Truppenteil Identifizierung

  • Hallo

    Sagt mal, wie kann man denn rausfinden in welchem Regiment / Orten gedient hat wenn im Wehrstammbuch kein Truppenteil drin steht.

    Danke

    Petra

  • Hallo Petra,


    indem man beim Bundesarchiv anfragt.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Danke. Von da habe ich das Wehrstammbuch bekommen aber nichts weiter. Muss ich nach was anderem fragen oder gibt es dann halt nichts zusätzliches?. Er wurde erst im Herbst 1944 als 17 j eingezogen.

    Petra

  • Hallo Petra,


    stell doch einfach mal das Wehrstammbuch hier in das Forum ein. Bilder sagen mehr als Worte.


    Gruß

    Lothar

  • Hallo Petra,


    geht es um die gleiche Person, also deinen Großvater, für den du in dem Post: Hilfe für Felder in Wehrpass ebenfalls diese Frage gestellt hast?


    Du hast ohne weitere Informationen von dem Bundesarchiv das Wehrstammbuch deines Großvaters bekommen?


    Ohne weitere Daten zu der gesuchten Person, ist die eingangs gestellte Frage nicht zu beantworten.


    Viele Grüße

    Nicco

  • Lieber Nicco

    Ja ich habe die GeburtsDaten der 2 Angehörigen angeben und die Wehrbücher bekommen. Aber da stehen keine Einheiten drin, nur etwas das sich wie „div. Reich“ liest, nach Abschluss einer 3 Monatigen Ausbildung in Ellwangen Jagst.

    Danke

    Petra

  • liebe Vivat Bavaria

    Ganz herzlichen Dank. Das klingt wie wenn es passt. Wieder ein Rätsel gelöst.
    ein schönes Wochenende

    Petra

  • Hallo zusammen,



    zur 4.Kompanie SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl. 5:



    Johannes H. (Name bekannt) berichtete 2004: „… Am 15.8.1944 rückte ich beim SS-Pz.-Gren.Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 5 in Ellwangen/Jagst in die Kaserne am Mühlberg ein.


    Wir waren alle junge Männer der Jahrgänge 1926 und 1927 aus dem Ruhrgebiet und auch Volksdeutsche aus Elsaß-Lothringen sowie dem osteuropäischen Raum, Freiwillige und Gezogene.


    Unsere neu gebildete 4. Kompanie erhielt ihr Quartier in dem querstehenden Kasernengebäude in den Obergeschossen. Wir lagen immer mit einer Gruppe in einem Raum und belegten die Betten, jeweils 3 übereinander. Einer meiner Kameraden, Hermann Sch. aus Berchtesgaden, hatte die Erkennungsmarken-Nummer 1862, meine hatte die Nummer 1935.


    Jeder erhielt einen Spind und Drillichzeug als vorläufige Uniform. Uniformen und Waffen bekamen wir erst nach einigen Tagen, weil die Lieferanten wegen dauernder Bombenangriffe und Bombenschäden nicht mehr pünktlich liefern konnten. Unsere Zivilkleidung schickten wir nach Hause.



    Die Hauptmahlzeiten wurden wegen des allgemeinen Platzmangels auf dem Kasernenhof in kürzestmöglichster Zeit eingenommen. Wenn der letzte Zug der Kompanie Essen empfangen hatte, ertönte bereits der Pfiff zum Antreten und Ausrücken. Durch Wechseln der Reihenfolge der Züge konnte man alle 3 – 4 Tage etwas weniger hastig essen. Das Essen war dem 5.Kriegsjahr entsprechend noch verhältnismäßig gut und ausreichend.



    Der Dienst begann jeweils um 6:00 Uhr und lief bis 22:00 Uhr ohne große Unterbrechungen. Von Frühsport über Stubendienst, Waschen, Waffenlehre, Schulung, Geländedienst, Schießübungen auf dem Schießplatz, Ausmärschen und gelegentlichen Nachtübungen, Putz- und Flickstunde nicht zu vergessen, Singstunde und späteres Waffenreinigen waren die Tage voll erfüllt.


    Die Ausbildung war sehr hart und viele fluchten und verwünschten die Ausbilder, die alle erfahrene und ausgezeichnete Frontkämpfer waren. Später an der Front kam uns aber die harte gnadenlose Ausbildungszeit sehr zu Gute.


    Als die Waffen geliefert wurden, erhielten wir alle die neue MP 44 mit Magazinen.



    Am 21.9.1944 gab es Alarm; es wurde Verpflegung und scharfe Munition ausgeteilt, die Ausbildungszeit wurde angebrochen; wir marschierten in voller Ausrüstung zum Bahnhof, wurden verladen und fuhren in Richtung Westen. Ob die anderen Kompanien ebenfalls die Kaserne räumten, ist mir nicht bekannt.


    Unsere Fahrt ging mit Unterbrechungen durch Fliegeralarm und –angriffe bis nach Mayen, Nähe Koblenz. Dort wurden wir entladen und marschierten dann am 22.9. und 23.9.44 in Nacht- und Tagesmarsch voll bepackt nach Müllenborn in die Eifel. Dort kamen wir zur Auffüllung der Div. ”Das Reich” zur Div.Begleit-Kompanie, die in der Bunkerstellung am Westwall lag. Teile dieser Kompanie kamen von den Stellungen zurück und bildeten den Stamm der neuen Kompanie, die den Namen “Div.-Sturmkompanie” der Div. ”Das Reich” erhielt.


    Kompaniekameraden waren Hermann Sch., Berchtesgaden (verw. 28.12.44 bei Drauffelt), Horst Br., Köln (6.1.45 Erfrierungen Höhe 405), Fer., Zillertal (gef. 5.1.45 vor Höhe 405), August Stu. (gef. 23.12.44 bei Odeigne, Belgien), Peter Li. , Elsaß (1.45 in Kgf.), Heinrich W., Frankental (verm. 28.12.44 bei Drauffelt).



    Die uns begleitenden Unterführer und Führer des Ausbildungs-Bataillons verließen uns zum Teil in Mayen und in Müllenborn. Unsere Ausbildung wurde in Müllenborn, später in Siddinghausen und Rheidt fortgesetzt. Die Vereidigung erfolgte erst in Siddinghausen. Der erste Fronteinsatz erfolgte mit der 2.SS-PzDiv. ”Das Reich” bei der Ardennenoffensive.”



    Wenn dieses Thema zum oben verlinkten gehört, sollte man sie vielleicht der Übersicht wegen zusammenlegen...


    Immer wieder diese "Mehrfach-Themen", da verliert man den Überblick...


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump