• Moin alle zusammen.

    die Pz.Jäger.Abt. 281 meldet zum 1.12.1944 folgenden Bestand an Kampfpanzern:
    4 Sherman

    7 T34

    4 T43.


    Das mit dem T43 verstehe ich nicht. Laut Wiki gab es nur zwei Prototypen. Wie kann die Einheit dann vier gehabt haben?


    Viele Grüße

    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo Sinclair,


    mit der Anzahl der T43 Prototypen hast Du völlig recht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass damit 4 T34/85 gemeint waren, deren Konstruktion ja auch auf Erkenntnisse der T43 -Entwicklung zurück ging:/.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo Sinclair,


    den T 43 gab es, entwickelt im Winter 42/43, ein abgeänderter T 34,vor allem in der Panzerung, der sich mit der 7,62 cm Kanone nicht durchsetzen konnte. Es folgte der T 34 mit der 8,5 cm Kanone.


    ( Milson, John: "Die russischen Panzer) S. 152


    Gruß Karl

  • Hallo Ihr beiden,


    ja das könnte so gewesen sein. Die Interne Bezeichnung der Russen T34/85 war in der 281. I.D. vielleicht nicht bekannt.


    Greetz Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Tag allerseits,


    die Sowjets wählten damals das Jahr der Entwicklung eines Panzers zur Typisierung. Dabei ist es auch geblieben. Putins neuester Panzer T 14 beweist dies. Er entstand 2014.


    Grüße

    Bert

  • Hallo Sinclair,


    wahrscheinlich war bei der 281. Inf.Div. auch die Bezeichnung "Pz.Kpfw. 747(r)" nicht bekannt8o.....


    Beste Grüsse

    Ingo


    PS: Der T 44 kann nicht gemeint sein, denn meines Wissens kam dieser neueste sowjetische Panzer im 2.WK nicht mehr an die Front:/...

  • Hallo Bert, hallo Ingo,


    danke Bert, das macht als Erklärung Sinn.

    #Ingo. Die 281. ID war als stolzer Eigentümer von Kampfpanzer sicher auch neu im Geschäft.


    VG

    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo,


    Die Interne Bezeichnung der Russen T34/85 war in der 281. I.D. vielleicht nicht bekannt.

    Nein, der T 43 war kein T 34, sondern ein, sagen wir mal eine Entwicklung zwischen T 34 und T 34/ 85. Die Bezeichnung lautete T 43.

    Nach meinen bisherigen Recherchen gab es 3 Prototypen. Mal sehen.

    Ist der T 43 denn in "Fremdes Gerät" aufgenommen?


    Gruß Karl

    Edited 2 times, last by Karl Grohmann: Berichtigung ().

  • Hallo zusammen,

    Ich denke eher es wird der T-34 Modell 1943 mit seinem Hexagonalturm und 2 Luken ("Micky Maus") damit gemeint gewesen sein.

    Beste Grüße

    Edu

  • Hallo zusammen,


    ob T 34 Modell 41, T34 Modell 42, T34 Modell 43 oder T34/85:/....... Mangels näherer Angaben in der Bestandsmeldung der Pz.JägerAbt. 281 können wir uns alle nur in fruchtloser "Kaffeesatz-Leserei" versuchen?(.8o....


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo Karl,


    da der T 43 (wohl) nur mit 2 Prototypen gebaut wurde, vermute ich, das er - mangels Kenntnis der Wehrmacht von seiner Existenz- keine deutsche "Fremdgerätenummer" erhalten hat:/


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Hallo Forumsmitglieder,

    die Männer der Pz.Jg.Abt. 281 kannten sich halt besser aus als ihr ;)

    Sie hatten die "Panzererkennungstafel 2, Die sowjet-russische Panzerwaffe, Stand 1.7.1944" zur Hand.

    Darin wird unterschieden zwischen

    - 26 Tonner PzKpfw T34 (Tank T34), Serienbezeichnung T34 A, T34 B und T34 B mit Gußturm,

    - 29 Tonner PzKpfw T34 neuer Art (Tank T34 oder T43),

    - 30 Tonner PzKpfw T34 - 85 (Tank T34 - 85).

    Dabei sollen es sich nach der Tafel bei den Bezeichnungen in der Klamer um die sowjetischen Bezeichnungen handeln!

    Von der Wehrmacht (nicht nur Pz.Jg.Abt. 281) als T43 bezeichnete T34 waren sollche vom Baumuster 1943 ohne und mit

    Kommandantenkuppel.


    Beste Grüße

    Werner

  • Hallo zus.


    mit den zeitgenössischen Panzertypenbezeichnungen habe ich auch schon öfters gehadert.


