Diskussionsthread zum Besuchsbericht der Gedenkstätten Auschwitz

  • Hallo Thomas,

    es führt gnadenlos all den "Rechten", den Revisionisten vor Augen,

    wie verbrecherisch das Deutsche Reich agiert hat.

    glaubst du wirklich das bringt ein Umdenken bei dem braunen Sumpf? Ich habe da grösste Zweifel, da die im Normalfall unbelehrbar sind.

    Exkurs: Und die Hamas ist genauso unbelehrbar.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen,


    nach Auschwitz und Bergen-Belsen ging Shalom Weiss nach Israel, wo er ohne Schulabschluss und Ausbildung bei den Erdölraffinerien in Haifa als einfacher Arbeiter begann und zum Generaldirektor dieser Raffinerien und zum Boss von mehreren Tausend Arbeitern wurde.


    Aus "Wie konntest Du Mensch sein in Auschwitz" von Shalom Weiss:


    Von dieser Bühne hält ein junger gepflegter Mann eine Rede, auch er in Streifenkleidung, aber diese Kleidung ist sauber und gebügelt. Der Mann ist unverschämt, streng und stellt sich als der "Älteste des Zigeunerlagers von Auschwitz-Birkenau" vor.

    "Und jetzt schaut mal zu, was ich mache" - und als er das sagt, tritt er mit seinem genagelten Stiefel mit unfassbarer Heftigkeit in das Gesicht vom Uhrmacher Katzenkopf, der in der ersten Reihe mit dem Gesicht zur Bühne steht. Katzenkopf bricht lautlos zusammen, und der Mann erklärt, dass diese Leiche sofort zum Krematorium gebracht wird und dass er das nur gemacht habe, um seine absolute Autorität über die Häftlinge (damit meint er uns) zu demonstrieren.

    Nachdem er in Kürze die Lagerordnung vorgelesen hat, erklärt der Lagerälteste, daß sich hier im Zigeunerlager wir, die Juden, uns auf der untersten Stufe befinden, das bedeutet: Wir müssen jedem Zigeuner gehorchen in allem, was er sagt und befiehlt.

    ....

    Und einer der Altgedienten, dem man das genau ansehen kann, antwortet auf meine Frage, wann wir wieder unsere Eltern und Geschwister treffen, indem er auf die Schornsteine, die Rauch und Flammen ausstoßen, zeigt und sagt: "Hier, dort, in dieser Minute steigen sie in den Himmel."

    ....

    Kaum strecke ich meine Hand zu einem Päckchen Seife aus, da klären mich die "Altgedienten" auf, indem sie sagen, dass diese Seife aus den Leichen von Juden gemacht sei, die man aus den Gaskammern herausgeholt hat. Ich schaue mich um, und in der Tat zweifelt keiner der Häftlinge daran und alle vermeiden es, die Seife auch nur zu berühren.

    ....

    Einer der Knaben wurde mit einem herzzerreißenden Schrei wach und behauptete, dass ihm seine Brotration, fast eine ganze Scheibe, die er für den folgenden Tag aufbewahrt hatte, gestohlen worden war. Der Verdacht fiel auf einen Häftling, der in der Pritsche unter dem unglücklichen Jungen lag. Der Häftling leugnete die furchtbare Beschuldigung, aber gegen Mittag fiel er irgendwie unter die Räder der Lokomotive des Kohlezugs und war auf der Stelle tot.

    ....

    Außerdem wurden zwei Häftlinge, die zu nahe an den Zaun gingen, um eine Kartoffel aufzuheben, die sie vorher dort hingeworfen hatten, um bei der Kontrolle nicht erwischt zu werden, geschockt, verkohlt und zur Sicherheit noch vom Wachturm erschossen.

    ....

    Weihnachten kommt, und der Wehrmachtsoldat ist besoffen und hat erhebliche Gewissensbisse. Er teilt uns mit, wie sehr er den verfluchten Krieg leid ist und wie sehr er es bedauert, weil wir in solchen Verhältnissen gehalten werden, obwohl wir vollkommen unschuldig sind. Und dann wirft er plötzlich sein Gewehr auf den Boden, öffnet die Tür der Baracke und schreit: "Geht jeder, wohin seine Füße ihn tragen, ich erlaube es euch. Es ist mir egal, welches Schicksal ich erleide. Geht, geht!"

    Mit größter Mühe beruhigen wir ihn, denn wenn die Sache bekannt würde, dann brächte man den Soldat der "Herrenrasse" für sein schändliches Benehmen für immer zum Schweigen.


    Grüße

    Jockel

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  • Hallo Rainer, weder der "Braune Sumpf" noch die Hamas sind belehrbar, schreibst Du. Ich teile Deine Meinung.

    Dieser Tage wurde in Nordhausen/Thüringen nachts ein Molotov- Cocktail an die Fassade eines Rathauses geworfen.

    Die deutsche und die israelische Fahne wurden leicht angekokelt.

    Im Forum "nnz.nordhausen" wurde gefragt, warum die Stadtverwaltung eine israelische Fahne aufgehängt hat.

    Ein Forumsteilnehmer befasste sich mit dieser Frage.

    Nordhausen hat bis 1945 viele jüdische Bürger verloren. Stolpersteine gedenken ihrer.

    Hier nun der Beitrag des "DDR-Facharbeiters" im nnz-forum nordhausen.

    Ich wage ihn zu veröffentlichen, weil in diesem thread über die jüdischen Opfer in den KZ's nach meiner Meinung auch die Opfer der israelischen Nachkommen deutscher und österreichischer Juden gewürdigt werden sollten.

    Gruss jostdieter

    Quote from nnz-forum nordhausen

    DDR-Facharbeiter | Uns Nordhäusern steht Solidarität mit Nachkommen deutscher Juden gut an.

    "Der Staat Israel aber wird sich auch im momentanen Konflikt als wehrhafte Demokratie - wie schon 1972 - weder von individuellem Terrorismus, noch vom Bombenterror der Hamas oder den politischen Zielen links- oder rechtsradikaler Judenhasser aufhalten lassen." Zitat Olaf Schulze, nnz-forum

    Am 5.September 1972 wurden bei der Geiselbefreiung auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck die israelischen Nachkommen deutscher/österreichischer Juden mit den Familien-Namen Mosche Weinberger, David Berger, Seew Friedmann, Josef Gutfreund, Kehat Schorr, Andre Spitzler, Jaakow Springer, Josef Romano sowie der deutsche Pilot Anton Fliegerbauer und der Israeli Eliser Haclan von arabischen Terroristen ermordet.

    Ich zweifele nicht daran, dass es uns Nordhäusern mit jüdischen Mitbürgern und ihren Stolpersteinen gut ansteht, Solidarität mit Israel und seinen Nachkommen deutscher Juden zu zeigen.

    Die Namen wurden der Gedenktafel an die Ermordung israelischer Sportler am 5. September 1972 auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck entnommen. Der Hubschrauber-Pilot Anton Fliegerbauer war ein deutscher Polizeibeamter.

    Gruss jostdieter

  • Hallo zusammen,


    Noah Klieger, 1925 in Straßburg geboren und 2018 in Tel Aviv gestorben, wurde nach der Staatsgründung einer der bekanntesten Sportjournalisten Israels. Ankunft in Auschwitz 1943.


    Aus "NOAH VON EINEM, DER ÜBERLEBTE":


    Ich weiß, es ist schwer zu ertragen, aber es war so.

    ....

    Bis vor wenigen Stunden waren sie normale Menschen gewesen, Architekten, Metzger, Professoren, Schüler, Journalisten, Flötenspieler. Menschen mit Sorgen, Gefangene, aber Menschen mit Zukunft. Nun standen sie nackt und barfuß im Schnee in einer Halle, die von außen verriegelt war, über ihnen der Himmel.

    ....

    Ein Mann mit taillierter Häftlingsjacke und blank geputzten Stiefeln trat vor die Nackten.

    "Ich bin der Lagerälteste. Bei uns herrschen Ordnung und Sauberkeit", sagte er so laut, dass alle ihn hören konnten. Er ließ sich einen Knüppel geben und schlug den Menschen tot, der vor ihm stand.

    "Habt ihr mich verstanden?" rief er.

    ....

    Nie vorn gehen, weil die vorn totgeschlagen werden können. Nie hinten gehen, weil die hinten totgeschlagen werden können. Nicht langsamer arbeiten als die anderen, weil du sonst totgeschlagen wirst, nicht schneller, weil sonst die anderen langsam aussehen und dich nachts erwürgen.

    ....

    Noah schwor sich im Lager, sollte er wider alle Wahrscheinlichkeit jemals hier rauskommen, dann würde er sein Leben dem Kampf für die Gründung eines Staates Israel widmen und heimkehren in die Heimat seiner Vorväter.

    ....

    Noah hatte als Kind an Gott geglaubt. Seine Eltern waren gläubige Juden gewesen. Noah Klieger hatte Mengele überlebt, aber er hatte verstanden, Gott war ein Niemand. Gott hatte Auschwitz erlaubt. Es gab keine Arche.


