Feldpostnummer entziffern / zuordnen

  • Hallo an alle,


    ich versuche von der Rückseite des letzten Briefes zu entziffern, wie die Feldpostnummer lautet. Es steht dort der Dienstgrad und Name des Soldaten und dann diese kryptische Bezeichnung. Ist davon auszugehen, dass dies die Feldpostnummer ist oder könnte auch eine andere Nummer auf der Rückseite des Briefes notiert worden sein?


    Kann jemand von euch hier die Feldpostnummer besser entziffern als ich?


    Die zweite Zahl würde ich für eine 8 halten, die vierte für eine vier. Ich habe alle Kombinationen dafür aufgeschrieben und in der Vermisstenbildliste des DRK die unten genannten Standortnamen erhalten.

    Kann jemand von euch diese Standortnamen der 542. Division Regiment 1077, Brief von Februar 1945 bei Preußisch Stargard / südlich Danzig in Westpommern zuordnen? Einige Standorte habe ich ausgeschlossen, weil es Marine ist oder 1945 gar nicht mehr existierte. Trotzdem komme ich nicht voran. Ich finde keine Verbindung zur 542. Division.

    Vielleicht ist das zweite deshalb gar keine 8 und das vierte keine 4?


    Könnt ihr einen Buchstaben hinter der 4stelligen Ziffernfolge entziffern oder könnte das gar eine 5. Ziffer sein? Hat jemand anderswo Zugriff auf die Feldpostnummern der 542. im Februar 1945?


    Ich würde mich freuen, wenn jemand mithelfen kann.

    Viele Grüße


    Aus DRK-Vermisstenbildliste:

    ---BAND bei DRK, Seite bei DRK, STANDORTNAME---


    1814 BU 603 GREN RGT 476 -NEU- RGTS STAB M STABS 13 U 14 KP -- kommt nicht in Frage da 1942 aufgelöst

    1824 GA 316 KR KW ZUG

    1834 AC 198 ART RGT 58 4 BTTR

    1844 AR 15 BHF KDTR 212 (Einsatz 01.10.44 Nasielsk, Unterstellung Transportkommandantur Danzig)

    1854 FR 340 PZ JAEG ABT 298 2 KP und FS 641 PI BTL 14 -RES- 2 KP

    1864 FJ 3 NACHR ABT 39 -PZ DIV-

    1874 existiert nicht in DRK-Liste

    1884 LG 326 FLAK SCHIESSPL KDTR PENMARSCH

    1894 existiert nicht in DRK-Liste

    1804 N (Nachtrag) CE 749 GREN RGT 1232 II BTL und FSTGS INF BTL II 999


    7814 existiert nicht in DRK-Liste

    7824 LR 150 LW TRANSP KOL 103 XI

    7834 existiert nicht in DRK-Liste

    7844 existiert nicht in DRK-Liste

    7854 existiert nicht in DRK-Liste

    7864 FO 332 PZ RGT 29 6+7 KP

    7874 WA 426 SS PZ NACHR ABT 2 2 KP

    7884 N (Nachtrag) AY 608 FELDGENES KP24

    7894 existiert nicht in DRK-Liste

    7804 MA 177 RAUEMBOOTS FLOTT 5 KDO --> nicht zutreffend da Marine

  • Hallo Urenkelin 81


    das I. Bataillon Grenadier-Regiment 1077 hatte die FP-Nr. 42180

    das II. Bataillon die 33240



    Gruß


    Reinhard

  • Hallo,


    ich weiß. Die erste Ziffer sieht aber "am ehesten" wie eine 7 aus, wenn das definitiv eine FPN ist, dann ist die erste Ziffer sehr wahrscheinlich eine 1.


    Gruß

    Martin

  • Hallo,


    so wie man es gerade so entziffern kann wäre es 78647 Schrägstrich, meiner Meinung nach.

    Könnte es nicht auch eine Nummernbezeichnung sein für was anderes?


