Fragen zur Infanterie-Division 75 bzw. Pionier-Bataillon 175 / Pionier-Ersatz-Bataillon 2

  • Rakitnoye steht nur leider nirgends drauf.

    Hallo.

    Ich glaube nicht, dass es Fotos von rakitnoe geben wird. Es könnte jedes Foto von Seite 25 bis Seite 28 auf der Straße zwischen Sumy und Belgorod sein. Und ich denke, auch Schmutz und Straße. Aber ich bin auch mit diesen Fotos zufrieden.


    Viele Grüße

    motivdom

  • Hallo Roman,


    hier die weiteren Bilder.


    Die Reihenfolge in dem Album ist nicht so richtig chronologisch. Es sind die Seiten ab dem Dnepr bis Belgorod im Winter. 3 weitere folgen noch.


    Viele Grüße,

    Chinoa

  • Guten Tag Roman,


    ich habe mir jetzt das Notizbuch genauer angeschaut. In dem besagten Notizbuch hat mein Vater hauptsächlich seine Post verwaltet. Es ist immer notiert, wann er Briefe geschrieben hat und welche er erhalten hat. Ab und zu steht auch eine Ortsangabe oder sonst Besonderheiten. Zusammengefasst ergibt sich folgendes.


    Am 30. September erfolgt ein Brief nach Hause, „kurz vor unserer Abfahrt aus Kiew“. Es ist bemerkt, dass sie die letzten sind, weil sie die Vermittlung hatten, die Kompanie sei schon 2 Tage fort.


    3. Oktober Überfahrt über den Dnjepr um 7:20 Uhr


    4. Oktober Priluki


    5. Oktober Romny


    6. Oktober Nettrigallow


    7. Oktober Der erste Schnee Olchana


    9. Oktober Cramino


    Am 11. Oktober ist notiert, dass er einen Brief nach Hause geschrieben hat; der ist aber nicht mehr da.


    Am 23./24. Oktober hat er wieder nach Hause geschrieben, das ist der Brief, den ich eingestellt habe. Darin steht, dass sie immer noch an der Stelle sitzen, wo er den letzten Brief geschrieben hat. Das muss demnach Cramino sein. Er schreibt in dem Brief weiter, dass sie da erst wieder Sprit bekommen haben, könnte also sein, dass Spritmangel der Grund war, dass sie nicht weitergekommen sind. Weiter steht da noch, dass der Sprit bei den Wegeverhältnissen nicht viel nützt. Also mussten sie wegen der schlammigen Straßen anscheinend noch länger dort bleiben, denn die nächste Notiz ist erst am 13.11.41


    13. November Ab Cramino an Sumy


    5. Dezember –28°


    6. Dezember Missglückte Abfahrt von Sumy. Versuch Fahrzeuge in Gang zu bringen von 07:00 – 16:00 Uhr fehlgeschlagen –36°


    7. Dezember Sirowatka Abfahrt Sumy


    12.12. An Belgorod


    Den Aufzeichnungen nach spricht alles dafür, dass mein Vater erst zwischen dem 7.12. und 12.12. durch Deine Gegend gekommen ist. Als Nachrichtenabteilung waren sie nicht die vordersten, sondern die Infanterie ging vor, und „die motorisierten Teile kommen nicht mit“, wie in dem Brief vom 23./24.10. steht. Dass sie so extrem weit hinter den Vorderleuten waren, hätte ich nicht unbedingt gedacht, es lässt sich aber begründen.


    Meinst Du, dass das passen könnte? Es gibt aus dem Zeitraum auch noch ein Briefe, wären die von Interesse?


    Die letzten beiden Notizkalenderseiten hänge ich an. In Belgorod waren sie dann länger, was ja auch zu den Bildern in dem Fotoalbum passt.


    Viele Grüße

    Chinoa

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    Meinst Du, dass das passen könnte? Es gibt aus dem Zeitraum auch noch ein Briefe, wären die von Interesse?

    Hallo.

    Als ich den Brief las, dachte ich auch, dass er an diesem Ort seit 14 Tagen sitzt und die deutschen Truppen erst seit 3 Tagen in Rakitnoje sind. Aber ich dachte, es sei ein Übersetzungsfehler. Ich glaube, Sie haben Recht. Dieser Brief wurde in einem anderen Dorf und weit weg von uns geschrieben. Ich verstehe das Notizbuch nicht. Aber ich sehe die Worte: "An Belgorod".

    Wie kann man das übersetzen? Mir wurde beigebracht, dass wenn es von Sumy nach Belgorod geht, es "nach Belgorod" heißt. Und wenn er schon in der Stadt Belgorod ist, dann eben "in Belgorod". Was denken Sie, bedeutet die Präposition "An". Vielleicht kann es aus anderen Einträgen verstanden werden.

    Ja. Ich stimme Ihnen zu. Es könnte zwischen 7.12 und 12.12 durch Rakitnoye gefahren sein. Wenn Sie mehr Briefe aus dieser Zeit haben, wäre das für mich sehr interessant.

    Viele Grüße

  • Hallo Roman,


    hier also noch ein Brief vom 16.12.1941. Er ist mit Bleistift geschrieben und schwer zu lesen, deshalb stelle ich nur den abgetippten Text ein. Er wurde in Belgorod geschrieben. Beschrieben ist darin auch etwas über die Fahrtetappe davor. Das müsste den Aufzeichnungen nach zwischen Sirowatka und Belgorod sein, also der Teil der Strecke, auf der er durch Ihre Gegend gekommen sein muss.


    "An Belgorod" ist abgekürzt, ähnlich wie auf einem Fahrplan: Ankunft und Abfahrt, abgekürzt einfach an und ab...


    Viele Grüße

    Chinoa

  • Hallo Chinoa,


    vielen Dank für die vielen Briefe und sogar Fotos, die du hier reingestellt hast. Das interessiert mich natürlich als Ersteller des Threads auch ganz besonders. :) Ich konnte leider die letzten Wochen nichts ins Forum schauen. Umso mehr hat mich das nun wieder umgehauen und gefreut.


    So kann ich mir zumindest grob ein Bild davon machen, was mein Opa bei den Pionieren an der Front so gesehen hat. Ich kenne zwar genügend Bilder aus etlichen Dokumentationen und Büchern der Ostfront. Aber wenn man dann die Orte sieht, an denen die Division war, ist das doch noch mal was anderes.


    Die Bilder der Kompanie und seiner Kameraden deines Vaters ist meiner Meinung nach ein echtes Goldstück. Ich habe so viel Zeit in der Recherche zu meinem Opa bzw. seiner Division verbracht, aber online eigentlich gar keine Bilder der 75. ID an der Ostfront gefunden. Da hast du eine richtige Rarität daheim. Meiner Meinung nach ist sehr sehr viel Material der 75. ID nämlich verloren gegangen. So steht es ja auch im Bundesarchiv - leider.


    Danke nochmals! Bleibt gesund.


    Grüße Timo

    Suche alles für die Recherche zu meinen Opas: Älterer Opa: geb. 1921 in Danzig, Pionier-Ersatz-Bataillon 2 / 175. Pionier-Bataillon / 75. Infanteriedivision / u.a. Kiew, Woronesch, Schwere Verwundung bei Helenowka bei der Schlacht um den Dukla-Pass / Ausbilder in Dessau-Rosslau

    Jüngerer Opa: geb. 1926 in Friedenstal, Bessarabien, 10. Sturmgeschütz Ersatz- und Ausbildungs-Regiment Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring / Feldpost 60594 & 60724 / Kämpfe in Ostpreußen / Oberschlesien

  • Hallo


    Ich habe dieser Tage eine Rolle aus Nara gefunden. Dies sind die Befehle der 75. Division. Jetzt weiß ich, dass die deutschen Soldaten in Rakitnoje nicht stehen geblieben sind.

