Identifizierung Panzerzug WW2

  • Hallo zusammen,


    die Aufnahmen des Panzerzuges schauen "professionell" aus, also würde ich vielleicht auf Werksaufnahmen tippen.

    Von diesen wird es wohl noch mehr Aufnamepositionen und von allen mehrere Abzüge gegeben haben,

    und der Urgroßvater hat einen Satz Bilder bekommen.


    Grüße,ZAG

  • Guten Morgen, Dieter,

    danke für Deine Mühe nachzusehen.

    Ich denke aber, daß die Typbezeichnung in irgendeinem folgenden Beitrag genannt werden wird.

    Grüße von Hector

  • Hallo zusammen,


    Von Wolfgang Sawodny liegen mir die zwei Waffen-Arsenal-Sonderheft zu den Panzerzügen vor. Die Draisinen hießen je nach Ausführung Artilleriewagen (mit Drehturm des Pzkpfw. III 7,5 cm L/24), Infanteriewagen (nur MG), Flakwagen (2 cm Vierling) und Kommandowagen (erkennbar an der Rahmenantenne, sonst äußerlich wie Infanteriewagen). Aus diesen Fahrzeugen sollten Panzerzüge l.Sp. oder s.Sp. gebildet werden, um in Partisanengebieten Strecken zu sichern. Die Panzerzüge 301 bis 304 wurden als l.Sp., 201 bis 208 als s.Sp. aufgestellt. Sie kamen ab 1944 wohl vor allem auf dem Balkan zum Einsatz.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

    Edited once, last by HiWi: Ergänzungen ().

  • Hallo nochmal,


    Die anderen Bilder, die Markus dankenswerterweise eingestellt hat, zeigen einen Einheits-Panzerzug Typ BP42 und sind zum Teil von Sawodny veröffentlicht worden. Sie wurden sicherlich bei der Panzerzug-Ersatzabteilung aufgenommen, wie die Fotoqualität und die relative Bekanntheit der Aufnahmen vermuten lassen. Die Abteilung verlegte im Sommer 1944 von Rembertow nach Milowitz, sodass Ihr mit der Identifikation des Bahnhofes ins Schwarze getroffen haben dürftet.

    Das bedeutet aber leider auch, dass die Bilder nichts darüber aussagen, wo Markus' Uropa (abgesehen von der Panzerzug-Ersatzabteilung) eingesetzt war. Diese Abteilung dürfte wohl jeder Panzerzug-Soldat kennengelernt haben.


    Der BP42 sollte symmetrisch aufgebaut sein und aus der gepanzerten Lok in der Zugmitte, zwei gepanzerten Tendern, zwei Geschützwagen (mit je einer 7,62 cm FK 295 (r) oder 10 cm FH 14/19 (t)), zwei Kommandowagen, zwei Artillerie- und Flakwagen (Bewaffnung wie Geschützwagen zzgl. 2 cm Vierling), zwei Panzerträgerwagen (mit verlasteten Pzkpfw. 38) und an den Zugenden zwei Abstoßwagen (als Minenschutz) bestehen. Die Besatzung sollte gem. K.St.N. 136 Mann umfassen.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

    Edited once, last by HiWi: Ergänzungen ().

  • Hallo zusammen,


    Nach dem Einheits-Panzerzug BP42 wurde noch der Typ BP44 eingeführt. Er unterschied sich dadurch, dass er an den Zugenden jeweils als vorletztes noch je einen Panzerjäger-Wagen erhielt (mit Drehtürmen des Pzkpfw. IV 7,5 cm L/48). Die artilleristische Bewaffnung sollte statt der Beutewaffen einheitlich vier 10,5 cm le.F.H. 18 M umfassen.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Guten Abend Thomas,


    drei Posts hintereinander, wahrscheinlich ist deine Editfunktion defekt...ich werde diesen Fehler beheben.


    Erinnert mich an ein Ü-Ei, drei Überraschungen auf einmal....8)


    Beste Grüße Thomas

  • guten Abend,

    hatten die Panzerjäger-Wagen mit Türmen des Pz IV einen Eigenantrieb? Ich meine Auspuffanlagen und Lufteinlaß-Hutzen zu erkennen.

