Zugehörigkeit welche Einheit (= Polizei-Bataillon 317)

  • Hallo Daniel danke für die Erklärung. Aus einem Text den Du veröffentlicht hast:


    19.05.1941

    Am 19. Mai 1941 erhielt das Pol.Btl. 317 den Abmarschbefehl nach Waldau, Oberlausitz. Es wurde der 286. Sicherungs-Division der Wehrmacht unterstellt. (Klemp, II, S. 366, Klemp, Daluege, S. 61)


    Kann ich davon ausgehen, dass diese Einheit dann zuvor nirgendwo im Einsatz war und sollte Heinrich Tuszik vorher schon irgendwo eingesetzt worden sein dies in einer anderen Einheit war. Mich würde der Werdegang von Heinrich von seiner Hochzeit mit meiner Mutter 1935 (ohne Uniform wie oben schon mehrfach geschrieben) bis zu diesem 19.05.1941 war. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass er schon zu Friedenszeiten bei der Polizei in Frankfurt/Main war. Ich denke meine Mutter hatte davon gesprochen. Auch hat Sie, falls ich mich richtig erinnere immer von Ihren 3 Renten gesprochen, ihre eigene, eine Beamtenpension und Kriegerwitwenrente. Ich weiß nicht ob das zusammen geht, Pension- Kriegerrente. Meine Mutter lebte mit meinem Vater auch in einer sogenannten "Onkelehe".:)


    Diana hat mir empfohlen mich an das Bundesarchiv zu wenden. Tue ich natürlich, es sei den Du hast für mich weitere Informationen.


    Gruß Friedrich

  • Hallo Daniel,


    herzlichen Dank für die Aufklärung. Wieder was dazu gelernt. Ich gehe aber davon aus, dass es sich nicht um den Regelfall gehandelt hat. Kann es sein, dass der Dienst im GG kein "auswärtiger Einsatz" war?

    Schönes Wochenende

    Dieter

  • Hallo, ich bin richtig glücklich. Ich habe zig Einträge über meinen Vater im 1. Weltkrieg gefunden. Leider kann ich vieles nicht lesen. Wir haben in der Volksschule das Thema mit der Schrift gestreift aber da ist nichts mehr übrig. Dazu habe ich auch die Einträge von meinem Onkel und von meinem Großcousin gefunden. Ich muss mir halt jetzt helfen lassen. Vielen extra Dank an Diana.


    Gruß Friedrich

  • Moin, Friedrich,


    Quote

    Leider kann ich vieles nicht lesen.

    kein Problem; her damit, ich transliteriere das für Dich ;)


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana, ich denke das dürfte das wesentliche Dokument sei, weil da ein Verlauf drinnen ist.


    https://www.ancestry.de/imagev…usePUBJs=true&pId=9731149


    Soviel ich verstanden habe war er wohl die gesamte Zeit im Krieg und zwar in Frankreich, Russland und Serbien.


    Was mich wundert:

    Beim Kriegseintritt war er wohl noch ledig. Dann tauchte die Babette (seine Frau, mit meiner Mutter war er ja nicht verheiratet - Onkelehe - Heinrich Tuszik - Du kannst dich erinnern)? Es tauchte dann auch ein Kind auf, wahrscheinlich Frieda verheiratete Hartmann, meine Halbschwester. Er soll in Trübenbrunn gewohnt haben. Das ist ein Weiler mit 6-7 Häusern ca. 1,5 km von Rupboden entfernt, an der Straße zwischen Rupboden und Zeitlofs. Warum nicht auf seinem späteren Hof von seinen Eltern Johann und Barbara in Rupboden? Du erinnerst Dich an das Adressbuch von 1931, da hatte Johann den Hof übergeben. Seine Geschwister Konrad (war auch im Krieg) hat sich als Elektriker selbstständig gemacht und Elise hat im Haus Jäger eingeheiratet.


    Verletzt musste er auch gewesen sein. Er hat mit Klaustrophobie zu tun gehabt (verschüttet?) und ich kann mich an einen verknorpelten Arm erinnern.


    Danke liebe Diana:* und einen schönen Sonntag Friedrich-

  • Hallo Dieter & Friedrich


    @ Dieter

    Bei den Polizei-Bataillonen sicherlich nicht die Regel, bei der Gendarmerie aber schon eher. Denn mir sind viele Aufnahmen von Gendarmen mit Tschako im auswärtigen Einsatz bekannt. Meines Wissens lief der Dienst im Generalgouvernement (GG) unter einem auswärtigen Einsatz, nur z.B. der später eingeliederte Warthegau war wiederum Reichsgebiet.


    @ Friedrich

    Das Polizei-Bataillon 317 kam praktisch von einem auswärtigen Einsatz direkt in den nächsten auswärtigen Einsatz. Vor dem Transport ins GG war das Bataillon im Protektorat Böhmen-Mähren (Königsgrätz, Nachod und Pardubitz) stationiert.


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel, ja das kenne ich. Steht ja in der Zusammenstellung die da verlinkt wurde. Aber zu diesem Einsatz kamen die schon aus Wuppertal, oder?


    Gruß Friedrich.

  • Guten Morgen, Friedrich,


    so, so, ein Stelzner also, aber ich hätte ja auch selbst mal eins und eins zusammenzählen können ;)


    Jäger Stelzner, Friedrich Wilhelm, ev., Rupboden Brückenau, Bayern, geb. 18.7.1893, Bauer, Wohnort Trübenbrunn, Bay., Brückenau, Ehefrau Babette Kühnreich, Eltern Johann Stelzner + Barbara, geb. Richter, Wohnort Rupboden


    Der Text darunter lautet:


    Am 4.8.15 wegen Magen- + Darmkart. ins Feldlaz. 12, II. b. A.K. (4.8.-18.8.15)

    Am 15.9.16 bei Flers dch. A.G. verschüttet (Laz.Beh. 15.9.-4.10.17 Res.Laz. Verden/Aller)

    Am 7.11.18 als Ersatz zur Kompanie

    Am 18.11.18 fahnenflüchtig von der Truppe entfernt


    Etwas schwer zu erkennen ist, ob das fahnenflüchtig durchgestrichen oder unterstrichen sein soll.


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana, jetzt zerstörst Du aber das Bild meines absoluten Helden.:D;(

    Ich denke mal 7. als Ersatz zur Kompanie, 11. Krieg aus, 18. von der Truppe entfernt.

    Dann gibt es noch ein Dokument da bestätigt er keine Ansprüche zu stellen. Ich muss das mal zusammenführen.

    Also die Zeit der kompletten Auflösung. Man wird es lesen können wie man es möchte.

    Ich weiß aber nicht was das überhaupt bedeutet, "als Ersatz zur Kompanie"!

    Wird der Jäger hier als Dienstgrad geführt? Was mich wundert! Auch Mannschaften werden ja mal zum Gefreiten, Obergefreiten usw. Er war scheinbar im kompletten Krieg und das ohne Dienstgrad!

    Flers an der Somme (1. Panzereinsatz) aber was heißt dch. A.G.

    Von der Verschüttung weiß ich, aber warum dann 1 Jahr später der Lazarett Aufenthalt und dann noch in Verden.

    Alles ganz schön aufregend.


    Gruß Friedrich

  • Hallo Friedrich,


    dch. A.G. heiß durch Artilleriegeschoß.

    Die Lazarettbehandlung war vom 15.9.16-04.10.17, das paßt doch zusammen.

    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Grüß Gott Friedrich,


    dch A.G. ,könnte mir vorstellen das heißt,,Durch Artilleriegeschoß" verschüttet......

    Zum Lazarettaufenthalt, entweder Psychische Strapazen,oder wegen der Lunge/Atembeschwerden.....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo Ihr Zwei,

    aaaah habe ich nochmals angeschaut. Dann war er ja fast 13 Monate im Lazarett. Ich habe von meinem älteren Halbbruder gehört, dass er nicht in engen dunklen Räumen sein konnte. Würde wohl Psyche passen.


