Einsatz der "Kampfgruppe Stephan" in Ostrittrum

  • Moin an Alle!

    Ich arbeite zurzeit an Kampfgeschehen in meiner Heimatgemeinde Dötlingen zum Kriegsende 1945.

    Dabei wurde in Ostrittrum die Kampfgruppe Stephan in der Zeit 19.04.-22./23.04.1945 eingesetzt.

    Diese war auch verantwortlich für die Brückensprengung an der Hunte. Der genaue Termin steht nicht zu 100% fest. Es könnte die Nacht vom 19. auf den 20. April gewesen sein, oder die Nacht von 21. auf den 22. April.

    Bei der Brückensprengung ist ein junger Soldat aus Herne ums Leben gekommen. Das Geburtsdatum des Soldaten soll der 21.08.1927 gewesen sein. Der Soldat wurde in der Nähe der gesprengten Brücke begraben. Das Grab wurde von einer Einheimischen gepflegt. 1946 oder 1947 erfolgte die Umbettung auf den Soldatenfriedhof in Dötlingen. Von dort erfolgte eine weitere Umbettung nach Herne 1947 oder 1948, da ein Wochenendhausbesitzer die Eltern des Soldaten ausfindig machen konnte. Leider lässt sich mit diesen Daten kein Ergebnis bei den offiziellen Stellen in Herne finden. Aber vielleicht hat hier noch jemand Ideen.

    Bei den Kämpfen bzw. Einsatz Artillerie wurden in Ostrittrum noch eine Einwohnerin und ein französischer Kriegsgefangener getötet. Von diesem Kriegsgefangenen gibt es, ausser der Aussage einer Einwohnerin, keine Nachweise.

    Ich hoffe Ihr könnt helfen.


    Viele Grüße und bleibt gesund!

    Karsten

  • Hallo Karsten,


    die -> Online-Gräbersuche über die Seite des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge hast Du schon bemüht?


    Leider gibt es dort mit dem genannten Geburts- oder Todesdatum keine Treffer, aber mit der Suchabfrage "Geburtsort Herne" + "Todesjahr 1945" gibt es immerhin 480 Einträge! Das lässt sich sicher noch einschränken ... ist aber Fleissarbeit ;)


    Zu beachten ist hier, dass die Datenbank derzeit noch alles andere als vollständig ist - es fehlen wohl noch an die 500.000 Namen ...


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Stefan,

    Das Problem wird aber sein, dass er nach der Umbettung in ein ziviles Grab gekommen ist und somit sicher nicht erfasst wurde. Auf der Liste der Gräber ist ein weiterer Soldat, der ebenfalls umgebettet wurde ( und den ich schon gefunden habe), auch nicht enthalten...


    Gruss

    Karsten

  • Hallo

    Ist bekannt aus was für Einheiten diese Kampfgruppe bestand?

    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo,

    wenn man bei bing Suchwörter „Ostrittum Kampfgruppe“ eingibt bekommt man Hinweise auf:


    Division 471 zbV:


    Gliederung 26.03.45:

    Grenadier-Ausbildungs-Regiment 551

    Ausbildungs-Bataillone 17, 211, 348, 588, 590, (in GrAusReg 571?)

    Artillerie-Ausbildungs-Abteilung 19,

    Nachrichten-Ausbildungs-Abteilung 13,

    im Lexikon werden außerdem noch folgende Einheiten gelistet:

    Panzer-Pionier-Ausbildungs-Bataillon 19       
    Landschützen-Ausbildungs-Bataillon 11       

    Gliederung 12.04.45:

    Kampfgruppe Rhode,

    Kampfgruppe Stephan,

    PzGren und AusbBtl 65 (20.4.45 an 15. PzGrenDiv),

    KGr Reck (Flakeinheiten FH Vechta, bei Vechta in Gefangenschaft),

    Polizei-Bataillon (Major Graf von) Merveldt (bei Vechta aufgerieben),


    Bestimmt bestanden die Kampfgruppen aus April aus Einheiten der Gliederung vom März.


    Grüße

    george

  • Hallo!

    Das PzGren und AusbBtl 65 aus Delmenhorst, welches in der Auflistung ab dem 20.04.1945 der 15.PzGrenDiv zugeteilt wurde, unterstand schon während der Kämpfe um Dötlingen im Zeitraum 10.-16.04.1945 dem PzGrenRgt 115 und war mit Teilen direkt im Ort eingesetzt.


    Gruss

    Karsten

  • Hi

    Hatte noch nicht nach den Ortsnamen gegoo...

    Deswegen meine Frage.

    Eine Ka.Gru. dieses Namens gab es auch im Süden.


    Glaube nicht das die Ka.Gru.Stephan aus Teilen der 471. bestand.


    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hi

    Ich hatte vor Jahren genau solch Fall.

    Da lag ein Mann auf einem Friedhof. Der wurde aber nach Halbe umgebettet.

    Der Name blieb aber auf dem Friedhof. In Form eines Grabsteines.

    Ist nur solch Idee. Vielleicht hilfts weiter.

    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo,

    leider gab es 1945-49 keine Erfassung der Gräber und somit auch keine Grabkreuze. Dies erfolgte erst 1950. Und da war der Soldat schon umgebettet.

    Aber irgendwie muss das doch zu ermitteln sein....


    Gruss

    Karsten