Seelsorge in der Bundeswehr

  • Tag allerseits,


    Seelsorge in der Bundeswehr


    Im Ersten Weltkrieg gab es schon einmal Rabbiner in der deutschen Armee. Jahrzehnte nach der Schoah soll die Tradition wiederbelebt werden. In Berlin wurde dazu jetzt ein wichtiger Schritt vollzogen.

    Nach rund 100 Jahren Pause werden jüdische Soldaten im Dienste Deutschlands bald wieder durch Militärrabbiner betreut.


    Die Militärrabbiner werden die gleichen Aufgaben übernehmen wie die evangelischen und katholischen Seelsorger. Unter den rund 180.000 Soldaten der Bundeswehr dienen Schätzungen zufolge etwa 90.000 Christen, 3.000 Muslime und 300 Juden. Die Religionszugehörigkeit der Soldaten wird nur auf freiwilliger Basis erfasst, daher gibt es keine exakten Zahlen.

    Dass Juden in der Bundeswehr dienen, war nach dem Holocaust lange Zeit nicht so selbstverständlich wie heute und vor der NS-Zeit. Im Ersten Weltkrieg standen rund 100.000 Soldaten jüdischen Glaubens für Deutschland unter Waffen, etwa 12.000 fielen. Feldrabbiner begleiteten damals die kämpfenden Soldaten. In der Bundesrepublik waren Juden dann von der Wehrpflicht ausgenommen - aus gutem Grund. Nach den Verbrechen der Wehrmacht wollten die allermeisten Juden verständlicherweise erst einmal keinen Dienst in einer deutschen Armee leisten. Inzwischen sei das Vertrauen in Deutschland und auch in seine Armee aber wieder gewachsen, erklärte Schuster.

    Während sich die Vertreter des jüdischen Lebens in Deutschland über das Signal einer jüdischen Seelsorge in der Bundeswehr freuen, pochen Vertreter der Muslime weiter auf eine eigene Regelung. Gespräche darüber führt die Bundesregierung bereits. Allerdings gestaltet sich die Einführung von Militärimamen schwieriger, da die Muslime in Deutschland durch viele unterschiedliche Verbände vertreten werden. Es fehlt ein passender Ansprechpartner, wie auch Kramp-Karrenbauer sagte. Daher sei es noch ein weiter Weg.


    Quelle:

    https://www.domradio.de/themen…erhaelt-im-kommenden-jahr


    Grüße

    Bert

  • Hallo,

    ich hatte 1968 einen(so wie das damals erzählt wurde) zum jüdischen Glauben übertretenen Offizier als KpChef. Ich habe in seiner Kp den U-Vorbereitungslehrgang gemacht. Es war Schleiferei und Schikane hoch drei. Für ihn war das normal, wie er mir später erklärte, nach dem Motto: Wer befehlen will, muss gehorchen lernen.

    Noch nach 200 nannten ihn ehemalige Kp-Angehörige Juden XXXXXXXX

    Seelsorge bei der BW habe ich nicht erlebt, ausser einem wütenden KASAK der eine Meldung gegen mich geschrieben hat. Grund: Ich erfuhr morgens um acht Uhr, dass er zu einem Lehrgang abkommandiert war und ich die Unterrichte "Feierliches Gelöbnis" und "Eid" um neun und zehn Uhr halten müsste. Ich wusste, dass es eine offizielle Unterrichtsvorbereitung dazu gab. KpTrpFhr hat mir die so gegen 08.15 überreicht und ich habe mir dann in 40 Minuten die zwei Unterrichtsvorbereitungen gemacht. Kasak passten meine Aussagen zu Eideszeugen nicht. BtlKdr schiss mich zuerst an, aber nach Vorzeigen der BW=Ausarbeitung zu den Unterrichten lachte er nur noch. ESAK lachte auch über KASAK.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

    Edited once, last by Augustdieter ().

  • Tag allerseits,


    die beiden christlichen Kirchen arbeiten im Zeitalter der Ökumene als Seelsorger bei der Bundeswehr bestens zusammen. Spannungen, die es noch im 19. Jahrhundert und anfangs des 20. Jahrhunderts zwischen Katholiken und Lutheranern gab, die sind Geschichte.


    Interessant auch, dass während des 1. Weltkriegs alle 3 damaligen Seelsorger untereinander ein ziemlich gutes Verhältnis pflegten, dazu das Bild im Anhang.


    Grüße

    Bert

  • Hallo Rainer,


    du und ich Wissen das menschliche Defizite erst mal nichts mit Religion zu tun haben. Was manchmal "passiert"

    ist das Religionen die Menschlichen Defizite für ihre Zwecke (miss)brauchen. Wobei die mit der Religion auch Menschen

    sind und damit schließt sich der Kreis


    Es kommt auf den einzelnen zurück das sollte man immer, zumindest im Hinterkopf, haben.


    Quote

    zum jüdischen Glauben übertretenen Offizier

    Welche Abbitte er damit tun wollte wird wohl nur selber Wissen.........

    Gruss Dieter

  • Tag allerseits,


    besser kann man es eigentlich nicht zum Ausdruck bringen, dass menschliche Defizite erst mal nichts mit Religion zu tun haben. Ich wurde schon in jungen Jahren ein in der Tat kritischer Katholik. Ich erlebte ab

    dem 6. Lebensjahr leider nur prügelnde Geistliche, die schlugen uns noch in der Schule als 16-Jährige. Unsere Eltern nahmen das damals klaglos hin. Heute dürfen Kinder Gott sei Dank auch von Priestern

    nicht mehr gezüchtigt werden.


    Grüße

    Bert

  • Hallo Bert,

    leider nur prügelnde Geistliche

    so einen habe ich im 2. Schuljahr in der Volksschule erlebt, Mein Vater war im ersten Schuljahr mein "Religionslehrer" an der einklassigen Volksschule. Dann wurde er versetzt und seinen Nachfolger sah die Schule nur ein paar Tage, da angeblich krank. Meine Mutter(ausgebildete Volksschullehrerin) unterrichtete dann etwa einen Monat und hörte dann auf, weil die Bauern keine Lehrerin haben wollten. Resultat: über ein halbes Jahr keine Schule, aber jede Woche zwei Stunden Religionsunterricht. Die erste Stunde diente dem Abhören und Singen der drei von Woche zu Woche auswendig zu lernenden Kirchenlieder. An die zweite Stunde habe ich keine Erinnerung mehr, &n die Kirchenlieder auch nicht.

    Eines Tages wieder Religionsunterricht. Meine Mutter war irgendwo als Schöffin bei Gericht, meine Brüder im Gymnasium, mein Vater an seinem neuen Dienstort und daher das Schulgebäude, in dem wir wohnten, verschlossen. Pfarrer forderte mich auf Schlüssel zu besorgen, ich schaute ins Fallrohr, nichts da. Vor dem ersten Fenster stand eine Leiter, aber die erlaubte mir nur an den Rand der Fensterbank zu kommen. Ich sagte deshalb: Ich komme nicht auf die Fensterbank. Schlüssel lag tatsächlich da, was ich nicht wusste, und das brachte mir die Woche drauf eine furchtbare Verprügelung ein. Seit dem Tag habe ich mit Kirche, egal welche, so meine Probleme. Deshalb auch keine kirchliche Trauung und keineTaufe der Kinder.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique