Buch zu Kriegsgefangenenlager in der UdSSR

  • Hallo Sandra,


    ich habe mal nach den Lagernummern, die Du angegeben hast, geschaut. Unter der Nummer 6393 habe ich nichts gefunden. Die vormalige Lagernummer 393 ist mehrmals aufgeführt. Diese Lagernummer ist vermehrt in Estland, bei Leningrad und in der Ukraine zu finden.


    Wereszica, wie Du es schreibst, wird hier als Wereschtschiza im Kreis Jaworow im Gebiet Lwiw/Lwow (Lemberg) aufgeführt. Ich gehe davon aus, daß dieses Lager gemeint ist, was Du suchst.


    Welche Angaben benötigst Du?


    Gruß
    Lothar

  • Hallo Lothar,
    mein Großvater Walter Jans ist in diesem Lager gestorben. Mich interessiert einfach, was er dort wohl gemacht hat und unter was für Verhältnissen er gelebt hat. Gibt es dort irgendwelche Beschreibungen? Lohnt es sich, hierfür das Buch zu kaufen?
    Vielen Dank für Deine Hilfe.
    Sandra

  • Hallo Sandra,


    grundsätzlich muß ich sagen, wenn man etwas über das Leben in einem Kriegsgefangenenlager wissen möchte, ist das Buch nicht geeignet. Es ist ein Findbuch, wo die einzelnen Lagern unter welcher Nummer aufgelistet sind. Des Weiteren sind hier zuordnungen der Zwischenlagern zu den jeweiligen Hauptlagern aufgeführt. Also es ist ein reines Findbuch. Wie schon gesagt, es gibt interessantere Bücher zum Lagerleben der Kriegsgefangenen.


    Folgende Information sind im Buch enthalten:


    Die Betriebszeit des Lagers ist laut der Aufzeichnung vom 16.06.1945 bis zum 08.03.1948 und hatte eine Kapazität von 550 Personen. Das Arbeitsbataillon 393 hatte dort auch ein Friedhof wo laut Angaben 497 Grabstellen exestierten.


    Informationen zum Friedhof findest Du hier: http://www.volksbund.de/kriegs…aette/wereschtschiza.html


    und hier: http://www.kriegsgraeber-ukrai…ber/W/Wereschtschiza.html


    Ja, mehr Infos kann ich Dir nicht geben.


    Um Informationen über das Lager oder das Lagerleben zu bekommen, lohnt es sich nicht dieses Buch zu kaufen.


    Gruß
    Lothar

  • Hallo Sandra,


    ergänzend zu dem, was Lothar bereits geschrieben hat, hier noch das, was in der DRK-Dokumentation Zur Geschichte der Kriegsgefangenen im Osten, Teil II (Bonn 1958) auf S. 152 zum Lager steht:


    Quote

    6. "Lager Wereschitza, Winter 1945/46, von 1500 Mann ca. 680 gestorben, 180 kamen nach Lemberg ins Spital. Tägliche Todesfälle 19 bis 25 Mann."


    Frag' doch auch mal beim -> DRK-Suchdienst in München nach einem so genannten "Lagerspiegel" des Lagers. Dort findest Du eine Zusammenfassung von Informationen zum Lager, die der Suchdienst von Heimkehrern erhalten hatte.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)


  • Hallo Kirill!
    Vielleicht handelt es sich um Saporoshje? Dort gab es ein Lager und auch Bergbau, bei dem die Gefangenen hätten zwangsarbeiten können!


    Gruß Rüdiger.


    Priwet, Rudiger,
    Saporoshje ist zu gross und zu bekannt um es mit etwas zu verwechseln.
    Gruss,


    Kirill

  • Hello,


    I just saw this thread and I was wondering if it mentioned the camp 126 at Nikolajew or Nikolayev or Mykolaiv. My Great Uncle Heinrich Klappeich died there 25.12.1944 and I have been trying to find the location of the graves for the camp.


    Thank you,


    Kyle