    19.10.1941 - Sie kamen zum Bahnhof Sweklowichnaya. Das war vor unserem Dorf.

    20.10.1941 - "Division setzt Verfolgung fort."

    21.10.1941 - Sie waren bereits in "Tomarowka". Es ist ein Dorf ein wenig weiter "Rakitnoje".


    So wird mein Dorf mit den Worten beschrieben: "Tägliche Marschleistungen 10 - 15 km." 15 Km ist genau die Entfernung von "Sweklowichnaya" nach "Rakitnoje".



    Mit freundlichen Grüßen, Roman.

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  • Hallo Timo,

    ich hatte gehofft, dass Du Dich mal wieder meldest, war ja alles von Dir angestoßen! Klasse, was Roman da jetzt gefunden hat, da ist die Pionier-Kompanie auch erwähnt. Das muss die von Deinem Opa sein. Bei meinem Vater muss man berücksichtigen, dass die normalerweise immer hinten waren und Oktober/November 41 wochenlang hinter den anderen zurück. Ich finde es übrigens krass, wie der Krieg da mit trockenen Worten verwaltet wird.


    Hallo Roman,

    vielen Dank! für das Tagebuch! Damit hatte ich nicht gerechnet, das ist wirklich hoch interessant für mich!


    Viele Grüße

    Chinoa

  • Hallo, Chinoa.


    Ich bin froh, dass die Informationen von NARA hilfreich sind.

    Es ist mir gelungen, NARA "T-315 R-1074 75.ID" zu finden.

    Aber es gibt 1 227 Blätter


    Ich weiß nicht, ob sie hier gepostet werden können.

    Wenn diese Dokumente für Sie von Interesse sind, kann ich sie Ihnen per E-Mail zusenden.


    Viele Grüße

    Edited once, last by motivdom ().

  • Hallo Rita.

    Ich habe heute nicht viel Zeit.

    Aber ich habe es geschafft, Roll 357 zu finden. Dies sind Informationen über das VII. Armeekorps, zu dem die 75. Infanteriedivision gehörte.

    Ich habe die Dateien, in denen ich das Datum 27. Januar 1943 gesehen habe, an Ihre E-Mail geschickt. Es sind 2 E-Mails. Aber ich habe mir den Text der Dokumente angesehen, aber nur das Datum. Vielleicht haben Sie Glück und Sie sehen, was Sie gesucht haben.

    Mit freundlichen Grüßen Roman.

  • Hallo Chinoa.

    Wenn ich die Dokumente von 357 Roll richtig übersetzt habe, war die 75. ID und Vater am 30.01.1943 in Nishnedewizk, und am 31.01.1943 begann der Rückzug nach Gorschtschnoje. Trifft er dieses Dorf in seinen Aufzeichnungen. Meine Mutter wurde in diesem Dorf geboren.

    Ich glaube, ich habe die Dokumente des russischen Militärs gefunden, die die ID 75 verfolgten.

    Jetzt gebe ich Ihnen Links zu diesen Dokumenten und werde versuchen, sie für Sie auszudrucken.


    Russische Karte. Sie kann nur online eingesehen werden.

    https://pamyat-naroda.ru/docum…2d549a60d85fe959af3467v1#


    237. Infanterie-Division

    https://pamyat-naroda.ru/docum…2d549a60d85fe959af3467v1#


    841 Gewehr-Regiment

    https://pamyat-naroda.ru/docum…3dd385c0423b930bd19afdv1#


    Grüß

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  • Hallo Roman,


    vielen vielen Dank für die Information!

    Es stimmt, am 29.1.43 steht im Notizbuch Nishna-Devisk, das wird dann korrekt Nishnedewizk sein. Der Rückmarsch begann laut Notizbuch schon am 27.1.

    Ich stelle die Seiten mal ein.


    8.1. An Bialystok (über Weihanchten hatte mein Vater Urlaub und war zu Hause, dies ist die Reise zurück zur Kompanie)

    Aufenthalt wegen Überfüllung


    10.1. Abfahrt ab Bialystok

    12.1. An Kursk

    13.1. Ab Kursk

    14.1. An Kastornaja ?

    15. Ab Kastornaja An Latnaja

    Ankunft bei Kp. (Kompanie) 15:00 Uhr

    16. Verm. ... ? wieder übernommen (kann das jemand lesen?)

    Arzt: innendfg (innendienstfähig)


    17. Verm. ...?

    18. Abt. Verm. (Abteilungsvermittlung)

    19. Arzt dfg (dienstfähig) nur an Vermittl(ung)


    24. Räumung von Woronesh

    Nor. aus ? (Kann das jemand lesen?)

    27. von Deviza ? nach Kurbatnev ?

    Beginn des Rückmarsches

    29. Mishne-Dewisk

    30. Vernichtung aller Fahrzeuge und fast allen Gerätes



    31.1. bis 6.1. keine Eintragungen


    Viele Grüße, gleich weitere Anhänge,

    Rita

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    Edited once, last by Chinoa ().

  • Hallo Roman,


    hier geht es weiter:


    8.2. Der schwarze Tag der Kp. (Kompanie)

    Vernichtung des restlichen Gerätes und der Schlitten

    Infanterie (= zeitweise Einsatz als Infanterist)

    11.2. Untersuchung von Bataillonsarzt 172: marschunfähig und nicht einsatzfähig

    (Hilfe nicht möglich)

    12.2. Abkommen von der Truppe

    Ohne Essen ohne Verpflegung


    15.2. Obojan: Nach langer Hungerzeit Mehl und Hirse ergattert

    16.2. Ab Objan

    19.2. Vor Ssudsha: Das beste Quartier

    20.2. Ankunft in Ssudsha


    21.2. Fahrt von Ssudsha bis Ssumy mit Armeenachr(ichten) LKW

    22.2. Ssumy

    Nach Hause geschrieben

    23.2. Ssumy Privatquartier

    24.2. Ssumy: Aufsuchen der Kp. (Kompanie)

    völliger Zusammenbruch durch Überanstrengung

    dauernde Wadenkrämpfe

    Arzt: Ruhe

    25.2. Ssumy Kp. (Kompanie)

    ab hier bis 18. Mai Ssumy


    Woche 16:

    Hier stehen einige kyrillische Worte die ich nicht lesen kann...


    Viele Grüße

    Rita

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  • Hallo, Rita.

    Ich habe die Briefe deines Vaters übersetzt.


    Dies sind sehr unterschiedliche Buchstaben. Wenn ich es richtig übersetzt habe, verwendet er "schlechte" Wörter. So wie Ihr Vater die Straße beschrieb, stellte auch ich mir zurückweichende deutsche Soldaten vor. So sahen die deutschen Soldaten in Moskau aus, so sahen die deutschen Soldaten in Stalingrad aus. Sie hatten alte schwarze Tücher auf dem Kopf und an den Füßen. Solche Schals waren warm. Sie wurden aus Wolle hergestellt. Sie wurden von russischen Frauen und Kindern in den Dörfern getragen. Folglich nahmen die Soldaten diese Dinge von den Frauen und Kindern. (Aber das ist, was ich denke. Was wirklich war, weiß ich nicht).


    Ich kenne eine Frau, die in Obojan geboren wurde. Ihre Großmutter ist noch am Leben. Sie ist 90 Jahre alt. Als die deutschen Soldaten durch Obojan zogen, war sie 13 Jahre alt. Sie spricht immer noch gerne über den Krieg. Sie werden von dem deutschen Soldaten verwundet. Sie erinnert sich oft daran, wie die Einheimischen in der zentralen Straße aufgehängt wurden.