    Gruß Burkhard

  • Hallo an alle,


    wow. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll und wie ich am besten auf so viele Beiträge antworten soll. Danke für alle Beiträge!!! Mir liegt nur die Rückseite des Umschlages vor, auf dem sich ganz oben diese Daten befinden. Anbei lade ich den Briefumschlag komplett hoch. Den Nachnamen und ersten Buchstaben des Vornamens habe ich geschwärzt, weil ich nicht weiß, ob meiner Mutter recht ist, dass hier die privaten Daten verbreitet werden.

    Ich kann vor der Zahl sehr gut "Nr." (für Nummer) entziffern, die beiden einzelnen Buchstaben davor kann ich nicht zuordnen. Ich dachte, es könnte "F. Po." für Feldpost lauten, aber eindeutig ist es nicht. Ganz vorne scheint "O.Gefr." für Obergefreiter zu stehen, deshalb gehe ich davon aus, dass das insgesamt eine Absenderangabe sein müsste.


    Alle von euch sehen jedoch eine 5stellige, statt einer 4stelligen Nummer, das ist schonmal interessant. Ich würde hinter der 5. Stelle sogar noch einen Buchstaben oder ähnliches sehen. Bei der ersten und letzten (6?) Ziffer erkenne ich einen merkwürdigen "Strich", der gegen die übliche Schreibrichtung geht (Foto anbei). Wurde früher so die 7 geschrieben? Ich weiß nicht, wie man sicher zwischen einer 1 und einer 7 unterscheiden kann. Die Schrift aber scheint ja stark nach rechts geneigt zu sein, nach einer "1" sieht es für mich eher nicht aus, aber ich weiß einfach nicht, wie man früher geschrieben hat. Kennt sich jemand mit diesem merkwürdigen Strich aus?


    Die Feldpostnummern, die ihr und ich entziffern würde, passen ja alle nicht wirklich zum Regiment 1077. Wäre es möglich, dass im Februar 1945 der Soldat aus dem Regiment 1077 rausgenommen wurde und woanders hin kam? In den Plänen, in denen die Kampfstärken stehen, hatte ich die 542. VGD auch gegen Ende des Krieges (April 45) im Zusammenhang mit den 7. Pz-Grenadieren gesehen. Die finde ich bei den Feldnummernmöglichkeiten aber auch nicht. Das ist wirklich sehr kniffelig.


    Möglicherweise muss ich nochmal in den Akten zum Regiment 1077 reinschauen, ob ich dort Informationen finde, ob Soldaten ausgegliedert wurden. Ich hatte beispielsweise von einer Aktion gelesen, in der für eine bestimmte Schlacht östlich der Weichsel einige Kampfgruppen (?) herausgenommen wurden und für einige Wochen entsendet wurden und danach wieder zum ursprünglichen Einsatzort zurückkamen.


    Quote from stuffz

    das I. Bataillon Grenadier-Regiment 1077 hatte die FP-Nr. 42180

    das II. Bataillon die 33240

    Hallo Reinhard stuffz ,

    gibt es ein öffentlich zugängliches Dokument, in dem man diese Zuordnungen findet? In der Vermissten-Bildliste des DRK bin ich damit nicht weitergekommen, weil ich dort nicht speziell nach "1077" suchen konnte.

    VG

  • Hallo Peter,


    Quote


    könnte es auch die FPn 18641 B

    Nun begreife ich, was du meinst. Der "Bauch" des "B" wäre dann wirklich ganz, ganz schwach geschrieben worden. Das wäre möglich, wobei ich mich frage, wieso ausgerechnet dieser letzte Buchstabe mit so wenig Druck aufs Papier gebracht worden ist. Was würde dann aber dieser seltsame "Gegenstrich" am senkrechten Strich des "B" bedeuten? War es üblich, beim "B" so einen Gegenstrich zu setzen?

    P.S.: Man kommt hier ja schon sehr nah an Detektivarbeit heran. :S


    Viele Grüße

  • Hallo an alle,


    ein kurzes Update: Ich habe ihn gefunden! Über den Hinweis von Reinhard



    Quote

    das I. Bataillon Grenadier-Regiment 1077 hatte die FP-Nr. 42180

    das II. Bataillon die 33240

    in der Vermisstenbildliste zum Regiment 1077 und der Feldpostnummer kam ich zu Seite XX XXX der VBK, so wie es auch Eumex oben angegeben hat.


