Hilfe erbeten beim Lesen der Angaben im Bestattungsbuch

  • Hallo zusammen,

    ich habe in einem Bestattungsbuch aus der Nachbargemeinde einige Gefallene ausfindig gemacht.

    Ich habe mir ein Alphabet in Sütterlin bei Google gesucht und ausgedruckt. Die meisten Eintragungen konnte ich entziffern, aber leider bin ich bei manchen Worten gescheitert.

    Kann mir hier jemand helfen, die Worte zu entziffern?


    Vielen Dank im Voraus für die Bemühungen und

    liebe Grüße,

    vom Hohenloher.


    1. Beim ersten Eintrag kann ich den Familiennamen nicht entziffern. Der erste Buchstabe könnte ein X sein, der 3. und 4. könnte th sein. Aber gibt dieser Name einen Sinn?

    Bisher konnte ich ermitteln:

    ????, Walter, geb. 22.03.1920, Unteroffizier, evang.


    2. Beim zweiten Eintrag kann ich bei der Beschreibung ein Wort nicht entziffern.

    Bisher konnte ich ermitteln:

    Unbekannter Soldat, laut Angaben seiner Kameraden an den Totengräber und laut Inschrift im Stahlhelm: Weber aus Mannheim. Alter ca. 18-19 J., kleine Gestalt, ???? [könnte da schwarz stehen?], abgeschossene Hand, Herzschuß, Unteroffizierschüler


    3. Beim dritten Eintrag kann ich die letzte Zeile und das rechts am Seitenrand nicht entziffern.

    Bisher konnte ich ermitteln:

    Es fehlte jeglicher Ausweis aus dem der Name hätte festgestellt werden können mit Ausnahme der Erk.-Marke.

    Die letzte Zeile ist für mich nicht entzifferbar.

    Am Seitenrand konnte ich ermitteln:

    Wurde nach ???? überführt.

  • Hallo Hohenloher,

    beim ersten Bild lese ich als Nachnamen: Huth

    Einen Walter Huth konnte ich weder beim Volksbund noch bei Ancestrey mit dem Geburtsdatum finden.

    Zu Bild 2 und 3 kann ich leider auch keine Angaben beisteuern.


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo Andre,


    vielen Dank für Deine Hilfe. Mein erster Gedanke war auch H, aber nach dem Alphabet, das ich bei Google gefunden habe, sieht der Buchstabe eher aus wie ein X. Daher meine Verwirrung.


    LG vom Hohenloher

  • grüß euch,


    bei Bild 1 ist der Familienname mit lateinischen Buchstaben geschrieben: Huth


    Bei Bild 2: die ??? lese ich als schwarz


    bei Bild 3:

    Es fehlte jeglicher Ausweis, aus dem der Name hätte festgestellt werden können, mit Ausnahme der Erk.-Marke.

    Stammt angeblich aus Bremen

    Rand:

    wurde nach Bremen überführt


    lg, Waltraud

  • Hallo,


    die Angaben im Bestattungsbuch sind häufig nicht vollständig, auf welchem Friedhof wurden die beiden denn bestattet?


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Hohenloher77 ,


    Beim ersten Bild lese ich auch "Huth".


    Im zweiten Bild lese ich auch "schwarz". Wenn man die Buchstaben vergleicht (siehe Bild) kommt man darauf. Ich würde die Buchstaben eher mit anderen Buchstaben des Schreibers vergleichen und erst an zweiter Stelle mit dem offiziellen Alphabet, wobei das auch sehr hilfreich sein kann.



    Viele Grüße

    Urenkelin8

  • Hallo Waltraud,


    deiner Übersetzung ist nicht hinzuzufügen, exakt so lese ich es auch!

    Gruß Viktor

  • Hallo an Alle,


    erst mal herzlichen Dank für Eure Hilfe.


    Waltraud

    Danke für die Klärung meiner Fragzeichen.


    Urenkelin

    Danke für den Tip mit dem Vergleichen.


    Martin

    Danke für den interessanten Link.


    Thilo

    Es handelt sich um 3 Gefallene, die auf dem Friedhof in Insingen (in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber) bestattet wurden.

    Bei den Gefallenen handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Angehörige des Grenadier-Regiments 316 der 212. Volksgrenadier-Divison, die zwischen dem 13.04. und 19.04.1945 in der Umgebung gefallen sind.


    Ich habe nochmal einen Eintrag den ich nicht ganz entziffern konnte. Vielleicht kann mir hier auch jemand helfen.

    Ich habe bisher ermittelt:

    "Von den Amerikanern wurde nur die Beisetzung in aller Stille genehmigt, da erst am Tage ???? Insingen besetzt worden war."


    Liebe Grüße


    vom Hohenloher

  • Hallo,


    @ Vitktor

    Danke für die Aufklärung


    Alex

    Leider sind 2 Soldaten als Unbekannt bestattet worden. Ob diese später identifiziert werden konnten, weiß ich nicht.

