Hptm. Arno Manthey † 1941

  • Hallo,


    anbei ein paar gesammelte Daten zum Hauptmann u. SA-Obergruppenführer Arno Manthey, der am 2.September 1941 als Bataillonskommandeur in Finnland gefallen ist. In den Erstgrablagen im Forum ist er bereits verzeichnet, in den Verlustlisten zum 1.Weltkrieg ist er u.a. als Leutnant in der 9./Gren.-Rgt. Nr.9 zu finden.

    Quellen: Datenbank d. Reichstagsabgeordneten, Bundesarchiv/Invenio, Völkischer Beobachter, Ausg. Wien Nr.248 vom 5.September 1941, Seite 3 u. Nr.251 vom 8.September 1941, Seite 5 u. Znaimer Tagblatt, Folge 209 vom 5.September 1941, Seite 2


    Gruß, J.H.


    Manthey, Arno

    Geboren am 6. September 1888 in Schubin (Posen); evangelisch. Besuchte Volksschule in Schubin (Prov. Posen), Gymnasium zu Bromberg bis Prima. Landwirtschaft erlernt. Kriegsteilnehmer, Offizier, Bauer. Organisierte im Januar 1919 im Netzedistrikt Schubin-Bromberg den deutschen Widerstand gegen die aufständischen Polen. Provinziallandtagsabgeordneter für die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen. Führer der SA-Brigade Grenzland Süd.


    R 9361-II/685344
    Manthey, Arno

    Bestandsbezeichnung: Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP / Parteikorrespondenz

    Geburtsdatum: 6.9.1888

    Unterlagenart: Sachakte

    Alte Signatur: VBS 1 / 1070075984

    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde


    R 9361-III/568699
    Manthey, Arno

    Bestandsbezeichnung: Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der SS und SA

    Geburtsdatum: 6.9.1888

    Geburtsort: Schubin / Bromberg

    Unterlagenart: Sachakte

    Alte Signatur: SA / 4000002788

    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde


    R 16-I/1345

    Manthey, Arno
    Bestandsbezeichnung: Deutscher Reichsbauernrat

    Geburtsdatum: 6.9.1888

    Dienststelle: Landesbauernrat Kurmark

    Unterlagenart: Personalakte

    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde

  • Johann Heinrich

    Changed the title of the thread from “SA-Obergruppenführer Arno Manthey † 1941” to “Hptm. Arno Manthey † 1941”.
  • Hallo,


    außerdem war er ab 1919 Führer 4./Grenzschutzbataillon 3 Bromberg.


    Nachname: Manthey

    Vorname: Arno

    Geburtsdatum: 06.09.1888

    Geburtsort: Schubin Bromberg

    Todes-/Vermisstendatum: 02.09.1941

    Todes-/Vermisstenort: Straße Alakurtti/Finnland


    Arno Manthey ruht auf der Kriegsgräberstätte in Salla.

    Endgrablage: auf diesem Friedhof


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    Arno Manthey war lt. Stellenbesetzung von Juni 1940 Kdr. des I./Inf.Rg. 324. Dieses Regiment unterstand ab Juni 1941 dem XXXVI. AK und verstärkte u.a. die 169. Inf.Div


    Grüße Mati

  • … Arno Manthey war lt. Stellenbesetzung von Juni 1940 Kdr. des I./Inf.Rg. 324 ...


    Hallo,


    diese Information könnte auch mit der Inschrift auf dem Grabkreuz (Kdr. I./J.R. 324?) übereinstimmen - leider lässt sich das auf dem Grabfoto nicht eindeutig erkennen.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo,


    es wird auch übereinstimmen. Er war auch noch 1941 Bataillonskommandeur im Inf.Rg. 324.


    Gruß Mati

  • Hallo,


    hier mal meine gesammelten Daten:


    Mitglied des Reichstages November 1933 bis 1941.


    Volkschule Schubin, nebenbei Latein-Unterricht an der jüdischen Schule in Schubin, Friedrich-Gymnasiums in Bromberg (bis Primareife), landwirtschaftliche Ausbildung, danach landwirtschaftlicher Beamter, 1911 Übernahme der väterlichen Wirtschaft, 1912 Übernahme eines Hotels in Schubin, August 1914 Kriegsfreiwilliger beim Reserve-Regiment 211 (Flandern), 1915 Leutnant d.R. und in das Grenadier-Regiment 9 versetzt, zuletzt Kompanieführer, Dezember 1918 aus dem Heeresdienst entlassen. Dezember 1919 Eintritt in das Reichswehr-Schützen-Regiment 83, 1919 Freikorpsführer im Grenzschutz Ost (Netzedistrikt Schubin-Bromberg ), 1920 zunächst als Tuchreisender, Kartoffelhändler und Langholzfuhrmann tätig, danach Pächter eines Bauernhofes in Gursen (Krs. Flatow), Mitglied des Stahlhelms und der Deutschvölkischen Freiheitspartei, 1.10.1930 NSDAP und SA, 1.2.-13.4.1932 Führer der SA-Standarte 149, 1.2.1932 SA-Standartenführer, 1.7.1932–14.9.1933 Führer (bis 15.9.1932 m.d.F.b.) der SA-Untergruppe Grenzland, 1.7.1932 SA-Oberführer, Oktober 1932 Präsident der Landwirtschaftskammer für die Grenzmark, Mitglied des Brandenburgischen Provinziallandtags, 1.9.1933 SA-Brigadeführer, 15.9.1933–9.7.1934 Führer der SA-Brigade 8 „Grenzland–Süd“ (Schneidemühl ), 20.9.1933 Landeshauptabteilungsleiter II (Landwirtschaftskammer) der Landesbauernschaft Kurmark, 1933 Erster Vorsitzender des Aufsichtsrats der Landbank, 10.7.1934-2.9.1941 (bis 15.9.1935 m.d.F.b.) Führer der SA–Gruppe Ostmark (Frankfurt/Oder), 20.4.1935 SA-Gruppenführer, 9.11.1937 SA-Obergruppenführer, Preußischer Provinzialrat der Provinzen Brandenburg und Grenzmark Posen-Westpreußen, Präsident des Reichsverbands für das Hundewesen, September 1939 zur Wehrmacht eingezogen, zuletzt Hauptmann d.R. und Bataillonskommandeur im Infanterie-Regiment 324, gefallen an der Straße Salla-Alakurtti


    Gruß Mati