    Grüße

    Jockel

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  • Hallo zusammen,


    Primo Levi, am 31.7.1919 in Turin geboren, studierte Chemie. 1944 wurde er als Jude und Mitglied der Resistenza verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und kehrte nach Italien zurück, wo er bis 1977 in der chemischen Industrie arbeitete. Danach freier Schriftsteller. Er starb durch Selbstmord am 11.4.1987 in Turin.


    Aus einem Brief Primo Levis an den Übersetzer seines Buchs "Ist das ein Mensch":


    "Ich habe das deutsche Volk nie gehasst. Ich begreife nicht, ich ertrage nicht, daß man einen Menschen nicht nach dem beurteilt, was er ist, sondern nach der Gruppe, der er zufällig angehört. Und seit ich Thomas Mann kenne, seitdem ich ein bißchen Deutsch gelernt habe (ich lernte es im Lager!), weiß ich auch, daß es in Deutschland etwas gibt, was Gültigkeit hat, daß Deutschland, heute im Schlaf liegend, trächtig ist und eine Brutstätte ist, gleichzeitig Gefahr und Hoffnung für Europa.

    Doch ich kann nicht sagen, daß ich die Deutschen verstehe. Und was man nicht verstehen kann, bildet eine schmerzhafte Leere, ist ein Stachel, ein dauernder Drang, der Erfüllung fordert."


    "Ist das ein Mensch" von Primo Levi beschreibt das Jahr, das Levi in Auschwitz verbracht hat: vom Februar 1944 bis Januar 1945:


    "Da merken wir zum erstenmal, daß unsere Sprache keine Worte hat, diese Schmach zu äußern, dies Vernichten eines Menschen. In einem einzigen Augenblick und fast mit prophetischer Schau enthüllt sich uns die Wahrheit: Wir sind in der Tiefe angekommen. Noch tiefer geht es nicht; ein noch erbärmlicheres Menschendasein gibt es nicht, ist nicht mehr denkbar."

    ....

    "Ich glaube nicht an den so augenfälligen und einfachen Schluß, daß der Mensch von Natur aus so brutal, egoistisch und töricht sei, wie er sich zeigt, wenn ihm jeder zivilisatorische Überbau entzogen wird. Ich glaube lediglich, man kann hier schlußfolgern, daß Entbehrung und größtes körperliches Leiden viele Gewohnheiten und viele soziale Regungen zum Verstummen bringen."

    ....

    Primo Levi wurde dem »Chemie-Kommando« zugeteilt und bekam die Order, zum Nachweis seiner Eignung eine Prüfung abzulegen. Als Prüfer fungierte ein gewisser Dr. Wilhelm Pannwitz aus der Unterabteilung Polymerisation der Buna-Werke:


    "Was wir alle über die Deutschen dachten und sagten, war in dem Augenblick unvermittelt zu spüren. Der jene blauen Augen und gepflegten Hände beherrschende Verstand sprach: "Dieses Dingsda vor mir gehört einer Spezies an, die auszurotten selbstverständlich zweckmäßig ist. In diesem besonderen Fall gilt es, festzustellen, ob nicht ein verwertbarer Faktor in ihm vorhanden ist."

    ....

    Bombardierung Oberschlesiens ab August 1944:


    "Auch die Reichsdeutschen im Lager, die Politischen inbegriffen, spüren in der Stunde der Gefahr wieder die Verbundenheit mit Blut und Boden. Dieser neue Umstand bringt die Verwirrung von Haß und Unverständnis auf ihre elementarste Form zurück, bewirkt eine nochmalige Scheidung der beiden Lager: Die Politischen, nicht anders als die Grünen Dreiecke (Kriminelle) und die SS erkennen - zu Recht oder Unrecht - auf jedem unserer Gesichter die Schadenfreude und die böse Lust der Rache.

    Darin sind sie sich einig, und ihr Wüten verdoppelt sich."

    ....

    "Die Polen arbeiten nicht mehr, die Franzosen gehen wieder erhobenen Hauptes. Die Engländer Zwinkern uns zu, grüßen uns heimlich mit dem "V" des Zeige- und Mittelfingers; und nicht immer heimlich.

    Aber die Deutschen sind taub und blind, verschlossen in einem Panzer von Starrsinn und bewußter Unkenntnis. Schon wieder haben sie einen Termin für die Produktionsaufnahme des synthetischen Gummis festgelegt, den 1. Februar 1945. Sie bauen Luftschutzräume und Splittergräben, reparieren die Schäden, bauen, kämpfen, kommandieren, organisieren und töten.

