Holster PPK mit Stempel und handschriftlichen Vermerk

  • Hallo zusammen,


    ich habe hier ein Holster, vermutlich PPK mit einer Stempelung auf der Rückseite, die ich bis jetzt nirgends ausfindig machen konnte.

    Ich glaube zu erkennen, dass zum einen "ob 44" zu sehen ist, sowie "WaA 41?" und ein P.

    Des Weiteren ist handschriftlich der Name "LORENZ" und "PIM2" vermerkt. Für was könnte PIM2 stehen?


    Die anderen Wörter sind leider für mich nicht zu erkennen.


    Ich würde mich über jeden Hinweis freuen.


    Beste Grüße

  • Hallo,


    Quote


    vermutlich PPK

    das ist ein "Standardholster Pistole 7,65", passend u.a. für PPK, PP, Mauser HSc usw.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    die Schrift wirkt modern und evtl. mit Kugelschreiber ausgeführt, was auf eine Nachkriegsverwendung hindeutet.

    Zumindest in der DDR gab es die Bezeichnung PIM.

    Hier findet sich eine Entsprechung:

    https://apps.bundesarchiv.de/d…bkuerzungsverzeichnis.pdf


    Anbei mal die Auszüge.


    Viele Grüße, Dierk

  • Hallo,


    diese, innen nach rechts unter dem Deckel zusätzlich aufklappbaren Holster wurden vorwiegend für Waffen im Kal. 635 verwendet, da die PPK klein und ansonsten nicht so leicht aus dem Holster gezogen werden konnte. (Siehe Bild 3)


    Gruß Karl

  • Guten Abend ans Forum,


    ein Polizist namens Lorenz von irgendeiner Polizei-Inspektion-Mitte (PIM) könnte sich handschriftlich "verewigt" haben.

    An den 41jährigen Opa hätte ich die Frage, woher die Pistolentasche stammt und was bisher selbst zur Decodierung der Stempelungen und zum "handschriftlichen Vermerk" herausgefunden wurde.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo,


    WaA41 gehörte zur Walter Schürmann & Co. Lederwarenfabrik, Bielefeld. Der Herstellerkürtzel war allerdings gut. Vorher wurde die WaA41 von der Gustav Genschow & Co, Waffen- und Munitionsfabrik (Geco) Berlin verwendet.


    Evtl. könnte es auch WaA416 sein, gehörte zu Kimnack & Brunn Kaiserslautern und Deutsche Lederwerkstätten Pirmasens, beides Lederwarenhersteller.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Dierk,


    vielen Dank für deine Info. Sehr interessant. Könnte natürlich ein guter Hinweis sein


    Gruß

    Matthias


    Hallo Thilo,


    vielen Dank für deine Informationen. Ich glaube, dass es eine dreistellige Zahl ist. Gab es die WaA414 ? Die dritte Zahl ist wirklich schwer zu erkennen.


    Beste Grüße

    Matthias

  • Hallo Matthias,


    Wa414 war bix 1942 Hensold, Wetzlar (Optische Geräte). Es gibt aber auch Lederwaren mit der 414.


    Versuche mal mit Kreide drüber zu gehen, dann kann man es meistens besser lesen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    ich habe das mal mit der Kreide gemacht (siehe Bilder). Es sieht doch eher nach WaA414 aus.


    Viele Grüße

    Matthias

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    • Holster 2.jpg

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    • Holster 1.jpg

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  • Hallo Dierk,


    zu dem Pistolenholster gab es noch eine K98 Patronentasche mit dem Namen Lorenz (Bilder). Diese befindet sich nicht in meinem Besitz. Inwieweit solche Patronentaschen noch nach dem Krieg verwendet wurden, kann ich leider nicht sagen.


    Gruß

    Matthias

  • Hallo,


    die Patronentasche war zuvor wohl bei der Luftwaffe in Nutzung - wegen der braunen Farbe...


    Gut, nach dem Krieg fanden ja hüben wie drüben viele Waffen den Weg zur Polizei und im Osten auch zu den Betriebskampfgruppen.

    Denke schon, daß da auch Patronentaschen zu ausgegeben wurden...


    Viele Grüße, Dierk