• Quote

    Original von Jürgen Fritsche
    Hallo Eddy,


    so, nun hier auch noch eine Karte der Partisanenaktivitäten der Jahre 1941 - 1945.


    Servus Jürgen,


    vielen Dank für den Link und die Karte.
    "Wer ko, der ko" :D
    Da lassen sich schön die regionalen Schwerpunkte der Aktivitäten erkennen.


    Habe hier noch einen Link, der in diesem Zusammenhang auch interessant sein könnte:
    http://www.gutenberg-e.org/esk01/maps/


    Gruß Eddy

    Gruß Eddy
    Suche alles zu 143. Reserve-Division und Füsilier-Bataillon 217.

    Edited once, last by ehansl02 ().

  • Hallo,
    bisher ist mir die Quelle der Karte von Jürgen unklar. Wann und wo wurde diese Karte erstmals gedruckt? Wichtig ist die Frage vor dem Hintergrund von der Anmerkung von Vlad. Gerade sowjetische Quellen sind häufig von Propaganda durchsetzt. Wichtig wäre eine Vergleich mit einer deutschen Karte. Hat jemand die Karten von Eddy und Jürgen verglichen? Stimmen sie ganz oder nur teiweise überein?
    Gruß Martin

    ML

    Edited 2 times, last by falkmart ().

  • Hallo Geschichtsinteressierte


    Da mein Archiv ja nun sehr viel zu diesem Thema hergibt, habe ich mal ein paar Bilder herausgesucht, die einen kleinen Einblick in den Alltag deutscher Polizeiverbände im sogenannten Bandenkampf geben. Die ersten Aufnahmen stammen aus dem Bereich des Polizeibataillon 131 aus Würzburg und zeigen es beim Einsatz gegen weissrussische Partisanen 1941.


    mfG Daniel


    Beschriftung der Fotos (Fotoalbum):
    "Razzia in einem partisanenverdächtigen Dorf"
    "In der Nähe wurde ein Sanitätskraftwagen beschossen, daher Überprüfung der Dorfbewohner"
    "Vor der Durchsuchung nach Waffen müssen alle Bewohner das Dorf verlassen"
    "Sammelplatz der Männer"
    "Im Kampfeinsatz gegen Partisanen, an der Beresina geriet ein Dorf in Brand"

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 3 times, last by Policeman ().

  • Fortsetzung:


    Folgende Aufnahmen zeigen Mitglieder des Polizeibataillon 309 aus Köln beim Partisanenkampf in Russland 1941. Die Einheit war zeitweise zur Sicherung verschiedener Bahnlinien eingesetzt.


    Einsatzorte waren dabei unter anderem:


    -Operationen beiderseits d. Bahn Shlobin (1.9.1941)
    -Befriedigung der Straße und Bahnlinie Rjepki-Tschernigow (9.9.1941)
    -Dobrijanka (17.9.1941)
    -Sicherung der Bahnlinie v. Novosybkow nach Klinzy u. Klimow (23.9.1041)
    (Quelle: W.Curilla "Die dt. Ordnungspolizei und der ....)


    Beschreibung und Beschriftung der Fotos:


    Eine durch Partisanen zerstörte Gleise wird wieder instandgesetzt. (undatiert)
    "Dobrjanka 10.11.41" (wobei er sich beim Datum höchstwahrscheinlich irrt)


    mfG Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Fortsetzung:


    Die nun folgenden Aufnahmen zeigen Angehörige des Polizeibataillon 317 aus Wuppertal beim Partisanenkampf in Russland 1941/42. Einsatzräume der Truppe waren unter anderem Smolensk und Propoisk.


    Beschriftung der Fotos aus Fotoalbum:


    "Russische Dorfbewohner werden einer Kontrolle unterzogen"
    "Einwohner zum Verhör"
    "Auf Partisanenjagd mit Panjewagen."
    "Bilder von unserem letzten Einsatz im Mai 1942 in der Gegend v. Witebsk"


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Fortsetzung:


    Nachdem die letzten Aufnahmen den Kampf dt. Polizeiverbände gegen sowjetische Partisanen zeigten, folgen nun Bilder aus dem Balkanraum. Die Fotos zeigen Angehörige des Polizeibataillon 64 aus Köln und des SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regiment 18 im Einsatz gegen jugoslawische und griechische Partisanen. Zu beachten ist die georapfische Gegebenheit der Landschaft, die sich von Russland stark unterscheidet. Hier war es weitaus schwieriger gegen die sich schnell angreifenden und zurückziehenden Partisanen zu erwehren. Das Pol.Btl.64 war zu Zeiten der Entstehung der Fotos im Raum Belgrad 1941 (Serbien) eingesetzt. Die Polizei-Gebirgsjäger sind höchstwahrscheinlich auf den Zykladen in der Ägäis eingesetzt. Wobei der genaue Grund noch unklar ist. Leider geben Literatur und Archive noch nichts dazu her.