    Ich werfe noch den KW-85 (mit 8,5cm) als T43 in den Ring, denn der ist auch kleinerer Stückzahl an die Front gekommen,

    als Ablösung vom KW-I (mit 7,6cm). Irgendwo habe ich mal ein Bild eines abgeschossenen Exemplars gesehen.


    Abweichend von der genannten Jahreszahl der Entwicklung wurde hier das Kaliber der Kanone in der Typenbezeichnung gewählt.

    Der Panzer hatte einen ähnlichen Turm wie der spätere T34-85 auch mit 8,5 cm Kanone.

    Vermutlich hatte man dann gemerkt, dass der breitere KW-Typ auch eine 12cm Kanone tragen konnte, daraus wurde dann der Stalin-Panzer.

    Und der T34 bekam ab 1944 die 8,5cm Kanone.


    Grüße, ZAG

  • Hallo zusammen,


    Werner hat das Rätsel gelöst. Die Panzererkennungstafeln standen den Truppen ja zur Verfügung, anders als Unterlagen zu irgendwelchen Prototypen (obwohl der US-Typ M6 Dreadnought auch darin vorkommt, der nie die Front erreicht hat). Die Bezeichnung 'T-43' ist mir dort auch aufgefallen, aber ich habe nicht damit gerechnet, sie jemals 'in Verwendung' zu sehen. Ich dachte, jedem Landser würde 'T-34' ausreichen...


    Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Guten Tag ans Forum,


    der T-43 wurde in zwei Prototypen, sprich Modellvarianten, gebaut. Das heiß ja nicht, dass nur ein Stück von jeder Modellvariante, also insgesamt zwei Stück Prototypen T-43 gebaut wurden.

    Über die Gesamtzahl der produzierten T-43 wurde somit keine Aussage getroffen und lesen konnte ich darüber nichts.

    Sinclair dürfte meiner Einschätzung nach bei seiner Textanalyse über den T-43 das Geschriebene nicht korrekt ausgelegt haben.

    Werner (Steyr 26) dürfte bei der Problemlösung den Nagel auf den Kopf getroffen haben.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Guten Tag,


    Werner hat eindeutig eine sinnvolle Erklärung geliefert. Danke dafür.

    Wo ich eine Textanalyse gemacht habe bleibt gehiemnisvoll. Ich hatte einfach ne Frage gestellt.


    Danke an alle

    Grüße aus der nds. Tundra

    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo Dmitry,


    In der 'Anlage zur H.Dv. 469/2 Panzererkennungstafel Sowjetrussische Panzerwaffe' ist tatsächlich der T 34 mit geschweißtem Turm (und nach der Abbildung mit Kommandantenkuppel) auch als T 43 bezeichnet. Diese Tafeln dienten der Fronttruppe zur Identifizierung und Ansprache feindlicher Panzer und war denen sicherlich eher geläufig als Informationen über nicht eingeführte Prototypen, also lassen wir die Wikipedia mal außen vor.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Sinclair,


    Verstehe ich das richtig?

    Das sind die Panzer welche bei der Panzer Jäger Abteilung im Einsatz waren zu diesem Zeitpunkt?


    Also der T43 (der Panzer von dem es nur 2 Prototypen gab) war dem deutschen Heer vermutlich bekannt und sie wussten auch etwa was das für ein Panzer war.

    Ich bin vor einiger Zeit mal über diese Erkennugnstafeln gestolpert (obwohl ich nicht sicher sagen kann ob die wirklich echt sind).


    Die Sowjet Union produzierte ab 1943 im Grunde nur noch 3 Panzertypen T34, KW und T26, alle anderen Panzertypen, Panzerjäger und Sturmgeschütze wurden auf dem Fahrgestell dieser 3 Typen gebaut.


    Gruß

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  • In der 'Anlage zur H.Dv. 469/2 Panzererkennungstafel Sowjetrussische Panzerwaffe' ist tatsächlich der T 34 mit geschweißtem Turm (und nach der Abbildung mit Kommandantenkuppel) auch als T 43 bezeichnet. Diese Tafeln dienten der Fronttruppe zur Identifizierung und Ansprache feindlicher Panzer und war denen sicherlich eher geläufig als Informationen über nicht eingeführte Prototypen, also lassen wir die Wikipedia mal außen vor.

    Hallo Thomas,


    Danke Dir fur den Hinweis. Ich habe den Artikel "T-43" noch einmal gelesen:


    Nach Tests in Kubinka wurde entschieden, den T-43 nicht in Serie herzustellen.


    Der Panzer es nicht zu den Truppen schaffte, aber der Name "T-43" kam zur Sprache. Verstehe ich das richtig ?

    Wie ist das möglich ?

    Gruß Dmitry