Schalldämpfer

  • Von Scharfschützen der Wehrmacht wurden erwiesenermaßen Schalldämpfer verwendet. Es gab Schalldämfer für den 98k und für die MP44. Weiß jemand genaueres?

  • Hi @ll
    Es gab folgende Typen
    HUB-21 für russische Gewehre
    HUB-22 für das engliche Enfield-Gewehr
    HUB-23 für den 98k
    HUB-31 bis 40 für Pistolen
    HUB-41 bis 50 für Maschinenpistolen
    verschossen wurde die *Nahpatrone*(verringerte Ladung).
    Gruss
    Rene

  • Hallo Arik-buka.


    Laut des Waffenmagazins Visier, Ausgabe Januar 2007, lässt sich über die von den deutschen Soldaten im 2.WK verwendeten schallgedämpften Waffen weniger aussagen als über die der Alliierten. Demnach sollen sich selbst in grossen Sammlungen nur selten Originalstücke finden.


    Am häufigsten tauchen wohl die für den K98k verwendeten Modelle Wolf, Wenden, T3 oder T4 auf.


    Schallgedämpfte 08 Pistolen soll es ebenfalls gegeben haben, wobei derart ausgerüstete Parabellum-Pistolen meist aus ausländischen Werkstätten stammen sollen, weshalb sich an diesen Waffen oft Maxim- oder Parker-Hale-Dämpfer finden.


    Realstücke sollen belegen, dass die Venuswaffenwerke in Suhl für diese Pistolen Schalldämpfer gebaut haben.


    Für die P38 findet sich, laut der Zeitschrift, in der aus dem Jahr 1942 stammenden Geräteliste Teil2 unter der Zubehörnummer 1-2019.601 ein "Schalldämpfer für Pistole 38". Bislang soll es aber keinen Hinweis dafür geben, wie dieser ausgesehen hat. Es folgt dann noch der Hinweis das ein solcher wohl nicht zu Zeiten des 2.WK und auch nicht in Deutschland entstand, sondern vermutlich erst in den 50'er Jahren von einer Büchsenmacherei aus London angefertigt wurde.


    Für die MP 40 existierten ebenfalls Schalldämpfer, in sogenannter verkapselter Bauweise, deren innerer Aufbau technisch so ausgereift gewesen sein soll, dass sich deren Dämpferwirkung angeblich auch mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entwicklung kaum verbessern ließe.


    Das Gewehr 43 und das Sturmgewehr 44 sollten ebenfalls Schalldämpfer erhalten, wovon ein Eintrag in den Listen der Sonderkommission für Infanteriewaffen vom April 1944 zeugt. Dort wird unter dem Punkt "Schalldämpfer und Mündungsbremsen" gefordert, den von den Arado-Werken gebauten Schalldämpfer zum K98k auch für das G 43 und die MP 43 zu verwenden. Demzufolge sollte die Firma Schneider-Opel die Entwicklungsarbeit leisten.
    Die Schrift erwähnt auch einen geplanten Truppenversuch mit insgesamt 500 dieser Dämpfer.


    Quelle: Visier, Ausgabe 01/07


    Gruss


    MightyMat

    Bei Einbruch der Nacht ist mit Dunkelheit zu rechnen!

  • Hallo


    Kann jemand sagen wo diese Waffen eingesetzt wurden?
    Bei den Brandenburger, der Partisanenjagt oder regulär z.b. Stalingrad.


    Grüße SanUO