    Was sollten sie auch sonst tun? Es sind Deutsche: dieses ihr Handeln ist nicht überlegt und vorsätzlich, sondern entstammt ihrer Natur und dem Schicksal, das sie sich erwählt haben. Sie könnten gar nicht anders: Verwundet man den Leib eines Sterbenden, beginnt die Wunde zu verheilen, selbst wenn der ganze Körper am nächsten Tag sterben wird."


    Grüße

    Jockel

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  • Hallo zusammen,


    Viktor Emil Frankl geboren am 26.3.1905 in Wien, gestorben am 2.9.1997,

    Professor für Neurologie, Psychiatrie und Logotherapie.


    Als Juden wurden er, seine Frau und seine Eltern am 25. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Sein Vater starb dort 1943, seine Mutter wurde in der Gaskammer von Auschwitz ermordet, ebenso sein Bruder Walter, seine Frau starb im KZ Bergen-Belsen. Frankl wurde am 19. Oktober 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz gebracht. Danach in die Außenlager des KZ Dachau, Kaufering III und Türkheim.

    Am 27. April 1945 wurde er in Türkheim von der US-Armee befreit.


    Aus "...TROTZDEM JA ZUM LEBEN SAGEN" von Viktor E. Frankl:


    Plötzlich ein Aufschrei aus der ängstlich wartenden Menge der Leute im Waggon: "Hier eine Tafel - Auschwitz!" Wohl jeder muß in diesem Augenblick fühlen, wie das Herz stockt. Auschwitz war ein Begriff, war der Inbegriff von undeutlichen, aber dadurch um so schreckhafteren Vorstellungen von Gaskammern, Krematoriumsöfen und Massentötung!

    ....

    Nun steht er vor mir: groß, schlank, fesch, in tadelloser und blitzblanker Uniform - ein eleganter, gepflegter Mensch, voll Distanz zu uns Jammergestalten. In nonchalanter Haltung steht er da, den rechten Ellbogen mit der linken Hand stützend, die rechte Hand erhoben und mit dem Zeigefinger dieser Hand ganz sparsam eine kleine winkende Bewegung vollführend - bald nach links, bald nach rechts, weit öfter nach links. Der SS-Mann schaut mich prüfend an, scheint zu stutzen oder zu zweifeln, legt mir beide Hände auf die Schultern, ich bemühe mich "zackig" zu wirken, stehe stramm und aufgerichtet, da dreht er langsam meine Schulter, so daß ich nach rechts hingewendet werde - und ich haue nach rechts ab.

    Die erste Entscheidung über Sein oder Nichtsein; für die gewaltige Majorität unseres Transports, etwa 90%, war es das Todesurteil. Es wurde in den nächsten Stunden vollstreckt.

    ....

    Der Mediziner lernt vor allem eines: die Lehrbücher lügen! Irgendwo hieß es einmal, der Mensch könne es ohne Schlaf nicht länger als soundso viel Stunden aushalten. Ganz falsch!

    Da mußte uns so recht zu Bewußtsein kommen, wie richtig der Satz von Dostojewski ist, in dem er den Menschen einmal geradezu definiert als Wesen, das sich an alles gewöhnt.

    ....

    In Auschwitz fürchtet der Häftling, der noch im Schockstadium steht, den Tod ganz und gar nicht; ihm ist in den ersten Tagen seines Aufenthalts die Gaskammer längst kein Schrecken mehr, in seinen Augen stellt sie lediglich etwas dar, was den Selbstmord erspart.

    ....

    Aus all dem können wir lernen: es gibt auf Erden zwei Menschenrassen, aber auch nur diese beiden: die "Rasse" der anständigen Menschen und die der unanständigen Menschen.

    ....

    Wir haben den Menschen kennengelernt wie vielleicht bisher noch keine Generation. Was also ist der Mensch? Er ist das Wesen, das immer entscheidet, was es ist. Er ist das Wesen, das die Gaskammern erfunden hat; aber zugleich ist es auch das Wesen, das in die Gaskammern gegangen ist aufrecht und ein Gebet auf den Lippen.


    Grüße

    Jockel

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  • Guten Tag zusammen,


    Rainer,

    Quote

    glaubst du wirklich das bringt ein Umdenken bei dem braunen Sumpf?

    du kennst mich, meine Einstellung,

    glaubst du wirklich ich würde sowas behaupten?

    Natürlich nicht, es wird i m m e r diese unbelehrbaren braunen Spacken geben,

    deshalb habe ich Horsts Anmerkung, es sei Ziel des Forums, kommentiert.

    wir werden nie ankommen, es ist ein Weg, der nie enden wird.


    Ziele sollten ereichbar sein, das wird bei dieser Thematik nie der Fall sein.


    Wir hatten die letzten Jahre doch echt Ruhe in der Beziehung,

    es dürfte sich rumgesprochen haben, das im FdW kein Platz für "braun" ist.


