Bilder eines Nachlasses

  • Hallo Viktor


    Mit viel Bauchweh eventuell die Nahkampfspange der Luftwaffe.

    Zur Sparte würde ich Fliegertruppe und Fallschirmtruppe (Zitronengelb) und Pioniere/Bautruppe (schwarz) ausschließen!

    Zur Luftwaffen Felddivision ( Jägergrün) würde die Nahkampfspange passen, das ist aber spekulativ!


    Gruß Arnd

  • Hallo Zusammen,


    oberhalb der Ordensspange (EK.2) sichtbar, das dürfte eine Frontflugspange (in Bronze, Silber oder Gold) sein. Die Version ist abhängig von der Anzahl der absolvierten Front-/Feindflüge.

    Die Art der Frontflugspange (für Jagdflieger, Kampfflieger, Aufklärer, Transporter, Stukas, ...) hing von der Waffengattung innerhalb der Fliegenden Verbände ab. Die Ausführungen unterschieden sich entsprechend.

    Leider kann man die Details nicht erkennen - dazu bräuchte es ein Porträtfoto mit hoher Auflösung des Brustbereiches.

    Vom Zusammenhang her vermute ich aber, dass es sich um eine FF-Sp. für Transportflieger handelt.


    V. Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Arnd,


    unsere Beiträge haben sich knapp überschnitten

    Das Äquivalent zur Nahkampfspange war bei den Fliegenden Verbänden die Frontflugspange.

    Bei den Nichtfliegenden Verbänden der Luftwaffe (Fallschirmjäger, Feldverbände, Flak, usw.) gab es natürlich auch die Nahkampfspange.


    V. Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo zusammen,


    nun sind wir alle etwas schlauer geworden! Das mit der Gasplane ist mir komplett neu, danke Eumex!


    Nun folgt ein Bild, das könnte ein spontanes Gruppenbild darstellen. Die Männer scheinen, den Sachen nach zu urteilen, mitten in Arbeit zu sein.

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    Gruß Viktor

  • Das Äquivalent zur Nahkampfspange war bei den Fliegenden Verbänden die Frontflugspange.

    Bei den Nichtfliegenden Verbänden der Luftwaffe (Fallschirmjäger, Feldverbände, Flak, usw.) gab es natürlich auch die Nahkampfspange.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Uwe K.


    Die Frontflugspange habe ich auch in Betracht gezogen, allerdings ist mir dazu der Kragenspiegel zu dunkel für Zitronengelb!


    Hallo Eumex


    Danke wieder was gelernt!

    Gasplane passt weniger zum Flugpersonal, ehr zur Luftwaffen Felddivision?

    Oder sehe ich das falsch?



    Hallo Viktor


    Da würde ich zustimmen!


    Gruß Arnd

  • Vom Zusammenhang her vermute ich aber, dass es sich um eine FF-Sp. für Transportflieger handelt.

    Hallo Uwe,


    da die meisten Bilder aus dem Nachlass die Ju-52 zeigen und unsere Männer die Transportstaffel identifiziert hatten, würden auch die abgebildeten Männer dazu gehört haben, das ergibt einen Sinn.

    Gruß Viktor

  • Hallo zusammen


    Mit der Nahkampfspange der Luftwaffe lieg ich ziemlich sicher daneben!

    Die Frontflugspange für Transportflieger ist 1941 gestiftet worden.

    Die Gasplane wurde 1941 nicht mehr ausgeteilt!

    Zeitlich also möglich.

    Ich fremdel zwar noch ein bisschen mit der Waffenfarbe, aber was soll's!


    Gruß Arnd

  • N'Abend,


    es kam relativ häufig vor, dass Angehörige der Fliegenden Truppe - nach längerer Einsatzperiode in einem fliegenden Frontverband - in einen "ruhigeren" Posten innerhalb der Luftwaffe versetzt wurden. Anlass dazu kann eine veränderte Familiensituation (mehrere Kinder), eine überstandene Verletzung, das Alter und Physis, die mentale Verfassung, oder einfach der Bedarf an erfahrenen Frontsoldaten in der Ausbildung/Schulung gewesen sein.
    Die Piloten wechselten dann zu Flugschulen, Überführungseinheiten (Fl.Ü.G.), Flieger-Zielgeschwadern oder zu Verbindungseinheiten (Kurierflieger). Erfahrene Bordfunker wechselten in die Ln-Schulen. Beobachter, Bordmechaniker und -schützen kamen in die allgemeinen (Ausbildungs-)Verbände, Lw-Stäbe, zur Flak, Fl.H.Kommandanturen ... usw.. Alles noch innerhalb der Luftwaffe (bis Mitte/Herbst 44).


