• In alten Unterlagen habe ich ein Bild des Vaters meiner verstorbenen Halbschwester gefunden, - der zweite von links. Kann mir jemand bitte mittelien, welche Abzeichen sich auf seiner uniform befinden?

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    • Hans.jpg

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  • GUTEN ABEND menaitsirch,


    der kleingewachsene Mann (2. v.l.) ist ein Feldwebel der Luftwaffe. Er gehörte zur einer Flugzeugbesatzung, da er ein Tätigkeitsabzeichen des "Fliegenden Personals" und eine "Frontflugspange" trägte. Die Art der beiden Abzeichen kann ich optisch nicht erkennen.


    GRÜSSE

    atlantis

  • GUTEN ABEND menaitsirch,


    unter der Frontflugspange die Bandspange für das EK2 und die Ostmedaille, darunter das EK1.


    GRUSS

    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012

  • Hallöchen manaitsirch,


    unter dem Eisernen Kreuz 1. Klasse befindet sich noch das Fliegerschützenabzeichen meiner Meinung nach ohne Blitzbündeln.


    Gruß Colin

    Suche alles zu: Feuerlöschpolizei/Feuerschutzpolizei, Panzer Werstatt/Instandsetzungs Regiment/Abteilung FPR/Korps Hermann Göring, HJ Bann 181 Flöha/ i.Sa.,

    Kampfraum Mittelsachsen 1945 (Flöha, Frankenberg, Eppendorf, Oederan, Freiberg) und Erzgebirge

    Gruß Colin

  • Hallo Zusammen,


    unabhängig der verliehen Orden, würde mich hier am meisten einmal der Verleihungsort interessieren.

    Sieht für mich aus, als ob diese Aufnahme während eines öffentlichen Events durchgeführt wurde (siehe

    Huntergrund sitzende Zuschauer), sowie Bühne und Beleuchtung. Die Dame erinnert mich aufgrund

    Ihrer Kleidung an eine Sportlerin Bereich Eiskunstlauf, vielleicht die Putzinger oder Bachem... (Veicht schliesse ich aus).

    Wenn dem so ist, dann ist das ein "großes" Event... Berliner Sportpalast oder ähnlichem?

    Hierzu jmd vielleicht eine Idee?


    BG Taiko

  • Hallo in die Runde,

    sehr interessantes Bild das einige Fragen aufwirft. Der Offizier rechts trägt u.a. auch das Erdkampfabzeichen der Luftwaffe somit datiert die Aufnahme ab April 1942. Er ist Flakoffizier ebenso wie der Feldwebeldienstgrad links

    in der Runde. Ich sehe das Bild im gleichen Zusammenhang wie Taiko. Entweder, von der Bekleidung der Dame abgeleitet, eine Eisrevue oder das damals beliebte Rollschuhkunstlaufen. Ich kenne Abbildungen von diesbezüglichen Auszeichnungen. Ich persönlich tippe auf Rollschuhlauf...würden sich die Herren sonst in ihren schmucken Uniformen auf das dünne Eis begeben ??? Bin gespannt und LG an alle von Volker

  • Hallo,

    vielen, vielen Dank für Eure Mühe und die interssanten Antworten, die mir sehr weiterhelfen! Ich schreibe gerade die etwas außergewöhmliche Lebensgeschichte meiner Mutter für unsere Kindern und Enkel zusammen, aber der Name des Vaters meiner Halbschwester (der kleine Mann, zweiter von links, das einzige Foto, das vorhanden ist) ist ein Familiengeheimnis. Ich kenne nur seinen Vornamen: Hans. Angeblich war er Rennfahrer und hat sich 1945 das Leben genommen. Wenn er Feldwebel war, könnte ich vielleicht sogar seinem Nachman auf die Spur kommen. Hätte jemand eine Idee, wie? Danke jedenfalls für Eure Mühe! Liebe Grüße Christiane

  • Hallo,


    wir haben zwar schon einige eingrenzende Fakten zusammengetragen für eine Identifikation, die aber immer noch einen großen Pool der Möglichkeiten übriglassen.