    Meine größte Sorge war es vor ein paar Jahren,

    als das "Thiazi-Forum" vom Verfassungsschutz ausgehebelt wurde, verboten wurde,

    ein rechtes Spacken-Forum vor dem Herrn,

    ich machte mir Sorgen, ob jemand seine neue Heimat im FdW suchen würde.

    Hat mich viel Zeit gekostet, Neuanmeldungen zu checken, IPs zu überprüfen, auf "bekannte" Schreibweise" zu achten.


    War nicht der Fall. Zum Glück, denn das Thiazi-Forum war schon ultra, dunkelbraun.


    Wie auch immer,

    lehnen wir uns zurück und geniessen das FdW, Spackenfrei.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Guten Abend,


    ich bin bei dem Thema sehr emotional unterwegs,

    man möge mir verzeihen.


    Gerade, was hier momentan abgeht, aktuell,

    ein Lied von Udo Lindenberg, dessen Mucke ich mehr als schätze:


    Wir ziehen in den Frieden


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Lieber Thomas,


    ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns jetzt wieder dem - doch nicht ganz forumsalltäglichen - Thema dieses von mir gestarteten Threads zuwenden würden.


    Vielen Dank,


    Beste Grüße,

    Justus

  • Guten Aben Justus,


    ich habe Rainer geantwortet,

    dabei etwas ausgeholt.

    Lindenberg fand ich jetzt klasse, weil dort auf das Grundgesetz eingegangen wird.


    Lösch es wenn du magst, kein Problem.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

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  • Hallo zusammen,


    Dr. med. Lucie Adelsberger, Jüdin, geb. 12.4.1895 in Nürnberg, gest. 2.11.1971 in

    New York, Fachärztin für Kinderheilkunde und Innere Medizin, Allergologin.

    Ankunft in Auschwitz am 19.5.1943, Häftlingsärztin im Zigeunerlager.


    Häftlingsärztin Ella Lingens über Adelsberger:

    Ein Mensch "geradezu rührenden Anstands inmitten einer solchen Ballung von Niedertracht."


    1945/1946 wartete Adelsberger in Amsterdam auf ihre Ausreise in die USA. In dieser Zeit verfaßte sie ihre Erinnerungen. An mehreren Stellen des Textes berichtet sie über ihren vorgesetzten "Lagerarzt", ohne ihn beim Namen zu nennen. Es handelt sich um Josef Mengele.


    Aus "Auschwitz. Ein Tatsachenbericht":


    Ich habe meine Mutter sehr geliebt und bin ihretwegen immer wieder nach Deutschland zurückgekommen (zuletzt 1938 aus den USA). Als sie krank wurde habe ich die letzte Chance zur Auswanderung vorbeistreichen lassen.

    ....

    "Die sind bevorzugt ins Gas gegangen."

    Wir saßen zu dreien auf der Bank. Die Helferin stand vor uns und sagte es ruhig, gleichmütig, so wie sie vor kurzem von ihrer Tätigkeit in der Poliklinik und vom Austeilen der Suppe gesprochen hat.

    ....

    Die Leichen wurden aus den Kojen gerissen und so wie sie waren, verdreckt und mit Kot beschmiert, auf dem lehmigen Gang zwischen den Betten und dem Ofen nach hinten geschleift und in eine Ecke des Blocks geworfen. Kein Bitten und kein Befehl vermochte die Pflegerinnen dazu zu bringen, die Leichen würdig hinauszutragen.

    Wenn das Leben nichts mehr gilt, verschwindet auch die Achtung vor den Toten.

    ....

    ...standen wir am Fenster des neuerrichteten Laboratoriums, das Aussicht auf drei Krematorien bot.

    ...der SS-Lagerarzt hatte es für gut befunden, Vortragskurse einzuführen und wollte zwischen seinen Selektionen etwas über Durchfälle im Konzentrationslager hören. Aber heute, angesichts der unablässig züngelnden Feuer, die uns blendeten, war es schwer, sich auf die Systematik der Ernährungsstörungen zu konzentrieren.

    "Warum?" fragte der Kamerad, der ahnte, daß dieses Mal seine Schwester dort hinten dabei war, "Warum müssen wir das aushalten? Haben wir uns versündigt? Wir haben uns bemüht nichts Unrechtes zu tun und anderen zu helfen. Wir haben keinen umgebracht und nichts verbrochen. Und selbst für einen Mörder wäre diese Strafe viel, viel zu grausam... Warum kommt das über uns, warum?"

    ....

    Diese Toten fordern eine andere Rache: Die Wahrheit über Auschwitz.

