Diskussionsthread zum Besuchsbericht der Gedenkstätten Auschwitz

  • Guten Morgen zusammen,


    Jockel,

    etwas arg klein "geschrieben", oder?

    Ich gehe von C+P aus, und wenn man merkt, dass da etwas nicht stimmt,

    sollte die Schriftgröße durch Bearbeitung des Posts auf Forumsstandard gebracht werden.;)


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,
    ich wollte es anpassen, habe aber den Schalter für die Schriftgröße nicht gefunden. Wie geht es oder wo steht es?

    Grüße

    Jockel


    Nachsatz: Endlich gefunden unter T! Entschuldigung! Jetzt geht es aber nicht mehr?


    Nochmals Hallo und herzlichen Dank für den oder die "Formatierer". Danke auch für die Nachsicht mit meiner technischen Unbedarftheit. Grüße Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

    Edited 3 times, last by jockel55 ().

  • Hallo zusammen,


    Justus schreibt in der Einleitung zu seinem Bericht von der "Tötungsmaschinerie" in Auschwitz.


    Raul Hilberg schreibt zur Vernichtung der Juden: "Die Vernichtungsmaschinerie umfaßte Vertreter aller Berufe und Fakultäten. Viele stellten ihre Fachkenntnisse in der einen oder anderen Phase der laufenden Operation im Rahmen ihrer täglichen Routine zur Verfügung. .....Ein Arzt konnte sich nicht der Frage entziehen, ob die direkte oder indirekte Verhängung von Krankheit oder Tod mit dem ärztlichen Auftrag zu vereinbaren war, Leid zu lindern und das Leben zu bewahren."


    Hilberg weiter: "Die deutsche Ärzteschaft war im Vergleich mit anderen akademischen Berufsständen -gemessen an der Parteizugehörigkeit- sehr stark nazifiziert. Manche Ärzte schlossen ihre Praxen, schlüpften in die SS-Uniform und wurden Mörder par excellence. Weitaus mehr gaben sich allerdings für Maßnahmen wie die "rassische" Kategorisierung, Zwangssterilisation, Euthanasie, medizinische Experimente, Selektion für Vergasung, Erschießung oder Gettoisierung her."


    Vor meinen wieder subjektiv ausgesuchten Fundstücken zu KZ-"Ärzten" in Auschwitz, eine Aussage der Häftlingsärztin Ella Lingens (Deutsche, nicht aus rassischen Gründen inhaftiert):


    ... "Reichsdeutsche -auch volksdeutsche- Gefangene bekamen generell keine Häftlingsnummer tätowiert. Darüber hinaus gab es Weihnachtsfeiern nur für die Deutschen, Kinos und Konzert nur für die Deutschen, kurz, sogar im KZ sollten wir uns als Herrenvolk fühlen. Das hat unsere Stellung unendlich schwierig gemacht, denn es rückte uns in den Augen der anderen Nationen immer wieder in die Nähe der SS."


    Aus Ernst Klee "Auschwitz, Täter, Gehilfen..." :


    Friedrich Entress ab 11.12.1941 Lagerarzt in Auschwitz (ab März 1943 in Monowitz). Tötungsexperimente mit Wasserstoff-Injektionen. Bluttransfusionen von Fleckfieberkranken auf gesunde Häftlinge.


    Franz Lucas ab 15.12.1943 Lagerarzt Birkenau. Lucas im Auschwitz-Prozess: "Ich habe mich immer auf die Seite der Schwachen geschlagen. Ich bemühte mich, möglichst viele Juden am Leben zu erhalten." Der Mitangeklagte SS-Rottenführer Stefan Baretzki: "Früher, da hat er 5000 Menschen in einer halben Stunde ins Gas geschickt, und jetzt will er sich reinwaschen."


    Bruno Weber ab Mai 1943 "Leiter Hygienisch-Bakteriologische Untersuchungsstelle der Waffen-SS und Polizei Süd-Ost, Auschwitz, Oberschlesien". Tödliche Versuche mit Evipan oder Morphium. Häftlingsarzt André Lettich, Nr. 51224,: "Die Mentalität von Dr. Weber war eine recht merkwürdige. Ich hatte beispielsweise einmal ein Meerschweinchen in der Hand, als Dr. Weber in meinen Arbeitsraum kam. Da das Meerschweinchen laut quietschte, fuhr er mich an, daß ich ein Mörder sei. Manchmal schoß er auch Vögel. Wenn einer dieser Vögel beispielsweise eine Beinverletzung davontrug, brachte er ihn zu uns, und wir mußten ihn gesundpflegen. Andererseits hatte er dann etwa eine Stunde vorher frisches Menschenfleisch für die Nährböden aus Block 11 geholt."


