Dänischer Arbeiter in Deutschland

  • Schönen Abend :)

    Hoffe jemand weiss was davon.

    Mein opa und mein uropa wurden von den Dänischen behörden nach Deutschland geschickt um zu arbeiten. Die waren beide ohne arbeit, und um Geld zu kriegen wurden sie dazu geschwungen nach Deutschland zu gehen um da zu arbeiten.

    Ein Opa war in Lübeck (Gesamthafenbetrieb)

    Mein uropa war in Berlin-Reinickendorf (Argus Motorenwerke)

    Die waren beide im Frühjahr 1941 unterwegs.


    Opa - Hans Peter Paulsen (19.10.1920)

    Uropa - Hans Peter Paulsen (05.04.1890)


    Kann was darübergefunden werden?

    Ich bedanke mich

  • Hallo HJE


    Wenn du weiss, wo dein Opa und Uropa geboren sind, kann man es in die dänische Kirchenbücher finden. Die sind Online zu suchen. www.sa.dk


    Ja, das stimmt, daß arbeitslose Dänen nach Deutschland gesendet waren. Mein Schwiegervater wurde in 1944 arbeitslos. Er wohnte in Kopenhagen und hatten vier Kinder. Er kam nach Hamburg und habe Müllwagen gefahren.


    Gruß aus Dänemark

    Olaf

  • Hallo HJE,

    über deinen Uropa sind bei Ancestry die Geburts-und Taufurkunde vorhanden.

    Diese sind unten im Anhang zu finden.

    Zu deinem Opa konnte ich bei Ancestry leider nichts finden.


    Lg Andre


    Quelle Daten: Ancestry

    Files

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

    Edited 2 times, last by ayrtonsenna ().

  • Guten Morgen.

    Vielen Dank für die gefundene Dokumente.


    Die letzten dokumente von Arlosen-Archiver kann ich nicht vollstägig lesen.

    Ist es richtig verstanden, das er am Hafen in Schuppen 10 gewohnt hat?

    Kam April 1941 und war Juli 1941 wieder weg

    Aber was ist mit dem daten von 1945 und 1946? War er bis dort in Deutschland oder wie soll das verstanden werden.

    Und das ganz rechts da kann ich nu Unbekannt lesen


    Danke für die aufklärung

  • Thilo

    Changed the title of the thread from “Dänischer Arbeitere in Deutschland” to “Dänischer Arbeiter in Deutschland”.
  • Hallo HJE,

    unten im Anhang die beiden Dokumente von Arlosen in besserer Auflösung.

    Ja, es ist richtig das er in der Hafenstrasse, Schuppen 10 gewohnt hat.

    So wie ich das verstehe, wohnte er dort vom 30.04.41- 02.11.46 und ist danach unbekannt verzogen.


    Lg Andre

  • Vielen Dank :)

    Er muss dann Urlaub ab und zu gehabt haben. Denn er wurde 1943 in Sonderburg mit meine Oma Verheiratet. Und Juni 1944 wurde er Vater, Mein Papa wurde da geboren.

  • Hallo HJE,

    das dein Opa, den sogenannten Heimaturlaub, bekam,

    davon kann man ausgehen und war wohl gängige Praxis, soweit ich weiß.

    Die Dokumente sind übrigens von der Stadt Lübeck ausgestellt worden.


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Wenn er 4 jahre in deutschland war, ist es unglaublich das er nachher SO schlecht deutsch geredet hat. Oder, er wollte es einfach nicht, das kann auch sein.

    Er hat immer in Dänisch geantwortet wenn die enkeln aus Deutschland zu besuch waren.


    Die Unterlagen von Berlin sind wohl zu grunde gegangen, oder später vernichtet.

  • Hallo HJE,

    vermutlich ist er nicht freiwillig nach Deutschland gegangen.

    Die deutsche Sprache wird er verstanden bzw. auch teilweise gesprochen haben.

    Nach dem Krieg hat er dann versucht, das ganze zu vergessen, in dem er kein Wort Deutsch mehr sprach.

    Ist nur eine Vermutung von mir.

    Ob es noch Unterlagen in Berlin über ihn gibt, kann ich nicht beurteilen.


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo ayrtonsenna

    Nein, er und sein Vater sind nicht freiwillig nach Deutschland gegangen um zu arbeiten.