    Aber sie erzählte mir, dass einmal 2 deutsche Soldaten zu ihrem Haus kamen. In schlechtem Russisch baten sie um Essen. Es waren eine Frau und Kinder im Haus. Die Frau gab den Soldaten ihr Essen. Die Soldaten aßen und gingen dann zu Bett. Am Morgen ging es dann weiter. Am nächsten Tag kamen die anderen 3 deutschen Soldaten ins Haus. Es waren also ein paar Tage. Ich denke, das waren die Ereignisse, die Sie interessiert haben. Wenn ihre Großmutter darüber sprechen möchte, wird sie es mir sagen, und ich werde es Ihnen sagen.


    Das Foto ist von Oboyan, Winter, deutsche Soldaten.


    Ich werde die Datei an den Beitrag anhängen und sie ins Forum stellen. Hier habe ich das Logbuch des 841st Rifle Regiment der russischen Armee übersetzt. Ich glaube, er hat sich mit deinem Vater gestritten. Ich habe die Informationen auf Russisch geschrieben und mit einem Übersetzer ins Deutsche übersetzt. Vielleicht kann es jemand besser übersetzen.


    Sehen Sie sich das an.

    In Ihrem Notizbuch, 29.01 - Nizhnedevitsk.

    Die Russen haben am 30.01 die Einnahme von Nizhnedevitsk.

    Es gibt eine Menge Dinge, die die Russen nach den deutschen Soldaten erbeutet haben. Viele Soldaten wurden getötet. Es ist ein großes Glück, dass Ihr Vater überlebt hat. Ihr Vater hat darüber geschrieben, dass alles von den Russen genommen wurde. Dann verfolgten die Russen die Deutschen bis Gorschechnoje. (In diesem Dorf wurde ich geboren). Und am 5.02. schreiben die Russen, dass deutsche Soldaten aus der Umzingelung entkommen sind. Ihr Vater schreibt auch.


    Von Gorschechnoje nach Oboyan 150 km. Er hat sie in 10 Tagen bestanden. Er ist jeden Tag 15 km gelaufen. Eine solche Strecke im Winter zu Fuß zu bewältigen, ist sehr schwierig.


    Ihr Vater schrieb in seinem Brief 60 km mit dem Auto. Dies ist die Entfernung von Sudzha nach Sumy.

    Ihr Vater schreibt, dass er 400 km gelaufen ist, das ist die Entfernung von Woronesch nach Sumy. Den Brief vom 22. und 27. Februar schreibt er aus Sumy.


    Ich habe seine Route von Woronesch nach Sumy und von Goreschtschnoe nach Obojan beigefügt.


    Im Notizbuch in Woche 16 sind die Wörter am Rand nicht auf Russisch, sondern auf Griechisch: Tirol, Bukarest, Prag, Pressburg, Saloviki.


    So ist es ausgegangen.


    Mit freundlichen Grüßen, Roman

  • Hallo Roman,


    erstmal großen Dank! Das ist wirklich super interessant und es war viel Arbeit mit Übersetzen und Recherchieren!


    Mir war schon klar, dass mein Vater die Situation nur knapp überlebte. So wie Sie es beschreiben, war es noch viel knapper. Zumal er ja krank war (nur innendienstfähig laut Notizbuch 16. Januar) und zudem erfrorene Füße hatte. Er hat damals einen Herzfehler davongetragen.


    Was meinen Sie mit „schlechte“ Wörter? Schimpfwörter?


    Vielen Dank für das Foto aus Oboyan und die Lagepläne mit der Route!


    Auch interessant, dass die russischen Soldaten so viel erbeutet haben. Im Notizbuch steht, dass am 30. Januar alle Fahrzeuge und fast alles Gerät und am 8. Februar der gesamte Rest und die Schlitten vernichtet worden sind. Wenn das gestimmt hätte, wäre ja nichts mehr zum Erbeuten dagewesen.