    Josef Mengele, am 30.5.1943 erster Arbeitstag in Auschwitz-Birkenau.


    Ernst Klee: "Ich habe die Akten des Ermittlungsverfahrens der StA Frankfurt komplett durchgearbeitet. Aussagen über Mengele sind mit höchster Vorsicht zu behandeln, denn er hätte demnach gleichzeitig im Stammlager, in Birkenau, Monowitz und in den Außenlagern gewütet. Mengeles Tätigkeitsfeld war aber Birkenau. Und er faßte im Alltag, aus Angst vor Ansteckung, Kranke nicht an."


    Häftlingspfleger Julian Zbigniew Rybka: "Er hielt sich weit von den Kranken entfernt, und ich sah ihn niemals irgendeinen kranken Häftling berühren." Häftlingsärztin Marie Stoppelman: "Im Gegensatz zu anderen SS-Ärzten war bei Mengele auffällig, das er bei Selektionen in besonders guter, fast fröhlicher Stimmung war. Erkennbar bereitete ihm das Treffen dieser Entscheidungen Vergnügen". Eva Landstofa, Nr. 9398: "Ich habe die ganzen Jahre hindurch niemals gesehen, daß Mengele zum Beispiel einen Häftling geschlagen hat. Er entschied und schickte allerdings massenweise Häftlinge ins Gas. Ich erinnere mich daran, daß, als Dr. Mengele Häftlinge ins Gas auswählte, er gewöhnlich die Arie aus Aida 'Sie liebte ihr Leben' pfiff." Häftlingsärztin Ella Lingens im Auschwitz-Prozess: "Ich habe bei der Geburt der kleinen Dagmar in Auschwitz geholfen. Sie starb, nachdem Mengele ihr Einspritzungen in die Augen gegeben hatte, weil er versuchen wollte, eine Änderung der Augenfarbe herbeizuführen." SS-Oberscharführer Erich Muhsfeldt trifft 1944 im Krematorium drei Häftlingsärzte beim Sezieren von acht Kindern: "Ich fragte, was das für Leichen seien. Die Ärzte antworteten darauf, daß die Kinder von Mengele mit Giftinjektion getötet worden seien, weil sie Merkmale hatten, die Mengele im Zusammenhang mit seinen Forschungen besonders interessierten."


    Grüße

    Jockel

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    Edited once, last by jockel55 ().

  • Guten Tag Jockel,


    wer auch immer sich an der Formatierung, Schriftgröße deines vorletzten Posts versucht hat,

    es ging mächtig in die Hose.8)

    Auch dein letzter Post, hier ist die Schriftgröße einen Tick zu groß.


    Wie schaffst du das nur?;)


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,

    hilfreich wäre es, wenn Du mir die Vorgabe für die Schriftgröße und Schriftart mitteilen würdest. Ich war zu unfähig, diese zu finden.

    Grüße

    Jockel

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  • Hallo Interessierte,


    um beim Thema zu bleiben.


    Unter folgendem Link kann man sich die durchaus interessante Zeugenaussage (Tonbandmitschnitt) des besagten Häftlings Karl Lill im Frankfurter Auschwitz-Prozess anhören:

    https://www.youtube.com/watch?v=By9Od7_EF04


    Bitte nicht wundern, geht insgesamt knapp zwei Stunden, man muss also ein bisschen Zeit aufbringen.


    Aus Lills Aussage wird deutlich, dass er z.B. sehr wohl einen "guten" SS-Arzt (z.B. Wirths) von einem "schlechten" (Entress, Mengele etc.) in Auschwitz unterscheiden konnte. Er urteilt dementsprechend über die Taten weiterer SS-Angehöriger im Lager und zeigt auf, dass SS-Männer auch ein Gewissen haben konnten (höre hierzu insbesondere Aussagen zum Vergasungsvorgang auf dem Dach des Krematoriums im Stammlager etc.).


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo,


    noch ergänzend.


    In Rudolf Höß` Autobiographie finden sich zwei interessante Textpassagen zu Eduard Wirths, welche sich mit den Behauptungen von Langbein und Lill decken.