    Nach dem Fronteinsatz bei den Transportfliegern, wobei ich die Versorgung der Kessel Demjansk und Cholm vermute, könnte unser Protagonist (vorübergehend ?) in einem Flieger-Ausbildungsregiment gelandet sein. Hier kämen die Merkmale: a) Rekruten/junge Soldaten mit (teilweise überflüssiger!) infanteristischer Ausrüstung und b) erfahrener Ausbilder mit Fronterfahrung und "Lametta", zusammen. Ich kenne noch persönlich zwei solche Beispiele mit Wechsel der Verwendung. Beide haben sich als Bordfunker das DKiG "erflogen". Der Eine als Fernaufklärer, der Andere als Kampfflieger. Ersterer wechselte als Funklehrer in eine Ln-Schule und ab Mitte 44 zur Leichten Flak an der Heimatfront, der Andere war als Berufssoldat von 1939 bis 45 dabei und bei Kriegsende Kompanieführer und Hauptmann bei einer Ln-Einheit (Funkmess) in Dänemark. Und ab 1956 wieder bei der Bw-Luftwaffe. Beide sind schon länger verstorben. Für beide typisch: Fliegende Truppe, schwere Einsätze mit höheren Auszeichnungen, Verwundung(en) oder Krankheit (chronische Mittelohrprobleme), danach Verwendung bei nicht-fliegenden Verbänden innerhalb der Luftwaffe.


    Mein Tipp zur Fotoserie:

    - im ersten Halbjahr 1942 noch als Transportflieger an der Ostfront

    - danach bei einer Ausbildungseinheit.


    Wer von uns den "Dienst an der Waffe" abgeleistet hat (ich als W-15 in den Jahren 1978/79) - egal ob östlich oder westlich der Elbe - weiß, dass man bei der Grundausbildung eine Menge Krimskrams rumschleppen muss. Hauptsache unbequem und schwer zu schleppen (was uns nicht umbringt macht hart), das steigert die allgemeine Fitness. Dass in der Ausbildung noch Gasplanen zur Ausrüstung gehörten - die dann später in der "echten Truppe" nicht wieder gesehen wurden - verwundert mich daher nicht.


    Aber hier bewege ich mich immer mehr im Reich der Vermutungen ... dabei fühle ich mich nicht ganz wohl.


    Viele Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe K.


    Ich schätze mal wenn du spekulierst hat das bestimmt mehr Hand und Fuß wie bei mir!

    Denn mit der LW kennst du dich ein "bisschen" besser aus wie ich!

    Auch wenn ich bei dem Laden meine W15 gemacht habe!

    Mit der Menge an Gerödel hielt es sich bei uns in Grenzen.


    Ich habe mir die Verleihungsbedinungen im Lexikon durchgelesen!

    Wie erreiche ich das als Funker?


    Gruß Arnd

  • Hallo Arnd,


    > Wie erreiche ich das als Funker?

    Bei Kampffliegern, (Fern-)Aufklärer, Stukas, Transportern wurden Auszeichnungen u.a. nach Anzahl der Feindflüge verliehen.

    Die gesamte Besatzung war am Erfolg beteiligt, bzw. setzte sich gemeinsam dem Feindbeschuss aus. Der Einsatzerfolg war eine Gemeinschaftsleistung, heute würde man Teamwork sagen. Ohne den Bordfunker hatte eine Besatzung bei Nacht kaum eine Chance einen Flugplatz für die Landung zu finden, denn er ermittelte die eigene Position mit der Funknavigation (Eigen- und Fremdpeilung). Bei den Nachtjägern dirigierte der Funker mittels Bordfunkmessgerät (ab 1942/43) den Piloten ins Ziel. Ohne den Funker war der Pilot bei Nacht nahezu hilflos.


