Identifizierung Panzerzug WW2

  • Hallo Markus,


    interessante Aufnahmen, die ich allerdings nicht zuordnen kann.

    Beeindruckt hat mich die Aufnahme von dem einzeln stehenden "Panzer" mit vorne und hinten Regelspur-Zug- und Stoßeinrichtung der Eisenbahn. Das habe ich so portraitiert bisher nicht gesehen.


    Zu Deinen Fragen:

    kannst Du über den militärischen Werdegang Deines Vorfahren noch etwas mehr sagen zu dieser Zeit? ( Einheit / Feldpostnummer / Einsatzgebiet etc. ).
    Das würde sicherlich die Zuordnung des Zuges sowie der Einsätze erleichtern. Danke.


    Sei nicht überrascht, wenn einer der Spezialisten hier sich nicht gleich meldet. Er ist im Moment zeitlich sehr eingespannt. So wie ich ihn kenne, wird er sich aber später wohl dazu melden.

    (Herzliche Grüße an "Mr. M" ;-) )


    Dir und den anderen Interessierten wünsche ich einen schönen Sonntag

    und verbleibe mit Eisenbahner-Grüßen

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Uwe, danke erstmal für die Antwort.

    Ich habe gerade nochmal geschaut was ich noch für Bilder habe.

    Zum Werdegang kann ich nur sagen das er 1936 nach Eisennach auf die Burg zur Sicherung kam. Er war Uffz oder Feldwebel Dienstgrad.


    Irgendwie ist er dann nach Steyr, Oberösterreich (Steyr-Daimler-Puch AG) gekommen und hat dort mit Panzerzügen was gemacht mit gebaut oder die bewacht? Kein plan... er ist mit diesen dann unterwegs gewesen (siehe Bild Wowitz? Wo ist dies Russland) und ist dann zum Ende in Gefangenschaft gekommen nach Österreich. Irgendwann ist er frei gekommen und ist dann nach Schleswig- Holstein zurück gelaufen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Markus alias der Ahnenforscher.


    20201122_150745.jpg20201122_150720.jpg20201122_150910.jpg

  • Hallo Markus,


    vielen Dank für das Einstellen der interessanten Bilder.

    Bei dem Bahnhof könnte es sich um den von Milowitz (Milovice) nordostwärts von Prag handeln.

    Dort war ein großer Truppenübungsplatz.

    Anbei aktuelle Bilder zum Vergleich. Interessant sind die abgerundeten Fensterstürze.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Bernhard,

    also Bildlich kann das der Bahnhof sein. Ich versuche mal alte Bilder des Bahnhofes zu finden.

    Danke erstmal für den Hinweis

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus alias der Ahnenforscher

  • Hallo Bernhard,


    nur ein kleiner Mosaikstein da ich kein Panzerzugspezialist bin:

    Es gibt ein Foto, auf dem man erkennen kann, dass der schwere Panzerzug mi 7,5 KwK L/ 24 von Bild 7 mit 8 Wagen im Bahnhof von Milovice steht.*

    Auf Bild 7 sieht man offensichtlich den Kommandowagen, erkennbar an der Rahmenantenne.


    Gruß Karl


    * Waffen Arsenal Highlight Band 1 " Deutsche Panzerzüge im II. WK".

  • Hallo Miteinander,

    danke Berbhard und Karl,

    Zu A) sehr Interessant. Vielleicht war ja mein UrUropa darauf und würde direkt in Osterreich darauf geschult.


    Zu B) ist es dort nun der Panzerzug 10 oder der 204 (gab es überhaupt so viele) ich bin dort noch nicht so drinn. Hab mir gerade ein Buch bestellt.

    Aber sehr interessant.

    Hat jemand von euch die Listen der Besatzung oder weiß jemand wo ich die finde? Währe ja Super wenn ich Hier mein Opa finden könnte schon.


    Zu Karl's Post: super danke für die Bestätigung das der Bahnhof Milowitz (Milovice) nordostwärts von Prag ist.


    Grüße aus Schleswig Holstein

    Markus alias der Ahnenforscher

  • Hallo Markus,


    hier in diesem russischen Online-Archiv mit tausenden eingescannten deutschen Dokumenten gibt es etliche Ordner zum Thema Panzerzüge, u. a. über 500 Seiten Original-Einsatzberichte.

    http://wwii.germandocsinrussia…findbuch-12451-okh?page=2


    Ich habe das Archiv nicht systematisch ausgewertet. Mir sind aber schon folgende Ordner zu Panzerzügen "über den Weg gelaufen":

    444 / 445 / 457 / 494 / 494 / 518


    Gruß

    Bernhard

  • Hallo Markus,


    von den Zahlen musst du dich nicht beeindrucken lassen. Das hatte oft taktische - Täuschungsgründe usw.


    Gruß Karl

    Hallo Karl, danke für die Info. Macht Sinn.

    Ist bekannt welcher Zug die Ausbildung durchgeführt hat? Ich hab in den Dokumenten aus Russland vermehrt 10 gelesen. Aber auch irgendwie 204. Gab es 2 oder würde der gleiche Zug unter anderen Namen genannt?


    Mit freundlichen Grüßen

    Markus alias der Ahnenforscher

  • Hallo Bernhard, danke für die Info. Ich werde da mal suchen und hoffen das ich dort was finde.


    Mit freundlichen Grüßen

    Markus alias der Ahnenforscher

  • Hallo Karl, danke für die Info. Macht Sinn.

