Lagunen- (Sumpf) Seilbahn - Kuban Brückenkopf 1943

  • Servus!


    Diese Seilbahn wird in der Unterschrift unter einem Foto "berühmt" genannt.


    Wenn ja, wo kann man darüber Lesen?


    Mir sind bisher nur Fotos bekannt. Es ist klar, dass es zwischen dem Ufer der Temryuksky-Bucht und Varenikovskaya installiert wurde.


    Aber das sind bisher alle Informationen, die ich kenne.


    Grüße Paul Dietrich


    Beruhmte Seilbahn.jpg


    Sumps-Seilbahn

    728d40cdeac3.jpg


    Verwundeten-Transport

    fdc0bae1d3c7.jpg


    Muni-Transport

    Кубанский плацдарм, 1943 год..jpg


    Etwas breiterer Rahmen - sichtbare Bretter

    kuban.jpg

  • Guten Morgen zusammen,


    guten Morgen Paul Dietrich.


    Ich habe gerade (einmal fünf, einmal drei) Posts zusammen gedengelt,

    wie man unschwer erkennen kann ist das möglich und durchaus sinnvoll,

    seine Posts so zu gestalten.

    Es braucht nicht für jedes Bild einen neuen Post, sowas ruiniert mir nur meinen Scrollfinger.8)


    Die andere Sache,

    a u c h für dich gelten die Regeln des Forums,

    eine davon ist die gewünschte Anrede und der Gruß, in jedem Post.


    Sollte klappen, oder?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Servus!


    Ja, danke für die Antwort. Ich habe in diesem Forum meine Frage geschrieben. Aber ich habe keine klare Antwort erhalten.


    Die Seilbahn wurde in einem menschenleeren Gebiet gebaut. Deshalb ist Sie den Anwohnern unbekannt.


    Ich Suche nach schriftlichen oder dokumentarischen Erwähnungen über dieses Objekt, aber bisher ohne Ergebnis.


    Ich denke, früher wurde diese Seilbahn in der Nähe von Noworossijsk, auf dem Berg Myshako, verwendet. Wie Sie wissen, ist es eng mit dem Schicksal von einem der Kommandeur der 4. G.D. verbunden:


    "Der Myschako konnte von den Gebirgsjägern nicht mehr genommen werden. Für viele ist er seit jenen verlustreichen Tagen des Kriegsjahres 1943 eine leidvolle Erinnerung an die Kameraden, die dort im Kampf für ihr Vaterland gefallen sind. Dieser Berg sollte aber auch dem Kommandeur der 4. Gebirgs-Division, Generalleutnant Hermann Kreß, zum Schicksals­berg werden. Mit Schuld daran war, wenn man es so deuten will, eine Seilbahn, die Georg Herbrechtsmeier als Seilbahnspezialist am Myschako aufbaute, um die vorderen Linien besser versorgen zu können.

    „Meine Seilbahn", so der Offizier, „beförderte täglich Munition, Verpflegung und Stellungsbaumaterial auf den Myschako, Verwundete wurden abtransportiert, Personentransport war verboten. Eines Morgens erschien unser Divisionskommandeur, General Kreß, und besichtigte unsere Seilbahn. Er wünschte, hinaufgefahren zu werden. Ich machte den General darauf aufmerksam, daß Personentransport verboten sei. Er bestand auf seinem Befehl, den ich auch ausführte. Nach einer Viertelstunde habe ich den toten General wieder zu Tal gefahren. Trotz der Warnung des rumänischen Stellungskommandanten, daß russische Scharfschützen lauerten, hatte er in der Stellung mit seinem Glas über die Deckung beobachtet und im selben Augenblick einen Kopfschuß erhalten.'"

    Das geschah am 11. August 1943, morgens um 6 Uhr. Mit Generalleut­nant Kreß starb sein Begleiter, der rumänische Rittmeister Nicolesco. Die sterblichen Uberreste des zweiten Kommandeurs der 4. Gebirgs-Division wurden in einem Soldatengrab in Krassno Medwedowskaja zur letzten Ruhe gebettet. Nachfolger von Kreß wurde Generalmajor Braun, der am 13. August 1943 bei der „Enzian"-Division eintraf.


    Quelle:

    Text - R. Kaltenegger, "Gebirgssoldaten unter dem Zeichen des "Enzian", S.258

    Schema - J.Braun, Enzian und Edelweiss.


