wer kann diese Grafik-Signatur lesen?

  • Hallo zusammen,


    Adler senior hat mir 3 Grafiken hinterlassen, die ich in seine "Biografischen Notizen" einbauen soll.
    Sie waren in seinem Besitz und nun gehören sie mir.


    Ich würde diese Grafiken eigentlich nur veröffentlichen, wenn ich wenigstens drunter angeben könnte, wer sie gezeichnet hatte.


    Deswegen hier meine Frage:
    (Von Adler sen. weiß ich nur daß der Künstler nicht "direkt dabei" gewesen sei [also kein Besatzungsmitglied] wohl aber zu seiner Einheit - 1944? - gehört hat)
    Wer kennt die Unterschrift? Wer kennt den Grafiker? Wer ließt welchen Namen?


    dankend grüßt mit Horrido
    TransportAdlersKind


    s geht ... bis später


    [Blocked Image: http://img388.imageshack.us/img388/3246/nnsignaturgb44jr2.jpg]

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

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  • Hallo zusammen,


    dann müßte der mutmaßliche G.B... 1944 auch beim II./Ergänzugstransportgeschwader oder beim Kampfgeschwader(J)54, vielleicht auch bei beiden gewesen sein.


    Gruß & Horrido
    TransportAdlersKind

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo TAK,


    einen Günter Baberg gibt es in der Gräbersuche des VDK:



    Zum Gedenken W2950024
    Nachname: Baberg
    Vorname: Günter
    Dienstgrad: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 09.10.1922
    Geburtsort: Hohenlimburg
    Todes-/Vermisstendatum: 27.01.1945
    Todes-/Vermisstenort: Breslau-Schöngarten
    Günter Baberg konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden.



    Breslau-Schöngarten war (und ist?) der Flugplatz von Breslau. Die Vermissstmeldung dieses Günter Baberg wird sich wohl auf einen Flieger und damit sehr wahrscheinlich auf den Kameraden Deines Vaters beziehen.


    Gruß,
    Arnold

  • oh danke,


    jetzt kriegen die Bilder nach Jahrzehnten noch mal eine andere Bedeutung!


    Also Ihr lest in jedem Fall "G. Baberg 1944"


    Bis später (muß mit den Hünden ins Feld...)


    Grüße und Horrido


    T.A.K.
    TransportAdlersKind


    P.S.: Übrigens habe ich vorhin mal die Bilder nachgemessen
    Im Meer ist im Original 47 x 33 cm
    nach vorne 51 x 37 cm
    Ju s kommen 61 x 49 cm (rechter Rand scheint abgeschnitten)

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

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  • Moin T.A.K. !


    Hast Du die drei Kohlezeichnungen in originaler Größe eingescannt, ich finde diese drei Bilder sehr interessant, der Zeichner besaß durchaus einigesTalent.


    Nenne uns doch bitte mal die genaue Größe der einzelnen Zeichnungen...


    Danke und Gruß


    Michel

  • Hallo T.A.K. ,
    Das heisst auf jedenfall "G. Baberg 44"
    Da hatten wir aber schon schwierigere Aufgaben.
    Gell Michel ;)


    Und wenn ich mal hineininterpretieren darf ?
    Diese Zeichnungen stammen auf jeden Fall von einem,
    der die Einsätze von Aussen betrachtet hat.
    Ich glaube, die eigentlichen Flieger hätten eher einen Luftkampf
    gezeichnet.


    Also ich bleibe dabei. Das war einer, der die Flieger hauptsächlich
    von Aussen, bzw. von Unten betrachtet hat.


    Ist aber rein meine Sicht der Dinge. :]


    Gruß


    FRank

  • Baberg ist übrigens nicht künstlerisch in Erscheinung getreten. In meinem Thieme/Becker und auch Vollmer Ergänzungsband taucht er nicht auf. (Nur falls einer in diese Richtung recherchieren wollte)

    Glück Auf!
    "Basil"


    "Ich bin ein Egoist und kümmere mich nicht um andere?. Sogar behinderte Delphine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen" (Stromberg)

  • Quote

    Original von Tbird
    Nenne uns doch bitte mal die genaue Größe der einzelnen Zeichnungen...


    Quote

    Original von TransportAdlersKind
    Im Meer ist im Original 47 x 33 cm
    nach vorne 51 x 37 cm
    Ju s kommen 61 x 49 cm (rechter Rand scheint abgeschnitten)


    Mfg Alex

  • Hallo zusammen und danke für Eure Unterstützung!


