangehöriger


    Zweites Bild:

    Feldwerkstatt (mot) 522, (Heeresgruppe Mitte), Stab,

    1942 -1944 Uffz. (Unteroffizier), Gruppenführer, 18668,

    Kraftf. Komp. (Kraftfahr Kompanie) 337 (oder 332), 1944-1945 Uffz. Gruppenführer


    Drittes Bild:

    Sammellager Köthen (Anhalt),

    Durchgangslager Eisenach, (Thüringen),

    Lager Mainz-Ginsheim, (hier bin ich mir nicht ganz sicher)

    Lager Neunkirchen (Saar),

    Bühl (Baden),

    Offenburg (Baden),

    Entlassungslager Tuttlingen

    (... April 1945, Entlassung 28.7.47)


    Viertes Bild:

    "Das ist französisch..." Liberation Provisio..., 149876 28. Juli 1947,

    Entlassungslager Tuttlingen, le Colonel B..ll..k


    Liebe Grüße vom Bodensee


    Kay

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank euch, für eure Rückmeldungen:

    Frage 1:
    Ich habe Bilder von meinem Opa als Obergefreiter. Wie wurde man vom Obergefreiten während des Krieges zum Unteroffizier.
    Den aktuellen Vorgang aus dem Schweizer Militär kenne ich aber wie war es damals?

    Frage 2:
    zu Bild 4, ja das ist französich. Dazu habe ich folgendes gefunden:
    https://www.tuttlingen.de/de/D…/Gedenkpfad-Lager-Muehlau


    >> Entlassungslager Tuttlingen, le Colonel B..ll..k
    Ist hinter le Colonel ev. ein Name des Lagerleiters und was hat die Nummer 149846 zu bedeuten?

    Gruss


    Christian

  • Moin Christian,


    bei meinem Großvater war der Werdegang zum Unteroffizier über einen "Lehrgang" zum Unterführer, welchen er irgendwann 1940 in Kassel machte.

    Ernannt (befördert) zum Unteroffizier wurde er dann so ca. 1 Jahr später bei seiner Einheit in Krakau.

    Ich bin mir sicher, dass während der Kriegszeiten auch Landser, welche besondere Führungsfähigkeiten hatten/aufwiesen im Felde befördert wurden...


    Zu der Nummer kann ich nicht sagen, bin mir aber recht sicher, dass hinter dem "le Colonel" ein Name steht. Ob es der Lagerleiter war... ?


    Liebe Grüße von der besseren Seeseite... :D


    Kay

  • Hallo,

    1942-1944 OGefr Gruppenführer 18668

    Nach deinen Dokumenten war er schon 1942 Unteroffizier bei der Feldwerkstatt (mot) 522.

    Er sollte besondere Kenntnisse zu Fahrzeugen und Technik haben.;)

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo,


    der gesuchte Name in Bild 4 ist wahrscheinlich "Bailloux". Zumindest wird in dem Dokument


    Astrid Gehrig: Kriegsgefangenenlager in Tuttlingen 1945-1952: „Cage d ́Armée No 2“ – „Cage C.S.T.O No 2“ – „Dépôt de transit No 2“ – „Bureau de Contrôle et Démobilisation“


    mehrfach ein Colonel Bailloux, Direktor der „Annexe de la DGPG Allemagne-Autriche“ erwähnt.


    Gruß

    Martin

  • Grüß Gott,


    waren die Kraftfahr-Kompanien , nicht Heerestruppe...?

    Damit praktisch keiner Division unterstellt, sondern Armeen, Korps...??


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo,


    von der Aufstellung an bei der 337.ID. gab es den Kraftwagen-Werkstatt-Zug 337, dieser wurde im Mai 1944 zur Kraftwagen-Werkstatt-Kompanie 337 "aufgewertet".

    Nach der Sommerschlacht Bobruisk wurde die Reste als 3. Werkstatt-Kompanie 87 aufgestellK.


    Feldpostnummer 43935

    November 1940 Kraftwagen-Werkstatt-Zug 337,

    18.5.1944 Kraftwagen-Werkstatt-Kompanie 337,

    25.1.1945 3.Werkstatt-Kompanie 87.


    Die Feldwerkstatt (mot) 522 wurde bei der Heeresgruppe Mitte als Heerestruppe bis Sommer 1944, dann bei Heeresgruppe Nord eingesetzt.

    Aufgestellt wurde die Einheit durch den Wehrkreis XVII, der auch die Ersatztruppen stellte.

    (Achtung: nicht zu verwechseln mit der III./ und IV./Feldwerkstatt 522, beide waren im Westen eingesetzt!)

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo zusammen,

    ich habe nun in einem ersten Schritt in Tuttlingen nachgefragt. Die Dame vom Museum die den Gedenkpfad betreuen


    https://www.tuttlingen.de/de/D…/Gedenkpfad-Lager-Muehlau


    hat mich an das Landesarchiv Baden Würtenberg Staatsarchiv Sigmaringen verwiesen. Von dort habe ich die Archivlinks


    Wü 65/26 T 11 Nr. 703 (http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-73059)

    Entlassungslager Tuttlingen: Entlassungspapiere für ehemalige Wehrmachtsangehörige, 1948-1951


    Wü 65/26 T 11 Nr. 704 (http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-73060)

    Entlassungslager Tuttlingen: Entlassungspapiere für ehemalige Wehrmachtsangehörige, 1948-1951


    erhalten. Frau Meyenberg hat diese links durchsucht aber nichts gefunden dies, weil die Entlassung von meinem Opa schon im 1947 war.


    Das Archiv

    Wü 40 T 29 Nr. 196 (http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-322682)

    kann ich nicht online einsehen, heisst ich müsst vor Ort in den Lesesaal


    Frage:

    Im Bild 3 sind ja alle Lager gelistet im Zeitraum von 1945 - 1947. Wüsste jemand wo ich mich da melden könnte bez. weiteren Recherchen?


    Sammellager Köthen

    Durchgangslager Eisenach

    Lager Mainz-Ginsheim

    Lager Neunkirchen (Saar)

    Lager Bühl (Baden)

    Lager Offenburg (Baden)

    Entlassungslager Tuttlingen


    Vielen Dank

    Christian