    Bei dem einen ist nur bekannt, dass sein Familienname Weber lautete. Im Bestattungsbuch von Mannheim habe ich keinen Weber finden können, der im fraglichen Zeitraum gefallen ist.

    Bei dem zweiten ist nur die Erkennungsmarke bekannt: Kriegsmarine 108931/42 A. Dieser unbekannte Soldat war mit großer Wahrscheinlichkeit Angehöriger des Reserver-Offizierbewerber-Lehrgang des Wehrkreises VII aus Lenggries, der als Kampfgruppe Sachs Anfang April im Raum Bad Mergentheim eingesetzt war.

    Ich habe mir vorgenommen, mal bei der Deutschen Dienststelle nach der Erkennungsmarke zu fragen, ob es dazu mehr Informationen gibt. Ich erhielt vor Kurzem bei einer anderen Anfrage die Information, dass die Erkennungsmarken-Verzeichnisse derzeit bei der Digitailiserung sind und daher nicht zugänglich.


    Gruß,


    Hohenloher

  • Hallo,


    Quote


    Im Bestattungsbuch von Mannheim habe ich keinen Weber finden können, der im fraglichen Zeitraum gefallen ist.

    im Bestattungsbuch wird nur verzeichnet, wer auch im Ort bestattet wird. Weber müßte entweder im Sterberegister des Sterbeorts oder im Sterberegister Mannheim verzeichnet sein.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Ich erhielt vor Kurzem bei einer anderen Anfrage die Information, dass die Erkennungsmarken-Verzeichnisse derzeit bei der Digitailiserung sind und daher nicht zugänglich.

    Moin,


    zwei Anmerkungen:


    zum einen, für die Feststellung der Identität der Toten benötigt die DD WASt nicht zwingend die EKM-Verzeichnisse. Ich hatte dorthin nur den Sterbeort und Datum angegeben und erhielt die Angaben zu allen als unbekannt begrabenen WH-Angehörigen;


    zum anderen, wen du deine Anfrage aus persönlichen Interesse und Bedarf stellst, dauert es viel länger, als wenn du als Behörde oder im deren Auftrag handelst.


    In einem Fall machte ich überdies die Erfahrung, dass laut Mitteilung der DD WASt der Inhaber der mit der gemeldeten EKM begrabener Soldat der Krieg überlebt hat und in den 70-ern verstorben sei...

    Gruß Viktor

  • Hallo zusammen,


    ich danke allen für ihre große Hilfe.


    Bei der Entzifferung der alten Schrift ist es auch hilfreich, wenn der damalige Verfasser in Schönschrift geschrieben hat.

    Ich habe im Bestattungsbuch von Dorfgütingen (bei Feuchtwangen) 2 Angehöhrige des Jäger-Regiment "Alpen 2" gefunden.

    Leider bin ich bei der Schrift schnell an meine Grenzen gestoßen.


    Beim ersten Soldaten handelt es sich um einen Angehörigen der 1. Kompanie Jäger-Regiment Alpen 2 (1. Kp JgRgt Alpen 2).

    Bisher konnte ich entziffern:

    Lenz?, Vorname?

    geb. 15.09.1920 in Schönau

    dann konnte ich nur noch die Einheit identifizieren.

    Alter 25 Jahre


    Beim zweiten Soldaten handelt es sich um einen Angehörigen des Pionier-Zug I. Btl. Jäger-Regiment Alpen 2.#

    Bisher konnte ich entziffern:

    Name: Keller, Karl

    Dienstgrad: Pionier

    Einheit PiZg I/JgRgt Alpen 2

    mit dem Rest habe ich große Schwierigkeiten.


    Ich hoffe, dass mir auch hier geholfen werden kann.


    vielen Dank im Voraus und

    viele Grüße vom Hohenloher

  • Hallo,


    Quote


    Lenz?, Vorname?

    Sebastian Lenz


    Nachname:Lenz

    Vorname:Sebastian

    Dienstgrad:Obergefreiter

    Geburtsdatum:15.09.1920

    Geburtsort:Schönau

    Todes-/Vermisstendatum:18.04.1945

    Todes-/Vermisstenort:nicht verzeichnet


    Sebastian Lenz ruht auf der Kriegsgräberstätte in Treuchtlingen am Nagelberg.Endgrablage: Feld 2 Grab 226


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo, Hohenloher77!


    Beim zweiten Gefallenen lese ich Karl Koller, könnte dies die richtige Person sein.

    Ebenso Friedhof Teuchtlingen am Nagelberg, Feld 2 Grab 225


    Nachname: Koller

    Vorname: Karl

    Dienstgrad: Obergefreiter

    Geburtsdatum: 19.10.1927

    Geburtsort: Krusdorf

    Todes-/Vermisstendatum: 18.04.1945

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet


    Karl Koller ruht auf der Kriegsgräberstätte in Treuchtlingen am Nagelberg.

    Endgrablage: Feld 2 Grab 225


    Grüsse,

    Friederike