    Grüße, Hector

  • Hallo Hector,


    Auf welches Fahrzeug bzw. welches Bild beziehst Du Dich? Den Panzerjäger-Wagen (mit Turm des Pz. IV 7,5 cm Kwk. L/48) hatte hier niemand gezeigt, er gehört zum BP44. Hier wurde u.a. der Artillerie-Wagen der Panzerzüge l.Sp. und s.Sp. (mit Turm des Pz. III 7,5 cm Kwk. L/24) gezeigt. Die Wagen dieser Züge besaßen alle Eigenantrieb, da sie ja auch einzeln eingesetzt werden konnten. Beim Panzerjäger-Wagen glaube ich das nicht, denn die BP44 sollten wie üblich geschlossen eingesetzt werden. Für den mobilen Einsatz abseits der Schiene verfügten sie über verlastete Pz. 38.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • guten Morgen, Thomas (!)

    Ich beziehe mich auf ein Fahrzeug, das auf der vierten Abbildung der ersten Post abgebildet ist. Darauf erkenne ich einen Wagen mit dem Turm eines Panzer IV, Kurzrohr.

    Grüße von Hector

  • Guten Morgen, Hector!


    Das ist der Artillerie-Wagen mit dem Drehturm des Pzkpfw. III, wie er auf der Ausführung N zum Einbau kam. Vgl. die breite Blendenpanzerung im Vergleich zum Turm des Pz. IV. Der Panzerjäger-Wagen hatte den Turm der Pz. IV G bis J.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo an alle und danke für die Interessanten Neuigkeiten.


    Ich hab nochmal den Lebenslauf zusammen geschrieben

    Also nochmal hier die Informationen die ich weiß von mein UrUropa:

    Name: Werner Willy Karl Nehls

    Geb.: 15.07.1907 Ludwigslust

    Tod.: 22.02.1977 Flensburg


    Was ich weiß aus Erzählungen:

    Er ist in Ludwigslust geboren und hat in Großenbrode in Schleswig- Holstein gewohnt. Mit seiner Frau und 5Kindern.

    Er war Angehöriger des Reiterregiment 14 wohl bis 1936.



    1936 ist mein Ururopa nach Eisenach als Unteroffizier gekommen. Er hat dort in der Stadt gewohnt und auf der Burg sein Dienst verrichtet.


    Das Bild auf den Auto als Fahrer ist irgendwann wie eingeschätzt entstanden.

    Was seine Funktion ausser Fahrer eines bekanntes Offiziers war unbekannt.


    Irgendwann Datum unbekannt ist er dann zur Steyer-Daimler-Benz AG nach Österreich gekommen. Dort soll er wohl was mit der Panzerdraisine gemacht haben. Rücksprache gestern mit mein Papa ergab das er Wohl etwas mit der Automatischen Kupplung zutun gehabt haben soll. Ob als Konstrukteur oder als Bediener ist mir unbekannt. Ich persönlich könnte mir vorstellen dass er vielleicht Fahrer einer Draisine war? Und den Mechanismus mit getestet hat. (Vermutung)...


    Wir haben die Bilder von Panzerzügen und Draisinen im Nachlass und er hat bis zum Tod erzählt das er mit den Panzerzügen unterwegs war. Genaues hat er mit ins Grab genommen. Er wollte nie drüber reden.


    Ich weiß bloß das er zum Ende des Krieges nach Österreich in Gefangenschaft gekommen sei. Da ist er irgendwie entlassen worden und so zurück nach Schleswig- Holstein gekommen.


    Kurze Info weiterhin...Eines der Kinder ist mit 1Jahr beim Luftangriff am 26.04.1945 auf Großenbrode um 22.45Uhr durch eine Luftmine umgekommen. Ziel war es eigentlich den Flugplatz zu treffen es sind die Christbaum Markierungen durch Wind aufs Dorf aber geweht und so wurden die Bomben am falschen Platz abgeworfen.