    "Grabner [1] war u.a. für Massenerschießungen bekannt, zu denen er vermutlich oft nicht bevollmächtigt war. Alle Todesbescheinigungen hatten aber eine Unterschrift des SS-Arztes über die (gefälschte) "natürliche" Todesursache zu tragen. Über den SS-Arzt Wirths, der Grabner zutiefst mißtraute, schreibt diesbezüglich Höß: "Alle ihm erteilten Befehle und Weisungen befolgte er mit peinlichster Sorgfalt: In Zweifelsfällen vergewisserte er sich stets über die Richtigkeit. So ließ er sich die Weisungen der Polit. Abt. Grabners über verschleierte Exekutionen grundsetzlich immer von mir persönlich bestätigen, ehe er sie durchführte. Zum steten Ärger Grabners, der ihm dies sehr übel nahm."

    (Quelle: Manfred Deselaers, "Und Sie hatten nie Gewissensbisse?" - Die Biografie von Rudolf Höß, Kommandant in Auschwitz und die Frage nach seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, Benno Verlag, Leipzig 2001, S.134)


    "Dem Lagerarzt Dr. Wirths hatte Grabner einmal gedroht: "Ich habe genug Material über jeden SS-Offizier in Auschwitz, auch über Sie, um Sie hinter Stacheldraht zu bringen, wenn Sie mir Schwierigkeiten bereiten."

    (Quelle: ebenda S.134)


    [1] Zur Person Maximilian Grabner siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Grabner


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo zusammen!


    Da mir nicht ganz klar ist, wie ich die Diskussion zu Wirths hier deuten soll, ein paar Anmerkungen dazu.



    Daniel


    Quote

    Ich empfehle der Gemeindeverwaltung mal folgendes Buch:

    Sicherlich ein gut gemeinter Rat von dir, aber ich glaube nicht, dass der Gemeindeverwaltung damit geholfen wäre. Horst hat dankeswerterweise bereits auf die umfangreiche Replik der anerkannten NS-Täter Forscherin Helgard Kramer hingewiesen, die ich hiermit verlinke: https://www.hsozkult.de/search…al=11&recno=8&subType=reb


    Das ist keine Wertung des Feuilletons. Kramers Kritik ist sorgfältig belegt, sie ist schwerwiegend und ihr ist tatsächlich wenig hinzuzufügen. Dazu kommt, dass der Verfasser auch andernorts in der Kritik stand. In seiner Quellenedition zu Wirths gibt Völklein beispielsweise als Fundstelle der angeführten Dokumente den Nachlass Wirths’ an, der sich im Fritz-Bauer-Institut befinden soll. Nach Auskunft des dortigen Archivleiters gibt es jedoch keinen Nachlass (vgl. Klee, 2013, S. 499). Wichtig ist außerdem Klees Hinweis, dass unbeglaubigte Abschriften von Dokumenten, wie sie etwa Völklein von der Familie Wirths’ erhalten hat, manipuliert sein könnten. Der Umgang mit solchen Schriftstücken gebietet also eine entsprechende Sorgfalt, die Völklein auch an anderer Stelle nicht an den Tag legt. Während der Autor in seinem Buch “der Judenacker” die Mitschrift eines Verhörs, das der britische Offizier Draper nach der Verhaftung Wirths’ geführt hat, anführt, obwohl sich ihre Herkunft nicht zweifelsfrei belegen lässt (vgl. Beischl, 2005, S. 15), zieht er sie in seiner Wirths-Biografie nicht heran. Ob hierfür, wie Kramer unterstellt, die tendenziöse und selektive Quellenauswahl Völkleins verantwortlich ist oder andere Ursachen eine Rolle spielen, sei an dieser Stelle dahingestellt. Zurück bleibt jedenfalls der Eindruck, dass sich Völklein den Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens nicht unterwerfen will. Vor diesem Hintergrund kann seine Wirths-Biografie also kaum für eine angemessene Beurteilung des Sachverhalts in Geroldshausen geeignet sein.


    Es ist dann auch nicht richtig, dass zu Wirths bereits "alles geschrieben" oder "erforscht" wurde, wie in diesem Thread vereinzelt zu lesen ist. Gewisse Lebensabschnitte Wirths’ sind nach wie vor ein Desiderat der Forschung, wie Kramer festhält. Und auch das Pauschalurteil, die Familie Wirths habe sich "schonungslos offen der Vergangenheit gestellt", ist unzutreffend, wenn man sich beispielsweise die Tätigkeiten Helmut und Adalbert Wirths' nach Kriegsende vor Augen führt.


    Wirths’ Handlungen waren sicherlich von Ambivalenz geprägt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Wirths ein NS-Täter war und den nationalsozialistischen Vernichtungsapparat unterstützt hat. Ob nun sein Name auf einem Gedenkstein einer deutschen Gemeinde Platz finden sollte oder nicht, ist eine Frage, deren Beantwortung womöglich außerhalb der Grenzen dieses Forums liegt.


    Literatur:


    Beischl, Konrad, Dr. med. Eduard Wirths und seine Tätigkeit als SS-Standortarzt im KL Auschwitz. Würzburg 2005

    Klee, Ernst: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Frankfurt am Main 2013


    MfG

    Whoever saves one life, saves the world entire.
    Talmud Jeruschalmi

    Edited 5 times, last by Rote-Kapelle ().

  • Hallo Rote-Kapelle,


    gern nehme ich Stellung zu deinen Ausführungen. Dazu aber vorab nochmal.


    Wirths’ Handlungen waren sicherlich von Ambivalenz geprägt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Wirths ein NS-Täter war und den nationalsozialistischen Vernichtungsapparat unterstützt hat.


    Dann sind wir uns ja einig, etwas anderes hatte hier niemand behauptet.


    Horst hat dankeswerterweise bereits auf die umfangreiche Replik der anerkannten NS-Täter Forscherin Helgard Kramer hingewiesen, ...


    Ansichtssache Helgard Kramer in den Himmel zu heben. Nach meiner bisherigen Kenntnis halten sich ihre Ausführungen zu NS-Tätern prozentual gesehen, selbst gemessen an ihren eigenen Arbeiten, arg in Grenzen. Denn ihre eigentlichen Stärken liegen nämlich in ganz anderen Themenbereichen.


    Siehe dazu hier: https://www.polsoz.fu-berlin.d…eiter/emeriti/kramer.html


    Um es offen zu sagen, ich gebe nicht viel auf Kramer, besonders im Hinblick auf ihre NS-Täter Forschung.

    Diese Meinung steht mir zu, ist ein freies Land.


    Darüber hinaus bin ich erschrocken, dass einige User neuerdings immer wieder mit Rezensionen um sich schmeißen, um bei bestimmten Themen mitreden zu können, ohne das Buch oder überhaupt ein Buch zum Thema vorher gelesen zu haben. Frei nach dem Motto, einfach mal schnell googeln, passende Meinung/Rezension aufsaugen und sie dann als die eigene verkaufen. Kann man als Fortschritt sehen, ich sehe das nicht so.


    Dazu kommt, dass der Verfasser auch andernorts in der Kritik stand. In seiner Quellenedition zu Wirths gibt Völklein beispielsweise als Fundstelle der angeführten Dokumente den Nachlass Wirths’ an, der sich im Fritz-Bauer-Institut befinden soll. Nach Auskunft des dortigen Archivleiters gibt es jedoch keinen Nachlass (vgl. Klee, 2013, S. 499).


    Deine Aussagen suggerieren, dass der Nachlass von Wirths im Archiv nicht existent war bzw. noch ist. Mittlerweile befindet sich der Nachlass der Familie aber im Besitz des Fritz-Bauer-Instituts. Oder irre ich mich da?


    Siehe dazu hier: https://www.fritz-bauer-institut.de/archiv/bestaende


    Wichtig ist außerdem Klees Hinweis, dass unbeglaubigte Abschriften von Dokumenten, wie sie etwa Völklein von der Familie Wirths’ erhalten hat, manipuliert sein könnten.


    Ein Hinweis dazu ist vollkommen legitim, aber mit spekulativen Begriffen wie "könnten" kann ich persönlich wenig anfangen. Ist es nun belegt oder nicht? Mittlerweile sind nach Beischls und Völkleins Arbeiten etwa 15 Jahre vergangen. Man hatte also genug Zeit. Übrigens wurden beide Autoren damals kritisiert, Beischl zumindest in Teilen.


    Obwohl ich ja selbst bekennender Ernst Klee-Fan bin, wenn man das so sagen kann, muss ich bei Klees Quellenkritik trotzdem leicht schmunzeln. Denn gerade Klee hat in einigen seiner Arbeiten, besonders den frühen, auch nicht gerade immer mit streng wissenschaftlicher Quellenarbeit geglänzt. Seine Forschungen waren/sind bei Historikern ebenfalls umstritten, wie Werner Renz, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fritz-Bauer-Institut, auch anmerkte. Das nur mal so am Rande, ich schätze ihn trotzdem sehr.


    Es ist dann auch nicht richtig, dass zu Wirths bereits "alles geschrieben" oder "erforscht" wurde, wie in diesem Thread vereinzelt zu lesen ist. Gewisse Lebensabschnitte Wirths’ sind nach wie vor ein Desiderat der Forschung, wie Kramer festhält.


