Recherche zu Großvater - Versorgungsamt der 3. SS-Panzerdivision Totenkopf

  • Liebe Forenmitglieder,


    ich beschäftige mich schon eine Weile mit Familienforschung. Vor kurzem habe ich vom Bundesarchiv in Berlin (BE) die SS-Akte meines Großvaters, Stephan Linder (21.1.1921), erhalten.

    Die Akte ist sehr umfangreich und enthält vor allen Dingen Korrespondenzen und Formulare, um eine vorzeitige Heiratsgenehmigung meiner Großmutter zu erhalten.

    Aufgrund der Angaben in diversen Fragebögen sowie der vermerkten Feldpostnummer 26 365 gehe ich davon aus, dass er im Versorgungsamt der 3. SS-Panzerdivision Totenkopf gewesen ist, ab 1.10.1940 als SS-Rottenführer, die Beförderung am 1.7.1943 kann ich nicht lesen.


    Vielleicht kann mir jemand helfen und die Abschnitte „Beförderungen“ sowie die handschriftlichen „Erläuterungen“ unten transkribieren. Zudem fehlen mir entscheidende Abschnitte dieses Briefes, vielleicht kann mir auch dabei jemand helfen.


    Er ist nach Kriegsende nach Hause zurückgekehrt, ein Meldebogen für das Entnazifizierungsverfahren in BW liegt mit vor, eine Spruchkammerakte gibt es laut Landesarchiv nicht. Woran könnte das liegen?


    Aktuell empfinde ich meine Recherchen noch sehr unstrukturiert, vielleicht hat jemand einen Tipp, wie ich weiter vorgehen kann. Vielleicht hat auch jemand einen Hinweis, wo ich mich konkret über das Versorgungsamt und seine Aufgaben informieren kann.


    Schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe


    Bambifrau

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    • Gebührniskarte.jpg

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  • Moin Bambifrau,


    die Beförderung am 01.07.1943 ist zum Uscha, Unterscharführer (Unteroffizier).


    Mit freundlichem Gruß aus dem Norden

    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012

  • Bambifrau

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  • Vielen Dank, ihr beiden!

    rkwmoeller Kannst du die übrigen Sachen auch entziffern?

    Beim Brief sieht meine aktuelle Fassung so aus:


    Rußland, 3.5.42

    Begleitschreiben

    Unterzeichnender (?) war ______ ______

    _____________ der _________________

    bis dato bei der Kampf-

    gruppe Eicke (?) und konnte

    daher keine Zeit _______ ____________ -

    beurlaubung (?) der ___________ finden.

    In diesem Zeitraum ist mir

    mein Stammhalter am 22.11.42

    geboren worden.

    Und am 28.3.42 verstarb mein Vater.

    Un mit diesem Grund möchte ich bitten, mir die

    Genehmigung zu __________ _________ zu

    __________ _________ zuzustehen.


    Eumex Ist meine Annahme richtig, dass das Versorgunsbatallion immer hinter der eigentlichen Kampftruppe hergereist ist?


    Viele Grüße und Danke

  • ... Er ist nach Kriegsende nach Hause zurückgekehrt, ein Meldebogen für das Entnazifizierungsverfahren in BW liegt mit vor, eine Spruchkammerakte gibt es laut Landesarchiv nicht. Woran könnte das liegen? ...

    Hallo,


    das könnte u.U. mit dem Zeitpunkt der Rückkehr Deines Großvaters zusammenhängen, die Entnazifizierungsverfahren ließen ab 1947/48 zu Gunsten der noch nicht geprüften möglichen Betroffenen merklich nach, da sich in der internationalen Politik immer mehr der beginnende "kalte Krieg" zwischen den West-Alliierten und dem späteren Ostblock abzeichnete. Hat das Bundesarchiv auch Angaben zu einer möglichen Kriegsgefangenschaft gemacht?


    Hier noch der Eintrag zur "Totenkopf" im Lexikon, dort sind auch Lagekarten hinterlegt: http://www.lexikon-der-wehrmac…rdivisionenSS/3SSPD-R.htm


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo Johann,

    laut meinen bisherigen Informationen war er nicht in Kriegsgefangenschaft, sein Meldebogen ist datiert auf den 23.4.1946. Ganz unten findet sich ein Stempel, leider schlecht lesbar, ich entziffere lediglich "...nicht betroffen" . Stempel Meldebogen.jpeg Vielleicht hat jemand Kenntnis darüber, was auf diesem Stempel stand?

    Grüße

    Bambifrau

  • Hallo Bambifrau,


    es geht bei dem teils unleserlichen Stempel um eine Entastung, um eine sog. Heimkehreramnestie: Die Standardformulierung lautete hier dem Sinne nach:

    "Aufgrund der Angaben in Ihrem Meldebogen sind Sie von dem Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 nicht betroffen." (Zitat Wikipedia). Manchmal findet sich diese Formulierung auch in veränderter Form.

    Genauere Hintergründe und Zusammenhänge findest du hier: Spruchkammerverfahren – Wikipedia

    Gruß Eddy
    Suche alles zu 143. Reserve-Division und Füsilier-Bataillon 217.

  • Hallo,

    ...war vom Ausstellungsdatum der Papiere...

    ...keine Zeit zur Weiterbearbeitung der Papiere...

    ...Genehmigung so schnell als es möglich ist, zuzusenden...

    Ich hoffe es passt.

    Viele Grüße.

    Björn

  • Hallo Bambifrau,


    tut mir leid, den Brief und die Eintragung unten rechts auf der Gebührniskarte kann ich nicht entziffern.


    Mit freundlichem Gruß aus dem Norden

    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012