    Für mich ist das Interessant da das Kind knapp 1Jahr alt war wohl. D.h. mein UrUropa muss 1944 in Großenbrode gewesen sein. Um mit meiner Ururoma das Kind zu zeugen. Vielleicht Heimarturlaub?


    Ich hoffe jemand findet durch diesen Text neue Hinweise oder kann mir weiter helfen diese zu finden.


    Vielen Dank dafür.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus alias der Ahnenforscher

  • Hallo Markus, in dem Buch Armoured Trains von Paul Malmasseri sind auf Seite 212 zwei Fotos eines solchen Panzerzuges zu sehen. Dort heißt es, das ist PZ 60 bzw. PZ R. Dieser Zug war der einzige der Baureihe BP42, der zuerst zur Ausbildung verwendet wurde und später Fronteinsätze machte. Ab Februar 1944 erfolgten Einsätze nahe Lemberg (hier als PZ R) und danach Sicherung nahe Tarnopol. Dort wurde er im März schwer beschädigt und nach Warschau zur Reparatur gebracht. Dann verliert sich die Spur. Da die Züge BP42 aber alle fast gleich aussahen, kann es auch PZ 61 bis PZ 66 sein.

    Viele Grüße

    BM

  • Halloechen, Obwohl dieses Thread 1 jahr alt ist. So hatte ich Fragen.



    So Panzerzug 25, wurde in Frankreich Eingesetzt.

    Es Gebe wohl ein KStN Nr. 1169P Aus dem Jahr 1942 und Aus dem Jahr 1943, das 1169X.

    Und wass war dann als Kriegsstärke für das Jahr 1941, Vorgeschrieben?


    Denn soll mann Verstehen dann, dass der Panzerzug 25, sowie hier mitgeteilt ist, diese Teile als Ausrüstung benutzt? also wurde noch nicht von Panzer wagon Gesprochen, denn für 1943, als Aufstellung waren 2 Pz. 38t.


    "WAW" habe ich schon Gesucht um herauszufinden, bei Königsberg, durch meine Internet recherchen, findet man nichts.

    Es gab schon die Wagonfabrik L. Steinfurt.


    Und für die Preussische G10, hier handelt es sich um die BR 57, oder ein Andere? Denn in weitere Berichten, Also ja Pz. Zug 25, wurde mit G10 als Lock Benutzt: Pz. Zug Nr. 1-3-4-6-7-25-26-27-28-30 u. 31.

    Aber anderen, bekammen T14 (3 Pz. Züge) Pz. Zug Nr. 2-3-24

    und mit G5 Lock: Pz. Zug Nr. 21-22

    Grüße Gerard

    Edited once, last by leclerc ().

  • Sevus Elrik, WAW denke ich = WagenAusbesserungsWerk

    Abkürzungen Eisenbahn, Transportwesen, Eisenbahntruppen


    hier gab es schon Abkürzungen, und jedes mal bei dem Ende ?AW = AusbesserungsWerk

    hier habe diese deutsche webseite schon nachgeschaut.

    https://epoche2.modellbahnfrokler.de/dd/e2d_3702.html


    oder Dann weiter noch, mit dem Anfang WA? = Werkstättenamt. aber dann ein Weitere "W"

    https://www.bahnstatistik.de/Direktionen/RBD_Koenigsberg.htm

    Grüße Gerard

  • hier gab es schon Abkürzungen, und jedes mal bei dem Ende ?AW = AusbesserungsWerk

    hier habe diese deutsche webseite schon nachgeschaut.

    https://epoche2.modellbahnfrokler.de/dd/e2d_3702.html

    Hallo Gerard,

    bei der Eisenbahn gab es in dieser Zeit folgende Abkürzungen gebräuchlich:

    EAW = "EIsenbahn-Ausbesserungswerk" ( früher übliche Bezeichnung )

    Raw = "Reichsbahn-Ausbesserungswerk" ( zu Zeiten der Deutschen Reichsbahn )

    RAW = wie vor, jedoch ab ca. 1941 eingeführte Schreibweise mit Großbuchstaben.. ;

    PAW = Privat-Ausbesserungswerk ( Bezeichnung für Ausbesserungswerke der Industrie ).


    Allen gemein ist deren Aufgabe, an den Fahrzeugen die "schwere Instandhaltung" auszuführen. So zum Beispiel Instandsetzungen nach Unfall-Beschädigungen oder auch in den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitabständen die einzelnen Baugruppen und Teile zustandsbedingt aufzuarbeiten bzw. sogenannte Tauschteile gegen bereits vorher im Werk instandgesetzte Tele gleicher Art auszutauschen. Dabei wurden die Fahrzeuge in der Regel komplett in ihre Baugruppen zerlegt.

    Die Arbeiten wurden mit einer sogenannten Hauptuntersuchung ( "HU" ) abgeschlossen, die eine Funktionsprüfung aller Komponenten einschloß. War die HU erfolgreich, dann konnte das Fahrzeug wieder dem Betrieb übergeben werden.


    Hoffe ein wenig zum besseren Verständnis beigetragen zu haben,


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Muna lisa. Also hier dieser link, ist das originale Dokument in Deutsche sprache von der Wehrmacht.

    https://wwii.germandocsinrussi…e/432/mode/inspect/zoom/6


    Ich werde noch blemblem mit dieser "WAW" abkürzung.

    Also lesen sie mal bitte das original wehrmacht dokument durch, und Vieleicht, ihr Versteht besser der sinn für diese Abkürzung.

    Denn wurde von "Bezirk Reichbahndirektion" Gesprochen.


    hier gebe ich euch weiter noch die Pharus map oder die Karte, von Königsberg aus dem Jahr 1940

    http://retromap.ru/1419403_z16_54.694936,20.503771

    Wir kann richtig bemerken das bei Bahnhoff "Nord" Eine Menge in Rote Farbe "Industrien" mit Gleisen Verbunden waren, denn nah von dem Bahnhoff. Aber hier gab es kein Abkürzung oder namen von diese Industrien....


    und diesen link, spricht über die Alten famillien Industrielle wie in königsberg Gelebt hatten, und wo sie ihren Firma Gegrundet hatten.

    http://ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=2704

    Aber jetzt einen Famillien Namen Vieleicht für die Erste Buchtabe "W" zu finden???


    Und es gab Weiter noch Abkürzung "FAW" für Charkow Werk. Auch mit den Zügen zussamen hängt.

    Grüße Gerard

    Edited 2 times, last by leclerc ().

  • Hallo Gerard,

    auf die Schnelle und von unterwegs kann ich vorerst nur auf die erste Sache antworten.


    Beim Durchlesen des Schriftstücks wird mir klar, daß es sich bei der Schreibweise "WAW" nur um zwei Möglichkeiten handeln kann:

    a) ein Tippfehler. Es dürfte "EAW" gemeint sein und anstatt des " E " hat der Schreiber das daneben liegende "W" auf der Schreibmaschine erwischt... Dann hieße es also Eisenbahn-Ausbesserungswerk und das gab es in Königsberg auch.


    b) gerade in Verbindung mit EAW Königsberg könnte es sich aber auch um eine andere Bedeutung handeln:

    das Ausbesserungswerk Königsberg hatte neben Werksabteilungen für die Ausbesserung von Dampflokomotiven und Güterwagen auch eine Abteilung für die Ausbesserung von Weichen....

    Dann könnte es auch tatsächlich " WAW " geheißen haben: Weichen-Ausbesserungswerk Königsberg....


    Eigentlich sagt man bei den Eisenbahnen schon lange nur "Weichenwerk", vielleicht hat sich da aber der Schreiberling nicht so genau mit den Eisenbahn-üblichen Bezeichnungen ausgekannt oder es war eine nur ortsübliche Bezeichnung.


    Aber der Bezug zur Lokalität des Eisenbahn-Ausbesserungswerk Königsberg als Auffindeort des Panzerzuges ist sicherlich gegeben. ( und hätte ja auch Sinn, da die Fahrzeuge auch als reparaturbedürftig bzw. unvollständig etc. beschrieben sind... )


    Nach einer Adresse der Örtlichkeit oder weiterem kann ich von hier aus nicht suchen, da ich auf Arbeit bin..


    Hoffe, etwas geholfen zu haben.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.