    Ein Desiderat zu "gewissen Lebensabschnitten Wirths" ist lobenswert. Wenn man jedoch kritisiert, besonders als "anerkannte NS-Täter Forscherin", sollte man sich nicht wünschen, dass sich ein Forscherkollege sich ihrer annimmt, um anschließend selber die Ergebnisse für die eigene Forschung nutzen können.


    Ich bin eher ein Befürworter von "Machen" statts von "Wünschen"!


    Daher bleibt fakt, dass Beischl und Völklein bisher die einzigen und ersten waren, welche sich dem Thema Wirths 2005/2006 überhaupt in dieser Fülle angenommen haben. Zu Völklein kann man noch anmerken, dass er vor Wirths bereits eine Mengele-Biografie veröffentlicht hatte, die in Fachkreisen ähnlich verrissen wurde. Trotz all dieser Kritik hat sich bis heute kein deutscher Historiker, Forscher etc. an beide Täter ausgiebig biografisch herangewagt. Ich finde übrigens beide Arbeiten hilfreich, erhellend, trotz ihrer Schwächen.


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Rote-Kapelle & Interessierte,


    da ich mir relativ sicher bin, dass weitere Fragen und Bedenken bezüglich meiner Ausführungen vom Donnerstag folgen werden, möchte ich meine Gedanken hierzu noch einmal vertiefen und auch begründen. Es fehlte am Donnerstag leider einfach die Zeit dazu.


    Wie oben bereits angemerkt und im Link aufgezeigt, halten sich Kramers Arbeiten zur NS-Täterschaft deutlich in Grenzen. Noch dazu sind diese als sogenannte Sammelbände (z.B. NS-Täter in interdisziplinärer Perspektive 2006) unter ihrem Namen erschien. Kurz gesagt, es ist nicht immer Kramer drin wo Kramer draufsteht. Tiefgründiger hat Kramer m.W. nie zu einem speziellen NS-Täter geforscht. Aber ich lerne immer gern dazu, helft mir auf die Sprünge, wenn ich etwas verpasst habe. Das macht sie für meine Begriffe, Stand heute, nicht zwangsläufig zu einer NS-Forscherin-Koryphäe, trotz ihrer in Teilen berechtigten, wenn auch subjektiv wissenschaftlichen Rezension. Für sachlich und fair halte ich sie dennoch nicht, eher für überheblich und ebenfalls selektiv. Denn auch Kramer beachtete Quellen nicht, siehe dazu meine Ausführungen weiter unten. Meiner Meinung nach handelt jeder Mensch selektiv, wenn es darum geht ein bestimmtes Themenfeld zu bedienen. Das Historiker davon ausgenommen sind, wäre mir neu. Deshalb sollte man auch jede Rezension kritisch beleuchten, egal wer sie letzten Endes verfasst hat. Zu beachten wäre hier weiterhin, dass bei Kritik Gegendarstellungen nur in seltensten Fällen zur Anwendung kommen. Warum ist das so? Die Frage muss erlaubt sein.


    Des weiteren ist eine Rezension ergänzend zum Werk zu betrachten, u.a. als Feedback, Kritik etc. Eine Rezension über ein Werk zu stellen, halte ich für nicht zielführend, zumal Forumsmitglieder die Arbeiten von Völklein zu Wirths und Mengele oder Beischls offensichtlich nicht einmal ansatzweise gelesen haben. Ausserdem bezweifle ich stark, dass sich jemand nach einer vernichtenden Kritik, so wie bei Völklein geschehen, noch ernsthaft mit dem Buch auseinandersetzen wird. Ein Auto kauft man ja schließlich auch nicht, wenn es vorher in einer Fachzeitschrift schlecht bewertet wurde. Eine objektive Meinungsbildung sieht für mich anders aus, nämlich in dem man nach mehreren Quellen sucht, sie findet, sie liest, miteinander vergleicht und abschließend zu einem Ergebnis kommt. Vielleicht noch ergänzend dazu. Die Erstellung einer ausführlichen NS-Täterbiografie in Buchform zieht sich in der Regel über mehrere Jahre hin. Wer an Ähnlichem schon einmal gearbeitet hat, weiss wovon ich spreche. Eine kritische Rezension entsteht innerhalb von nur wenigen Tagen/Wochen. Kritisieren ist deshalb immer einfacher als etwas zu riskieren und sich zu guter Letzt angreifbar zu machen!


