Bücher (Zeitzeugenberichte) über das Sanitätspersonal während Kampfhandlungen

  • Hallo liebe User,

    seit geraumer Zeit bin ich auf der Suche nach Bücher, die das Sanitätswesen während Kampfhandlungen betrifft. Also Zeitzeugenberichte von Sanitätssoldaten an der Front, HVP-Ärzte, oder Rot Kreuz-Schwestern.

    Gibt es sowas, und kann mir vielleicht jemand von Euch einen Tipp geben.

    Ich hoffe, dass ich mich mit meiner Suchanfrage richtig erklärt habe.

    Vorab schon mal vielen Dank für Eure Hilfe.


    LG,

    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,


    da gibt es u.a.:


    Dr. Heinrich Haape: Endstation Moskau 1941/42.

    H. war Truppenarzt im IR 18 in der 6. Infanterie- Division und späterer Träger des DKG.


    Dr. Eugen Fritze: Unter dem Zeichen ded Äskulap-Tagebuch 1940-1945 eines Truppenarztes bei der 6. Panzer-Division.


    .... und natürlich der Klassiker:

    Peter Bamm: Die unsichtbare Flagge.

    (d.i. Dr Curt Emmerich, Stabsarzt im 2. Wk 1939-45).


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo Ingo,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Muss ich gleich mal nchschauen. Falls dir noch welche Einfallen........

    LG, Rüdiger

  • Hallo Rüdiger!


    Nur kurz die, die ich auf den ersten Blick bei mir sehe:


    Neben den bereits erwähnten Titeln:


    Im Schatten der Siege - Hans Kilian

    Soldaten ohne Waffen - Helmut Busse

    Zwischen Seine und Don - Richard Meyer-Jungcurt

    Der zerrissenen Soldat - Hans-Heinrich Grunert

    Servus Leonidas - Horst Fallinder


    Viel Spaß, Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo Rüdiger,


    Titel: Blutende Fronten: Truppenärzte, Sanitäter und Rotkreuzschwestern im Zweiten Weltkrieg

    Autor: Roland Kaltenegger

    Verlag: Flechsig - Geschichte/Zeitgeschichte

    ISBN: 9783803500755


    Die erste Hälfte des Buches erklärt Hintergründe zu den San-Truppen und ist etwas langatmig zu lesen, weil teils sehr lange Passagen von Vorschriften zitiert sind. In der zweiten Hälfte sind vorwiegend Erlebnisberichte und Tagebücher von Sanitätssoldaten geschrieben.

    Unterm Strich ein schönes Buch für Einsteiger des Themas.



    Titel: Die unsichtbare Flagge: Ein Bericht

    Autor: Peter Bamm

    Verlag: Kösel-Verlag

    ISBN: 346610002X


    Es soll ein Bericht über die Ostfronterlebnisse des Autors, Militärarzt einer Sanitätskompanie, an der Ostfront sein. Eindrücke werden gut beschrieben aber ich finde es nicht gut zu lesen weil die Schreibweise auch ein Roman sein könnte. Nicht mein Ding.


    Heute beginne ich:

    Titel: Als Sanitätsoffizier im II. Weltkrieg - Das Kriegstagebuch des Dr. Wilhelm Mauss

    Autor: Hans-Jörg Mauss

    Verlag: Verlag Dr. Köster

    ISBN: 3895746584


    Das Buch hat über 1000 Seiten. Auch wenn es etwas dauert ... ich werde berichten.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

    Edited once, last by hennesmeiser ().

  • Hallo zus.


    zufällig lese ich gerade das Buch Endstation vor Moskau, von Dr.Haape.

    Bin aber erst im ersten Drittel.


    Spannend zu lesen, da er als Truppenarzt, immer direkt hinter der kämpfenden Truppe war.

    Aber auch am Op-Tisch, z.B. eine Bauchschuss-OP mit all ihren Schwierigkeiten,

    habe ich so noch nie gelesen. Auch für Laien wir mich nachvollziehbar.

    Blutransfusion und die Blutgruppenbedeutung u.a.


    Grüße, ZAG

  • Hallo zusammen,

    als erstes mal vielen Dank Euch allen. Einfach Spitze die Hilfe hier im Forum. Dafür an alle vielen Dank.


    pinstab - vielen Dank für die Titel. Muss ich mir gleich mal anschauen


    hennesmeiser - auch an dich vielen Dank. Die Bücher werde ich mir gleich mal anschauen. Die unsichtbare Flagge habe ich mir schon bestellt. Das, welches Du im Moment liest, werd ich auch mal suchen. Kannst ja mal schreiben, wie es Dir gefallen hat.