    Quelle:
    S. Klemp "Nicht ermittelt"
    H. Franz "Gebirgsjäger d. Polizei"
    Privatarchiv


    Rückseitige Beschriftung:


    Pol.Btl.64:
    "Steil geht es den Berg hinab"
    "Auf steiler Felswand"


    SS-Pol.Geb.Rgt.18:
    "April 44 Saranta-Einsatz"


    mfG Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Fortsetzung:


    Dieser Teil (als Anlage im Brief beigelegt) eines Feldpostbriefes von Hauptwachtmeister d. Gendarmerie Sanders an seine Frau, gibt einen kleinen Einblick in die Verhältnisse des Partisanenkampfes auf dem Balkan. Der Polizist d. vermutlich aus Berlin stammt, war im Gendarmerie-Posten Komenda, Kreis Stein in d. Oberkrain tätig. Die Gendarmerie war ebenfalls Teil der dt. Ordnungspolizei.


    Quelle:
    Privatarchiv


    mfG Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

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  • Hallo,


    ich habe auch noch etwas gefunden.


    Tätigkeitsbericht
    der 2.Schwd./Abt.Dörrenhaus (Radf.Aufkl.Schwd.208)


    I. Aus den bisherigen Erfahrungen und Nachrichten ergibt sich folgendes Bild der Lage:


    1.) Zentrum der hier tätigen Partisanen ist Djatkowo.Dort haben Partisanen eine Sowjet-Republik gebildet.Sie erhalten ihre Befehle aus Moskau.Nach Moskau richteten sie auch Vorschläge für Ordensverleihungen.


    2.) Die Partisanen unterhalten einen vorzüglichen Nachrichtendienst,zu den sie auch Frauen,Kinder und Krüppel einsetzen.Akkzent freies Deutsch sprechende Partisanen in deutschen Uniformen,mit allen Papieren ausgestattet,wurden des öfteren festgestellt.


    3.) Der in Djatkowo sitzende Partisanenstab hat seine Kampfkräfte in Kompanien eingeteilt.Bisher wurden 7 Kompanien zu je etwa 30-40 Mann festgestellt.


    4.) Auch die stärkeren Partisanenabteilungen entziehen sich im allgemeinen den Kampf.Bietet sich ihnen jedoch Gelegenheit,in günstigen Gelände einen für sie sicheren Hinterhalt zu legen,dann tun sie das mit Umsicht und Geschick.Sie lassen dann den Angreifer auf nahe Entfernung herankommen und eröffnen dann aus ihren Versteck schlagartig das Feuer.


    5.) Im Abschnitt der Schwadron und der ganzen Abt.Dörrenhaus haben sich die Partisanen mit der Masse auf das Westufer der Bolwa zurückgezogen.Lediglich im neu zugeteilten nördl. Abschnitt der Abteilung halten sie ein Waldgebiet mit zwei Dörfern stark besetzt.Von diesen Standquartieren entsenden sie nachts kleine Störtrupps auf Schleichwegen mit dem Auftrag,den Verkehr auf der Rollbahn zu stören.


    II. Vom 10.-18.3.42 führt die Schwadron den Kampf gegen Partisanen im Rahmen der Abt.Dörrenhaus von ihren bisherigen Unterkunftsort Kalinino aus.Der Kampf wird weiterhin derart geführt,daß die Schwadronen an mehreren aufeinander folgenden Tagen durch kampfkräftige Spähtrupps Feindspuren suchen und die Abteilung dann gegen festgestellte Partisanennester mit der geschlossenen Kampfkraft kräftige Schläge führt.
    So greift die Abteilung in Zusammenarbeit mit einer Nachbarabt. den Ort Uleml an.Die kämpfenden Partisanen hatten auch hier den Ort wieder rechtzeitig verlassen,so das es nicht zum Gefecht kam.Aus den verdächtigen Männern des Ortes wurden zwei der Partisanenunterstützung überführt und erschossen.


    III. Vom 18.-22.3.42 nahm die Schwadron im Rahmen der Abt.Dörrenhaus an einen Großunternehmen gegen ein Partisanenzentrum im Waldgebiet nordostw. Brjansk teil. (Unternehmen "Jobst").
    Am 18. und 19.3.42 Anmarsch nach Negrejewskij,ca.50km,am 20.3.42 konzentrischer Angriff auf gemeldete Waldlager,am 21. und 22.3.42 Rückmarsch,ca.55km.Insgesamt an 5 Tagen ca.120km.Die als stark feindbesetzt gemeldeten Wälder waren inzwischen geräumt,die leeren Lager wurden gesprengt.
    Die Märsche dieser Tage und besonders der Angriff am 20.3.42 waren besonders anstrengend.Im tiefen lockeren Waldschnee mußte sämtliches Gerät und die Munition auf dem Rücken der Skiläufer getragen werden.Die vorderen Männer sanken bei jeden Schritt mit den Skiern bis zu den Knien ein.Zur Sicherung des Vorgehens mußte die Schwadron drei,zeitweise sechs Schneespuren legen.
    Nach Rückkehr am 22.3.42 tauschte die Schwadron Unterkünfte und Sicherungsabschnitt gegen die 1.Schwadron Abt. Dörrenhaus.Die Schwadron hat jetzt drei Unterkunftsorte,Ulemez,Klenki und Berdowka.
    Ausdehnung der Schwadron 12km.
    Vom 23.3.-25.3.42 Aufklärung und Geländeerkundung im neuen Sicherungsstreifen.Die Orte Beresina und Pupkowo sind wieder stark mit Partisanen verseucht.Am 26.3.42 im Rahmen der Abteilung Angriff auf Pupkowo.Auch hier gelingt es den Partisanen rechtzeitig,auf das Westufer der Bolwa zu entkommen.Am Nachmittag durchkämmt die Schwadron den Wald westl. und südwärts Pupkowo bis zur Bolwa und nimmt Ansammlungen in Ljubochna unter wirksames s.MG-,Gr.W.- und Pak-Feuer.
    Das Überschreiten der Bolwa nach Westen ist der Schwadron und allen eingesetzten Truppen verboten.
    Am 27.3.42 legt die Schwadron,nachdem die Masse der Abteilung abgerückt ist,in Pupkowo Hinterhalt für eventuelle nachfolgende Partisanen und rückt abends wieder in die Unterkünfte ab.
    Am 28.3.42 Waffen-,Munitions- und Körperpflege.
    Vorbereitung eines Unternehmens.
    Vom 29.3.-31.3.42 legt die Schwadron an allen von Westen kommenden Schlittenspuren Hinterhalt.Trotz sorgfälltigster Tarnung und Vermeidung jeder Bewegung läßt sich in diesen Nächten und Tagen kein Partisan sehen.


    Während der Berichtzeit hatte die Schwadron keine Ausfälle infolge Feindeinwirkung.Dagegen waren starke Ausfälle infolge Erfrierungen nicht zu vermeiden.Es handelt sich hier insbesondere um Erfrierungen 1. und 2. Grades an Zehen und teils an Händen.Zu den Unternehmen stehen die Männer 12-20 Stunden auf Skiern.Filzstiefel können zum Skilaufen nicht angezogen werden.Dank der vorzüglichen ärztlichen Betreuung durch Ass.Arzt Sauer können die meisten Erkrankten bei der Schwadron verbleiben und stehen während der Unternehmungen zur unmittelbaren Sicherung der Rollbahn und der Unterkünfte,bald auch wieder zu neuen Angriffen zur Verfügung.


    So das war ein Bericht aus dem Bereich der 208.ID.


    Gruß Micha


    Quelle: Anlage zum KTB der 208.ID;

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  • Hallo,


    hier könnt ihr den nächsten Bericht lesen.


    Tätigkeitsbericht vom 17.4.1942
    der 2.Schwd./Abt. Dörrenhaus (Radf.Aufkl.Schwd.208)


    Am 2.4.42 machten Partisanen abends nach Einbruch der Dunkelheit einen Feuerüberfall auf den Westrand des Dörfchens Krutschna.Die Schwadron hatte dort 2 Tage und 2 Nächte einen Hinterhalt gelegt.Zur Zeit des Überfalles war das Dörfchen nicht besetzt.