    Gruß Friedrich

  • Hallo, Friedrich,


    Quote

    Von der Verschüttung weiß ich, aber warum dann 1 Jahr später der Lazarett Aufenthalt und dann noch in Verden.

    sorry, das war mein Fehler, im Dokument steht 1916 und nicht 1917, da habe ich mich eindeutig vertippt.


    Zur Verwundung bzw. dem Aufenthalt im Lazarett geben die anderen Kriegsstammrollen folgendes wieder:


    Am 15.9.16 in der Schlacht an der Somme verwundet; Quetschung linke Schulter und rechter Unterschenkel, vom 16.9.-18.9.16 Transport, vom 18.9.-3.10.16 Reservelazarett in Verden an der Aller, vom 3.10.-5.10.16 Transport


    Dein Vater hat ja allerhand Kämpfe mitgemacht. Daß er das alles überlebt hat, ist schon ein kleines Wunder.


    Beste Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana ich gehe mal davon aus, dass Du die anderen Einträge auch gesehen hast. (siehe Anhang)

    Ja das macht mehr Sinn, aber die Verwundung konnte damit ja nicht allzu schwer gewesen sein. Wenn er schon nach 2 Wochen wieder zurück geschickt wurde.

    Nun ich werde mal 2 recherchieren und bestimmt habe ich auch weitere Fragen an Dich.


    Gruß Friedrich

  • Moin zusammen,


    geht aus den Dokumenten hervor, bei welchem Jäger-Bataillon er war?, und vor allem von wann bis wann?


    In den Verlustlisten vom 23.10.1916 ist ein Friedrich Stelzner aus Rupboden als leicht verwundet verzeichnet. Da war er aber beim k.b. 5. Infanterie Regiment.

    http://des.genealogy.net/search/show/4844158

    Er ist also, wenn es denn der gleiche Friedrich Stelzner aus Rupboden ist, irgendwann von den Jägern zur Infanterie versetzt worden. Oder umgekehrt.



    Gruß

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang das Blatt ist ja vom 23. Oktober 16. Am 05.10.16 war sein Rücktransport aus Verden abgeschlossen.

    Von jemand anderes kam das.


    Ich habe mal zwischendurch alle (!) Stammrolleneinträge dieser Person angesehen und da ist zu lesen, dass er nach dem Aufenthalt in Verden zu einer Genesenden-Kompanie kam.

    Erst am 11.11.1916 kam er wieder zu einer kämpfenden Einheit.


    Ja es gibt Einträge als Jäger und Radfahrer und als Infanterist. Ich hab mal oben einen screen shot eingestellt was ich gefunden habe.

    Wobei es mir nicht klar ist was der Unterschied zwischen Infanterie und Jäger sein soll. Laut WIKI ist ein Jäger der mit einer Büchse bewaffnet ist. Sollte der Infanterist ja auch oder?


    Gruß Friedrich

  • Hallo liebe Gemeinde,

    leider muss ich Euch nochmals nerven.

    Ich habe ein Bild von Heinrich Tuszik vor einem LKW, das Kennzeichen ist IT-719.......

    War das ein Dienstfahrzeug oder war das das Kennzeichen für Frankfurt? Ich habe im Internet nichts dazu gefunden.

    Irgendwie gehe ich (mehrere Bilder) schon von einer Organisation aus.

    Es gibt von dieser Serie ein Bild, da sieht man an der Wand ein Schild vielleicht ist das ein Hinweis. Der Mann links dürfte Heinrich sein.


    Danke für Eure Hilfe Friedrich

  • Hallo,

    ja und das vielleicht noch interessant. Polizeischüler? In Frankfurt oder schon bei der 317? Vielleicht können die Spezialisten eine Zuordnung vornehmen.


    Gruß aus Berlin Friedrich