Kennt jemand ein K-Werk Axt in Fort Wola Warschau?

  • Ich habe da eine FP die ich nicht zuordnen kann. Es steht zwar FP drauf, aber keine FP Nummer. Der Absender war wohl in Warschau, 1942, im Stadteil Fort Wola. Scheinbar in einem K-Werk, Axt. Was bedeutet K-Werk bzw. Axt. Hat jemand eine Idee?


    Beste Grüße und vielen Dank im voraus,


    Frank


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  • Hallo,


    ich würde das K-Werk als Kraftwerk bezeichnen. Dort gab es ein Elektrizitätswerk für die Straßenbahn.


    Gruß

    Lothar

  • Vielen Dank, aber da öffnet sich nur eine Seite in polnischer Sprache. Der Kürzel HKP auf dem Beleg könnte Heereskraftfahrpark heißen? Finde aber nichts über HKP 554.


    Gruß

    Frank

  • Hallo Frank,


    https://www.warszawa.pl/za-oknem/fort-wola-1943-1944/


    der link müsste funktioniern. Die Seite ist zwar polnisch aber du kannst den google-Übersetzer nutzen.

    Bleibt aber trotzdem schwer zu lesen. Der Bericht bestätigt aber das Vorhandensein eines Fahrzeugparks

    in Warschau-Wola. Leider geht die Nummer nicht daraus hervor.

    Ich habe aber in einem anderen polnischen Bericht über die Zulieferbetriebe zum HKP in Wola sehr wohl

    von einem Park mit der Nr. 554 gelesen. Ich suche noch und melde mich wenn ich ihn gefunden habe.


    Gruß,

    Gerhard

  • Danke Gerhard, aber wie geht das mit dem google Übersetzer bitte? Die Frage passt hier nicht, aber vielleicht kannst Du mir eine email senden bitte? Es scheint also so zu sein, dass der Soldat im HKP 554 in Wola eingesetzt war. Hatten HKP denn keine FP Nummer? Was könnte den Axt bedeuten?

    Gruß

    Frank

  • Hallo Frank,


    wenn du den link anklickst erscheint die polnische Seite. Rechts oben im Bild

    siehst du eine Reihe von Symbolen. Das linke (G/K) klickst du an und wählst als

    Sprache "deutsch".


    Übersetzer.JPG


    Gruß,

    Gerhard

  • Hallo Frank,

    bei mir funktioniert der Link!

    Gib aber einfach mal

    "panzerinstandsetzungs-k-werk"

    in die grosse Suchmaschine ein, dann müsstest Du auch zu der verlinkten Forumsseite finden.

    Beste Grüße

    Werner

  • Hallo Frank,


    ich habe den polnischen Zeitungsartikel, in dem der HKP 554 erwähnt wird, gefunden.

    Schau auf Seite drei, zweiter Absatz.


    http://ptwk.org.pl/wp-content/…7/03/wyklety_odkrywca.pdf


    Hier funktioniert der automatische Übersetzer leider nicht. Du müsstest die fraglichen

    Textstellen markieren und in ein Übersetzungsprogramm übertragen.

    Aber vielleicht kann dir ja jemand mit polnischen Sprachkenntnissen hier im Forum

    helfen.

    Zu "Axt" habe ich nichts gefunden. Wie es aber scheint war der HKP in Wola stark von

    den Zulieferbetrieben im Ghetto und auf polnische Zwangsarbeiter angewiesen.

    Ein interessantes Thema deshalb suche ich weiter.


    Gruß,

    Gerhard

  • Hatten HKP denn keine FP Nummer?

    Hallo Frank,


    die Heereskraftfahrparks als Instandsetzungsbetriebe der Wehrmacht wurden von den deutschen Unternehmen betrieben und geführt. Es waren Daimler, Krupp u.a., die entweder in den vorhandenen Gebäuden oder in den neu gebauten die HKPs errichteten und dort massiv die Kriegsgefangenen einsetzten. Daher erhielten die letzten auch EKM mit dem Eintrag HKP ..., jedoch lief der Schriftverkehr über die zivile Adresse. So war es zumindest in Minsk und in Mariupol.

