Verleihungsurkunde mit gedruckter oder gestempelter Unterschrift

  • N´Abend allerseits!


    Mir liegt eine Verleihungsurkunde für das EK II vor, auf der die Unterschrift des verleihenden Div.-Kdr. offensichtlich gedruckt oder gestempelt wurde? War das so üblich und gültig?


    Grüße

    Sven

  • Hallo Sven,


    neben mir liegt ein Stempel mit der Unterschrift meines Vaters.

    Wurde vermutlich vor dem Krieg angefertigt.

    Es war anscheinend nicht ungewöhnlich, sich auf diese Weise ein bisschen

    Schreibarbeit zu ersparen.

    Und der Schreiber des Kdr.s konnte die Dokumente gewissermaßen in

    "Eigenregie" erstellen.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo,


    der "GröFaZ", liess eher nicht stempeln. Er verfügte über einen "Kalligraphen der Reichsdruckerei", der die Aufgabe hatte, Hitlers Unterschrift unter alle Ernennungs- und Ordensurkunden zu setzen!

    Quelle: K. F. Mertens:"Nach Kompass- Lebenserinnerungen eines Seeoffiziers", Seite 406.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo,

    neben eigenhändigen Unterschriften und Stempeln gab (und gibt) es auch Unterschriftenmaschinen. Ich kenne aus der eigenen Familie alle drei Arten der Unterschrift (allerdings aus den 1940er Jahren), wobei der Automat mit Rechtsgültigkeit in den entsprechenden Ländern auch aktuell noch verwendet wird. Von A. H. habe ich eine Urkunde, die wohl mit so einem Automaten ausgeführt wurde. Ein Stempel war es nicht, sondern mit Füllfederhalter. Da die Urkunde aber für ein Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse ist, denke ich nicht, daß er diese handschriftlich unterschrieben hat. Auch der Kaligraph hatte sicher Besseres zu tun als so eine Allerweltsurkunde zu unterschreiben? ;-)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Unterschriftenautomat

    JR

    Edited once, last by IR75 ().

  • Hallo JR,


    danke für den Hinweis auf den Unterschriften-Automat, das war mir neu!

    Die Ausfrührung mit Stempel oder durch Kalligraph sind mir bekannt.


    Oh weh, dann sind wohl viele Autogrammkarten von bekannten Persönlichkeiten aller Länder

    niemals von der Berühmtheit selbst berührt worden sein, sondern ein Massenprodukt aus dem Automaten

    aber mit Tinte ausgeführt.


    Grüße, ZAG

  • Hallo Ingo,



    der "GröFaZ", liess eher nicht stempeln. Er verfügte über einen "Kalligraphen der Reichsdruckerei", der die Aufgabe hatte, Hitlers Unterschrift unter alle Ernennungs- und Ordensurkunden zu setzen!

    das weiß ich wohl, soweit es wie von Dir geschrieben um wichtige Dokumente geht, aber tausende andere Schriftstücke/Gratulationskarten etc. wurden nicht von dem Kalligraphen unterschrieben.

    Auch der Kaligraph hatte sicher besseres zu tun als so eine Allerweltsurkunde zu unterschreiben? ;-)

    Betreffend Unterschriftenautomat. So etwas mag es in der Reichskanzlei vor dem Krieg gegeben haben, aber in den meist einfachen Führerhauptquartieren ist mir darüber nichts bekannt.


    Gruß Karl


    Literatur:

    Heiber: "Hitlers Lagebesprechungen"

    Picker: "Hitlers Tischgespräche"

    Jochmann: "Hitlers Monologe im Führerhauptquartier 1941 - 1944"

    Seidler/Zeigert: " Die Führerhauptquartiere"

    u.a. Quellen

  • Hallo!


    Ich kannte bisher nur einen Stempel meines Großvaters, wo sich lediglich seine Initialien darauf befanden. Danke euch allen für die Antworten, wieder was gelernt! :thumbsup:


    Grüße

    Sven

  • Guten Morgen,


    kann jemand bitte den Namen identifizieren? Ich komme leider nur auf -nbünder oder -nländer.

    Vielen Dank


    Grüße

    george

  • Hallo George,


    Es handelt sich um Kurt Oppenländer, von April bis November 1942 Div.Kdr. der 305. I.D.

    Gruß Claas


    Ich Suche alles über die 383. ID, speziell GrenRgt 532.