    Ist bekannt welcher Zug die Ausbildung durchgeführt hat? Ich hab in den Dokumenten aus Russland vermehrt 10 gelesen. Aber auch irgendwie 204. Gab es 2 oder würde der gleiche Zug unter anderen Namen genannt? (...)

    Hallo Markus,


    ich kann Dir zwar hierzu nur vom Grundsatz her antworten, aber vielleicht hilft das bei der Richtungsfindung bei der weiteren Recherche...


    Im allgemeinen sollten Ausbildungseinheiten den "Nachwuchs" an dem Gerät ausbilden, das auch an der Front bei den aufzufüllenden Einheiten vorhanden war.

    Anders ausgedrückt: ein baugleiches Exemplar der Waffe oder des Geräts diente zur Ausbildung.

    Soweit die Theorie...


    Bei den Panzerzügen gab es praktisch keine "Serien-Ausführung". Zumeist waren es alte Züge aus der Zeit des I. WK oder oftmals auch Beutefahrzeuge aus allerlei Ländern. Vereinzelt wurden auch im Einsatzgebiet Züge "behelfsmäßig" gepanzert und wurden dann auch als "Panzerzug" bezeichnet..

    Somit möchte ich annehmen, daß in den meisten Fällen nicht das einzelne Panzerzug-Exemplar "in der Heimat" zur Ausbildung des Nachwuchses herangezogen wurde, sondern eher ein "allgemeiner" Panzerzug zur Verfügung stand ( Achtung: Annahme ! ) und die konkrete Einweisung in die Besonderheiten des jeweils einzelnen Zuges dann im Frontbereich bzw. einem im rückwärtigen Bereich gelegenen Übungsgelände erfolgte. Sonst hätte ja jeweils ein größerer Transportaufwand über die eh schon überlasteten Bahnstrecken erfolgen müssen, samt Brennstoffverbrauch... ...und erhöhter Verlustgefahr in Folge von Partisanen- / Banden-Angrffen auf der Fahrtroute. Zudem hätte dann der einzelne Panzerzug im Einsatzgebiet der Truppe gefehlt...

    ( Meine Annahmen aufgrund vergleichender Betrachtung, kann ich nicht durch Erst-Quellen im Bereich Panzerzug belegen )


    Wie üblich : "Keine Regel ohne Ausnahme" - bei den von Dir mit Bild vorgestellten gepanzerten Einzelfahrzeugen aus dem Hause Steyr dürfte es anders gewesen sein, da sie ja neu konzipiert und frisch gefertigt wurden. Hier wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein "Muster-Exemplar" der Ausbildungseinheit zur Verfügung gestanden haben. Nicht unüblich war ja auch, bei neu gefertigten Fahrzeugen diese gleich mit einer "Stamm-Besatzung" in Richtung Einsatzgebiet zu senden.


    Vielleicht hilft Dir meine Einschätzung etwas bei der Betrachtung der konkreten Ereignisse mit der von Dir betrachteten Einheit.

    Leider kann ich mich im Moment nicht bei der Quellen-Recherche zu diesem mich sehr interessierenden Themas beteiligen, da ich durch andere Recherche-Themen im Moment ausgelastet bin. Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei der weiteren Recherche und freue mich schon, bei Gelegenheit hier "mitlesen" zu dürfen.

    Bei Fragen mit Eisenbahnbezug / zum Thema Bahnbetrieb bin ich gerne behilflich.


    Herzliche Eisenbahner-Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Markus,

    zum Thema "Panzerzüge" gibt es ein ausführliches Buch

    von Wolfgang Sawodny. Auf dem Einband ist eines Deiner

    gepanzerten Einzelfahrzeuge dargestellt.

    MfG. Dieter

  • hallo Dieter,

    besitzt Du das Buch? Könntest Du bitte nachsehen, wie dieses außen abgebildete Fahrzeug mit dem Panzerturm bezeichnet wird?

    Danke, Hector

  • Hallo Hector ja ich besitze das Buch.

    Bin z. Zt. unterwegs, schau Morgen

    mal nach.

    MfG Dieter

  • Hallo Markus,


    die abgebildeten Panzerdraisinen (u.a. mit dem Turm vom P IV) wurden von der Firma Steyr gebaut und ab 1944 auch zur "Bandenbekämpfung" eingesetzt.


    Siehe auch hier

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo,


    wenn man die Panzerdraisine auf dem Bild von Markus mit der auf dem Buchtitel vergleicht,

    - findet man keinen Unterschied.

    - die Beulen im Auspufftopf sind soweit identisch.

    - die Astkombination der Bäume im Hintergrund ist identisch.


    Ich gehe davon aus, dass es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um ein und das selbe Fahrzeug handelt.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Bernhard, so genau hatte ich mir das Foto noch nicht angeschaut. Mein Buch kommt erst morgen davon. Interessant finde ich an den beiden Bildern das die Winkel der Aufnahme Unterschiedlich sind. Beim Baum würde ich zu 100% zustimmen das ist der gleiche. Also gleiches Fahrzeug am gleichen Ort aber zu unterschiedlichen Uhrzeiten.


    Nach Rücksprache mit mein Vater hat er mir erzählt das mein UrUropa die Panzerwagen Typ Steyr K2670 wohl mit gebaut hat und diese dann benutzt hat an der Front. Ist das Fahrzeug K2670 direkt im Panzerzug gewesen oder ist es einzelnd rumgefahren?


    Schöne Grüße

    Markus alias der Ahnenforscher

  • An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.