    Eigentlich deutet es sich ja schon in den Dokumenten von Oktober 1941 an (die Sie weiter oben eingestellt hatten), dass der ganze Feldzug nicht gutgehen würde....


    Viele Grüße

    Chinoa

  • Guten Morgen zusammen,


    ich habe u.a. zu meinem Opa, der in der 75. ID war, eine DRK-Suchdienst-Anfrage über die Kriegsgefangenschaft gestellt. Leider ohne Erfolg!

    Das hat mich in meiner Familienforschung natürlich hart getroffen, da ich die Hoffnung hatte herauszufinden, wann, wo und für wie lange mein Opa in Kriegsgefangenschaft war.


    Hat jemand aus dem Forum noch einen "Trick 17" oder eine andere Suchanfrage-Möglichkeit? Bei Google komme ich immer nur auf das DRK.


    Vielen Dank im Voraus.


    Bleibt gesund und beste Grüße


    Timo

    Suche alles für die Recherche zu meinen Opas: Älterer Opa: geb. 1921 in Danzig, Pionier-Ersatz-Bataillon 2 / 175. Pionier-Bataillon / 75. Infanteriedivision / u.a. Kiew, Woronesch, Schwere Verwundung bei Helenowka bei der Schlacht um den Dukla-Pass / Ausbilder in Dessau-Rosslau

    Jüngerer Opa: geb. 1926 in Friedenstal, Bessarabien, 10. Sturmgeschütz Ersatz- und Ausbildungs-Regiment Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring / Feldpost 60594 & 60724 / Kämpfe in Ostpreußen / Oberschlesien

  • Hallo zusammen,


    ich bin glücklicherweise an die NARA Rolle T315 R1074 gekommen und da steht einiges über die 75.ID.


    Nun steht in einer Auflistung (https://www.maparchive.ru/divi…5_Infanterie-Division.pdf), dass weitere Rollen die R1075-1085 sind.


    Auf der folgenden Seite, gibt es die aber leider nicht: http://wwiidigitalarchives.org/t315-german-divisions


    Hat jemand eine Idee, wie ich an die fehlenden Rollen (kostenlos) komme?


    Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe.


    Bleibt gesund.


    Beste Grüße


    Timo

    Suche alles für die Recherche zu meinen Opas: Älterer Opa: geb. 1921 in Danzig, Pionier-Ersatz-Bataillon 2 / 175. Pionier-Bataillon / 75. Infanteriedivision / u.a. Kiew, Woronesch, Schwere Verwundung bei Helenowka bei der Schlacht um den Dukla-Pass / Ausbilder in Dessau-Rosslau

    Jüngerer Opa: geb. 1926 in Friedenstal, Bessarabien, 10. Sturmgeschütz Ersatz- und Ausbildungs-Regiment Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring / Feldpost 60594 & 60724 / Kämpfe in Ostpreußen / Oberschlesien

  • Hallo Matthias,


    sehr guter Tipp. Vielen Dank.


    Aber an die von mir genannten R1075-1085 kommt man nicht irgendwie ran?


    Gesund bleiben.

    Grüße Timo

    Suche alles für die Recherche zu meinen Opas: Älterer Opa: geb. 1921 in Danzig, Pionier-Ersatz-Bataillon 2 / 175. Pionier-Bataillon / 75. Infanteriedivision / u.a. Kiew, Woronesch, Schwere Verwundung bei Helenowka bei der Schlacht um den Dukla-Pass / Ausbilder in Dessau-Rosslau

    Jüngerer Opa: geb. 1926 in Friedenstal, Bessarabien, 10. Sturmgeschütz Ersatz- und Ausbildungs-Regiment Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring / Feldpost 60594 & 60724 / Kämpfe in Ostpreußen / Oberschlesien