    Am 3.4.42 säuberte die Schwadron den als stark besetzt gemeldeten Ort Pupkowo.Nach schwachen Gegenfeuer wurde der Ort genommen.Bei der Durchsuchung des Ortes wurde eine Partisanenschußwaffe gefunden.


    Am 5.4.42 wurde eine LKW-Kolonne auf der Rollbahn,3km südwärts Shisdra überfallen und die Rollbahn vermint.Die Schwadron wurde zur Säuberung dieses Geländes angesetzt.Ein verstärkter Zug unter Oblt. Berg erreichte abends Siedlung Korenewskij und legte dort über Nacht einen Hinterhalt.
    Am 6.4. wurde dieser Zug wieder nach Klenki zurückgezogen.


    Am 7.4.42 stieß die Nachbarschwadron in Gegend Lukawez auf Feind und erbat Hilfe.Es wurde zunächst ein verstärkter Zug der Schwadron alamiert,dann aber die ganze Schwadron nach Sosnowka gebracht.Die Schwadron nicht mehr einzugreifen.
    Am folgenden Tage griff die Schwadron im Rahmen der Abt. Dörrenhaus die Orte Korenewo und Lukawez an.Dort hatten sich am Vortage etwa 300 Partisanen mit schw.Inf.Waffen versammelt in der Absicht,über Orlja zur Rollbahn vorzustoßen.Nach schwachen Feindwiderstand wurden die beiden Orte genommen.Die Masse des Feindes hatte sich in Richtung Uleml zurückgezogen.
    Im Anschluß an dieses Unternehmen nahm die Schwadron an einer vom XXIV.Pz.Korps befohlenen Säuberungsaktion südostwärts Sikejewo teil.In den dortigen Waldgebiet waren etwa 200 Partisanen gemeldet.


    Am 10.4.42 Anmarsch nach Gorki.


    Am 11.4.42 Vormarsch mit Ziel Siedlung Kaschen.Die Orte Belhij,Orechowka und Kaschen wurden nach Bereitstellung ohne Feindwiderstand genommen


    Am 12.4.42 Rückmarsch in den alten Sicherungsabschnitt an der Rollbahn (Ulemez,Klenki,Berdowka).
    Während der Abwesenheit der Masse der Schwadron aus dem Sicherungsbereich drängten die Partisanen sofort in diesen nach.In Klenki hielten sich während dieser Zeit wiederholt stärkere Partisanengruppen bei Tag und Nacht auf,trieben Lebensmittel und Vieh bei und verzogen sich wieder ,sobald die Schwadron zurückkehrte.


    Am 13.,14. und 15.4.42 erkundete und säuberte die Schwadron die nähere Umgebung der Unterkunftsorte.
    Das während der Berichtszeit eingetretene Tauwetter hat den Partisanen infolge der Seenbildung einerseits vorrübergehend Sperren gelegt,andererseits jedoch mit der Schneeschmelze die Möglichkeit gebracht,mit schwachen Störtrupps abseits der Wege vorzudringen.Zudem sind Partisanengruppen während der Abwesenheit der Schwadron von Westen über die Rollbahn nach Osten gewechselt.Diese Gruppen wieder zu vertreiben,wird die nächste Aufgabe der Schwadron sein.
    Hat sich die Schwadron während des Winters auf Skiern und Schlitten einigermaßen beweglich gehalten,so sind zur Überwindung der Schlammperiode Panjewagen zur Versorgung der Stützpunkte zurechtgemacht,ein Spähtrupp zu Pferde bereitgestellt und Tragesättel für s.MG und Munition behelfsmäßig hergerichtet worden.
    Ausfälle hatte die Schwadron während der Berichtszeit nicht.Der Gesundheits- und Kräftezustand der Männer ist auch nach den überwundenen Strapazen noch gut.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division

  • Hallo,


    der nächste Bericht.


    Tätigkeitsbericht vom 2.5.1942
    der 2.Schwd./Abt.Dörrenhaus (Radf.Aufkl.Schwd.208)


    Während der Berichtszeit blieb die Schwadron im Rahmen der Abt. Dörrenhaus im bisherigen Unterkunftsraum Ulemez-Klenki-Berdowka.
    Infolge der Schneeschmelze sind die Täler im Schwadronsabschnitt schwerpassierbar geworden.Große Säuberungsunternehmen müssen deshalb unterbleiben.
    Durch Kundschafter wurde festgestellt,daß zwei Einwohner aus Krutschna,1,5km südl. Klenki,im Dienst der Partisanen stehen.Über Behelfsstege und teilweise bis zu den Hüften durch das Schmelzwasser watend,umstellte am 16.4.42 ein Zug der Schwadron unter Oblt. Berg den Ort und brachte einen der beiden Männer mit.Er wurde,weil er Kundschafterdienst für die Partisanen machte,erschossen.
    Neben den laufenden Wachgestellungen zur Sicherung der Rollbahn und der Telefonkabel bereitete sich die Schwadron auf die Schlammperiode vor.Für jeden Zug wurden 4 Panjewagen hergerichtet und bespannt.Um baldmöglichst abseits der Wege beweglich zu sein,wurden l.MG,s.MG und le.Gr.W. auf Panjepferden verlastet.Die dazu erforderlichen Tragevorrichtungen wurden von der Schwadron selbst hergerichtet.Gut bewährt hat sich ein aus Baumrinde geflochtenes Gestell,das beiderseits zu Körbchen für MG bzw. Munitionskästen ausgearbeitet wurde.
    Am 18.4.42 ritt Ass.Arzt Sauer,auf dem Wege zur betreuung Schwerverwundeter einer Nachbareinheit,auf eine Mine und verletzte sich dabei beide Unterschenkel,besonders das rechte Knie.Seine Wiederherstellung (er verbleibt bei der Truppe) dürfte etwa 3 Wochen dauern.
    Mit dem Auftauen des Bodens begann die Schwadron,Verteidigungsstellungen und Deckungsgräben zur Sicherung der Unterkünfte auszubauen.Darüber hinaus hatte die Schwadron bis zum 28.4.42 in ihrem Abschnitt an der Rollbahn 6 Bunker in Blockhausform mit Rundumverteidigung zu bauen.Weitere 3 Blockhäuser sind Anfang Mai fertigzustellen.
    Während der Berichtzeit stießen wiederholt stärkere Partisanengruppen von Westen in den südl. Teil des Schwadronsabschnitt vor.
    Am 22.4. und 23.4.42 gelang es einzelnen Partisanen,über Nacht das Telefonkabel zwischen Trosna und Berdowka zu durchschneiden.Im Waldgebiet zwischen Berdowka und Werchi zeigte sich wiederholt eine Partisanengruppe in Stärke von etwa 150 Mann,am 29./30.4.42 eine Gruppe von etwa 250 Mann.
    Neben der Durchführung der befohlenen Bauarbeiten erkundete die Schwadron die nächstgelegenen Wälder ostw. Ulemez und Klenki und nordw. Berdowka.Der Wald nordw. Berdowka bietet den Partisanen besonders günstige Annäherungsmöglichkeiten.Dort sind auch noch etwa 8-10 t russ. Munition aller Art zu bergen bzw. zu vernichten.
    Am 26.4.42 wurde in und westl. Pupkowa reger Partisanenverkehr festgestellt.Im westl. Ortsteil und auf dem Wege Pupkowo-Ljubochna wurde eine Partisanengruppe unter wirksames Gr.W.Feuer genommen.
    Vom 26.4.-29.4.42 sperrte die Schwadron durch eine dichte Feldpostenkette den Bachabschnitt zwischen Klenki und Berdowka.Ein am 28.4.42 bei Jasnaja Poljana gefangener Partisanenkundschafter wurde erschossen.
    Am 29.4.42 geriet ein Spähtrupp der südl. Nachbareinheit im Walde südl. Berdowka in einen Hinterhalt.Oblt. Kollosche eilte mit zwei verstärkten Gruppen zu Hilfe und kam gerade rechtzeitig,einen zweiten Angriff auf die restlichen Männer des überfallenen Spähtrupps abzufangen.Er barg eien Toten und zwei Schwerverwundete des Spähtrupps.
    Die Versorgung der Schwadron,auch innerhalb der Schwadron zwischen den Stützpunkten Ulemez-Klenki-Berdowka,war zwar schwierig,doch gelang es immer,alle Teile der Schwadron in jeder Hinsicht gut zu versorgen.Um Verluste durch Überfälle und Hinterhalte zu vermeiden,muß jeder Transport oder Entstörtrupp usw. zwischen den Stützpunkten der Schwadron von kampfkräftigen Sicherungen geschützt werden.


    Verluste durch Feindeinwirkung hatte die Schwadron während der Berichtszeit nicht.Der Gesundheits- und Kräftezustand der Schwadron ist gut.


    Gruß Micha


    Quelle: Anlage zum KTB der 208.ID

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  • Hallo,


    noch ein Bericht.


    Tätigkeitsbericht vom 20.5.1942
    der 2.Schwd./Abt. Dörrenhaus (Radf.Aufkl.Schwd.208)


    Auch während dieser Berichtszeit führte die Schwadron im Rahmen der Abt. Dörrenhaus (Panzerjäger 211) einige grössere Unternehmungen durch.
    Am 2.5.42 übernahmen 2 Züge der AA 10 die unmittelbare Sicherung der Rollbahn im Schwadronsabschnitt,um die Schwadron mit der ganzen Kampfkraft freizumachen für ein Großunternehmen in den Wäldern nordostwärts Brjansk.
    Am 3.5.42 erreichte die Schwadron die Ausgangsstellung zu diesem Unternehmen: Bujanowitschi,35km nordostwärts Brjansk.
    Um 6.00 Uhr aus Bujanowitschi abgerückt,erreicht die Schwadron über Frolowka,Krasnyj Poselow den Wald durchkämmend,am 4.5.42 gegen 14.30 Uhr Gorelkowo,15km südwestl. Bujanowitschi und nahm dort Verbindung auf mit einer aus ostwärtiger und einer aus südlicher Richtung vorgehenden Kampfgruppe.Von Gorelkowo nach Westen auf Saizewy Dwory vorgehend,hörte die Schwadron gegen 17.30 Uhr aus Gegend 1km südlich dieses Ortes Gefechtslärm.In dieser Gegend wurde ein Partisanenlager vermutet.
    Die Schwadron drehte nach Süden ab,um dann dem Feind von Osten in die tiefe Flanke zu stoßen.Nach Überwindung von etwa 2 1/2km knietief versumpften Waldes,die letzten 150m mußten bis zu den Hüften im Wasser watend zurückgelegt werden,stellt die Schwadron sich in einen trockenen Kiefernwald zum Angriff bereit,eine feindliche Sicherung wurde vertrieben.Der Wald hatte recht dichtes Unterholz und nur wenige Lichtungen.Als die Schwadron nach links mit der Kampfgruppe A,die mit Front nach Norden im Kampf lag,Verbindung aufnahm,war diese eben im Begriff,sich wegen der hereinbrechenden Dunkelheit vom Feinde abzusetzen und zu Übernachten.Desgleichen hatte sich die Kampfgruppe B,die von Norden auf den Feind stieß,wieder abgesetzt.
    Ein verstärkter Zug der Schwadron,der mit der Kampfgruppe B Verbindung suchen sollte,stieß nach etwa 500m auf starken Feind,der ihn schlagartig mit heftigem MG- und Gr.W.-Feuer eindeckte. Lt. Zimmer,der diesen verstärkten Zug führte,ließ sofort aus allen Waffen schießen und setzte sich dann wieder vom Feinde ab,um Verbindung mit der Kampfgruppe B zu suchen.Mit der Masse blieb die Schwadron während der Nacht am Feind in den gewonnenen Bereitstellungsraum.
    In den frühen Morgenstunden des 5.5.42 wurde eine Partisanengruppe im Rücken der Schwadron abgewiesen.Die in der frühen Dämmerung angesetzte Aufklärung ergab,daß die am späten Abend besetzten Feindstellungen über Nacht verlassen worden waren.Verbindung mit der Kampfgruppe B,die noch im Walde hart nordwestl. Saizwy Dwory biwakierte,wurde gegen 5.30 Uhr aufgenommen.Die Schwadron sammelte sich dann dort und ließ Biwakfeuer anlegen zum trocknen der immer noch völlig durchnässten Kleider.Verpflegung für diesen Tag wurde nicht mitgeführt.Beim durchkämmen des Kampfgeländes stellte dann die Kampfgruppe B fest,daß das Partisanenlager über Nacht verlassen worden war.Um 10.30 Uhr trat die Schwadron den Rückmarsch in die befohlene Unterkunft Bujanowitschi an,die gegen 17.30 Uhr erreicht wurde.
    Marschleistung bei diesem Unternehmen: 39km.
    Am 6.5.42 marschierte die Schwadron nach Sturynsk,der Ausgangsstellung für das nächste größere Unternehmen in Richtung auf die Bolwa.
    Marschleistung: 18km.
    Am 7.5.42 Waffen-Munitions- und Körperpflege.Das für den 8.5.42 vorgesehene Unternehmen wurde wohl wegen der anhaltenden Regenperiode abends abgesagt,die Schwadron in den alten Sicherungsabschnitt befohlen,der am 8.5.42 erreicht wurde.
    Infolge Änderung der bisherigen Sicherungsgrenzen verlegt die Schwadron am 10.5.42 den verstärkten 1.Zug von Berdowka nach Kosje.Das für den 8.5.42 vorgesehene Unternehmen wird für den 12.5.42 erneut angestzt und befohlen.Die Schwadron erreicht am 11.5.42 abends wieder Sturynak als Ausgangsstellung.In Sturynak hatte sich in der Nacht zum 11.5.42 eine etwa 100 Mann starke Partisanengruppe mehrere Stunden aufgehalten und Verpflegung und Vieh beigetrieben.
    Auftrag der Schwadron für den 12.5.42: Im Rahmen eines größeren Säuberungsunternehmens gegen die Bolwa einen Waldstreifen von durchschnittlich 4km Breite von der Shisdra-Eisenbahn bis hart ostwärts Beresina zu säubern und Beresina zu nehmen und als Ausgangsstellung für den folgenden Tag zu besetzen.
    Die Schwadron ging am 12.5.42 nicht,wie ursprünglich vorgesehen,in zwei Kampfgruppen durch den Wald,sondern hielt,da sich verschiedentlich in diesem Abschnitt sehr starke Partisanengruppen gezeigt hatten,die gesamte Kampfkraft zusammen,ging sprungweise vor und trieb von den Sprungzielen aus nach allen Seiten Aufklärung vor.
    Gegen 8.30 Uhr stieß die Schwadron auf eine Feindsicherung.
    Verlauf dieses Tages,siehe anliegenden Gefechtsbericht.
    (Anm.: Bei Intresse kann ich auch diesen Bericht einstellen.)
    Am 15.5. und 16.5.42 nahm die Schwadron im Rahmen der Abt. Dörrenhaus an einen größeren Unternehmen in Richtung Brjansk teil.Sie rückte am 15.5.42,1.45 Uhr aus Pastuschje,30km südlich Ulemez,in südlicher Richtung aus.Zunächst wurde der Ort Steckeljadaja Radiza umstellt,genommen und gesäubert.18 Partsanen wurden gefangen genommen und erschossen.Nach der Säuberung des Ortes wurde ein Waldgebiet ostwärts dieses Ortes,in den ein Partisanenlager sein sollte,von der Schwadron umstellt.Das Lager befand sich nicht in dieser Gegend.Die Schwadron erschoß bei dieser Aufgabe zwei flüchtende Partisanen.Am Abend des 15.5.42 erreichte die Schwadron gegen 23.00 Uhr Brjansk,Ortsteil Samara-Radiza.
    Am 16.5.42 durchkämmte die Schwadron den alten Unterkunftsraum Ulemez-Klenki-Kosje.Der frühere Unterkunftsort,Berdowka,des 1.Zuges wurde am 15.5.42,da er nicht mehr belegt war,von Partisanen zum Teil niedergebrannt,u.a. wurden drei Bunker,die die Schwadron dort zur Sicherung der Rollbahn errichtet hatte und eine Rollbahnbrücke niedergebrannt.
    Marschleistung der letzten drei Tage: 61km meist durch zum Teil sumpfigen Wald.
    Zu den Unternehmungen nahm die Schwadron zur Entlastung der Mannschaft Tragtiere mit,auf denen ein Teil der Munition und MG verlastet waren.Diese Einrichtung hat sich bestens bewährt und ermöglichte die zum Teil hohen Marschleistungen in den sumpfigen Wäldern.


    Während der Berichtszeit holte die Schwadron ihre Fahrräder,die bis dahin in Brjansk standen,heran um sie demnächst mit einzusetzen.Der Gesundheits- und Kräftezustand der Schwadron ist gut.


    Gruß Micha

    Suche alles zur 208.Infanterie-Division