    Gruß Viktor

  • Hallo, Frank,

    Hatten HKP denn keine FP Nummer?

    doch, es wurden auch durchaus FPN an Heeres-Kraftfahr-Parks ausgegeben. In dem Fall aber handelt es sich um eine offene Truppenanschrift einer Einheit, die berechtigt war, ihre Post über die Deutsche Feldpost transportieren zu lassen. Zivile Post hätte die Feldpost nicht transportiert.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Vielen Dank an alle Vorposter.


    Steyr26 jetzt habe ich das hinbekommen. Danke. Ein K Werk ist ein "PanzerInstandsetzungs-Kraftfahr-Werk"

    skoda305 jetzt habe ich das mit dem kopieren und übersetzen verstanden. Es klappt. Wusste das vorher nicht. Danke auch für dein Engagement.

    Viktor7 sehr interessante Informationen. Danke. Aber etwas habe ich nicht verstanden, weil ich die Bedeutung von EKM nicht kenne.

    Daher erhielten die letzten auch EKM mit dem Eintrag HKP

    natu02 Vielen Dank für die informative Antwort. Ich habe schon einiges gelernt.

  • Aber etwas habe ich nicht verstanden, weil ich die Bedeutung von EKM nicht kenne.

    Hallo,


    vllt. hatte ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt, die Kriegsgefangenen erhielten bei der Registrierung eine Personalkarte (PK I), die u.a. auch die Beschriftung der Erkennungsmarke enthielt. Üblich war für diesen der Eintrag der Bezeichnung des Stalags und die Nummer des Kriegsgefangenen. Im Falle der in den HKP eingesetzten Kriegsgefangenen wurde statt Stalag Nr. die Bezeichnung "HKP ..." verwendet.


    Die EKM dienten bei den Kriegsgefangenen dem gleichen Zweck, wie bei den WH-Angehörigen.

    Gruß Viktor

  • Viktor7 habe gerade noch mal nach Einsteiger Infos hier geschaut und fand die Abkürzungsliste. EKM ist eine Erkennungsmarke. Sorry für die Frage.


    Meintest Du, dass dort Kriegsgefangene gearbeitet haben und eine extra EKM mit der Aufschrift HKP erhalten haben? Brauchten denn Kriegsgefangene überhaupt eine EKM? Oder war das so eine Art Ausweis dann? Ich dachte EKM dienten nur dazu, einen gefallenen Soldaten später dann damit zuordnen zu können? Hatten den Kriegsgefangene überhaupt eine zivile Adresse? Vermutlich waren Sie doch in einem Kriegsgefangenenlager untergebracht?


    skoda305 ja das mit Axt gestaltet sich schwierig. Finde da auch nichts. Es könnte entweder auf das K-Werk bezogen sein oder auf Wola. Oder vielleicht ist es eine Abkürzung? Axt oder A.x.t. , aber auch da kam ich nicht weiter. Oder vielleicht heißt es gar nicht Axt? Liest vielleicht da jemand etwas anderes heraus? Naja, aber im Grunde sind wir mit dem Beleg im Reinen, außer Axt halt.


    Gruß

    Frank

  • Vermutlich waren Sie doch in einem Kriegsgefangenenlager untergebracht?

    Hallo Frank,


    die wenigsten KGF wurden in den Lagern gehalten. Die Pre-Selektion der KGF für deren spätere Verwendung erfolgte bereits in den Dulags. Dabei spielten erlernter Beruf, Gesundheitszustand, Alter große Rolle. Im Bedarfsfall wurden die KGF den Arbeitskommandos zugeteilt. Die "Arbeitgeber" waren für die sichere Unterbringung verantwortlich. Die Bezeichnungen waren meistens den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Zwischen dem "Werkheim", "Russenlager" und dem "Parkrestaurant" war alles dabei. Diese Bezeichnungen findet man auch als Anschrift an den Postkarten der KGF. Die Arb.Kdo. in der Landwirtschaft waren relativ klein, dabei wurde die gesamte Verantwortung den Bauern übertragen.

    Gruß Viktor

  • Hallo,


    das "t" von "Axt" ist anders geschrieben als im Namen des Absenders. Es erscheint auch "eingeschoben".


    Zwei Spekulationen:


    a) Könnte es sei, dass "Axt" der Familienname eines "Abteilungsleiters" ist?

    b) Ganz wild: Falsch geschriebene Abkürzung für (z. B.) "Achsendreherei" o. ä.?


    Viele Grüße

    Bernhard