Gefallenenkartei WASt - Suizid - Warum dreifache Ausfertigung?

  • Liebe Fachleute,


    ein Onkel eines Freundes ist 1943 während seines Wehrdienstes zu Tode gekommen. In der Kartei ist von Selbstmord durch Erschießen (Platzpatrone) die Rede.

    Er wurde wohl deshalb NEBEN dem Heldenfriedhof beerdigt. Weiß jemand, ob das ein Muss war, oder ob man als Vorgesetzter einen Handlungsspielraum dabei hatte?

    Ich frage mich auch, warum drei teils andersfarbige Karten ausgefüllt wurden. Sie unterscheiden sich nur sehr wenig. In einer fehlt der Hinweis auf Suizid.

    Danke für eure Erklärungen !

    Gruß Heidfeller

  • Hallo,

    auf einer der Karten steht "unehrenhaft". Leute, die so starben, wurden nicht auf Heldenfriedhöfen begraben. Ich glaube nicht , dass es Spielraum gab.

    Es gab sicher etwas Dienstliches dazu.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Zusammen,


    Rainer zeigte bereits eine Möglichkeit auf, eine weitere ist (römisch katholisch) das

    bei Suizid der Tote nicht in "geweihte" Erde bestattet wurde, zumeist in einem äußeren

    bzw. Seitenteil des Friedhofs, oftmals sogar mit separatem Zugang...

    Ich weiss leider nicht ob das heute noch so ist, aber bis in die 70er kam das

    jedenfalls vor.


    Bg Taiko