    Die haben es nur getan, da die hier keine arbeit hatten, und um das Tagesgeld zu bekommen wurde er und sein Vater dazu geschwungen nach Deutschland zu gehen. Er und sein Vater waren beim Schiffsbau in Dänemark tätig, und das war offensichtlich nützlich in Deutschland.

  • ... Ist es richtig verstanden, das er am Hafen in Schuppen 10 gewohnt hat? ...


    Hallo,


    in dem Hafenschuppen 10 (auch Halland-Schuppen genannt, der benachbarte Schuppen 11 wurde von der Halland-Linie als Abfertigungshalle für Passagiere genutzt) befand sich ab 1936 die Arbeitsverteilungsstelle des Gesamthafenbetriebes Lübeck, das Gebäude ist erhalten geblieben: http://www.historyluebeck.de/tag/hallandschuppen


    Der Hafenbetriebsverein Lübeck ist vor einigen Jahren Insolvent geworden und nach Abwicklung in der Lübecker Hafen-Gesellschaft aufgegangen. Es gibt bei der "Bürgerinitiative Rettet Lübeck" eine "Projektgruppe Initiative Hafenschuppen", über die sich vielleicht weiteres herausfinden lässt - vielleicht sind dort Informationen zum Verbleib der historischen Geschäftsunterlagen oder einem Vereinsarchiv vorhanden.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo HJE

    Du kan få en kopi af kirkebogen for Nakskov med din bedstefars fødsel og dåb. Først find http://www.sa.dk Derefter tryk på "Kirkebøger". Derefter "Kirkebøger fra hele landet" Under "Arkiv" skriver du "Nakskov". Derefter: "Nakskov Sankt Nikolaj Sogn". 1918F-1923F. #104. Nr. 168 på siden.

    Hvis det er for svært, send mig en PN med din Email adresse, så sender jeg det til dig.

    Es ist keine Grund dieses in Deutsch zu schreiben.

    Min svigerfar var også fra Nakskov.


    Vielleicht genüg es hier zu drücken


    Arkivalieronline (sa.dk)


    Med venlig hilsen / Beste Grüße

    Olaf

  • Hallo ayrtonsenna,


    vielleicht kannst du auch mein Schwiegervater bei Aorlsen-Archives finden.


    Er war auch geschwungen nach Deutschland zu gehen um da zu arbeiten. Er war auch in Nakskov geboren.


    Svend Erling Pedersen, *18.02.1913 in Nakskov


    Im Voraus Danke


    Mit freundlichem Gruß

    Olaf

  • Hallo Olaf,

    mit der direkten Namenssuche konnte ich bei Arolsen einige Namen finden.

    Nur unter dem Geburtsdatum waren keine direkten Treffer dabei.

    Vielleicht hast du ja noch einige Info zu deinem Schwiegervater,

    ab wann und eventuell wo er arbeiten musste.


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo Andre,


    leider nur, daß er in Hamburg war und Müllwagen gefahren hat. Er hat erzählt, daß jeden Morgen sollen die nach die Bombenangriffe am Nacht die Straßen von Trümmer räumen.


    Gruß Olaf

  • Hallo Olaf,

    mit den zusätzlichen Daten (Müllfahrer in Hamburg) konnte ich bei Arolsen leider nichts finden.

    Eventuell könntest du versuchen, per Mail bei Arolsen anfragen, ob es dort Unterlagen zu Svend Erling Pedersen gibt.

    Ein Versuch wäre es wert.

    Wenn es dir schwerfällt, die richtigen deutschen Worte zu benutzen, was ich jetzt nicht abwertend meine,

    könnte ich dort in meinem Namen ein Anfrage versuchen.

    Weiteres dann bitte per PN.


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo Olaf,


    verantwortlich für die Müllabfuhr war die Hauptabteilung III der Hamburger Bauverwaltung. Evtl. findet sich im Hamburger Staatsarchiv etwas?


    Grüße

    Thilo

    Files

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo und Andre,


    vielen Dank für eure Hilfe. Zur Zeit habe ich so viel mit Recherchieren für Verwandte wegen Flüchtlinge, die in Dänemark 1945 – 1949 waren. Es ist als ob viele zu Hause sitzen, haben die mehr Zeit aufzufinden wo ihre Familie nach 2. WK waren.


    Deswegen habe ich keine Zeit wo mein Schwiegervater war zu auffinden.


    Mit freundlichen Grüße

    Olaf