    Auf Grund seiner unübersehbaren Ambivalenz, welche von drei verschiedenen Gruppen:

    1) der Familie (Nachlass),

    2) einem weiteren SS-Haupttäter (Höss) und

    3) den Opfern (Lill, Langbein und auch Pys) bestätigt wurde,

    sehe ich den SS-Standortarzt Dr. Eduard Wirths eher in der Nähe von einem SS-Arzt Franz Lucas, auch wenn dieser in der Hierarchie unter ihm stand, als von Josef Mengele oder eines Friedrich Entress. Wirths passt in keine Schublade von Gut und Böse, man kann es drehen und wenden wie man will. Selbst ein Wirths hatte in seiner Tätigkeit als SS-Standortarzt nur begrenzte Möglichkeiten zum Handeln. Die Shoa konnte auch er nicht aufhalten, auch wenn sich dies manche Zeitgenossen gern wünschen. Als Entschuldigung soll dies dennoch nicht gewertet werden. Ihn als Widerständler zu bezeichnen geht m.E. nach auch weit am Ziel vorbei. Wirths war m.M. nach ein Wanderer zwischen den Welten, ein Träumer, der in der Realität aber trotzdem weiterhin ein Teil des Bösen war. Nicht umsonst nahm er sich das Leben, denn er wusste wie tief er darin verstrickt war. Der von Völklein gewählte Titel „Der Mächenprinz“ ist m.M. nach daher gar nicht so unpassend. Über Wirths, den er als SS-Lagerarzt übrigens sehr schätzte, sagte Rudolf Höss aus: „Doch war er sehr weich und gutmütig und brauchte unbedingt einen starken Rückhalt, auf den er sich stützen konnte. [...] Ich musste ihn immer wieder aufrichten mit dem Hinweis auf die harte Notwendigkeit der vom RFSS ergangenen Befehle. Auch die gesamte Juden-Vernichtung brachte ihm Gewissensskrupel, die er mir oft im Vertrauen offenbarte.“

    (Quelle: Manfred Deselaers, "Und Sie hatten nie Gewissensbisse?" - Die Biografie von Rudolf Höß, Kommandant in Auschwitz und die Frage nach seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, Leipzig 2001, S.187)


    Wirths, der also eh schon Zweifel an der "gesamten Juden-Vernichtung" hatte, noch dazu „sehr weich“ war, musste vom KZ-Kommandanten in Auschwitz, Rudolf Höss, regelmäßig neu motiviert und gelenkt werden. Die Aussagen von Höss zu Wirths erwähnte Kramer in ihrer Rezension z.B. mit keiner Silbe und schon allein deswegen passt auch ihre Beurteilung nicht ins Gesamtbild, Wirths sei ein glühender Antisemit gewesen, der stetig aktiv Massenmord betrieb. Vielleicht war das am Anfang seiner Karriere so, aber spätestens ab 1942 änderte sich etwas und es kam zu einem Bruch in seiner Psyche oder auch in seinem Handeln.


    Jockel zitierte weiter oben auch den Göttinger Historiker Stefan Hördler, dessen Ausführungen ich ebenfalls nur bedingt folgen möchte.


    Vor diesem Hintergrund darf nicht vergessen werden, dass Mitte 1943 die großen Gaskammern und Krematorien in Auschwitz-Birkenau fertig gestellt wurden.


    Hatte Wirths in seiner Tätigkeit als SS-Standortarzt tatsächlich etwas mit der Fertigstellung (Stichworte: Auftrag, Planung, Baulauleitung) der Gaskammern und Krematorien in Auschwitz-Birkenau zu tun?


    Die Fachliteratur deutet eher daraufhin, dass das ganze Geschehen und die Entwicklung auf Eigeninitiative von Rudolf Höss und dem Leiter der Zentralbauleitung der Waffen-SS in Auschwitz, SS-Sturmbannführer Karl Bischoff, basierte. Wirths wird in diesem Zusammenhang mit keinem Wort erwähnt.

    (Quelle: siehe u. vgl. dazu exemplarisch das Kapitel: Die vervollkommenten Gaskammern in Birkenau, in: Kogon/Langbein/Rückerl, Nationalsozialistische Massentötungen durch Gitgas, Frankfurt/M. 1983, S.217-239 mit Fiedler/Siebert/Kilian, Zeugen aus der Todeszone – Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz, München 2005, S.109-129)


    Auch zu den von Hördler angesprochenen Themen Beförderung und KVK-Verleihungen bin ich im Augenblick Zwiegespalten. Was steht denn genau in den jeweiligen Verleihungsvorschlägen? Für was bekam er also die Auszeichnungen? Meines Wissens leistete Wirths bei der Seuchenbekämpfung (Fleckfieber) außerordentliches und verbesserte die bisherigen katastrophalen Zustände im Lager. Dafür bekommt selbst ein SS-Täter Orden.


