Gestorben bei Flugzeugabsturz bei Eberswalde - KG 76

  • Hallo zusammen,


    ein entfernter Verwandter


    Karl Fritzsche

    Gefreiter

    *01.12.1922


    ist am 23.03.1944 als Angehöriger der 11. Staffel/ KG 76 2 km südöstlich Eberswalde bei einem Absturz umgekommen. Das Grab existiert noch auf dem Friedhof Marienberg, wohin er überführt wurde, und ich habe es schon besucht.


    Mich würden nun noch die näheren Umstände des Absturzes interessieren. Ich habe mal gelesen, dass bei einem Flugplatz bei Eberswalde erbeutete feindliche Flugzeuge getestet wurden (kann mich allerdings leider nicht mehr erinnern, wo ich das gelesen habe).


    Und was bedeutet das "akt" hinter dem Dienstgrad auf der Karteikarte?


    Ich wäre Euch für jeden Hinweis dankbar!


    Viele Grüße


    Stefan

  • Hallo Stefan!


    Also zur Erprobung feindl. Flugzeuge gibt es folgende Literatur:


    Testpilot auf Beuteflugzeugen ISBN 3-925505-41-5

    Habe es vor längerer Zeit gelesen, der Hauptsitz der Erprobungen war meines Erachtens aber Rechlin. OK, Eberswalde ist nicht sooo weit weg, aber immerhin. Tödl. Unfälle, Abstürze, Überschläge gab es immer wieder.


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Guten Tag Stefan,


    > Mich würden nun noch die näheren Umstände des Absturzes interessieren.

    Als Verlustursache ist "Motorstörung" überliefert (Absturz infolge Motorstörung).

    Die 11.Staffel, KG 76 gehörte zur IV. Ergänzungsgruppe/KG 76 und lag zu dieser Zeit auf dem Fliegerhorst Finow, bei Eberswalde/Brandenburg.


    - Gefr. Karl Fritzsche war der Bordfunker (Abk.: Bf) der Besatzung.


    > Ich habe mal gelesen, dass bei einem Flugplatz bei Eberswalde erbeutete feindliche Flugzeuge getestet wurden.

    Hierbei handelte es sich um Teile des Versuchsverbandes Ob.d.L (ab 07/44: O.K.L.), das später im KG 200 aufging.

    Beim Verband wurden auch schwere Maschinen (Bomber und Transporter, z.B. B-17, B-24, DC-3, usw.) einsatzfähig gemacht. Diese Maschinen wurden zum Absetzen von Agenten, Kommandos im feindlichen Hinterland, oder für Transportflüge ins Ausland (z.B. Deutschland - Spanien) benützt. E.-Finow war einer der Einsatzplätze, von einer ganzen Reihe.

    Das hat aber mit dem KG 76 nichts zu tun.


    > Ich wäre Euch für jeden Hinweis dankbar!

    Wo liegt denn das Interesse so im Speziellen?


    Gegenfrage: handelt es sich um Marienberg im Erzgebirge?

    Es gab/gibt ja mehrere gleichnamige Orte im ehemaligen und gegenwärtigen deutschen Sprachraum.


    V. Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe


    Es handelt sich um Marienberg im Erzgebirge. Laut Gräberkartei da gibt es mehrere zu Fritzsche

    Und da ich aus dieser Gegend stamme, Der Nachname kommt da sehr oft vor.


    hier noch die Daten vom Volksbund


    Fritzsche, Karl Ernst


    Nachname: Fritzsche

    Vorname: Karl Ernst

    Dienstgrad: Gefreiter

    Geburtsdatum: 01.12.1922

    Geburtsort: Marienberg

    Todes-/Vermisstendatum: 23.03.1944

    Todes-/Vermisstenort: Eberswalde


    Karl Ernst Fritzsche ruht auf der Kriegsgräberstätte in Marienberg.

    Endgrablage: Block S Grab 7


    Gruß Stefan

    Suche alles zu Gerätepark 661 und Sturm-Bataillon AOK 8.

  • Hallo und guten Abend Stefan!

    Da wurde hier ja fast schon alles beantwortet.

    Da bleibt mir nur noch dir mitzuteilen, dass das "akt." auf der Karteikarte für aktiv(en) Dienst steht.

    Mit freundlichen Grüßen, Dirk.

  • Mich persönlich fasziniert auch immer die alte Schrift von damals. Ich finde die hat was.

  • Guten Abend Helawehrmacht,


    Falls Du weiterhin, Beiträge schreibst,ohne Gruß am Anfang und am Ende ,eines jeden Beitrags,gibt das mächtig Ärger..... !!!!!


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    P.S. Was soll das.....?????:rolleyes:

  • Hallo Dirk


    akt. = Abkürzung vielleicht für Aktiv?


    Frag mich jetzt nicht was das Bedeutet :/


    Gruß

    Lothar

  • Hallo miteinander,


    und vielen lieben Dank für Eure Beiträge, besonders an Uwe!


    Ja, Stefan hat es schon richtig erkannt: Es handelt sich um das Marienberg im Erzgebirge!


    Ist evtl. auch bekannt, um welchen Flugzeugtyp es sich gehandelt hat und welche Besatzungsmitglieder noch dabei umgekommen sind?


    Dankeschön nochmal!!!


    Viele Grüße


    Stefan

  • Guten Tag,


    > Ist evtl. auch bekannt, um welchen Flugzeugtyp es sich gehandelt hat und welche Besatzungsmitglieder noch dabei umgekommen sind?


    Flugzeugtyp:

    Ju 88 A-7


    Restliche Besatzung:

    Gefr. Trautmann, August (* 27.12.1923 in Nonnenhausen, Krs. Heiligenbeil/Ostpr.; GL: Heiligenbeil/Ostpr., Bereich Süd Grab 936)

    Ogfr. Burger, Gustav (* 3.3.1921 in Seifersreuth/Ofr.; GL: Grafengehaig, 1-links Grab 1)

    Ogfr. Sieber, Herbert (* 10.3.1922 in Rosental; Krs. Reichenberg; GL: Reichenberg, I-VI Grab 75 / Marianske Lazne / PL, "Gedenkbuch")


    VG, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe,


    und vielen lieben Dank nochmal! Das ist für mich wirklich sehr interessant und spannend!

    Kann man davon ausgehen, dass einer der beiden Obergefreiten der Flugzeugführer war?

    Ich werde bei Gelegenheit nochmal ein Foto des Grabes von Karl Fritzsche hochladen!


    Ich wünsche allen einen schönen 1. Advent!


    Danke nochmal!


    Grüße


    Stefan

  • Guten Tag Lothar!

    Er war aktiv im Dienst und nicht als Reservist eingezogen.

    Mit freundlichen Grüßen, Dirk.

  • Hallo Stefan,

    > Ich werde bei Gelegenheit nochmal ein Foto des Grabes von Karl Fritzsche hochladen!

    Jetzt sind 2 Monate vergangen.

    Hat sich noch keine Gelegenheit ergeben?

    Gruß, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."