    In der Kartei steht 5. Kompanie bei meinem Uropa, bei allen anderen Soldaten steht hinter der Bezeichnung zum Dienstgrad ein Buchstabe (keine Kompanieangabe).


    Kann mir jemand sagen, wie diese Vermisstenkartei zustande kam? Doch vermutlich aus den Suchanfragen der Angehörigen, oder? Als Ort der letzten Nachricht steht "GDINGEN" und 02/45 dabei. Somit wäre die offizielle Feldpostnummer laut VBK die "33240". Ich kann aber auf dem letzten erhaltenen Brief vom 10.02.45 beim besten Willen keine "33240" entziffern. Kann es sein, dass nach dem 10.02.45 noch ein Brief mit der Feldpostnummer 33240 als Absender abgeschickt wurde, der aber nie ankam? Wie kommt das DRK auf GDINGEN?


    Viele Grüße

    Edited once, last by EnkelJustus: Identifikationshinweise gelöscht. Löschung des gesamten Beitrages nicht möglich/Justus ().

  • Grüß Gott ,


    Gdingen , war der Ort und Zeit,der letzten Nachricht, siehe Leistenangaben am rechte Rand !


    Die 5.Kp. wäre der Buchstabe B, anscheinend haben die Angehörigen den nicht gewußt und so die 5.Kp. angegeben....

    Der Buchstabe A hinter dem Geburtsdatum, bedeutet, dass schon jemand aus Bayern, einen Suchantrag gestellt hat


    Falls Du nochmal einen Suchantrag stellen willst,

    https://www.drk-suchdienst.de/…nfrage-zweiter-weltkrieg/

    Schreib bei Grund der Suche ins Textfeld,

    Benötige das DRK-Gutachten

    Auszug aus der VBL/Originalfoto

    Heimkehreraussagen

    sowie alle zur Verfügung stehenden Information zur Person XY

    Dann müßtest Du den Suchantrag aus den 50-er Jahren auch bekommen....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo Eumex


    ich muss das gerade alles mal sacken lassen. Im Februar 45 war das Regiment 1077 laut Lagekarten nicht in Gdingen, sondern bei Preußisch Stargard, also viel weiter südlich von Danzig. Auch die merkwürdige Feldpostnummer (die nicht zum Regiment 1077 zu gehören scheint) deutet für mich darauf hin, dass es noch einen Feldpostbrief geben muss, der mir nicht bekannt ist und der Einsatz ab Februar 45 nicht im Regiment 1077 laut den Lagekarten erfolgte, sondern in Gdingen. Aber warum?


    Ich werde erstmal eine Pause einlegen, da mich die Sache erschlägt.

    Vielen Dank schonmal an alle bis hierher für eure Hilfe und Unterstützung.


    Viele Grüße

  • Hallo, zusammen, guten Tag,


    auch ich muss mich mal wieder melden. Vor mir liegt ein Stapel Feldpostbriefe die das Leben eines Soldaten an der Front schildern. sie enden mit einem Brief des Kp Chefs, dass der Kamerad von einem russischen Stoßtrupp im Raum Winniza 1944 "mitgenommen" wurde. Die Briefe tragen die Feldpostnummer 08408 d.

    Gibt es ein Verzeichnis aus der ich die Einheit ersehen kann. S könnte ich etwas mehr von Erwin Wirths und seinem Einsatz erfahren.


    Beste Grüße Ulf

  • Hallo, noch einmal Ulf hier.


    Ich habe mit Eurer Hilfe den Lebenslauf des Majors der Schutzpolizei und Sturmbannführers Arthur Fladrich fertigstellen können. Nachdem ich nun auch seine Entnazifizierungsakte in den Lebenslauf und seine Biografie einfügen konnte ist die Geschichte komplett und von einem Fachmann korrigiert worden. Daher gilt meine Dank allen kompetenten Helfern auf diesen Seiten.


    Liebe Grüße Ulf

  • Lieber Reinhard,


    herzlichen Dank, damit kann ich weitermachen. Ist schon komisch, ich habe 8 Jahre Dienst im Pz.-Gren (L) Btl. gemacht, das Traditionsregiment waren die 90 er...... ist schon komisch.

    Beste Grüße Ulf