    Übrigens will ich hier niemand überzeugen! Das soll jeder selbst für sich entscheiden. Kritische Reflexion, mein Lieblingswort ;), ist jederzeit angebracht und wichtig, nicht nur bei Völklein, auch bei Kramer oder selbst bei mir. Niemand sollte davon ausgenommen sein.


    Edit: Rechtschreibung & Ergänzungen


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 3 times, last by Policeman ().

  • Tag allerseits,


    je länger der Krieg dauerte, umso mehr wurde auch in der Bevölkerung bekannt, dass jüdische Mitbürger in KZs kamen und zwar auf Nimmerwiedersehen!


    Es gab sogar Proteste der Bevölkerung anlässich des Abtransports von Juden!


    Dazu


    SD Außenstelle Detmold
    Abtransport der Juden
    Detmold, 31.7.1942


    StA Det, M 18 Nr. 11


    Aus Lemgo wird berichtet, daß der Abtransport der letzten Juden innerhalb
    der Bevölkerung größeres Aufsehen erregt habe. Die Juden wurden vor ihrem Abtransport auf dem Marktplatz in Lemgo gesammelt. Diese Tatsache gab der Bevölkerung Veranlassung, sich recht zahlreich hierzu auf dem Marktplatz einzufinden.
    Es konnte beobachtet werden, daß ein großer Teil der älteren Volksgenossen (darunter sollen sich auch Parteigenossen befunden haben) die Maßnahme des Abtransportes der Juden aus Deutschland allgemein negativ kritisiert wurde [sic]. Gegen den Abtransport wurde mehr oder weniger offen mit allen möglichen Begründungen Stellung genommen. So wurde gesagt, daß die Juden in Deutschland
    ja sowieso zum Aussterben verurteilt seien und diese Maßnahme, die für die Juden
    eine besondere Härte bedeuteten, sich daher erübrige. Selbst solche Volksgenossen,
    die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit früher ihre nationalsozialistische Gesinnung herausgestellt hätten, hätten in dieser Hinsicht Partei für die Interessen der Juden bzw. der kirchlich gebundenen Volksgenossen genommen. Innerhalb der kirchlich gebundenen Kreise wurde geäußert: „Wenn das deutsche Volk
    nur nicht eines Tages die Strafe Gottes zu gewärtigen hat“. Nationalsozialistisch
    gefestigte Volksgenossen versuchen, den anders Denkenden klarzumachen, daß
    diese Aktion völlig berechtigt und auch unbedingt notwendig sei. Dem wurde entgegengesetzt, daß die alten Juden uns auch hier nicht mehr schaden können, denn
    sie täten „keiner Fliege etwas zuleide“. Auch seien sehr viele Juden dabei, die viel
    Gutes getan hätten und die noch lange nicht so schlecht seien, als die „Weißen Juden“. Diese müsse man dann auch abtransportieren und in ein Lager stecken. Ein
    bezeichnender Fall der Stellungnahme für die Juden ereignete sich bei dem Abtransport derselben in Sabbenhausen. Hier hatte die Frau des Lehrer Heumann versucht, den Juden Wurst und andere Lebensmittel zu bringen. Nach Mitteilung des
    Ortsgruppenleiters Schlichting wurde Frau Heumann polizeilich festgenommen.

    Eine Überprüfung dieses Vorfalls ist eingeleitet und es erfolgt nach genauen Feststellungen weitere Berichterstattung.

    ...........


    Der Begriff "weiße Juden" ?


    Grüße

    Bert

  • Moin Daniel,


    ja, Deine Beiträge haben mich kurzfristig schon beschäftigt, insbesondere der vom Donnerstag (# 209). Die irgendwie arrogante Bemerkung, über einige User, die neuerdings mit Rezensionen um sich schmeißen......, halte ich jedenfalls für überflüssig.

    Ich kann nicht erkennen, dass die Rezension von Kramer in den Himmel gehoben wurde. Erkennen kann ich aber, dass sie einen - so sehe ich es - seriösen Beitrag zur "Würdigung" des Massenmörders Wirths darstellt. Natürlich habe auch ich keinen Zugang zur Psychologie dieses Mannes, aber wenn ich seinen "Berufsweg" verfolge, erkenne ich deutliche Merkmale eines hochgradig kriminellen Menschen, dessen Tätigkeitsprofil dominant durch antisemitisches und völkisches Denken zu erklären ist. Gelegentliche Spuren von Gewissenskonflikten mag es gegeben haben, die aber finden sich nicht selten im Seelenleben von Mördern.


