Heereswaffenamt

  • Guten Abend, ich suche nach der Tätigkeit meines Großvaters Karl Heicken, geb.1903. Das Bundsarchiv hat mir eine Personenkarte geschickt. Er war Chemiker. Er war wohl als einfacher Feldwebel 1940 eingezogen und hat in Frankreich gekämpft. Dann wurde er abberufen und habe laut Erinneung der Familie in der Heeresversuchsanstalt Kummerdorf an Raketentechnik gearbeitet. In der Kartei steht O.K.H. Heereswaffenamt W.Prüf 11, Berlin Schmargendorf.

    Letztmalig wurde er im Jahr 1943 als Angehöriger der Sanitäts-Abteilung 542 aufgeführt. Er war 1945 wohl nur wenige Monate in Kriegsgefangenschaft.

    Gibt es bei Ihnen jemanden, der sich mit dem Einsatz von Wehrmachtsangehörigen bei den Raketenversuchen auskennt? Gibt es darüber Listen? Für Hilfe wäre ich Ihnen dankbar.

  • (...)

    Gibt es bei Ihnen jemanden, der sich mit dem Einsatz von Wehrmachtsangehörigen bei den Raketenversuchen auskennt? Gibt es darüber Listen? Für Hilfe wäre ich Ihnen dankbar.

    Hallo "sru",


    ich denke, Dir kann geholfen werden.

    Wenn Du noch Geburtstag und -Ort angeben könntest, interessanterweise auch den letzten Arbeitgeber im Zivilberuf, dann könnte man den Vorfahren in den Listen der "Raketen-Männer" finden.


    (Wenn Du mit den näheren pers. Daten hier ein Problem haben solltest, kannst Du sie mir auch per PN mitteilen. (Sprechblase oben rechts anklicken )


    Das Ergebnis der Recherche solltest Du dann bitte hier im Forum mitteilen.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Lieber Uwe, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich schicke dir gleich alle Daten über die PN-Funktion. Gerne teile ich dann die Ergebnisse in diesem Forum mit.

    Liebe Grüße SRU

  • Hallo,


    kurz nach dem Krieg hat er sich, wenn ich den richtigen (1903-1982) gefunden habe, mit Desinfektionsmitteln beschäftigt, vielleicht auch während des Krieges?


    Zumindest war er wohl weiter "in Teilzeit" stellvertretender Abteilungsleiter der chemischen Abteilung am RKI.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Lieber Thilo, die wissenschaftliche Arbeit meines Großvaters ist gut dokumentiert. Einige Originalarbeiten sind auch im Netz noch zu finden. Er wurde 1940 Abteilungsleiter in Abwesenheit, da war er schon zum Kriegsdienst eingezogen und kämpfte in Frankreich. Er war bis zu seiner Berentung Direktor der Chem. Abteilung im RKI. Es geht mir um die Tätigkeit beim Heereswaffenamt 1942, für die er als kriegswichtig eingestuft wurde. Es sein etwas mit Raketenantrieb gewesen, wahrscheinlich in Kummersdorf. In der Karteikarte steht O.K.H. Heereswaffenamt W.Prüf 11, Berlin-Schmargendorf. Sein Dienstgrad war Feldwebel. Kannst du dazu etwas finden?

    Vielen Dank für deine Mühe sru

  • Hallo zusammen,


    sind denn auch alle Details aus den

    Veröffentlichungen von der Heeresversuchsstelle

    Kummersdorf schon berücksichtigt worden ?

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Liebe/r Deproe,

    ich habe eine Anfrage an Heeresversuchsstelle Kummersdorf und auch Peenemünde schrieben. Bisher noch nichts erhalten, aber das wird sicher Zeit brauchen. Meinen Sie bestimmte Veröffentlichungen?

    Vielen Dank und einen schönen Abend sru

  • Guten Morgen sru,

    nochmals Danke für das Bekanntgeben der pers. Daten. Ein Zusammenhang mit den "Raketen-Männern" von Pee Ost ließ sich ja gleich ausschließen. Nun hat auch ein Abgleich mit den Namenslisten von Pee West, Pee Ost, Pee Süd und der Fremdfirmen keinen so oder so ähnlich geschriebenen Namen wie den des gesuchten Vorfahren ergeben. (Herzlichen Dank an die Archivare des HTM e.V. in Pee, die trotz der derzeit besonderen Fülle an Anfragen dazu Zeit gefunden haben!)


    Die weitere Recherche sollte sich also vorerst weiter auf "Kummersdorf" bzw. "WaPrüf 11" focusieren.


    (Soweit ich bei meinen Recherchen zur "A 4" Namen von WaPrüf 11 - Mitarbeitern erkannt habe, ein Karl Heicken war bisher noch nicht darunter. ...wobei er ja auch nicht mit einer Zuarbeit für das A4 betraut war.. )


    Vielleicht läßt sich über das Militärarchiv ( BA / MA ) in Freiburg etwas über den Weg der Recherche nach seinem Arbeitsauftrag in der Abteilung des WaPrüf 11 des Heereswaffenamtes herausfinden - wenn Du so "tief" einsteigen möchtest?


    Viel Erfolg wünscht Dir

    mit herzlichen Grüßen

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Lieber Uwe, vielen Dank für deinen Einsatz.

    Das Militärarchiv habe ich angefragt, bisher aber noch keine Antwort erhalten. Sollte das MA sich melden, stelle ich die Antwort gerne in das Forum.

    Es ist wohl viel Material kriegsbedingt verloren gegangen oder zerstört worden.

    Liebe Grüße sru

  • Hallo sru,


    in der Tat ist viel "Papier" im Krieg verloren gegangen. Die Historiker sprechen z.Bsp. allein bei den von den Amerikanern erbeuteten Unterlagen von rund 2 % der Unterlagen die dann nach Durchsicht überhaupt von diesen aufbewahrt wurden.

    Dazu hier in Kriegszeiten durch Luftangriffe verbrannte Schriftstücke, vor dem Einmarsch der Alliierten vernichtete Unterlagen und dann, nach dem Kriege, als es kein Zeitungspapier zum Anfeuern oder auch kaum neues Papier gab, war jeder alte Papierschnipsel wieder wertvoller Rohstoff...


    In diesem Sinne,

    herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.