Flugzeugteil gefunden, was kann es sein?

  • Ich habe an einem See nordlich von Berlin aufgrund der niedrigen Wasserstände ein Leitwerk oder ähnliches von einem Flugzeug gefunden. Es ist genietet aber trägt keine Namen, Nummern oder ähnliches. Was könnte es sein? Die Maschine hat vermutlich versucht in dem sehr schmalen aber langen Waldsee notzulanden und liegt dort noch drin. Ich habe mir eine mehr Flugzeugmodelle angesehen und tippe fast auf einen Doppeldecker aus dem 1. Weltkrieg.


    Fotos: https://photos.app.goo.gl/CGFnMZ496s2anSty7


    Wenn es was interessantes ist kann ich den Standort nennen.

  • Hallo Focker,


    Willkommen bei uns im Forum.


    das Ganze ist sehr zweischneidig. Hier im Forum beschäftigen wir uns ausdrücklich nicht mit "Ausgrabungen"

    Natürlich beschäftigen wir uns mit historischen Teile und deren Identifizierung aber nur fachlich weil wenn

    es und das Objekt selbst geht ist das eine Sachen für die Behörden.


    Das wäre zu beachten, abgesehen von der Kleinigkeit das bei uns die Beiträgen mit Anrede und Gruß zu verfassen sind !

    Gruss Dieter

  • Hi August Dieter,


    dann suche ich mal weiter ob ich in den Weiten des Netzes ein spezielleres Forum zu diesem Thema finde. Bin gerade beim Aufräumen und überlege ob es in den Müll kommt oder vielleicht jemanden genau dieses Puzzlestück bei der Suche nach dem Flieger fehlt.


    Viele Grüße von Folker

  • Hallo Folker,


    werfe diese Teile nicht in den Müll, nicht bevor du Kontakt mit dem "Deutsches Technikmuseum" in Berlin aufgenommen hast.


    Ich vermute, dort sind sie an eine interessante Geschichte interessiert.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo in die Runde,

    ich glaube nicht, daß es sich um ein Flugzeugteil handelt. Ein Teil dieser Größe wäre aus Aluminium gefertigt worden. Anhand der Bilder ist es sicher aus Stahl hergestellt. Die Grauen Stellen lassen darauf schließen, daß es verzinkt ist. Daß es sich um ein Stahlteil handelt erkennt man nicht nur am Rost sondern auch an den Nieten, die ebenfalls verrostet und somit aus Stahl sein müssen. Würde man Alublech mit Stahlnieten verarbeiten, wäre die langfristige Haltbarkeit wegen elektrochemischer Korrosion nicht gegeben.

    Die Tatsache, daß das Teil genietet wurde läßt auf mechanische Beanspruchung schließen. Verwindung, Vibrationen etc. Hier sind Niete geeignet weil sie "arbeiten" können wo Schrauben oder Schweißverbindungen brächen. Vielleicht ein Fahrzeugteil oder von einer anderen Maschine.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

  • Hallo allerseits, ich denke es ist eindeutig aus Aluminium und sehr leicht, innen hohl. Nur die drei Aufsätze für die Halterungen der Stellstangen und die drei Gelenke sind verrostet und scheinbar aus einem schlecht legierten Metall. Die Nieten sind auch Alu, habe gerade eine freigekratzt. Man darf nicht vergessen, dass es ein knappes Jahrhundert im See lag. Viele Grüße von Folker

  • Hallo

    Mich erinnert das Teil an die Trimmklappe vom Seitenruder einer Me110C oder E. Das es ein Flugzeugteil ist, dürfte unstrittig sein.

    Gruss, Rene

  • Hallo Rene, die Trimmklappe ist wirklich ein guter Hinweis, die von der ME110x sieht zwar minimal anders geformt aus aber jetzt weiß ich in welche Richtung ich recherchieren muss. Ich frage mich ob im zweiten Weltkrieg solche Teile überhaupt noch genietet wurden. Ich habe als Kind in den 80ern abgeschossene Wracks und verstreute Teile aus WWII inspiziert aber die waren deutlich moderner und ganz ohne Nieten. Viele Grüße von Folker

  • Hallo Zusammen,


    Meine Annahme ist, das dieses Teil nicht von einem Flugzeug ist, zumindest nicht im angeströmten Bereichen.

    Der Kantenverschluss sowie die gesamte Formung würde den Luftstrom verwirbeln und nicht zweckdienlich sein.

