Volkssturm-Bataillon Königsberg

  • Hallo!


    Anbei die bekannten Daten eines weiteren Vst.-Btl.:


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon Königsberg


    Aufstellungsort:

    Kreis Könisgberg / Reichsgau Ostpreußen


    Aufstellungszeitpunkt:

    Oktober 1944


    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    "... Am 20. Oktober befanden sich sieben ostpreußische Bataillone im Einsatz. Sie waren im Raum von Gumbinnen - Goldap, Angerapp - Goldap und Treuburg - Sudauen eingesetzt. Am 22. Oktober stand beispielsweise das Bataillon Angerapp [Anm.: möglich ist auch II. Volkssturm-Bataillon Angerapp] "im schweren Kampf mit hart angreifenden Feind". Schon nach wenigen Tagen, am 26. Oktober, mußte Gauleiter Koch Bormann berichten: "Einsatzbataillon Goldap, das in der Rominte-Stellung im harten Kampf stand, wird zur Neuaufstellung und Ergänzung südlich Angerapp zusammengezogen." Das heißt nichts anderes, als daß dieses seit dem 18. Oktober eingesetzte Bataillon schwere Verluste erlitten hatte. Es wurde zunächst zum Stellungsbau verwendet und erhielt bei seiner Auffüllung und vor seinem erneuten Ensatz weitere Waffen und statt Zivilkleider graue, blaue und braune Uniformen. Nach zweimaliger Auffüllung überlebten schließlich insgesamt 70 Mann. In seinem Fernschreiben teilte Koch Bormann weiter mit, daß zur 1. Kompanie des Einsatzbataillons Angerapp [Anm.: möglich ist auch II. Volkssturm-Bataillon Angerapp] keine Verbndung mehr bestehe. Das Bataillon Schloßberg sei aus der Tannsee-Stellung in der das Bataillon Königsberg verblieb, herausgezogen und in die Rominte-Stellung sowie an die Straße Ebenrode-Gumbinnen verlegt worden. ..." 1


    "... Im Morgengrauen des 22. Oktober meldete sich das verlorengeglaubte vierte Bataillon des 3. FschPzGrenRgt über Funk bei Oberstleutnant Schirmer. Der Bataillonskommandeur Hauptmann Krüger, erklärte sinngemäß: "Mein Transportzug konnte in Gumbinnen nicht halten und ist daher bis Sodehnen gefahren. Vor dort aus ist das Bataillon mit einem VStuBtl und einigen Geschützen bsi dicht vor den Westrand von Nemmersdorf gekommen. Der Ort ist vom Iwan besetzt." Schirmer war sehr zufrieden, er hatte sein Regiment wieder zusammen und die Ausgangslage zum Angriff auf Nemmersdorf konnte nicht besser sein. Er funkte zurück: "Angriff 12 Uhr!" Pünktlich griffen die vier FschPzGrenBtl und ein Königsberger Volkssturmbataillon (VStuBtl) Nemmersdorf von Osten und Westen an. Nach dem ersten Feuerüberfall und dem geschlossenen Sturmlauf der Fallschirmjäger und Volkssturmsoldaten stoben und stolperten die zumeist angetrunkenen Rotarmisten davon. Der Stadtrand war genommen; vorsichtig gingen die Fallschirmjäger zum Ortskern vor. Dort verhielten sie entsetzt. Was war hier geschehen!? ..." 2


    Besonderheiten / Vermerk:

    Die Bezeichnung Volkssturm-Bataillon Königsberg ist historisch nicht gesichert und dient nur zur Unterscheidung anderen Volkssturmeinheiten in der Gegend zu der o.g. Zeit.


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    • Buch "Krieg im Osten - Das bittere Ende jenseits der Weichsel" von U.Saft 2
    • Buch "Der Volkssturm - Das letzte Aufgebot 1944/45" von Klaus Mammach 1

    Auf Ergänzungen freue ich mich!


    Grüße

    Sven


    Edit: Ergänzungen eingefügt / eingefügt (Sven30)

  • Hallo!


    Gemäß dem Buch "Der Volkssturm - Das letzte Aufgebot 1944/45" von Klaus Mammach hier noch ein paar Ergänzungen:


    "... Am 20. Oktober befanden sich sieben ostpreußische Bataillone im Einsatz. Sie waren im Raum von Gumbinnen - Goldap, Angerapp - Goldap und Treuburg - Sudauen eingesetzt. Am 22. Oktober stand beispielsweise das Bataillon Angerapp [Anm.: möglich ist auch II. Volkssturm-Bataillon Angerapp] "im schweren Kampf mit hart angreifenden Feind". Schon nach wenigen Tagen, am 26. Oktober, mußte Gauleiter Koch Bormann berichten: "Einsatzbataillon Goldap, das in der Rominte-Stellung im harten Kampf stand, wird zur Neuaufstellung und Ergänzung südlich Angerapp zusammengezogen." Das heißt nichts anderes, als daß dieses seit dem 18. Oktober eingesetzte Bataillon schwere Verluste erlitten hatte. Es wurde zunächst zum Stellungsbau verwendet und erhielt bei seiner Auffüllung und vor seinem erneuten Ensatz weitere Waffen und statt Zivilkleider graue, blaue und braune Uniformen. Nach zweimaliger Auffüllung überlebten schließlich insgesamt 70 Mann. In seinem Fernschreiben teilte Koch Bormann weiter mit, daß zur 1. Kompanie des Einsatzbataillons Angerapp [Anm.: möglich ist auch II. Volkssturm-Bataillon Angerapp] keine Verbndung mehr bestehe. Das Bataillon Schloßberg sei aus der Tannsee-Stellung in der das Bataillon Königsberg verblieb, herausgezogen und in die Rominte-Stellung sowie an die Straße Ebenrode-Gumbinnen verlegt worden. ..."


    Anm.: möglicherweise wird hier mit der Bezeichnung auch eines der vielen anderen Vst.-Btle. aus Königsberg gemeint


    Grüße

    Sven