Informationssuche zur Auffangstelle der 21.Flak Division , Mai 1945

  • Guten Abend Liebes Forum!

    Lange habe ich nicht geschrieben.


    Eine Kollegin ist an mich herangetreten und fragte ob ich etwas über ihren Großvater herausfinden könne.

    Zack, da bin ich wieder!


    Ich weiß da hier auf die Suche Funktion hingewiesen wird, diese habe ich genutzt.

    Dinge die ich weiß:


    Name Johann Hanich

    Geboren 15.11.1923

    Dienstzeit 01.06.1941 - 03.05.1945

    Letzter Dienstgr. OG


    Verleihung der Medallie wegen der Teilnahme an dem Italien- Deutschen Feldzug (06.02.1944)

    Verleihung des Erdkampfabzeichens d. Luftwaffe (01.09.1944)


    Entlassen wurde er am 03.05.45 in Prien am Chiemsee durch den Kommandeur der Auffangstelle der 21. Division (Flak)


    Laut meiner Kollegin hat er ihr erzählt das er in Afrika für Rommel Nachschub gefahren hat.

    Im Anhang sind die Dokumente die Sie gefunden wurden.


    Eine Frage die Sie beschäftigt ist warum er von einer Flak Abteilung entlassen wurde.

    Hat hier jemand Informationen über die Einheiten?

    Antrag bei der Wast ist in Arbeit.


    Vielen Dank im voraus.


    Gruß Kai

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  • Hallo Kai,


    Quote

    Eine Kollegin ist an mich herangetreten und fragte ob ich etwas über ihren Großvater herausfinden könne.


    der Großvater wurde für die Luftwaffe beim NSKK zum Kraftfahrer(LKW) ausgebildet

    Wahrscheinlich erste Einheit, Kraftfahr-Lehr-Abteilung Transport-Standarte Speer der Luftwaffe,

    Der Führerschein Kl.II (LKW) wurde in Berlin - Dahlem ausgestellt, erweitert wurde der der Führerschein

    Anfang 1943 auf die Klassen I (Krad) und III. (PKW).

    Im April 1943 erhielt er bei der 3.Kp. der Kraftfahr Ausbildungsstelle der Fliegertruppe Nr.5 in Menden (Kreis Iserlohn)

    die Qualifikation Holzgas-Generatoren zu betreiben.


    Zum Kriegsende gehörte er zur 21. Flak-Division


    Sind weitere FPN bekannt ?

    Gruss Dieter

  • Hallo Kai!


    Vielleicht hat der Kdr mitgedacht, wollte dem Mann die Gefangenschaft ersparen und hat ihn - das Ende war ja absehbar - entlassen? Nicht gerade üblich, aber möglich.

    Wo war der Mann denn beheimatet? Vielleicht in der Nähe?


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo Stephan


    Vermutlich kam er aus Rumburg aus der damaligen Tscheslowakei.

    So meine ich es zu lesen im ersten und vor allem auch im letzten Dokument.


    Mit einem Brumburg (handschriflich) kann ich nichts anfangen.


    Grüße Thomas

  • Hallo zusammen,


    diese "Auffangstellen" tauchen primär bei Kriegsende im süddeutschen Raum, auch Alpenfestung, auf

    Der Gedanke dahinter war dem Chaos Struktur und Sicherheit zu geben denn ein Soldat ohne Papiere

    stand ziemlich blöd da auch und gerade wenn der Verlust der Papiere nicht selbst verschuldet war.

    Vor der Kapitulation hieß das Standrecht und danach Kriegsgefangenschaft und da gab es ggf.

    Verbnehmer die auf ein blütenweiße Selbstauskunft sehr allergisch reagiert haben auch wenn alles stimmte.


    Es ist wie bei Schuster Vogt, keine Papiere kein Aufenthalt, kein Aufenthalt keine Papiere.


    Deshalb diese Scheine.

    Gruss Dieter

  • Guten abend zusammen.

    Vielen Dank für eure Hilfe bisher!


    Augustdieter ich habe im Soldbuch noch die FPN 24421 vom 01.10.1944 gefunden Foto s.u.

    pinstab Ich habe mich nochmal mit der Kollegin zusammengesetzt. Der Komandeur hat mit dem Schreiben die Soldaten entlassen. Der Opa war laut ihrer Aussage nicht in Gefangenschaft.

    korpowo ja er kam aus Rumburg / Tschechien. Er hat die Oma wohl in Berlin kennengelernt und ist dann da geblieben. Er ist ihrer Oma wegen der "schicken" Braunen Uniform mit gelbem Besatz aufgefallen.


    Das ganze hat angefangen als vor einiger Zeit die Oma meiner Kollegin verstorben ist, in Berlin. Wir sind hier in der nähe von Gießen. Das ist so über den Daumen 500km entfernt.