    Grüße Paul Dietrich

  • Servus!


    Danke für die Erinnerung. Nur die Größe der Anlagen ist auf 400 Kilobyte begrenzt. Wenn das kritisch ist, muss ich die Größe der Fotos reduzieren.


    Grüße Paul Dietrich

  • Servus!


    Die Kollegen wurden sehr schnell aufgefordert. Die Antwort ist im gleichen Buch von R.Kaltenegger. Meine Vermutung hat sich bestätigt. Der Baumeister der Seilbahn unter Myshako ist der Autor eines Artikels über den kubanischen Brückenkopf.


    Ich denke, es gibt alle Antworten. Ich muss noch diesen Artikel finden.


    Grüße Paul Dietrich

    Files

    • Artikel.jpg

      (12.12 kB, downloaded 42 times, last: )
  • Hallo Paul Dietrich,


    Deine Beiträge zu den Seilbahnen lese ich sehr gerne, beschäftige ich mich doch mit der Geschichte der Seilbahn-Versuchsanstalt in Mittersill sowie dem Kuban-Brückenkopf - wenngleich mit der Ausrichtung auf die Heeresfeldeisenbahnen.


    Zu der hier angefragten Seilbahn kann ich aus meinen bisherigen Recherchen leider keine Hinweise geben, werde aber bei weiteren Recherchen ( C-bedingt steht der Besuch in zwei Militär-Archiven hierzu noch aus.. ) auch darauf achten.


    Solltest Du vielleicht bei Deinen Recherchen etwas zu den "kleinen" Eisenbahnen finden ( Feldbahnen mit 600 oder 750mm Spurweite ), die einmal als Materialtransportmittel für die Seilbahn-Pioniertruppe beim Bau von Brücken eingesetzt wurden, oder -wie auf der Taman-Halbinsel- als Versorgungsstrecken mit Diesel- und Dampflok-Betrieb dienten, so würde wiederum ich mich über einen Hinweis sehr freuen.


    Herzlichen Dank im Voraus

    und viel Erfogl bei Deinem Thema


    wünscht Dir


    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Paul,


    im KTB der 4. Gebirgsdivision vom 16.01. bis 30.06.1943 kein Hinweis auf eine Seilbahn auch nicht in der Nähe von Noworossijsk, auf dem Berg Myshako.

    Auch ist es eher unwarscheinlich das wenn es doch eine gab, die Seilbahnanlage auf den Rückzug mitgenommen wurde.

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Servus!


    Vielen Dank an alle für Ihre Aufmerksamkeit auf das Thema und für die Antworten.


    Das Thema der kleinen Eisenbahnen wird in diesem Buch ausführlich behandelt - "Feld-tragbare Eisenbahnen und Ihre Rolle im modernen Krieg", 1927 - http://books.totalarch.com/node/6644


    Ich denke, das interessanteste und aussagekräftigste zum Thema der Seilbahnen ist in den KTB - Ib enthalten. Sowohl im Kaukasus als auch im Eismeer fand ich dort fast alle interessanten Sachen für mich.


    Darüber hinaus ist das Seilzuggerät 120 ein ziemlich einfaches, mobiles und leicht zu installierendes Gerät. Wenn die Autoren selbstbewusst über den Positionskrieg bei Myschako schreiben, denke ich, dass die verwendung dieses Geräts nichts verhindert hat.


    Foto von meinen Freunden, Santscharo-Pass, Kaukasus.Sommer-2018.


    Grüße Paul Dietrich

  • (...) Das Thema der kleinen Eisenbahnen wird in diesem Buch ausführlich behandelt - "Feld-tragbare Eisenbahnen und Ihre Rolle im modernen Krieg", 1927 - http://books.totalarch.com/node/6644

    Hallo Paul,


    interessanter Hinweis, jedoch "die falsche Feldpostnummer".. ;-) und zu früh.

    Meine Betrachtungen beziehen sich auf die Heeresfeldeisenbahnen der Wehrmacht, die Bahnen durch den Schlauch nach Demjansk sowie auf der Taman-Halbinsel betrachte ich stellvertretend für die vielen anderen betriebenen oder nicht fertiggebauten oder nur projektierten Strecken.