    Also ich habe die Grafiken vor Jahren abfotografiert - so richtig auf'm Repro-Tisch (semi-professional) – und die Papierabzüge habe ich dann eingescännt… Mein (ebenfalls semi-prof.) Scänner „schluckt“ auch nur max. DIN A 4 und wie Alex Cyrus_83 freundlicherweise nochmals zitiert hat, sind die Zeichnungen zwischen 47 cm x 33 cm, 51 cm x 37 cm und 61 cm x 49 cm groß.
    Da „Adler sen.“ selbst, wie auch sein Bruder, ein recht talentierter Zeichner war (man hat in Zeichnen bzw. Kunst „sehr gut“, seit Generationen! ein nur „gut“ galt als schlechte Note [war auch bei meinem Kind wieder so]) ist mir klar, dass G. Baberg ein wirklich begnadeter Grafiker gewesen sein muß.
    „Adler sen.“ erzählte mir einmal, dass er beim Aquarellieren seines Heimathauses, womit er sich u.a. in Freistunden bei der Luftwaffe beschäftigte, von einem Kamerad der das sehr viel besser konnte, hat helfen lassen. Dieses Bild besitze ich auch. Ob das auch „unser“ G. Baberg war, weiß ich nicht.


    „Adler sen.“ ging rigoros mit den Grafiken um: Er hat später als er schon lang in Ruhestand war, verkleinerte Kopien davon genommen und diese dann farbig gestaltet. Er hat monatelang immer wieder bei dem Mittelmeer-Bild an dem Blau des Wassers gearbeitet; und dabei natürlich öfters erzählt.


    Ich bin der Meinung, dass der Künstler G. Baberg zwar die Maschinen sehr gut kannte – in der Verkleinerung wirkt es ja geradezu fotorealistisch – auch das Frontgeschehen erlebt hatte, aber die einzelnen Begebenheiten von „Adler sen.“ erzählt und beschrieben bekommen hatte. Das Bild im Mittelmeer „passierte“ am 11. April 1943. Die beiden anderen „Aufnahmen“ sind von der Ostfront, also aus der Zeit 17. Dezember 1941 bis 30. Oktober 1942.
    Es folgte für „Adler sen.“ nach den vielen Frontflügen eine Versetzung zum Gen.Kdo.14.Flg.Korps in Tutow sowie eine Kur.
    Ab 2.I.44 ist er bei der 6.Staffel II./Erg.T.G. in Eger, fliegt auch wieder, allerdings statt Ju52 jetzt SM82 und andere – aus Sprit-Mangel sogar mal mit Segelflugzeug…
    Ab Ende Oktober 1944 kommt er zum KG(J)54 in Giebelstadt, aber auch Prag u.a. Es ist recht unwahrscheinlich, dass jemand von beiden Kriegschauplätzen und vor allem den unterschiedlichen Einheiten den selben Weg genommen haben könnte.


    Wie dem auch sei, ich habe vorhin bei drei Rufnummern „Baberg“ angeläutet und gefragt. Noch nix...


    Grüße & Horrido
    T.A.K. TransportAdlersKind

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo zusammen,


    Quote

    Todes-/Vermisstendatum: 27.01.1945
    Todes-/Vermisstenort: Breslau-Schöngarten


    Also ich treib mal wieder meine Telefongebühren in die Höhe - nee Quatsch = Flätträt...
    Ich habe bei diversen Babergs angerufen und habe jetzt den Herren, der sich um die Pflege des Stammbaumes etc. kümmert; er steht jedoch nicht im Telefonbuch...
    Vom VDK habe ich heut Vormittag erfahren, dass ein ("unser") Uffz. Günter Baberg als Angehöriger des Tr.Geschwaders 3.Staffel bei einem Aufschlagsbrand bei Breslau-Schöngarten ums Leben gekommen ist. Also definitiv ein Flieger - ich möchte sogar sagen: ein Transportflieger. Aber ich will sicher sein bevor ich es behaupte.


