Unterstand Adler

  • Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    das war eine typische Aufenthaltsbaracke,, die von Truppenangehörigen in Ruhezeiten / im Ruhequartier in Eigenarbeit hergestellt wurden. Das war quasi die "kleine Kneipe" an der Ecke der eigenen Stellung für die dienstfreie Zeit mit einem "Kneipenschild" passend zur Einheit oder den Erbauern. Der Adler als Zeichen der Luftwaffe weist also als "Zum Adler" auf die abgebildeten Luftwaffen-Angehörigen hin. Diese Baracken wurden innerhalb der eigenen Stellung nur für den Eigenbedarf errichtet und hatten nichts mit den offiziellen Wehrmachtsheimen oder -kantinen zu tun.

    Falls die Fotos aus dem Bereich der eigenen Familie stammen, kann man Aufnahmedatum und Aufnahmeort ggf. selbst herausbekommen, da man innerhalb der Familie schon mal gehört hat, wo Opa oder Onkel Willi mal waren.

    Ich gehe davon aus, dass die Fotos auf den Rückseiten nicht beschriftet oder gekennzeichnet sind.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo,


    Fotos sind vor dem 01. Oktober 1940 entstanden.

    Fehlendes Hoheitsabzeichen auf der Fliegerbluse.

    Ist auf dem Original das Tätigkeitsabzeichen auf dem

    linken Unterarm erkennbar?


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo zusammen,


    das "Mosaik" vor der Baracke ist wahrscheinlich das Wappen/TKZ der Einheit.


    Erste Beschreibung, Baracke an einem Anschlussgleis eines Fliegerhorst

    Gruss Dieter

  • Hallo und guten Morgen, über dem Namensschild ist ein Loch zu erkennen.

    In das Loch verlaufen vermutlich zwei Drähte oder Seile, ist zu erkennen.

    Vielleicht etwas mit Fernsprecher zu tun oder ähnliches.


    Gruß Frank

  • Hallo KHE,


    im Hintergrund des Gruppenbildes könnte ein Damm sein.

    Evtl also Seenotstaffel, Küstenflieger?


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Hallo,


    das Tätigkeitsabzeichen des rechten Herren dürfte das für Kraftfahrpersonal d. Lw. sein.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • wow

    ich bin begeistert von den Antworten, herzlichen Dank erst einmal.

    Leider ist in der Familie wenig bekannt und auch kaum Interesse vorhanden etwas mehr zu erfahren.

    Auf den Fotos ist leider nichts vermerkt.

    Ich bleibe dran und lass mich nicht entmutigen, habe ja ein tolles Forum zur Unterstützung gefunden.

    Liebe Grüße

    aus Ostfriesland

    Karl Heinz E

  • nein leider ist da nichts zu erkennen

  • Hallo zusammen,


    auf Bild 1 glaube ich zu erkennen, dass es sich um das Abzeichen der Einheit handeln könnte.

    Hinter der linken Person der Beginn einer 3, Eisernes Kreuz, dann 40 ?


    Grüße von

    Pummel

  • ... im Hintergrund des Gruppenbildes könnte ein Damm sein.

    Evtl also Seenotstaffel, Küstenflieger? …

    Hallo,


    das Bauwerk im Hintergrund ist möglicherweise ein Deich, es könnte sich auch um eine Flakeinheit/-Stellung der Luftwaffe im Bereich Nordseeküste handeln.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,

    meiner Meinung nach ist der Damm zu steil für einen Deich und außerdem "bebaut".

    Mein Vorschlag: Bahndamm, evt. Anfahrt zu einer Brücke.


    Gruß Christa

  • Hallo,

    links auf dem ersten Bild und zweiter von rechts auf dem rechten ist Heinrich Rolfes

    da ein Name bekannt ist, wäre möglicherweise eine Anfrage beim Bundesarchiv zu empfehlen.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Danke für die Antworten.


    Hallo Pummel,

    das Eiserne Kreuz hat er in Frankreich bekommen, dazu gibt es eine schier unglaubliche Geschichte. Er hat ungewollt mit einem Kameraden ungefähr 600 Französische Gefangene gemacht.

    Dazu habe ich ein paar Aufzeichnungen, weiß aber nicht ob ich die hier so einfügen darf.

    Sein Kamerad und mein Schwiegervater wurden von Gefreiten zu Unteroffizieren befördert und bekamen wie der Hauptmann das Eiserne Kreuz.


    Hallo Johann Heinrich,

    mein Schwiegervater war nach meiner Kenntnis tatsächlich bei der Flak .Ich habe ein Bild von ihm auf einer Vierlings Flack.

    Seine Haupteinsatzgebiete waren Nordfrankreich und danach Kiew wo er er schwer verwundet wurde.

    dieses Bild könnte in Nordfrankreich entstanden sein . wo dieses Bild entstand kann ich nicht sagen.

    Die Idee beim Bundesarchiv anzufragen finde ich gut, habe ich aber noch nie gemacht.


    Gruß

    Karl Heinz

  • Hallo Karl Heinz,


    ich halte den "Vierling" für eine normale 2cm Flak 30.

    Die wurden nicht nur bei reinen Flak- Verbänden eingesetzt.

    Hast Du nähere Informationen zur Einheit?


    Gruß Elmar

  • Nein leider überhaupt keine Informationen.

    Ich bekomme vielleicht noch ein paar Fotos und hoffe damit weiter zu kommen.

    Das Leben meines Schwiegervaters wurde von einem Dr. Albers an Hand von Gesprächsprotokollen oder Tonbandaufzeichnungen im Jahre 1998 in groben Zügen aufgeschrieben. Zu einer Weiterbearbeitung ist es aus mir unbekannten Gründen nicht gekommen. Es wurden nur Begebenheiten aufgeschrieben aber nicht mit Angaben über Dienstgrad oder genauen Ort des Geschehens. Es waren weitere Gesprächstermine geplant aber ob es dazu gekommen ist kann mir keiner sagen.

    Aufgeben war aber noch nie meine Stärke.

    Gruß Karl Heinz

  • Grüß Gott,


    auf dem Bild,,Hühnerklau in Frankreich " erkenne ich am Trinkbecher ein Abzeichen, sieht aus wie ein Mann mit langer Nase, oder wie ein Vogel ,Pinguin.......??

    Siehe auch Anhang


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    Files

  • Moin Eumex, moin zusammen!


    Irgendwie erinnert es mich an einen Halbmond mit Gesicht vor einem Sternenhimmel.

    Ich bin der Meinung, hier mal so ein TKZ gesehen zu haben.

    Kann mich aber leider nicht an die dazugehörige Einheit erinnern.


    Gruß

    Christian

    Suche Informationen über die 170. Infanteriedivision

  • Guten Morgen,

    aufgrund der dunklen Kragenspiegel halte ich die Soldaten für Angehörige der Flak - braune Kragenspiegel der LN-Truppe sehen etwas heler aus.

    Beste Grüße

    G. Aders

  • Hallo Karl Heinz,

    hinter den unteren Fensterscheiben der Baracke sehe ich links hängende langezogene Körper - erinnert mich an ausgenommene Kaninchen - und rechts kürzere "Keulen". Erinnern mich an aufgehängte Geflügelbeine.

    PS: Kaninchen in Senf gebacken ist in Frankreich ein Festtagsmahl.

    Meine Vermutungen führen mich zur zweiten Frage : Warum steht auf dem letzten Foto "Hühnerklau" ?

    "Hühnerklau" war nach Erzählungen eines früheren Fallschirmjägers bei der Wehrmacht strafbar.

    Er wurde in Frankreich "wegen Hühnerklaus" mit einer Militärstrafe belegt.


    Meine - auf wackeligen Füssen stehende und recht zweifelhafte - Vermutung:

    Die Kameraden von Heinrich Rolfes haben ihre Hühner-Festmahl aus der Baracke - dem Küchenvorrat der Batterie - "geklaut" .

    Gruss jostdieter.