Kriegsbriefe meines Vaters an seine Frau

  • Liebe Forums-Mitglieder!


    Es ist geschafft. Nach jahrelangen Vorbereitungen und intensiver Arbeit während der Corona-Pandemie ist mein Buch über die Kriegsbriefe meines Vater fertig geworden.


    "Ich schreibe jeden Tag ohne Ausnahme", verspricht der Soldat Robert Schwartz seiner Frau, als er 1942 in den Krieg muss.

    Vor allem in den Kriegsjahren 1943 und 1944 hat er fast jeden Tag einen Brief geschrieben, die meisten aus der Sowjetunion.

    500 Briefe und Postkarten sind erhalten, aber nur wenige aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

    Erst Ende 1948 kam er heim.

    Über seine Kriegserlebnisse hat er nie geredet.


    Umso mehr erzählen die Briefe: über das raue Soldatenleben,

    das Bangen um die im Bombenhagel versinkende Heimatstadt Aachen,

    über den Hass auf die Gegner in Russland und England,

    über gewonnene und verlorene Schlachten,

    über die Liebe zu seiner Frau und den zwei kleinen Söhnen.


    Das Buch liefert ein eindrückliches Zeugnis vom Kriegsalltag eines deutschen Soldaten, der an Hitlers Visionen glaubte.

    Zudem dokumentiert es den Schrecken des Krieges. "Nie wieder gibt es Krieg", sagt der heimgekehrte Soldat zu seinem Sohn Horst.


    "Meine liebe Mutti" heißt das Buch, weil mit diesen drei Worten fast jeder der 500 Kriegsbriefe meines Vaters anfängt,

    die ich für das Buch ausgewertet habe (das übrigens auch einen Dank an die Mitglieder des Forums der Wehrmacht wegen der schnellen, unkonventionellen Hilfe bei militärischen Fragen enthält).


    Ein paar Details: Das Buch ist beim Verlag tredition in drei Fassungen erschienen -

    e-Book 7,90 € ISBN 978-3-347-16625-7

    Paperback 13,90 € ISBN 978-3-347-16623-3

    Hardcover 18,90 ISBN 978-3-347-16624-0

    Derzeit auf jeden Fall im Bookshop des Verlages zu haben:

    https://tredition.de/buchshop/ (rechte Spalte), und auch schon bei Amazon in einigen Tagen auch in Buchhandlungen


    Danke und herzliche Grüße


    Hannes (Horst Schwartz)

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  • Guten Abend Horst,


    ich lesen Deinen Beitrag viel zu spät.

    Das Thema welches Du in deinem Buch aufgreifts beschäftigt mich schon seit Jahren, nur das ich es nicht Form eines Buches veröffentlicht habe.

    Auf dem Rückdeckel zu Deinem Buch steht:

    "Die 500 Briefe seines Vater las er erst 70 Jahre später. Die Auseinandersetzung mit ihnen hat sein Bild vom längst verstorbenen Vater verändert....


    Hier gibt es nun ein Gleichnis, ich selbst 1948 geboren habe erst 50 Jahre nach dem Tod meines Vaters die hier, von mir vereinzelt

    eingestellten Dokumente und Briefe aus dem Nachlas erhalten und gelesen.

    Mein Vater war für mich nicht nur Vater, sondern auch ein strenger Kamerad und Freund.

    Nun spielt es möglicherweise noch eine Rolle ob man in die Sowjetische Besatzungszone oder in den westlichen Besatzungszonen nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist.

    Im Fall meines Vater aus englicher Kriegsgefangenschaft Januar 1947 über eine 1. Meldestelle nach Hamburg 2 Monate später nach Jena.

    Warum wohl ? Ich habe Schriftstücke des SMAD über die Verwendbarkeit meines Vaters dazu.

    Hier war es so, dass die Zeit von 1933 - 1945 ein Tabu-Thema war, im Geschichtsunterricht wurde dann, zumindest in Ostdeutschland recht einseitig unterrichtet.

    Ich will damit sagen, dass man als Kind und heranwachsender Jugendlicher nichts gewußt und verstanden hat.

    Heute, mit dem nötigen Abstand und dem Hintergrundwissen versteht man viele Dinge. Die Eigenheiten des Vaters in Bezug auf Disziplin, Ordnung,

    Umgang mit den in den 50 er Jahren knappen Lebensmitteln usw.

    Aber auch die Mutter welche 7 Jahre warten musste bis der Mann nach Hause kam.

    Ich bin deshalb hier im Forum um die hinterlassen Dokumente zu verarbeiten, Aufklärung zu meine unbeantworteten Fragen zu erhalten.

    Ich könnte mir vorstellen zu diesen Komplex ein eigenständiges Thema zu eröffnen. Es gehört meines Erachtens ins Thema "Wehrmacht"

    Herzliche Grüße

    Harald A.

    Neuruppin


    Man darf die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln.

    -Jean Cocteau-

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  • Hallo Horst,

    dein Buch klingt interessant.

    Ich hätte dazu aber zwei Fragen.


    In welcher Einheit/Einheiten war dein Vater?


    Sind die Briefe in dem Buch vollständig und unkommentiert abgedruckt, oder hast du nur Auszüge verwendet und dann versucht sie aus heutiger Sicht zu kommentieren?


    Gruß

    Saxnot