Wozu beschaffte das OKH / WaPrüf 5 im Jahre 1939 eine Stollenlok mit 600 mm Spurweite und Akku-Antrieb? Fabr. Jung, Typ EP 22, ein Einzelstück

  • Hallo Gemeinde,


    wer kann mit Hinweisen zur Aufklärung eines "Rätsels" beitragen?


    Im Zusammenhang mit meinen Recherchen über die an die Heeresfeldbahnen gelieferten Motor-Lokomotiven bin ich im Lieferverzeichnis des Herstellers ( Lokomotivenfabrik Arnold Jung, Jungenthal ) auf eine am 31.12.1939 an das OKH, Abteilung WaPrüf 5, ausgelieferte "Gruben-" oder auch "Stollenlok" aufmerksam geworden. Die dreiachsige Lok mit rund 12 to Gewicht hatte einen aus Akkumulatoren gespeisten Elektro-Antrieb, an beiden Stirnseiten einen Führerstand und die Spurweite von 600 mm. Die Bezeichnung des Herstellers für dieses Einzelstück lautete "EP 22", wodurch wir durch den fehlenden Vorsatz "S" erkennen können, daß die Lok nicht mit einem "Schlagwetterschutz" (sprich_ Ex-geschützte Ausführung der elektr. Anlagen ) ausgerüstet war, wie er etwa "unter Tage" in Bergwerken erforderlich war.


    Von der Lok ist eine noch im Herstellerwerk angefertigte Aufnahme erhalten geblieben, ein weiterer Hinweis, daß die Lok auch tatsächlich gebaut und abgeliefert wurde.

    Nach einer noch unbestätigten Information soll die Lok zu Kriegsende auf einem Lok-Sammelplatz in Österreich gestanden haben und Ende der Vierziger Jahre an die Großbaufirma Eduard Ast & Co. in Graz - Puntigam verkauft worden sein. Diese Firma hat im In- und Ausland Großbaumaßnahmen, bevorzugt im Betonbaubereich, durchgeführt. Darunter z.Bsp. beim Bau der U-Bahn in Wien oder auch (in einer ARGE) den Bau des Hafens Sheiba in Kuwait. Die Firma wurde Ende der Achtziger Jahre von der Ph. Holzmann AG aufgekauft und geriet dann ebenfalls in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die letztlich 2008 zum Konkurs führten. Somit ist die Aussicht, noch ein Firmenarchiv vorzufinden, nahezu gegen"Null" einzuschätzen.. Letztlich lies sich bisher noch nicht feststellen, wo und bis wann diese Spezialkonstruktion einer Stollenlok bei "Ast & Co." im Einsatz stand.


    Die andere, für mich bei der Betrachtung dieser Lok-Lieferung wichtige Frage nach dem angedachten Einsatzzweck beim Militär lies sich bisher durch den bereits zum Teil gesichteten Bestand an Archiv-Unterlagen zu den "normalen" Heeresfeldbahnen im BA/Ma nicht klären. daher meine Hoffnung, daß vielleicht hier im Forum jemand einen Hinweis geben kann, zu welchem speziellen Zweck diese mit dem (für Heeresfeldbahnen ungewöhnlichen Akku-Antrieb ausgestattete Sonderkonstruktion zwischen 1940 und 1945 zum Einsatz kam.


    Denkbar wären für mich :

    - Einsatz vorgesehen als "Hohlgang-Lok" zur Bedienung von Küsten-Batterien etc.;

    - Einsatz in einem Untertage-Lager ( wäre wegen des Akku-Antriebs naheliegend, doch warum fehlt dann die Ex-Schutz-Ausrüstung ?? );

    - Einsatz auf Tunnelbaustellen etc. .


    Doch warum wurde die Lok dann vom HEER bestellt ? ( Auftrag über das "OKH, Berlin W 35", also das nachgeordnete Heeres-Waffenamt mit seiner Fachabteilung WaPrüf 5, an welche die Lok dann auch Ende 1939 abgeliefert wurde.. )


    Offenbar hat sich die aufwändige Konstruktion nicht sonderlich bewährt, da von einer weiteren Beschaffung einer "Serienlieferung" Abstand genommen wurde. Die Lok blieb ein Einzelstück.