    Interessant ist jedoch auch "ein Blick zurück" in die Anfänge der Heeresfeldbahnen (hierzu paßt auch das von Dir erwähnte Buch). Wer hätte zum Beispiel gedacht, daß auch die (ehemals Württembergischen Eisenbahn-) Pioniere aus Um in den ersten Jahren der Reichswehr-Zeit verdeckt eine Heeresfeldbahn-Truppe samt Material vorhielten? Nach ein paar Jahren wurde dies aber bei einer Kontrolle erkannt und unterbunden.. (Quelle: Unterlagen der Ulmer Pioniertruppe in den Händen des (ehem.) Traditionsvereins )


    Es bleibt also spannend... ;-)


    Herzliche Grüße,

    auch an die mitlesenden Kollegen,


    Uwe


    P.S.: Wo wir gerade bei Ulm sind: dank der von Paul angehängten Skizzen weiß ich nun auch, daß es sogar mal eine "Ulmer Stellung" auf der Taman-Halbinsel gab... Dankeschön von einem Ulmer ;-)

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Servus!

    MunaLisa : In Eismeer sind die Seilbahnen und die Eisenbahnen an zwei stellen daneben.


    Der erste Platz - der Brückenkopf am Fluss West LIza, Stützpunkt K4 (Handgranatenkopfl). Die Strecke ging vom Herzsee auf die K4.


    Die Seilbahn ist wie ein Mover. Die Eisenbahn mit der Spur 60 cm-wie der Weg. Die Reste der Konstruktion befinden sich noch am alten Standort.


    Grüße Paul Dietrich

    Files

    • Oberhof u. K4.jpg

      (387.81 kB, downloaded 30 times, last: )
    • Кarte.jpg

      (217.41 kB, downloaded 25 times, last: )
    • K3 u. K 4.jpg

      (272.34 kB, downloaded 25 times, last: )
    • Herzsee.jpg

      (385.5 kB, downloaded 32 times, last: )
  • Stützpunkt und Schienen.


    Grüße Paul Dietrich

  • 60-cm Spurweite und schwellen Breite.


    Grüße Paul Dietrich

    Files

    • IMG_1869.JPG

      (333.58 kB, downloaded 30 times, last: )
    • IMG_1878.JPG

      (393.22 kB, downloaded 30 times, last: )
    • IMG_1872.JPG

      (337 kB, downloaded 27 times, last: )
    • IMG_1873.JPG

      (300.12 kB, downloaded 31 times, last: )
    • IMG_1877.JPG

      (273.34 kB, downloaded 27 times, last: )

    Edited once, last by Paul Dietrich ().

  • Details der Seilbahn-Konstruktion - Rollen, Anker und Dynamometer.

    Grüße Paul Dietrich

  • Zweite Stelle ist der Stützpunkt Oberhof. Zwei widerstandsknoten wurden durch eine Seilbahn miteinander verbunden.


    Grüße Paul Dietrich

    Files

  • Auf dem Gipfel des linken Berges befinden sich die überreste eines kurzen Weges mit einer Spur von 60 cm.


    Außerdem befindet sich dort eine Plattform.


    Grüße Paul Dietrich

    Files

    • IMG_7522.JPG

      (359.46 kB, downloaded 31 times, last: )
    • IMG_7523.JPG

      (332.78 kB, downloaded 33 times, last: )
    • IMG_7526.JPG

      (337.17 kB, downloaded 31 times, last: )
    • IMG_7588.JPG

      (363.17 kB, downloaded 31 times, last: )
    • IMG_7589.JPG

      (174.47 kB, downloaded 30 times, last: )
  • Aber Hallo !


    Lieber Paul,

    da hast Du / habt ihr ja schon einiges vor Ort ermittelt. Vielen Dank für die Mitteilung und die Bilder. Hoffe, es besteht die Möglichkeit, das Material in sachkundige Hände zu bringen.


    Bei den Gleisjochen handelt es sich um sogenanntes "Rahmengleis" für den schellen Vorbau, wennglech auch die Tragfähigkeit und die Langlebigkeit bei höheren Zuggewichten und einfachem Unterbau nicht groß war. Die Stahlschwellen sind angenietet. War also "Standard" bei den Heeresfeldbahnen.


    Bei dem Fahrgestell handelt es sich um eine Lore, vorbereitet zur Aufnahme von einem Drehschemel für den Transport von Langholz oder Schienen. Näheres wird ein Kollege sagen können, der sich speziell mit den Feldbahn-Wagen und Loren beschäftigt. ( Ich mich mehr mit den Loks und den Reisezugwagen. ). Ich melde mich dann noch dazu.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.