Deutsche Eisenbahnen zwischen 1945 und 1947

  • all diesen Reisen gab es diesen waren aber den oberen 10.000 vorbehalten .

    Tag allerseits,

    ein "Normalsterblicher", der 1951 etwa 300 DM brutto verdiente und der der Alleinverdiener in der Familie war, der konnte von solchen Reisen nur träumen.

    Natürlich war die Bewältigung der Kriegsfolgen in den 50er und frühen 60er Jahren noch lange nicht abgeschlossen, Ruinen, die von Bombenangriffen verursacht wurden, sah man damals noch in allen Städten Westdeutschlands. Doch die "Bessergestellten", Geschäftsleute, Ärzte, höhere Beamte, darunter so mancher Oberstudienrat, leisteten sich damals ganz bewusst solche Nordlandreisen. Der von mir zitierte damalige Inspektor bekam als Reiseleiter beste Kontakte zu der Oberschicht einer bayerischen Großstadt. Die Masse des Volkes im süddeutschen Raum freute sich, wenn es zur Sommerszeit gutes Badewetter gab. Den Urlaub "genoss" man zu Hause und frequentierte dann täglich Schwimmbäder, Seen oder Flüsse in Bayern. Ein gewisser Höhepunkt der damaligen Zeit waren die sogenannten Badezüge an den Ammersee. Die Rückfahrbahnkarte von Augsburg nach Utting am Ammersee kostete 3,90 DM. Und das konnten sich in der 50er Jahren auch Durchschnittsverdiener leisten.

    Grüße

    Bert

  • Hallo,

    in den Bahnhofsdbuchhandlungen liegt zur Zeit ein Bahn-Extra-Spezialheft "Eisenbahn in Berlin 1945-55 - Kriegsende - Wiederaufbau - Betrieb in den Sektoren" mit einem Faksimile Streckenplan der RBD Berlin.

    Für mich als Laien ein guter Überblick mit interessanten Fotos.

    Gruß,

    JR