    Was ist noch bekannt?


    Wann in 1945 gestorben, noch zu Kriegszeiten? War es wirklich Selbstmord oder z.B. ein selbstmörderischer Einsatz? Gibt es Hinweise auf Orte? Geburts-, Ausbildungs-, Tätigkeits-, Begräbnisort?

    Ist eine Vaterschaft auf der Geburtsurkunde der Halbschwester eingetragen? Der Herr war auch anscheinend nicht mehr der Jüngste auf dem Foto – ich tippe mal auf Mitte/Ende der Dreißiger.


    Zum Foto, die Personen scheinen sich auf einer randlosen Bühne zu befinden, die erste Reihe der Zuschauer sitzt etwa in Brusthöhe zum Bühnenboden.


    Viele Grüße

    george

  • Hallo George,

    danke für Deine Mühe! Leider habe ich keine Geburtsurkunde meiner Halbschwester.

    Mein leiblicher Vater hatte meine Schwester 1951 adoptiert, vorher trug sie den Namen meiner Mutter. Meine Schwester wurde am 12. Oktober 1945 geboren und starb bereits 1980. Meine Mutter hatte immer erzählt, Hans (der Mann auf dem Foto) und sie hätten heiraten wollen, das Aufgebot habe ausgehangen und dann habe sie kurz vor Kriegsende die Nachricht von seinem Suizid erhalten.

    Angeblich hatte er einen Bruder, der vor dem Krieg nach Amerika emigriert und für die US Air Force gegen Deutschland im Einsatz war. Hans habe immer Angst gehabt, er würde seinen eigenen Bruder erschießen uind konnte das nicht mehr aushalten.

    Mein Vater war übrigens auch deutlich älter als meine Mutter.

    Das ist leider alles, was ich weiß. Die Infos sind wahrscheinlich zu spärlich, um den Nachnamen von Hans in Erfahrung zu bringen.

    Viele Grüße

    Christiane

  • Hallo,


    kann jemand bestätigen oder erkennen, daß der betreffende OFW ein Hitlerbärtchen trägt?

    Die Tatsache wäre ja ein Erkennungsmerkmal und eine Erleichterung für die Suche.

    Christiane, ist auf dem Foto ein Stempel vom Fotostudio oder sonstiges zu erkennen?


    Grüße

    george

  • Hallo george,


    das ist der Schatten, ich erkenne kein Bärtchen.


    Gruß aus dem Norden

    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012

  • Danke! Nein, leider ist kein Stempel erkennbar.

    Das "Bärtchen" ist tatsächlich nur ein Schatten. Ich weiß aus einem Brief, dass Hans von meiner Mutter aus, die in Berlin lebte, am 10. April 1945 nach Wittenberg fahren und spätestens an seinem Geburtstag am 17. April zurück sein wollte. Aber er kehrte nicht zurück, stattdessen erhielt sie die Nachricht, er habe sich das Leben genommen. Angeblich hielt er es nicht aus, unter Umständen seinen eigenen Bruder zu erschießen, der in die USA ausgewandert war und bei der US-Air-Force kämpfte.

    Was ich leider nicht mehr weiß, ist, ob meine Mutter erzählte, er sei bei der Stuka oder der Flak gewesen.

    Gab es in Wittenberg einen Luftwaffen-Stützpunkt? Ich habe leider so wenig Ahnung von der Wehrmacht und kann mir daher sehr schlecht einen Reim darauf machen.

    Da ich alles, was war, ein wenig niederschreiben möchte, auch das, was ich nicht weiß, ist das sehr schwierig.

    Vielleicht hat jemand eine Idee, wie es gewesen sein könnte. Ich bin dankbar für alle Anregungen mit einem fundierten Hintergrund.