    Gruß & Horrido
    T.A.K. TransportAdlersKind

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo zusammen,


    habe heute bei der WASt mit einem Herren telefoniert und oh Wunder, sogar eine wirkliche Auskunft erhalten!!!
    Demnach scheint der Uffz. Günter Baberg der einzig in Frage kommende, auch bei der 6. Staffel des Transport Geschwader II gewesen zu sein. Da "Adler sen." 1944 für 10 Monate bei der 6.Staffel II./Erg.T.G. gewesen ist, verdichtet sich die Spur, daß der mutmaßliche Grafiker höchstwahrscheinlich Günter Baberg war und sie sich bei dem TransportGeschwader 2 getroffen hatten. Leider kam dieser, wie weers oben schon sagte, am 27. Januar 1945 im Alter von 22 Jahren durch Aufschlagbrand bei Breslau-Schöngarten ums Leben.


    Kann mir jemand diesbzgl. noch weiterhelfen?


    Dankend grüßt mit Horrido
    T.A.K.
    TransportAdlersKind


    PS.: So ermutigt, habe ich hernach ein 2.Mal angerufen und den selben Herrn nach dem Bordschützen meines "Adlers" (Gottfried D...) gefragt: no comment - das Übliche = Datenschutz etc. Dann fragte ich nach einem direkten Onkel, also den Bruder Wilhelm von "Adler sen." der unverheiratet und kinderlos 1944 im Lazarett gestorben ist; auch da soll ich erstmal beweisen, daß ich berechtigt bin ... usw...


    Nachtr.:

    Quote

    Ich glaube, die eigentlichen Flieger hätten eher einen Luftkampf
    gezeichnet.
    Also ich bleibe dabei. Das war einer, der die Flieger hauptsächlich
    von Aussen, bzw. von Unten betrachtet hat.


    Ich hätte vielleicht erklären sollen, daß das Bild mit der Welle einen Luftkampf zeigt, ich jedoch nur die "Unterschriften-Ecke", auch wg. der Größe der Signatur, hier zeigen wollte. Die beiden anderen Bilder zeigen das Durchfliegen durchs Sperrfeuer bei der Demjansk-Versorgung. Alle drei Grafiken hat der Künstler quasi als "AuftragsArbeiten" geschaffen. Adler sen. war der Ansicht, daß's dieser Kamerad einfach "besser drauf" hatte, als er selbst.

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

    Edited once, last by *AK* ().

  • Hallo T.A.K.


    jepp, jetzt mit den Infos und Neubetrachtung der Bilder
    ändere ich meine Darstellung. Ich habe nur die Bilder von Außen
    gesehen. Ich habe nicht beachtet, das die Bilder alle
    von Oben, aus der Luft, gezeichnent wurden.


    Und wenn einer die Flieger von Außen betrachtet,
    dann wohl von Unten...


    Naja, deswegen hat man in der Schule auch mehr Zeit zur
    Interpretation ;)


    Gruß


    FRank

  • Guten Abend, T.A.K. !


    Ich hätte sehr gerne drei Reproduktionen der Bilder, in originaler Größe, wenn das möglich wäre?


    Für deine Kosten komme ich selbstverständlich auf, Du sitzt auf einem kleinen Schatz, das ist dir schon klar, nicht wahr...


    Hast Du eine Möglichkeit, die drei Bilder 1:1 scannen zu lassen, wenn nicht, kann ich dir gerne einige Firmen nennen, die solch einen Dienst anbieten...


    Halte die Bilder in Ehren, sie sind es wert!


    Gruß


    Michel

  • Hallo zusammen!


    Baberg, Günter, Unteroffizier Geburtsdatum/ort: 09.10.1922 - Hohenlimburg
    Todesdatum: 27.01.1945 Todesort: Breslau-Schöngarten
    Günter Baberg konnte nicht geborgen werden.
    Die Vermissstmeldung dieses Günter Baberg bezieht sich auf einen (höchstwahrscheinlich Transport-)Flieger und Breslau-Schöngarten war ein Flugplatz von Breslau.


    Ich habe mich telefonisch bei der Familie Baberg umgehört und von Cousinen, besonders von einer fast gleichaltrigen dieses Günter Babergs erfahren, daß er ein guter Zeichner und überhaupt sehr musisch begabter Mann gewesen sei. Eine der Cousinen erinnerte sogleich: „daß sie(?) über Breslau abgeschossen wurden und wegen der Vereisung nicht mehr aus der Maschine rausgekommen seien...“


    Damit ist mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlich Uffz. Günter Baberg der Kamerad meines Vaters, der die 3 Bilder gezeichnet hat.


    Besinnliche Grüße
    Paul T.A.K.

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo Paul,
    Ich denke doch, dass da demnächst eine Reise ansteht. Oder ???


    Gruß,
    Arnold