Diskussionsthread zum Besuchsbericht der Gedenkstätten Auschwitz

  • Hallo Thomas,

    es führt gnadenlos all den "Rechten", den Revisionisten vor Augen,

    wie verbrecherisch das Deutsche Reich agiert hat.

    glaubst du wirklich das bringt ein Umdenken bei dem braunen Sumpf? Ich habe da grösste Zweifel, da die im Normalfall unbelehrbar sind.

    Exkurs: Und die Hamas ist genauso unbelehrbar.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen,


    nach Auschwitz und Bergen-Belsen ging Shalom Weiss nach Israel, wo er ohne Schulabschluss und Ausbildung bei den Erdölraffinerien in Haifa als einfacher Arbeiter begann und zum Generaldirektor dieser Raffinerien und zum Boss von mehreren Tausend Arbeitern wurde.


    Aus "Wie konntest Du Mensch sein in Auschwitz" von Shalom Weiss:


    Von dieser Bühne hält ein junger gepflegter Mann eine Rede, auch er in Streifenkleidung, aber diese Kleidung ist sauber und gebügelt. Der Mann ist unverschämt, streng und stellt sich als der "Älteste des Zigeunerlagers von Auschwitz-Birkenau" vor.

    "Und jetzt schaut mal zu, was ich mache" - und als er das sagt, tritt er mit seinem genagelten Stiefel mit unfassbarer Heftigkeit in das Gesicht vom Uhrmacher Katzenkopf, der in der ersten Reihe mit dem Gesicht zur Bühne steht. Katzenkopf bricht lautlos zusammen, und der Mann erklärt, dass diese Leiche sofort zum Krematorium gebracht wird und dass er das nur gemacht habe, um seine absolute Autorität über die Häftlinge (damit meint er uns) zu demonstrieren.

    Nachdem er in Kürze die Lagerordnung vorgelesen hat, erklärt der Lagerälteste, daß sich hier im Zigeunerlager wir, die Juden, uns auf der untersten Stufe befinden, das bedeutet: Wir müssen jedem Zigeuner gehorchen in allem, was er sagt und befiehlt.

    ....

    Und einer der Altgedienten, dem man das genau ansehen kann, antwortet auf meine Frage, wann wir wieder unsere Eltern und Geschwister treffen, indem er auf die Schornsteine, die Rauch und Flammen ausstoßen, zeigt und sagt: "Hier, dort, in dieser Minute steigen sie in den Himmel."

    ....

    Kaum strecke ich meine Hand zu einem Päckchen Seife aus, da klären mich die "Altgedienten" auf, indem sie sagen, dass diese Seife aus den Leichen von Juden gemacht sei, die man aus den Gaskammern herausgeholt hat. Ich schaue mich um, und in der Tat zweifelt keiner der Häftlinge daran und alle vermeiden es, die Seife auch nur zu berühren.

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    Einer der Knaben wurde mit einem herzzerreißenden Schrei wach und behauptete, dass ihm seine Brotration, fast eine ganzen Scheibe, die er für den folgenden Tag aufbewahrt hatte, gestohlen worden war. Der Verdacht fiel auf einen Häftling, der in der Pritsche unter dem unglücklichen Jungen lag. Der Häftling leugnete die furchtbare Beschuldigung, aber gegen Mittag fiel er irgendwie unter die Räder der Lokomotive des Kohlezugs und war auf der Stelle tot.

    ....

    Außerdem wurden zwei Häftlinge, die zu nahe an den Zaun gingen, um eine Kartoffel aufzuheben, die sie vorher dort hingeworfen hatten, um bei der Kontrolle nicht erwischt zu werden, geschockt, verkohlt und zur Sicherheit noch vom Wachturm erschossen.

    ....

    Weihnachten kommt, und der Wehrmachtsoldat ist besoffen und hat erhebliche Gewissensbisse. Er teilt uns mit, wie sehr er den verfluchten Krieg leid ist und wie sehr er es bedauert, weil wir in solchen Verhältnissen gehalten werden, obwohl wir vollkommen unschuldig sind. Und dann wirft er plötzlich sein Gewehr auf den Boden, öffnet die Tür der Baracke und schreit: "Geht jeder, wohin seine Füße ihn tragen, ich erlaube es euch. Es ist mir egal, welches Schicksal ich erleide. Geht, geht!"

    Mit größter Mühe beruhigen wir ihn, denn wenn die Sache bekannt würde, dann brächte man den Soldat der "Herrenrasse" für sein schändliches Benehmen für immer zum Schweigen.


    Grüße

    Jockel

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