    Nun hat meine Kollegin letzte Woche einen Brief bekommen wo der Führerschein drin war mit der Zusatzbescheinigung und gestern noch einen Brief mit dem Soldbuch.

    Auffällig ist hierbei das das Soldbuch eine Zweitschrift ist.

    Die Erklärung dazu ist das der Opa mit der letzten Maschine aus Afrika rausgekommen ist und alles zurücklassen musste... (Gibt es da eine einsehbare Passagierliste?)


    Die Eintragungen in dem neuen Soldbuch beginnen mit dem 06.02.1944. Aus dem Entlassungsschein geht allerdings hervor das er ab dem 01.06.1941 seinen Dienst geleistet hat.

    In dem Soldbuch ist auch die Erkennungsmarken Nummer eingetragen. Leider für mich nicht zu Lesen.


    Ebenfalls sind im Soldbuch sind oben rechts Stempel Römischer Zahlen, was ist deren Bedeutung?


    Im Anhang Lade ich noch die Bilder aus dem Soldbuch hoch. Ich hoffe ihr könnt uns nochmal weiterhelfen.


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  • Guten Morgen Kai


    FPN 24421 im Jahr 1944 war Kraftfahr Park 600

    EM= 229-K.A.S.d.FL Nr.5 Kraftfahrer Ausbildungsstelle der Fliegertruppe Nr.5

    Soldbuch ausgestellt durch

    Einheit Flak-Kolonne IV.Abt. Flak Regiment Fallschirm Panzer Division Hermann Göring

    http://www.ww2.dk/ground/goering/flakhg.htm

    Das FlakRgt General Göring war in Afrika, daher die schicke braune Uniform.....Tropenuniform!

    http://www.ww2.dk/ground/goering/flakgg.htm


    Im Lazarett wegen Angina


    Letzte Einheit Flak Batterie Rosenheim HG


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    Edited once, last by Eumex ().

  • Hallo Kai!


    Gratuliere zu dem einwandfrei erhaltenen Soldbuch! Wie neu...

    Passagierlisten für die letzte Maschine? Nein, mit Sicherheit nicht - es hat halt pressiert wie man in Bayern sagt.

    Ich bin selber mal mit dem letzten Helikopter ausgeflogen worden - nur noch rein und weg. Und das ist erst 26 Jahre her und die Bürokratie ist heutzutage noch schlimmer. Durchgezählt wird zum Schluss.

    Er hat ohnehin noch Glück gehabt als scheinbar nicht verwundeter ausgeflogen worden zu sein, der Rest von seinen Kameraden ist bei den Ami´s oder Briten in Gefangenschaft.

    K.A.S. d. Flak? Küstenartillerieschule?


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo,

    soweit mir bekannt, hat es Entlassungen aus der Deutschen Wehrmacht mit entsprechenden Papieren unmittelbar vor Kriegsende gegeben. Mir fallen da Entlassungen kurz vor Kapitulation des Ruhrkessels ein. Ein Bekannter schilderte mir mal, dass sein Großvater, KK der DKM, in Glückstadt kurz vor der Kapitulation, entlassen wurde.

    Rumburg liegt im damaligen Sudetenlanf, heute Tschechien, im Dreiländereck.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Kai ,

    interessante Geschichte mit viel Hintergrund . Zum Flakregiment HG habe ich schon mal was geschrieben . Doch hier liegen andere Umstände vor.

    Durch die Krankheit in Rippin /Westpreußen gelandet ,welche zur Folge hatte als Fsch.Ers.u Ausb. Brig HG mit dem Fallschirmpanzerkorps ,ohne

    Fallschirmpanzerdivision HG, in dieRückzugsgefechte Mitte/Ende Januar45 in Ostpreußen eingesetzt zu sein . Die HG Verbände (Reste Graudenz,Rosenheim,... )

    wurden auf Befehl , aus der Front gezogen , und per Schiff aus Ostpreußen nach Berlin -Velten verlegt ,und neu formiert .Die teilweise neu

    ausgestatteten Einheiten kamen dann im Korpsverband HG mit aus Schlesien herangeführter Fallschirmpnzerdivision HG , Ende April 45 ,

    als geschlossene Einheit im Raum Dresden/Bautzen zum Einsatz . Auf Grund der Gesamtsituation erfolgte Ende April/Anfang Mai45 die Verlegung von Korpseinheiten (auch Flakregiment ) per Bahn nach Tschechien . Im Grenzgebiet Tschechien/Bayern war das IV Flakkorps zuständig ,welchem die 21.Flakdivision unterstellt war. Wehrmachtsdienststelle Zittau und Rumburg passt auch zusammen . ( Luftwaffe und Göring sind

    sind ein anders Thema .)

    MfG April45