    In den teilweise erhalten gebliebenen Archivunterlagen der vor rund 20 Jahren ebenfalls liquidierten Firma Jung sind leider keine weiteren Angaben zu den Gründen der Beschaffung der Lok und deren angedachten späteren Einsätzen enthalten.


    (Stefan Lauscher und Gerhard Moll (+) haben viele Jahre sehr gewissenhaft zur Geschichte der Lokfabrik recherchiert und ihre Erkenntnisse in einem zweibändigem Werk 2012 veröffentlicht: "Jung-Lokomotiven - Lokomotivfabrik in Jungenthal 1885 - 1987", EK-Verlag . Dank ihrer Recherche sind zumindest einzelne Angaben zu den üblichen "technischen Daten" und das vorgenannte Foto bekanntgeworden)


    Über Hinweise und Anregungen würde ich mich sehr freuen.


    Recht herzlichen Dank im Voraus.


    Mit freundlichen Grüßen

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Guten Abend Gerhard,

    ich danke Dir für den Link, aber das sind alles Loks für Eisenbahnen, die Akku-Lok für eine Untertage-Materialbahn ist nicht darunter.


    Es bleibt also spannend...8)


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Denkbar wären für mich :

    - Einsatz vorgesehen als "Hohlgang-Lok" zur Bedienung von Küsten-Batterien etc.;

    - Einsatz in einem Untertage-Lager ( wäre wegen des Akku-Antriebs naheliegend, doch warum fehlt dann die Ex-Schutz-Ausrüstung ?? );

    - Einsatz auf Tunnelbaustellen etc. .

    Hallo,


    Akku-Loks wurden aber auch durchaus "Übertage" eingesetzt, da sie schnell betriebsbereit waren (es musste kein Kessel vorgeheizt bzw. unter Dampf gehalten werden) und durch nur eine Person bedient werden konnten. Diese Loks kamen z.B. auch im Verschiebe-/Rangierbetrieb zum Einsatz, dafür ist auch der doppelte Fahrstand sinnvoll - vor allem, wenn am Einsatzort keine Drehscheibe vorhanden ist. Vielleicht ist Deine gesuchte Lok auf einem Versuchsgelände der Waffenprüfanstalt für den betriebsinternen Verkehr, z.B. beim Verschieben von Material und Gerät, dass durch die Reichsbahn per Schiene angeliefert wurde, verwendet worden?


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo Johann

    und die mitlesenden,


    natürlich ein interessanter Gedanke, doch ist zu bedenken:

    - Die Lok war (sehr) schmalspurig ( 600mm Spurweite), damit entfällt schon mal das Verschieben von Reichsbahn-Wagen etc.

    - Akku-Loks, oder wie sie bei der Eisenbahn damals bezeichnet wurden, Speicherloks, wurden seinerzeit ( 2. Hälfte der Dreißiger Jahre) unter der Führung der Reichsbahn noch in einer Art Probe-Einsatz auf ihre zuverlässige Funktion und Einsatzbereitschaft getestet. Hier ist mir sogar von meinem langjährigem "Heimatbahnhof" die Erfahrung mit der früher dort stationierten "Ks" ( Kleinlok mit Speicher-Betrieb ) der "Leistungsgruppe II", Baujahr vor dem Krieg, bekannt. Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß erst mit den nach dem Kriege entwickelten "Speicherbatterien" ein einigermaßen wirtschaftlicher Betrieb durchführen ließ, die Zuverlässigleit im Bahnbetrieb war jedoch nicht immer zufriedenstellend ( Kleinloks dienen ja vornehmlich dem Rangieren von Güterwagen, waren somit vornehmlich unter der Woche im Einsatz, und so war dann nach dem Wochende zumeist der Speicher "leer".., oder im Winter auch nach der Nachtruhe etc. ). Für eine militärische Verwendung keine gute Grundlage..

    - Zudem benötigt eine "Akku-Lok" ( Allgemeiner Sprachgebrauch: a) bei der Eisenbahn: " Speicher-Lok ", b) bei Bau-, Feld-- und Grubenbahnen jedoch "Akku-Lok" ) zum Laden ja eine E-Ladestation, was die Einsatzweise der Lok in gewisser Weise einschränkt: Die Lok muß "am Abend" wieder an den Ort der Ladestation zurückkehren, gleichzeitig erfordert die Vorhaltung der Ladestation auch eine Versorgung der Örtlichkeit mit entsprechendem Kraftstrom.

