Fallschirmjäger-Ersatz - u. Ausbildungsregiment 1, aka Regiment Major Kratzert

  • " benennt aber einen Hauptmann Dobler als Chef (Bataillonskommandeur?) und einen Leutnant Fischer (Kompaniechef?). Vielleicht kannst du den Hauptmann oder den Leutnant ja dem I. oder II. Bataillon zuordnen."


    Hallo Ulf,


    Hptm D o b l e r war Kpchef der 9. Kompanie

    Lt F i s c h e r , Hans - Joachim ZugFührer in der 9./ Fsch E u. A. Rgt 1. Gefallen 28.04-1945 bei RINGENWALDE


    Glück ab

    Stffen

    S.L.R.

  • Hallo Steffen,


    und danke für die Information. Die 9. Kompanie wäre dann das II. Bataillon des Regiment Kratzert? Die Gliederung des Regiments bzw. der Bataillone ist mir leider nicht geläufig.



    Gruß

    Ulf

  • Hallo Ulf,


    eine 9. Kp. gehörte nach der "Standardgliederung" immer zum III.Bataillon.

    1.-4. = I.

    5.-8. = II.

    9.-12.= III.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo Ingo,


    bei ww2.dk wird für das Regiment 1944 folgendes angegeben: I. 1-5, II. 6-10, III. 11-15


    Daher meine Nachfrage, da ich mich dahingehend nicht auskenne.



    Gruß


    Ulf

  • Hallo Zusammen

    Danke für Eure Hinweise zu Fj- E. u.-A-Regiment 1, insbesondere zum I. Bataillon.

    Frage an Steffen, läßt sich der " Schluß im Raum Diemitz- Sewekow ( ich denke so ist die Ortsbezeichnung )- Zempo,

    zeitlich benennen, gibt es Hinweise auf die Gefangennahme und wenn ja durch wem ?


    Gruß Hugo

  • Hallo,


    zu Biesenbrow...nach einem Bericht eines Panzergrenadiers der Zitat "9./Ers. u. Ausb. Rgt. 2. Fallschirm-Panzergrenadier-Division Hermann Göring" sind sie Mitte Januar 1945 von der Barackenkaserne in Höhenschöpping (bei Velten) mit LKW nach Greiffenberg gefahren worden und dann weiter nach Günterberg. Hier haben sie Stellung bezogen bzw. Stellungen gebaut. Im weiteren Verlauf waren sie auch in Biesenbrow und sind dann von dort täglich nach Günterberg marschiert. Es kann sich dabei ja nur um die Stellungen der Wotan-Linie, hier im Welsetal, gehandelt haben. Am 18. April sind sie dann über Angermünde, Berlin mit dem Zug in Richtung Calau abtransportiert worden. Vielleicht hat ja auch das I. Bataillon der des Kratzert-Regiments hier die Ausbildung fortgeführt bzw. Stellungen ausgebaut.



    Gruß


    Ulf

  • Hallo zusammen

    Dank der Informationen hat sich für mich der Einsatzraum des I. Bataillon , des Fj- Regiment Kratzert

    im Bereich der Oderfront generell geklärt. Die Frage nach dem Verbleib des Gesuchten (noch) nicht.

    Meine Frage , gibt es neben der Anfrage an das Bundesarchiv und dem " Volksbund " noch

    Möglichkeiten um Nachforschungen zu Gefallen , Vermißten oder in Gefangenschaft gegeangenen

    Soldaten zuführen?.


    Gruß

    Hugo

  • Hallo Ulf,


    eine kurze Ergänzung zu" HG" in Gut Briesenbrow: " 4./ Fsch E u. A Rgt 1:

    Wir bildeten un sere Jungs weiter aus und übten uns im scharfen Schuß. eine gemeinsame Übung mit einer Kompanie vom Rgt HG zeigte uns die Lücken der schnellen Ausbildung, die vor dem Einsatz noch geschlossen werden mußten. HG griff an , die S.M.G. Züge gingen am Hinterhang in Stellung und eröffnetetn zugleich mit den Granatwerfern das Feuer".

    Um meinen Zug schon an bevorstehende Strapazen zu gewöhnen, machte ich Einsatzmärsche mit voller Ausrüstung, denn jeder Mann des Granatwerferzuges mußte 40 Pfund an Waffen oder Munition im Einsatzbtragen."

    Am 16.03.45 Einsatzbefehl für eine Granatwerfergruppe / bei SCHWEDT einen Stoßtrupp des Heeres unterstützen.


    Hallo Hugo;

    Auszug aus dem Bericht : 43 Seiten-

    Am 30.04.45 06:00 Uhr befinden wir uns in der Försterei 200 m westl. des Bahnhof FÜRSTENBERG

    wir fahren nach Westen in Richtung STRESEN

    01.05. von WESENBERG über WUSTROW sind fdl Pz gemeldet, nach dem Kampf geht das Rgt Richtung ADAMSWALDEN am PULITZER SEE entlang

    03.05. Reste erreichen GRoß ZERLANG Stärke:26 Offz und 650 Mann, Einteilung in 2 Btl. Marschstrecke: KLEIN ZERLING - LUHME - DIEMITZ.

    Straße WÜSTROW - REINSBERG. DIEMITZ feindfrei.

    Marsch Richtung SEWKOW über ZEMPOW. Erste deutsche Linie kurz vor SEWKOS. Teile ziehen sich a. B. bis NEUKRUG zurück..

    Jetzt schießt der Russe nach SEWKOW mit seiner Stalinorgel hienein. Überall suchen wir nach unseren Soldaten - aber vergebens. Wir - Kdr und ich - wollen Richtung PARCHIM.
    04.05. Zurück über BUSCHHOF und KIEVE.Wir fahren nach NEUHOLZKRUG zurück. MASSOWER Gehölz: Gefangennahme.


    Glück ab

    Steffen

    S.L.R.

  • Hallo zusammen,


    nein ich will das Thema nicht kapern, eine Anmerkung sei gestattet.


    Quote

    Um meinen Zug schon an bevorstehende Strapazen zu gewöhnen, machte ich Einsatzmärsche mit voller Ausrüstung, denn jeder Mann des Granatwerferzuges mußte 40 Pfund an Waffen oder Munition im Einsatz tragen."

    diese Art der körperlichen Ertüchtigung ist auch heute ein probates Mittel die die körperliche Fitness in ganz kurze Zeit exponentiell zu steigern,

    um dann über die sich bildende Fitness zu einer höheren Überlebensfähigkeit des einzelnen zu kommen.

    Gruss Dieter

  • Hallo zusammen


    Möglicherweise interessieren auch meine "Erkenntnisse"zur körperlichen Ertüchtigung aus den Jahre 1970 und nachfolgender

    Zeit ?!. ... Kettenglied vom T 54 in das Sturmgebäck T. I + AK 47 KmS + 1/2 Kampfsatz, dann ab auf den 10 km Eilmarsch , steigerte wohl die Fitness ungemein ,

    ob das auch die Überlebensfähigkeit im modernen Krieg verbesserte, diese Erfahrung mußte ich " Gott Sei Dank" nicht machen.


    Hallo Steffen


    Danke für die Informationen, an Hand deiner Infos muß ich erkennen , daß ich weitere Erkenntnisse zum Verbleib des Gesuchten

    nur noch über offizielle Stellen, "Volksbund, Archive , DRK," etc. erreichen kann. Ich nehme natürlich jeden weiteren Hinweis zum

    I.Btl. Fsch. E. u. A.- Rgt.1 auf.

    Noch eine Bemerkung zum Ltn. Fischer, Hans-Joachim ,der am 27. 04.45 vor der "Panzersperre" bei Heuhaus Richtung Poratz

    mit vermutlich 30 seiner Leute umkam.

    H. Hilz berichtet in "Wegmarken- .... " davon und G. Ballentin gibt in seinem Buch über die Zerstörung der Stadt Schwedt,

    Auszüge aus seinem Briefwechsel mit dem jüngeren Bruder des Leutnant wieder, der wohl die Ursachen und Hintergründe

    des Todes seines Bruders ergründen wollte. ( Ballentin, Anmerk. Teil 3 , S 544 - 547 )

    " MOZ " vom 18.01.21, Artilkel über die Schändung des Gedenkstein für die 30 Fj. im Wald bei Neuhaus.

    Man kann ja eine sehr differenzierte Meinung zum II.WK und seinen Folgen haben, das jedoch ist eine

    Schweinerei.


    Gruß

    HugoSkizze Panzersperre vor Poratz vom 27.4.45.png

  • Hallo Hugo,


    die Panzersperre stand im Wald bei Neuhaus, bitte korrigieren.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Roland


    Ich nehme deinen Hinweis zu Kenntnis, meine Frage ist die Lage der Sperre eine völlig andere ? oder ist nur die Bezeichung falsch ?

    Wenn völlig falsch dann habe ich mich von den Geändebeschreibungen täuschen lassen, auf dem Weg dorthin.

    Wenn du die ihre genaue Lage kennst, würde ich sie erfahren wollen, da ich ja einen vermißten Fj. suche , der mögl.

    einem " Panzerjagdzug "angehörte, sie muß von Jemanden errichtet und eingerichtet worden sein.


    Gruß Hugo

  • Hallo Hugo,


    die Panzersperre wird ungefähr dort gewesen sein.

    Nordöstl. davon liegt Neuhaus, südwestl. Poratz.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die örtl. Parteiführung

    die Panzersperre bauen lies.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo Roland


    Unterstellen wir mal es war so mit dem Befehl zum Bau der Pz.-Sperre, Näheres wird nicht mehr zu erfahren sein.

    Ich ging auch davon aus das ihre Lage +/- Meter dort gewesen sein wird.

    Man kann noch die freie Sicht auf die zulaufenden Wege erahnen.


    Gruß

    Hugo

  • Hallo,

    Ich arbeite auch ein bisschen an der Sache mit den Fallschirmjägern bei Dobberzin, da liegen noch etwa 30 bis 40, 17 jähre Fallschirmjäger im Schützengraben ( noch nicht exhumiert ). Die Kinder des Dorfes mussten nach Kriegsende den Schützengraben zuschütten.

    Es wurden nur bei einem die Erkennungsmarke und Soldbuch entnommen, der war aus Mülheim an der Ruhr, es sind noch ein paar Schützengräben im Umkreis aber da habe ich noch keinen finden können der mir was erzählen kann, ich hoffe ich konnte die ein bisschen helfen,

    Lg Stefan

  • Hallo Stefan,


    herzlich Willkommen bei uns im Forum.


    Quote

    da liegen noch etwa 30 bis 40, 17 jähre Fallschirmjäger im Schützengraben ( noch nicht exhumiert )

    wenn das so sein sollte, und du über belastbare Informationen verfügst, sollte das zu ändern sein.
    Sowohl Steffen (BDF-Suchdienst) als auch wir sind bereit unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen

    um den vermeintlichen Zustand zu ändern. Was fehlt ist der Pack an, was meint Zeugen die den Zustand

    glaubhaft beschreiben und bezeugen können.


    Butter bei die Fisch, dann geht was !

    Gruss Dieter

  • Hallo Augustdieter,

    Mit der Kriegsgräberfürsorge habe ich schonmal gesprochen, der Graben ist bekannt, aber es fehlt wohl an Leute,

    Ich habe eine Karte wo der Schützengraben ( von der Rote Armee) verzeichnet ist und einen Zeitzeugen Bericht wo der Schützengraben genau ist ( es deckt sich beides ), ein Toter Rotarmist ist auch verzeichnet auf dem Zeitzeugen Bericht,

    Lg Stefan

  • Hallo Stefan,


    herzlich willkommen im Forum auch von mir.

    Günter Ballentin hatte in seinem Buch eine ungefähre Lage bereits beschrieben.

    Diese konnte jedoch vor Ort nicht bestätigt werden.

    Das Thema berührt mich schon viele Jahre. Ich schaue jedes mal dahin, wo die

    Jungs liegen könnten.

    Weißt du, wo die EKM und das Soldbuch geblieben sind?

    Hattest du die Möglichkeit, mit der Stadtverwaltung deine Recherchen zu besprechen?

    Der VB wird nur bei Notgrabungen und/oder nach Aufforderung durch die Gemeinde

    tätig.

    Und der 1 Umbetter ist sicherlich sehr viel unterwegs bei viel zu viel Arbeit.


    Viele Erfolg.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.



  • Hallo, eks und Soldbuch wurden zur Familie geschickt die 1990, also nach der Wende noch einmal da waren und sich die Stelle haben zeigen lassen, wo ihr junge liegt, na vielleicht sehen wir uns ja mal auf dem Acker ich sammle da immer Steine ( Neolithikum) da ist auch ein Werkplatz und Rastplatz aus der Steinzeit. Ich denke Herr B wusste wo die liegen, ich habe einen Zeitzeugen Bericht aus der Archäologie wo alles genau eingezeichnet ist, wo das MG stand wo der Rotarmist liegt wo die Fallschirmjäger liegen,

    Lg Stefan

  • Hallo Stefan,


    G. Ballenthin schreibt auf Seite 300 von einem Besuch vor Ort, der leider

    nicht erfolgreich war. An der vermuteten Stelle wurden Sie nicht gefunden.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.