    Ein bißchen Salonantisemitismus, etwas politische und religiöse Gegnerschaft, Ablehnung des politisch Andersdenkenden, an sich ein harmloses Gemengsel, bis ein Wahnsinniger kommt und daraus Dynamit fa­briziert. Man muß diese Synthese begreifen, wenn Dinge, wie sie in Auschwitz geschehen sind, in Zu­kunft verhütet werden sollen. Wenn Haß und Ver­leumdung leise keimen, dann, schon dann heißt es wach und bereit zu sein. Das ist das Vermächtnis de­rer von Auschwitz.


    Grüße

    Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

  • Hallo zusammen,


    dieser Satz hat an Aktualität nichts verloren, leider ...

    Quote

    Ein bißchen Salonantisemitismus, etwas politische und religiöse Gegnerschaft, Ablehnung des politisch Andersdenkenden, an sich ein harmloses Gemengsel, bis ein Wahnsinniger kommt und daraus Dynamit fa­briziert.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Lieber Jockel,

    Wenn Haß und Ver­leumdung leise keimen, dann, schon dann heißt es wach und bereit zu sein. Das ist das Vermächtnis de­rer von Auschwitz.

    So ist es!! Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. (Berthold Brecht) Und so ist es und so bleibt es.

    Grüße

    Dirk

  • Hallo zusammen,


    aus "Briefe an und von Himmler":


    2.11.42

    Von: SS-Ostubaf. Wolfram Sievers, Ahnenerbe e.V.

    An: SS-Ostubaf. Dr. Brandt


    Lieber Kamerad Brandt!

    Wie Sie wissen, hat der Reichsführer SS seinerzeit angeordnet, daß SS-Hauptsturmführer Prof.Dr. Hirt für seine Forschungen alles bekommen soll, was er braucht. Für bestimmte anthropologische Untersuchungen - ich berichtete dem Reichsführer-SS auch bereits darüber - sind nun 150 Skelette von Häftlingen bzw. Juden notwendig, die vom KL Auschwitz zur Verfügung gestellt werden sollen. Es ist dazu nur noch erforderlich, daß das Reichssicherheitshauptamt eine offizielle Anweisung des Reichsführers-SS erhält, die aber auch Sie im Auftrag des Reichsführers-SS erteilen können.

    ...

    20.11.42

    Von: H.Himmler

    An: SS-Gruf. Heinrich Müller, Chef Amt IV/RSHA


    Daß derartige Gerüchte einmal in Umlauf kommen, wundert mich bei der großen Auswanderungsbewegung der Juden nicht. Wir wissen beide, daß bei den Juden, die zur Arbeit eingesetzt werden, eine erhöhte Sterblichkeit vorhanden ist.

    Sie haben mir dafür zu garantieren, daß an jeder Stelle die Leichname dieser verstorbenen Juden entweder verbrannt oder vergraben werden und daß an keiner Stelle mit den Leichnamen irgendetwas anderes geschehen kann.

    ....

    16.8.43

    Von: SS-Ogruf. Oswald Pohl, Chef WVHA

    An: SS-Ostubaf. Dr. Brandt


    Mein lieber Brandt!

    Ich danke Ihnen für Ihren Hinweis, daß der Reichsführer-SS sich die persönliche Entscheidung über alle Versuche an Häftlingen vorbehalten hat, die in den KL. durchgeführt werden.

    ....


    Aus "Kommandant in Auschwitz" Aufzeichnungen des Rudolf Höß:


    Es blieben dann noch bis August 1944 ca. 4.000 Zigeuner übrig, die in die Gaskammern gehen mußten.

    Ihr[em] Leben und Treiben zuzusehen, wäre interessant gewesen, hätte ich nicht dahinter das große Grauen gesehen - den Vernichtungsbefehl, den in Auschwitz außer mir bis Mitte 1944 nur die Ärzte kannten.

    Diese hatten laut RFSS-Befehl die Kranken, besonders die Kinder unauffällig zu beseitigen. Und gerade die hatten solch Zutrauen zu den Ärzten.


    Grüße

    Jockel

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  • Hallo zusammen,


    aus "Ärzte in Auschwitz":


    Der im Mai 1942 vom leitenden Arzt KL im WVHA, Dr. Lolling, erteilte Befehl, daß alle nichtarbeitsfähigen Häftlinge zu töten seien, wurde ...im Herbst des gleichen Jahres dahin erweitert, daß kranke Häftlinge, deren Wiederherstellung nicht innerhalb von vier Wochen zu erwarten war, in das Vernichtungsprogramm einzubeziehen seien.
    Zumeist, jedenfalls in den Jahren 1942/1943, wurde diese Frist kürzer, auf zwei bis drei Wochen bemessen.