    Beste Grüße


    Horst

  • Hallo


    @ Horst

    ja, Deine Beiträge haben mich kurzfristig schon beschäftigt, insbesondere der vom Donnerstag (# 209). Die irgendwie arrogante Bemerkung, über einige User, die neuerdings mit Rezensionen um sich schmeißen......, halte ich jedenfalls für überflüssig


    Das du die "arrogante Bemerkung" für überflüssig hälst ist dein gutes Recht. Aber wie man lesen kann, haben dich meine zwei Beiträge an der falschen Stelle beschäftigt. Auf meinerseits eingebrachte Einwände und Fragen, belegt mit Links und Quellen, fällt dir nichts weiter ein? ;(


    Du hast meinen Respekt zu Deinem ausgewogenen Beitrag (Nr. 210)


    Danke für die Blumen. 8)

    Freut mich, dass du meine Beiträge verstanden hast.


    Beste Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Der Begriff "weiße Juden" ?


    Grüße

    Bert

    Hallo Bert,


    der Begriff wurde wohl von Hartwig von Hundt-Radowsky Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. Die "weißen Juden" waren keine Juden, trotzdem sollten auch sie vernichtet werden, weil sie in irgend einer Form nach seiner Meinung "jüdisch" waren.


    Grüße

    Jockel

    Suche alles zu Bau-Pionier-Bataillon 257 ab Oktober 1944

  • Tag allerseits,


    6.3.1943

    Die mehrere Tage andauernde Demonstration (Rosenstraßeprotest) arischer Ehegatten für die Freilassung ihrer jüdischen Partner und Kinder führt am 6.3. zur Entlassung von ca.
    1.700 bis 2.000 Juden aus der Gestapohaft in Berlin. Zur selben Zeit werden 7.031 Juden nach Auschwitz deportiert, darunter auch in Mischehen lebende Juden und Mischlinge.


    21.5.1943
    In Folge des am 18.3. zwischen Goebbels, Himmler und dem Chef der Gestapo, Heinreich Müller, ausgehandelten Abkommens veröffentlicht der Stellvertreter Himmlers, Ernst Kaltenbrunner,
    am 21.5. eine Anordnung, aufgrund derer die Mischlinge und in Mischehen lebenden Juden von Auschwitz nach Berlin zurückkehren können (Stolzfus, Resistance of the Heart, S. 209-257).


    Grüße

    Bert

  • Tag allerseits,


    4.4.1944
    Alfred Wetzler und Rudolf Vrba, zwei Häftlingen aus AuschwitzBirkenau, gelingt die Flucht in die Slowakei. Sie überbringen detaillierte Informationen über die Vernichtung der Juden in Auschwitz.
    Ihre Berichte gelangen im Juni in die Länder der freien Welt (einschließlich Vatikan) und sind unter dem Namen „Auschwitz-Protokolle“ bekanntgeworden (EH, I, S. 127, „Auschwitz-Protokolle“).


    Grüße

    Bert

  • Tag allerseits,


    6.-7. Oktober 1944


    Häftlingsrevolte des „Sonderkommandos“ in Auschwitz-Birkenau: Vor der Niederwerfung gelingt es den Häftlingen, eines der
    vier Krematorien samt seiner Gaskammer zu zerstören. Die meisten Aufständischen werden exekutiert, nur wenigen gelingt die
    Flucht in die Freiheit. Diese Erhebung jüdischer Häftlinge war der einzige effektive Versuch zur Zerstörung der Vernichtungsmaschine

    (Greif, Augenzeugenberichte des jüdischen „Sonderkommandos“; Kulka, E., Aufstand der Juden in Auschwitz).


    Grüße

    Bert

  • Guten Tag zusammen,


    Bert,

    ich interessiere mich ja auch ein wenig für die Machenschaften der SS,

    jetzt hast du drei Posts mit, nennen wir es mal Meldungen, eingestellt.


    Wo ist das her, wo kann man das nachlesen, Stichwort Quellenangabe?


    Auch wenn es sonst niemanden interessiert, mich schon.


    Hat das was hiermit zu tun:

    StA Det, M 18 Nr. 11


    Was sollte das für eine Quellenangabe sein?


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Grüß Dich Thomas,


    gerne zu Diensten!


    Die Quelle:

    https://www.bundesarchiv.de/DE…df?__blob=publicationFile


    Nachlesen kannst Du in den konkreten Fällen unter Seite 649.

    Auch den Bericht der SD Außenstelle Detmold findest Du in der zitierten Quelle!


    Als einer der wenig Interessierten dieser Problematik bist Du beim Schmökern fürs Erste ausgelastet. Der SD berichtete teilweise haarklein über die Stimmungslage der damaligen Volksgenossen!


    Grüße

    Bert

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