    Viele Grüße

    Christiane

  • Danke für Deine prompte Antwort!

    Ja, auf das Flak-Regiment 43 war ich auch gestoßen.

    Was ich mich aber frage, ist, ob jener Hans - so er denn bei der Flak war - sich während des Krieges nur in Wittenberg aufgehalten haben kann und erst bei den Angriffen der Alliierten im Einsatz war, oder kann es sein, dass sein Batallion in Russland war oder vorher in Frankreich oder sonst wo?

    Ich habe keine Vorstellungen von den Abläufen bei der Luftwaffe, mir schon manchen Film angeschaut oder Zeitzeugenberichte gelesen, aber eine rechte Vorstellung bekomme ich leider nicht.:(

    Vielen Dank jedenfalls für die Mühe.

  • Hallo Christiane,


    hatte ich oben vergessen zu erwähnen, der Besitz der Ostmedaille sagt aus, daß der Betreffende an der Winterschlacht im Osten 1941/42 teilgenommen hat: „Die Ostmedaille

    wird verliehen als Anerkennung für Bewährung im Kampf gegen den bolschewistischen Feind und den russischen Winter.“ Der Oberfeldwebel muß sich demnach mindestens

    innerhalb des Zeitraums vom 15. November 1941 bis 15. April 1942 weit im Osten Russlands oder östlich der finnisch-russischen Grenze befunden haben.


    Wenn der Betroffene bei der Flak war – und das meint auch mein Bauchgefühl beim Betrachten des Fotos und beim Vergleich der Waffenfarben – dann muß er ja irgendwann

    vom fliegerischen Personal als Aufklärer dahin versetzt worden sein. Jedenfalls, wenn die entsprechenden Abzeichen richtig sind.


    Als Flakangehöriger sind die Bedenken, Bomberbesatzungen zu töten natürlich real, aber eine Braut und ein Kind benötigen ebenfalls Verantwortung, es sei denn,

    es gab Komplikationen.


    Grüße

    george

  • Vielen Dank!, lieber Georg, das ist sehr, sehr hilfreich. 👍
    Ja, was Du über die Verantwortung gegenüber seiner Braut und seinem Kind schreibst, ist richtig. Was genau die Gründe waren für seinen Suizid, werde ich wohl nie ergründen können. Ich weiß ja nicht, was er alles mitgemacht hat und welche Probleme er hatte.
    Jedenfalls danke für Deine Mühe. Das hätte ich so nie rausbekommen.
    Viele Grüße

    Christiane

  • ....Ich weiß aus einem Brief, dass Hans von meiner Mutter aus, die in Berlin lebte, am 10. April 1945 nach Wittenberg fahren und spätestens an seinem Geburtstag am 17. April zurück sein wollte....

    Hallo,

    existiert der Brief noch im Original?‘

    Wenn ja, steht da irgendwo eine 5stellige Zahl drauf, das wäre dann die Feldpostnummer seiner Einheit und man könnte da weitersuchen.


    Gruss.

    sic transit gloria mundi...

  • Nein. Sie hat später in einem Büchlein 1947 einen Brief an ihr Baby (also meine Halbschwester) geschrieben, dass sie ihren Vati sehr geliebt habe und dass er sich am 10.4. 1945 auf den Weg nach Wittenberg begeben habe und..... Meine Schwester wurde am 12. Oktober 1945 geboren. In dem Brief schildert sie ihre Schwangerschaft in der Kriegszeit in Berlin, Bomenangriffe,Luftschutzkeller, Vergewaltigungen. Sehr bewegend.

    Nochmals liebe Grüße

  • Hallo, George,

    ich hoffe, ich nerve nicht. Habe mir eben das Bild nochmal angeschaut. Der "Hans", um den es mir geht, ist der Kleine, der zweite von links. Er trägt aber keine Ostmedaille, oder übersehe ich da was?

    LG christiane