    ZAG - auch ein Danke an Dich. Dieses Buch habe ich mir vor 5 min bestellt. Denke das es ein gutes Buch zum lesen sein wird.


    Falls euch noch mehr einfällt, oder jemand ein Buch loswerden möchte, dann einfach melden.


    Schönen Rest-Sonntag euch allen.


    LG,

    Rüdiger

  • Guten Abend zusammen,


    ich kann noch beisteuern:


    Als Sanitätsoffizier im Rußlandfeldzug - Urbanke/Türk

    Wofür es lohnte das Leben zu wagen - Hans Machemer/Christian Hardinghaus


    Grüße

    Alex

  • Guten Abend Alex,

    auch Dir ein Danke für deine Mühe. Das zweitgenannte Buch habe ich schon gelesen, dass erste werde ich mir mal suchen.

    Danke für deine Hilfe.

    LG,

    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,


    Dann gibt's noch


    Alex Buchner: Der Sanitätsdienst des Heeres 1939-1945. Organisation, Ausrüstung, Einsätze.

    Wölfersheim-Berstadt: Podzun-Pallas 1995


    Ein allgemeiner Überblick über Gliederung und Aufgaben der Truppe, aber auch viele Berichte aus der Praxis, wie der Titel bereits andeutet.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • ... Also Zeitzeugenberichte von Sanitätssoldaten an der Front ...

    Hallo,


    im Forum wurde schon mehrfach das Buch "Brückenkopf" genannt, darin beschreibt der damalige Obergefreite Georg Holmsten im Romanstil sehr detailliert seine Kriegserlebnisse als Sanitäter in einer Artillerie-Batterie bei den Abwehrkämpfen in einem Oder-Brückenkopf bei Stettin im Jahr 1945: "Der Brückenkopf" von Georg Holmsten


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo Kordula, Thomas und Johann Heinrich,


    auch Euch vielen lieben Dank.
    Ihr seit alle Spitze.

    Werd heute Abend auch gleich mal nach den genannten Bücher schauen.

    Nochmals vielen Dank

    Grüßle.

    Rüdiger

  • Hallo zus.


    ich bin im Buch von Dr.Haape "Endstation Moskau" weitergekommen, und finde zwei weitere Berichte erwähnenswert.


    Er berichtet vom Auftreten von ersten Fleckfieberfällen Spätherbst/Winter 1941 in seinem Bataillon,

    deren vielfältigen Symptome und die mangelnde Wirkung des "Russlapuders" gegen die Läuse die es übetragen.

    Das Russlapuder wurde nicht gern genommen, weil es fürchterlich stank,

    und viele Soldaten klagten über allergische Hautreaktionen bis zu Ekzemen.


    Die Entzündungen durch dei Läusebisse bei den Soldaten fielen oft auf den Bereich des Gürtels/Koppels.

    Durch das engschnallen des Koppels bedingt durch das viele Gewicht (Spaten,Feldflasche,Beutel,Munitionstaschen,Handgranaten)

    es dort am meinste scheuerte.

    Es klagte über viel zu wenig Impfserum die er gegen Fleckfieber mitbekam, und dass er versuchte über jede Möglichkeit

    mehr zu bekommen.

    Dr.Haape und sein Bataillonskommandeur waren sehr erschrocken über das Auftreten des Fleckfiebers, weil es

    bei starker Verbreitung sein Bataillon enorm schwächen könnte. Er verwies auf Napoleon, dessen Truppen 1812 vor allem

    von Fleckfieber stark dezimiert wurden, dann mit Wintereinbruch natürlich auch durch die Kälte.


    Eine Schilderung einer Operation eines Halssteckschuses, seiner dramatischen Folgen,

    und der Rettung des betroffenen Soldaten durch Dr.Haape hat mich auch sehr berührt.

    Und das ganze unter primitiven Umständen.


    Grüße, ZAG

  • Hallo,

    in "Als ob der Schnee alles zudeckte" schildert Ingeborg Ochsenknecht (die Mutter von Uwe)
    ihre Erlebnisse aus der Sicht einer Rotkreuzschwester.


    Grüße.

    Frank.