    - Somit kann eine "Akku-Lok" nur dort eingesetzt werden, wo auch eine entsprechende Stromversorgung gewährleistet ist. ( Für den "Feld-Einsatz" beim Heer also auf jeden Fall nicht geeignet... )

    - Durch die sehr gedrungene Bauweise der Lok ( sehr schmal und sehr niedrig ) ist die Lok eindeutig als "Gruben-Lok" oder "Stollen-Lok" zu identifizieren.

    ( Leider habe ich noch keine Zustimmung erhalten, daß bisher einzig bekannte Bild der Lok hier einzustellen, ich versuche es aber weiterhin. )


    Somit möchte ich weiterhin die Nutzung der Lok nur in einem "Übertage"-Betrieb ausschließen, zumal es dafür damals schon zuverlässige Motor-Loks in Serie gab, mit denen auch eine sehr kurzfristige Betriebsbereitschaft im Einsatzfalle gegeben war.


    Wir sollten weiterhin bevorzugt nach einer Nutzung mit "Untertage"-Anteil Ausschau halten. Es muß einen Grund gehabt haben, daß man diese Sonderkonstruktion entwickelt hat.

    Doch welchen ?


    Herzlichen Dank für´s "Mitraten".


    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Grüß Gott Uwe,


    Vielleicht hat man die die E-Lok eventuell für Munitionslager getestet, da ja Diesel brennbar ist.....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo Uwe, jetzt mal ein Schuss ins Blaue über die Verwendung der

    Quote from muna lisa

    Gruben-" oder auch "Stollenlok". dreiachsige Lok mit rund 12 to Gewicht, Akkumulatoren gespeisten Elektro-Antrieb, an beiden Stirnseiten einen Führerstand , Spurweite 600 mm. Die Bezeichnung des Herstellers "EP 22"

    gemäss Deinen Vermutungen:

    Quote from muna lisa

    - Einsatz in einem Untertage-Lager ( wäre wegen des Akku-Antriebs naheliegend, doch warum fehlt dann die Ex-Schutz-Ausrüstung ?? );

    - Einsatz auf Tunnelbaustellen etc. .

    Die Lok könnte 1936/37 für den Aus-Bau des zukünftigen Untertage- Lagers vor der Einlagerung von Treibstoffen und brandgefährlichen Chemikalien der Wehrmacht gedacht sein, bevor die inneren Anschlussgleise ans deutsche Schienen-Netz verlegt wurden.

    Quote from "nordhausenWiki", Manfred Neuber, Kohnstein grösstes Tanklager Deutschlands"

    Der Kohnstein bei Niesdersachswerfen bot auf Vorschlag der IG Farben zwei Vorteile und doppelten Nutzen: Günstige geologische Voraussetzungen für den Stollenbau sowie leichter Anschluss ans Schienennetz,Mit der Leitung des Projektes wurde im August 1936 der WiFo-Ingenieur Karl Wilhelm Neu beauftragt. Die Arbeiten hatten schon im Juni mit 400 Bergleuten begonnen.

    In dem bis zu 335 Meter hohen Bergmassiv im südlichen Harz-Vorland wurden anfangs zwei parallel verlaufende Fahrstollen gebohrt und die ersten Querstollen erschlossen. Tunnel A konnte am 13. März 1937 und Tunnel B am 5. Mai vollendet werden. Die Querstollen waren neun Meter breit und sieben Meter hoch. So wurden 780 000 Tonnen Anhydrit gewonnen.

    Bevor die Kavernen Nr. 2 bis 18 mit Tausenden von Ölfässern belegt wurden, mussten drei Entlüftungsschächte gebohrt, eine Ventilation eingebaut und im Stollen 1 eine Zentralheizung mit sechs Brennstellen geschaffen werden, um Korrosion der Metallfässer durch Kondenswasser zu verhindern. Die Ausbaustufe WiFo II war am 8. Dezember 1939 und WiFo III am 22. Mai 1940 fertig.

    In der Endphase des Zentralen Treibstoff-Lagers barg der „Bauch“ des Kohnsteins auch zwei riesige Tanks mit jeweils einer Million Liter Hydroperoxid. Im Innersten des Stollensystems waren Kammern für chemische Kampfstoffe vorgesehen. Schon bevor alle Kavernen mit Treibstoff, Öl und Schmiermitteln belegt waren, galt der Kohnstein als das größte Tanklager in Deutschland. Angeblich sollten die Vorräte im Kriege den Bedarf der Wehrmacht für zwei Jahre decken.