    Aussonderungen kranker Häftlinge zur Tötung fanden im Häftlingskrankenbau ferner dann statt, wenn die Zahl der Kranken im Sommer 7%, im Winter 10% des Lagerbestandes überstieg. Dies war an einer graphischen Darstellung, die in der Schreibstube des HKB aushing, abzulesen.

    ....

    Der Angeklagte KZ-Arzt Horst Fischer 1966 vor dem Obersten Gericht der DDR:


    Die Häftlinge sollten ein Maximum an Arbeitsleistung für den IG-Farben-Konzern erbringen. Kranke Häftlinge erbringen keine Leistung, und zu irgendeinem Zeitpunkt hat mir Wirths [vorgesetzter Standortarzt] mitgeteilt, daß der Konzern nur für eine befristete Zeit für erkrankte Häftlinge an die SS bezahlt. Es sollten die Deportierten, die noch arbeiten konnten, von der Industrie bis zu ihrer Erschöpfung ausgebeutet werden, um dann ebenfalls vernichtet zu werden. Das war das System.


    Aus dem Urteil gegen Fischer:


    Die SS-Ärzte ließen eine Behandlung zu, soweit sie innerhalb 14 Tagen den Kranken wieder für die IG-Farben arbeitsfähig machte. Gelang dies nicht oder war von vornherein vorauszusehen, daß die Krankheit nicht in diesem Zeitraum geheilt werden konnte, schickten sie den kranken Häftling in den Gastod oder ließen ihn durch Phenolinjektionen ermorden. Der Zeitraum von 14 Tagen beruhte auf einer Vereinbarung zwischen SS und IG-Farben, die für erkrankte Häftlingsarbeiter ihres Werkes nur für diese Zeit die "Miete" an die SS zahlte.

    ....

    KZ-Arzt Franz Lucas, ab 15.12.1943 Lagerarzt in Birkenau:

    "Ich war auf der Rampe. Ich bin von Wirths und Mengele zur Einführung in die Gesichtspunkte der Selektion mitgenommen worden. Dabei selektierten Wirths oder Mengele. Meine Einteilung zur selbstständigen Selektion erfolgte durch Wirths."

    ....

    Die Einsatzanweisung des Standortarztes Dr. Wirths zum Rampendienst bezog sich nicht nur auf die SS-Zahnärzte, sondern auch auf die SS-Apotheker, die ab Frühjahr 1944 ebenfalls auf der Rampe und an den Gaskammern eingesetzt wurden.


    Grüße

    Jockel

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  • Hallo zusammen,


    aus "Das Dritte Reich und seine Diener":

    Dokument PS-2199 a. Archiv des Internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg:


    SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt

    Amtsgruppe D

    Oranienburg, den 4. April 1942


    An die Lagerkommandanten der Konzentrationslager


    Betreff: Prügelstrafen


    Der Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei hat angeordnet, daß bei seinen Verfügungen von Prügelstrafen (sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Schutz- oder Vorbeugungshäftlingen), wenn das Wort "verschärft" hinzugesetzt ist, der Strafvollzug auf das unbekleidete Gesäß zu erfolgen hat.


    Der Chef des Zentralamtes

    gez. Liebehenschel

    SS-Obersturmbannführer

    ....


    Aus "Kommandant in Auschwitz" Aufzeichnungen des Rudolf Höß:


    Genau erinnerlich ist mir die erste Prügelstrafe, die ich sah (1934 in Dachau: 25 Stockhiebe). Ich stand im ersten Glied und war nun gezwungen, den ganzen Vorgang genau anzusehen.

    Ja, der ganze Vorgang ließ mich schaudern.

    Später habe ich mich, so gut es ging, ganz davor gedrückt.

    Als Kommandant, als der ich selbst die Prügelstrafe beantragte, war ich selten zugegen.

    Ich habe auch diese Strafen bestimmt nicht leichtfertig beantragt.


    Grüße

    Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

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  • Hallo zusammen,


    Die Namen der Auschwitz-Verbrecher sind schon lange bekannt. Wie sahen diese Menschen aus ? Es stellt sich heraus, hier ist wie.