    Wofür es immer war, bei voller Klappung verhinderte die Fronseite (L-Profil) ein Überbiegen, demnach stand im

    Normalzustand das teil min. 45 Grad nach oben.


    BG Taiko

  • Hallo Folker,

    hast du an diesen Teil irgendeine eingeschlagende Nummern entdecken können?

    Auffällig an diesen Teil die Rundkopfnieten, ich gehe aber trotzdem davon aus, das es ein Flugzeugteil ist.

    Gruß Uwe

  • Mich erinnert das Teil an die Trimmklappe vom Seitenruder einer Me110C oder E. Das es ein Flugzeugteil ist, dürfte unstrittig sein.

    Ja,

    das Fachforum wäre: das "Flugzeugforum.de" (ich hoffe, daß ein Fremdverweis o.k. ist, wenn nicht, bitte löschen).

  • ... Bin gerade beim Aufräumen und überlege ob es in den Müll kommt oder vielleicht jemanden genau dieses Puzzlestück bei der Suche nach dem Flieger fehlt ...


    Hallo,


    wegwerfen darfst Du diesen Fund auf keinen Fall, da er Dir rechtlich gar nicht gehört und Du kein Eigentum daran besitzt. Zu den Rechtsgrundlagen für Berlin findest Du hier etwas: https://www.berlin.de/landesde…flege/bodendenkmalpflege/


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,

    ich schieße jetzt mal ins Blaue, Absturz einer Me 110 Südteil des Liepnitzsees. Ist meines Wissens in einen der beiden Nachtjagdverlustbüchern von Balss verzeichnet. Nach meiner Erinnerung im Teil mit dem festen Einband. Ich habe es leider im Moment nicht zur Hand.

    Gruß Uwe

  • Zu den Fragen: ME110 passt nicht so recht, ich habe schon viele Flugzeugmodelle durchgeprüft aber sämtliche Strömungsklappen sind immer anders geformt. Infrage kommen eher ältere Doppeldecker, die sind auch noch gröber und wenig ergonomisch gearbeitet. Erste Modelle der Fieseler Fi 156 (Storch) haben mittig in der Tragfläche solche derart geformten kleinen Landeklappen (neben 2 weiteren). Unabhängig davon dass mein Opa Flugzeugkonstrukteur bei Heinkel war, habe ich selbst leider Null Ahnung von Flugzeugen. Ich frage Mal im Flugzeugforum. Ich will daraus auch kein Kapital schlagen, bin aber immer neugierig auf verdeckte Geschichten und bisher unentdeckte Geheimnisse.


    Der von mir vermutete Absturzort liegt übrigens weit nördlich von Straussberg, nicht am schönen klaren Liepnitzsee.

    Edited 2 times, last by Folker ().

  • Hallo Folker,


    ...Grußformeln...Forumsregel!


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Folker,

    sind die inneren Profile, Spant ebenfalls aus Alu? Es sieht zumindest nicht so aus. Wäre im Flugzeugbau auch unlogisch.

    Bei der Form des Teile kann man schon annehmen, wenn die Spanten aus Alu sind, dass es sich um ein Steuerteil an einer Tragfläche z-B. Start- und Landeklappe, oder Trimmruder handelt, dann wäre mit diesem 3 "Scharnieren" eine Bewegung (Ausschwenkung von den erforderlichen ca. 40 ° möglich.

    Weiterhin spricht die aerodynamische Verkleidung des Gelenkkopfes, welcher möglicherweise für die Aufnahme eines, der Zeit entsprechenden Arbeitszylinder ist, für den Fugzeugbau.

    Dreht man gedanklich das gezeigte Bauteil um 180°, so dass das Gelenkteil nach unten kommt ist es besser vorstellbar.

    Einem Flugzeugtyp kann ich es jedenfalls nicht zuordnen.


    Gruss

    Harald A.

    Neuruppin


    Man darf die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln.

    -Jean Cocteau-

  • Hallo Zusammen,


    nochmals aus meinen bereits o.g. Post zum thema, das Teil hat auf der Längsseite ein "L-Profil, d.h.

    es ist nur in eine Richtung verwendbar, daher scheidet eigentlich eine Flügelklappe grundsätzlich aus,

    Natürlich könnte dies aus dem Bereich des Fahrwerks stammen (Teil einer Fahrwerksklappe) oder ähnlichem,

    aber auf keinen Fall ist es eine Flügel oder Leitwerksklappe (wg. eingschränkter Beweglichkeit dank L-Profil)


    BG Taiko