    Beim KG 2 gab es z.B. die Besatzung Wolfgang Hankamer. Da hatte der Pilot, Hankamer, das RK (und das DKiG), die restliche Besatzung das DKiG (Max Schedel, Wilhelm Tebbe, Friedrich Bergau). Oder bei der Kommodore-Besatzung von Hermann Hogeback beim KG 6 hatten außer ihm selbst (RK, EL, S) noch der Beobachter Wilhelm Dipberger und der Bordschütze Wilhelm Glasner das RK, der Bordfunker Heinz Bardowski das DKiG.

    Unter den Stuka Bordfunkern gibt es eine ganze Reihe Bordschützen/-funker unter den mit dem RK Ausgezeichneten. Am bekanntesten ist vielleicht Rudels Bordschütze, Erwin Hentschel (+ 20.3.44 als Ofw.). Er soll bei +1400 Feindflügen dabei gewesen sein. Stell dir mal vor: über 1000 mal mit dem Rücken voraus (der Funker saß gegen die Flugrichtung sitzend - rückwärts Achterbahn fahren!) ins Ziel stürzen. Man sieht nicht mal das Flakfeuer auf sich zukommen ...


    Alle Genannten wurden mehrfach selbst abgeschossen - auch hinter der Front, mit anschließendem, teilweise mehrtägigem Rückmarsch durch die feindlichen Linien. Letzteres durften auch die 2 verstorbenen Bekannten (mein Beitrag #170) erleben.


    Oder andere Antwort: viel mitfliegen und lange genug am Leben bleiben - viel Glück haben, und ein gewisses Maß an Können..


    V. Grüße, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Moin zusammen,


    bei dem nächsten Bild fallen mir zwei Sachen auf:


    - der Mann mit dem EK scheint der Erblasser zu sein. Dies bestätigt auch die These des Fronteinsatzes mit anschliessendem Einsatz als Ausbilder;


    - es scheint ein Wettkampf der HJ zu sein, der Armbinde des Männer links im Bild zu urteilen.


    Beinahe übersehen, das Bild ist auf der Rückseite beschriftet... Ich lese "Sportplatz Annaberg ... Schuhmann ..." Kann jemand mehr? Was könnte die Kürzel bedeuten?

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    • Img057 Kopie.jpg

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    • Img057 a.jpg

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    • Img058.jpg

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    Gruß Viktor

  • Hallo,


    Bild 58, Entwicklungsstempel: "Photo-Kötz" war ein Fotogeschäft in Annaberg/Erzgebirge.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Uwe K.


    Vielen Dank für die Info


    Da gilt die Kameradschaft viel.


    Gruß Arnd

  • Hallo zusammen,


    Quote

    Und dann wäre das Kürzel U.S.1 die dortige Unteroffiziers-Schule ?

    das würde passen wenn wir beim Heer wären....wir sind aber bei der Luftwaffe !

    Gruss Dieter

  • Hallo in die Runde und ein spannendes Thema mit vielen neuen Erkenntnissen für mich,

    gestattet mir noch einen Hinweis zur Nahkampfspange der Luftwaffe. Ein sehr sehr seltenes Abzeichen von dem es kein gesichertes Trägerbild gibt. Gestiftet erst am 28.11.1944 wurden bis dahin die Nahkampfspange des Heeres verliehen. Träger der LW mussten dann umtauschen. Auch das Bild des LW Angehörigen zeigt hier eine Frontflugspange der LW. Die Verleihungen der LW Nahkampfspange ist in Soldbüchern dokumentiert aber auch das Bild im Inter. Militaria Magazin Nr.109 zeigt m. E. keine Trägerabbildung sondern eine Frontflugspange. Also wer ein diesbezügliches, gesichertes Bild hat, herzlich gerne zeigen ! PS.: IM Heft ist auch ein Soldbucheintrag ,Seekampfabzeichen der LW, abgebildet. Einzelblatt eingeklebt, getippter Eintrag nun ja...

    Ich wünsche Euch und uns weiter spannende Infos und bis bald Volker

  • Grüß Gott,


    der Wachtmeister/Feldwebel , zweiter von rechts, trägt ein Ärmelschild, von der Form her, Narvik.oder Demjansk-Schild


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria