Fliegerhorst Liegnitz

  • Hallo Achim,


    ja, da war ich etwas schnell, die zweite Hälfte der Kreisscheibe habe ich übersehen.

    Dann war das "F" woanders aufgemalt.

    Danke für die Korrektur.


    Du als sicherlich erfahrener Flieger (oder nicht?) kannst mir dann sicher erklären, wofür das zusammengesetzte Schild mit dem weithin erkennbaren "R" gut war?


    MfG, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe,


    es gilt das "oder nicht".

    Wenn ich mal fliege, dann höchstens auf den Hosenboden.

    Ich kann Dir leider nicht sagen, wofür das R steht.


    Gruß aus dem Norden

    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012

  • Hallo,

    das technische Gerät, am Boden liegend, habe ich als "Eselskopf" aus lesender Erinnerung. Es diente den Flugschülern, am Boden befindlich, mit ( in der Haube eingebauten) Kompass und Stoppuhr bestimmte Kurse einzuüben und sich in der Handhabung der bezeichneten Instrumente im Zusammenspiel zu gewöhnen und zu schulen. Es war also gewissermaßen ein Blindflug am Boden, bei dem die Haube über Kopf und auf Schultern gesetzt wurde und nur die Möglichkeit zur Instrumentenbeobachtung blieb.


    Die Scheiben mit dem R bzw L dienten mW der Signalisation zur Einleitung der Landekurve im Platzflug. Uwe wird mich da ggf. berücksichtigen dürfen.


    Grüße Fred

    Halle/Saale: Heeres- und Luftnachrichtenschule // Siebel Flugzeugwerke

  • Hallo Fred und Kollegen,


    > Die Scheiben mit dem R bzw L dienten mW der Signalisation zur Einleitung der Landekurve im Platzflug. Uwe wird mich da ggf. berücksichtigen dürfen.

    Eine Scheibe mit "L" haben ich auf den Fotos jetzt noch nicht entdeckt, aber das ist der für mich entscheidende Hinweis.


    Das sollte dann für Rechts (R) und Links (L) stehen - und für Rechts- oder Linksplatzrunde (für den Schulbetrieb wechselnd festgelegt) deutlich kennzeichnen. Das sieht dann jeder Flugschüler vor dem Start und dreht dann nach dem Start- und Steigflug nach rechts oder links. Es ist sinnvoll den Anflug von beiden Seiten zu üben (Landebahn liegt im Gegenanflug rechts, also Rechtsplatzrunde / oder links, beider Linksplatzrunde). Allerdings sollten alle Flugzeuge die gleiche Seite benützen - sonst kommt es bei "Eindrehe Endanflug" (die letzte der vier 90-Grad Kurven) zu gefährlichen Begegnungen.

    Ich bezweifle auch dass die Schilder aus der Platzrunde lesbar wären. Zum Einen fliegt man im Gegenanflug 1-2 Kilometer querab der Bahn, zum Anderen sollte der Pilot den Luftraum beobachten, und nicht auf den Platz starren, ob jemand Schildchen schwenkt.


    Fred - die Eckpunkte der Platzrunde, bzw. das Einleiten der jeweiligen Kurve gehen während der Doppelsitzerschulung vor dem Alleinflug in Fleisch und Blut über. Dazu merkt man sich intuitiv Bezugspunkte am Boden am Heimatplatz. Für Anflüge auf fremde Plätze gibt es Sichtanflugkarten mit eingezeichneter Platzrunde in großem Maßstab. Die sollte man sich bei jeder Flugplanung ansehen. Moderne GPS-Navigeräte mit "Moving-Map" schalten im Platzbereich auf diese Sichtanflugkarte um und zeigen die eigene Position relativ zum Gelände.


    V. Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."