    Hier ist das Fotoalbum "Porträts von Nazi-Kriegsverbrechern, die in Auschwitz dienten": http://berghofday.blogspot.com/2014/02/blog-post_27.html


    "Karl Höckers Fotoalbum": http://berghofday.blogspot.com/2014/02/1944_21.html


    Karl-Friedrich Gottlieb Höcker: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Friedrich_H%C3%B6cker

    Gruß Dmitry

  • Moin,


    vielen Dank, Dmitry, für Deinen Beitrag, die NS-Mörder kamen aus allen Bevölkerungsschichten. Von bildungsfernen Gehilfen, oft in der NS-Hierarchie aufgestiegen, bis hin Personen aus der sogenannten akademischen Oberschicht. Und das ist die wirklich fatale Erkenntnis: wer glaubt, Bildung schützt vor verbrecherischem Handeln, der irrt. Ideologie verseucht die Köpfe, und wie wir nicht nur 1933 bis 1945 erlebten, alle. Es ist eine große Aufgabe unseres Forums, dieses alles sichtbar zu machen.


    Beste Grüße


    Horst

  • die NS-Mörder kamen aus allen Bevölkerungsschichten. Von bildungsfernen Gehilfen, oft in der NS-Hierarchie aufgestiegen, bis hin Personen aus der sogenannten akademischen Oberschicht. Und das ist die wirklich fatale Erkenntnis: wer glaubt, Bildung schützt vor verbrecherischem Handeln, der irrt.

    Hallo Horst,


    Das markanteste Beispiel ist Josef Mengele: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Mengele


    Zitat: Er studierte Medizin an den Universitäten in München, Wien und Bonn.

    Gruß Dmitry

  • Hallo zusammen,


    Dr. iur. Dr. med. Ella Lingens, Häftlingsärztin, geb. 18.11.1908 in Wien, gest. 30.12.2002.

    Am 13.10.1942 wegen "Judenbegünstigung" von der Gestapo in Wien verhaftet.

    Ankunft Auschwitz am 20.2.1943, ab Dezember 1944 KZ Dachau.


    Aus "Gefangene der Angst" von Ella Lingens:


    Jedenfalls waren es Prostituierte, die mich 1942 im Gefängnis bedauerten, weil ich nach Auschwitz kommen sollte, weil es dort "ziemlich arg" sei und "die Juden in einer Badewanne umgebracht werden".

    Ich habe den Mädchen freilich kein Wort geglaubt.

    ....

    Mit Lagerarzt Dr. Fritz Klein konnte ich als Arierin und Kollegin ziemlich offen sprechen.

    "Ich schäme mich, hier im Lager zu den Deutschen gerechnet zu werden" sagte ich ihm.

    "Warum?" fragte er ganz naiv.

    "Das fragen Sie, als Arzt?", sagte ich und zeigte auf die Krematorien.

    ..."Haben Sie als Arzt Achtung vor dem menschlichen Leben oder haben Sie sie nicht?"

    Dr. Klein erschrak nicht, es war ihm nicht einmal peinlich, an seinen ärztlichen Eid erinnert zu werden, im Gegenteil.

    "Aus Achtung vor dem menschlichen Leben", antwortete er, " schneide ich einen eitrigen Blinddarm aus dem erkrankten Organismus heraus. Die Juden sind der eitrige Blinddarm am Körper Europas."

    ....

    Die Bestechlichkeit der SS -"unsere Ehre heißt Treue"- übertraf alle Vorstellungen.

    ....

    Es gab also Häftlingsfunktionäre, die de facto mehr Macht als die SS-Leute innehatten. Sie hatten im Lager nicht nur alles -bis auf ihre Freiheit- sondern lebten auf der Basis der Korruption vielleicht sogar besser, als in der Zeit vor ihrer Verhaftung.

    ....

    ...Eine Aufseherin, die ihres Lebens sicher war und zu Essen hatte - vor Krankheit war zunehmend auch die SS nicht gefeit - konnte ihre Freiheit verlieren, wenn sie der Korruption überführt wurde.

    ...Trotzdem stahl die SS in dem beschriebenen unbeschreiblichen Ausmaß.

    ...Leute die sich so zwanglos dem Stehlen hingaben, habe ich nie vorher und nie nachher erlebt.

    ....

    Es scheint mir wichtig, diesen Mechanismus klar zu machen: Das Dritte Reich war, auf Grund seiner Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und der Allmacht so vieler relativ dummer Funktionäre selbst dort "zwangsläufig" mörderisch, wo es primär nicht mörderisch sein wollte.

    ....

    So wurden die deutschen politischen Gefangenen, so grotesk das klingen mag, Stab und Stütze der Lagerleitung.

    Als im Sommer 1944 die Liquidation des KZ Auschwitz beschlossen und mit dem Abtransport der deutschen Häftlinge begonnen wurde, erklärte die Kommandantur, man müsse ihr wenigstens einen Teil der deutschen Häftlinge lassen, weil sie sonst nicht imstande sei, das Lager weiter zu führen - so sehr waren wir in die Lagerführung integriert.


    Grüße

    Jockel

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