    Das Heerwaffenamt könnte die Lok bestellt haben. War ursprünglich ein Projekt der Wehrmacht.

    In den verschiedenen Erweiterungsphasen wurde meines Wissens kein Ex-Schutz benötigt.

    Hoffe Dich nicht mit meinen Vermutungen gequält zu haben .

    Gruss jostdieter.


    Suche freigegebene Informationen über das Entwicklungsteam A4/V2 Mittelwerk Dora und Wernher von Braun/Stuhlinger/Göttrup.

  • Hallo Uwe,


    ohne Bild recht schwierig, ich kann mir noch kein Reim darauf machen.


    Vielleicht ist die Seite mit einer Akku-Lok von Jung von 1944 interressant, diese Loks konnte es heute noch geben (1989).

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Uwe,


    Da Befestigungsanlagen mein Steckenpferd sind, vermute ich mal in diese Richtung: Es könnte sich um eine Versuchs-Lok für Hohlganganlagen der deutschen West- und Ostbefestigungen ähnlich der bekannten HF 50 gehandelt haben. Im Osten (Festungsfront Oder-Warthe-Bogen) und im Versuchs-Panzerwerk 1238 'Scharnhorst' in Hillersleben waren Hohlgangbahnen verwirklicht worden, am Westwall geplant.


    Könnte der Verzicht auf einen Schlagwetterschutz auf das Vorhandensein einer leistungsfähigen Schutzbelüftungsanlage, wie sie in Befestigungsanlagen üblich waren, zurückzuführen sein?


    Schönen Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Eumex, Jostdieter, Matthias und Thomas,


    auch Euch danke ich für die guten Anregungen und Hinweise. Am meisten scheint mir der Hinweis von Thomas "zielführend" zu sein - der Verweis auf eine vorhandene Schutzbelüftungsanlage und auf die tatsächlich gebauten Hohlgangbahnen in Hillersleben und an der Befestigungsfront Oder-Warthe-Bogen sind ja schon mal ganz konkrete Ansatzpunkte für tiefergehende Nachforschungen.


    Mele mich morgen früh, bin in Eile. Danke

    .

    Herzliche Grüße

    Uwe

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  • Hallo Gerd

    (und die mitlesenden),

    ich danke für den Hinweis, aber das ist -ohne die Leistung dort schmälern zu wollen- die Seite für den Einstieg ins Thema. Wir stehen im Kontakt und Wissensaustausch, aber zu diesen speziellen Betrachtungen müssen wir sicherlich die Erst-Quellen bemühen.


    Da auch ich den einzigen "realistischen" Sinn für die Entwicklung einer so schweren Stollenlok in Sonderkonstruktion in einem Einsatz "Untertage" sehe, tendiere ich momentan vorrangig zur Recherche im Bereich der von Thomas /"Hiwi" genannten Anlagen.


    Denn: für "kleinere" Aufgaben standen ja -allgemein betrachtet- einerseits die Loks in Standard-Ausführung der "freien Wirtschaft" im Zuge einer "Requirierung "zur Verfügung bzw. hätten solche Standard-Loks rasch nachgefertigt werden können. Also "müßte" es ja einen ganz speziellen Einsatzzweck für diesen "schweren Brummer" gegeben haben - doch eben welchen ? ...


    Vielleicht besteht ja auch ein gewisser Zusammenhang in der bald darauf begonnenen Beschaffung der Motorloks HF 50 B, die ja auch als "Hohlgang-Loks" seitens der Wehrmacht bezeichnet wurden. Ein Hinweis, daß sich die Akku-Lok EP 22 für den angedachten Einsatzzweck nicht bewährt hatte ?


    Es bleibt also spannend.. ;-)


    Bei der Gelegenheit die bekannten Techn. Daten der EP 22 :


    Bauart : A1`A-ael ( also dreiachsig, erste und letzte Achse angetrieben, E-Antrieb über Akku)

    Die Radsätze sind mittig angeordnet, die Grubenlok hat vorne und hinten lange Überstände;

    Spurweite : 600 mm

    Dienstgewicht: 14, 97 to;

    ( L / B / H nicht bekannt );

    Speicher : AFA 8Ky380 ;

    Anzahl der Zellen : 90 ;

    Kapazität bei 5-stündiger Entladung : 533 Ah ;

    Stundenleistung der Achsantriebsmotoren : 2 x 11 kW ;

    Spannung / Stromart : 160 V = .


    Entwicklungszeit : - ?? - vmtl. 1938/39

    Gebaute Stückzahl : - 1- ;

    Lieferzeitraum: Dezember 1939 .



    Dir und allen "mitgrübelnden" herzlichen Dank für ihre Gedanken und Vorschläge.

    Es bleibt spannend..


    Allen ein schönes Wochenende,

    Grüße,

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

    Edited once, last by MunaLisa ().

  • Hallo Mitrater,


    Uwe, auf "Lokhersteller.de" wird eine Jung Lok "EP 22" beschrieben: allerdings als Normalspurlok , 8,0 t Gewicht (ohne Akku); 22 KW; Baujahr 1940.

    Allerdings fehlt ein Verwendungszweck.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Gerd,

    gut gemacht, Danke!

    Jetzt haben wir vielleicht ein weiteres Rätsel.. ;-) Die EP 22 war eine für Wa/Prüf 5 entwickelte Lok, wie Werksunterlagen belegen. Und eindeutig als Schmalspurlok auf dem Bild zu erkennen...

    Eine Grubenlok in Normalspur - äußerst ungewöhnlich..

    Ich habe in seine elektronische Liste geschaut, da steht die EP 22 ebenfalls mit 600mm Spurweite und dreiachsiger Bauart, geliefert für "OKH Berlin W 35" verzeichnet.


    Herzliche Grüße

    Uwe

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  • Hallo zusammen,


    Dem OKH unterstanden die Eisenbahn- und die Festungsinspektionen, es kommen also beide als Empfänger in Betracht. Ursprünglich gehörten sie sogar zusammen, aber das nur am Rande.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Mitstreiter,


    wenn wir von "Grubenlok" sprechen, denken wir ja eigentlich nach untertage.

    Aber es gab auch oberirdische Gruben, daher vielleicht eine "EP 22" in Normalspur.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo "Versuchsdienst",


    ich danke Dir für den Link-Hinweis.

    Leider ist die Lok ja nur äußerst schemenhaft zu erahnen. Es könnte die angefragte Lok sein, aber es ist nicht eindeutig.

    Nebenbei: Interessant die bearbeitete Filmszene, als die Soldaten in die Anlage einmarschieren. Da wackelt die Böschung ( besonders die rechte ) hin und her... ;-)


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hi,


    Der YouTube-Schnipsel ist ein Ausschnitt aus Fritz Hipplers Film 'Der Westwall - Ein dokumentarischer Film'. Hippler beschreibt in seiner Autobiografie 'Verstrickungen' recht genau, wie dieser Teil des Films zustande kam; er habe bei seinen Flügen mit dem Fieseler Storch festgestellt, dass die Westwallanlagen wegen ihrer versenkten Bauweise und Tarnung keine Motive boten und sich dann an das Versuchswerk in Hillersleben erinnert. Diesem habe er die Propagandabezeichnungen 'Werkgruppe Scharnhorst / Panzerwerk 1238' aufmalen und eine Kompanie Soldaten hineinmarschieren lassen. Wackelige Kulissen gibt es da keine, die Aufnahmen zeigen einen Westwallbunker, an dem Soldaten vorbeimarschieren und besagtes Versuchwerk. Die Hohlganglok ist zu sehen, aber eben nicht zu erkennen. Das hatte ich früher bereits geprüft. Leider ist der Westwalfilmnin dieser Hinsicht also eine Niete, wogegen er in anderen Hinsichten eine Goldgrube (auch für das Versuchs-A-Werk Hillersleben) ist.


    Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Guten Abend Thomas,

    danke für die aufklärenden Erläuterungen. Du hattest mich freundlicherweise schon seinerzeit auf diese Filmschleife hingewiesen und mir so manches gut erklären können. Auch dafür nochmals ein Dankeschön.


    DIe "Wackelei" ist beim Einmarsch der Truppe in das Bauwerk zu sehen, Min. 1.14 ff.

    ( ist auch nicht so wichtig... ;-) )


    Herzliche Grüße

    Uwe

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