Welches Auto fuhr Gen. Fedor v. Bock?

  • Guten Tag ans Forum und an Ralf,


    auf mich machen die beiden abgebildeten Fahrzeuge einen optisch deutlich anderen Eindruck.

    Man achte alleine auf die unterschiedlichen Kotflügel.


    Die Identifizierung der PKW überlasse ich unseren Fahrzeug-Spezialisten.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Guten Morgen,


    Danke für die schnellen Antworten.

    Ich darf dann wohl davon ausgehen das v. Bock im Polenfeldzug den Mercedes Benz 540k gefahren hatte.

    Da das Bild bei Kfz der Wehrmacht ja noch ziviles Kennzeichen trug.

    Hatte der 540 4 oder 6 Sitze? (Wahrscheinlich 4)


    Grüße

    Ralf


    PS: ich habe geschrieben und bin dann ins Bad.

  • Hallo zusammen,


    Quote

    es gab Varianten mit 2 und mit 4 Sitzen.

    Auch den Horch 901 Typ 40 Kfz 21 gab es als 4 und 6 Sitzer, Die unter dem Namen "Kommandeur-Wagen" bekannte Version

    war an dem nach hinten versetzten Kofferraum(Rucksack) zu erkennen. Die zwei Zusatzsitze waren an der Trennwand die den

    Fahrgastraum teilen abgebracht.


    ....und im Anhang das was das Bild sonst noch erzählt.

  • Hallo Ralf,

    davon würde ich nicht unbedingt ausgehen.

    Das Foto mit dem MB 540k stammt aus Oktober 1941, Russlandfeldzug.

    Was GFM von Bock 2 Jahre früher als Generaloberst fuhr, mußt du wohl noch weiter recherchieren.


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Mahlzeit


    besten Dank für die Aufklärung irgendwo habe ich eine Auflistung dort steht Horch 4 Sitzer und Chef des Stabes Horch 6 Sitzer.


    Wie gesagt es geht um den Kriegsbeginn.


    Liebe Grüße

    Ralf

    Files

    • Übung-2.jpg

      (115.94 kB, downloaded 41 times, last: )
  • Hallo,


    Quote


    Das Foto mit dem MB 540k stammt aus Oktober 1941, Russlandfeldzug.

    Chromteile nicht abgetönt. und ohne Scheinwerferabdeckung durfte man 1941 nicht mal im Reichsgebiet unterwegs sein. Paßt also nicht zum Russlandfeldzug. Auch scheint er noch Pour le Merite zu tragen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Abend,


    nachdem er noch keine Feldmarschallstab hat noch vor 19 Juli 40.

    Somit gehe ich davon aus das dies das Fahrzeug war mit dem er von Kriegsbeginn an Unterwegs war.

    Fahrer wahrscheinlich Feldwebel Wolf

    Und der Offizier des sich hinten aus dem Fahrzeug schält ist Mjr. Seebeck ??? Sein Adjutant.


    Grüße

    Ralf

  • Hallo zusammen,


    das mit den Fahrzeugen, wer fährt wann was, war analog dem was für ein "Anzug" befohlen war zu sehen.

    Bei normal Dienstgeschäften/Anlässen im Reichsgebiet wurden mit dem MB 540k gefahren, sobald feldmäßig

    befohlen war wechselte der Anzug und das Fahrzeug.

    Außer den standesgemäßen Gründen sind es rein praktischen Gründe denn der Mercedes mit seinen Schlanken 2,X to +

    war nur was für die Straße. Die erste taufeuchte Wiese führt unweigerlich zu einer mittleren Bergeübung und zu einem Tobsucht-

    anfall des Generals.

    Gruss Dieter

  • Guten Abend


    Augustdieter im Schreiben zur Verlegung steht das der O.B. der Chef und der Ia jeweils ihr eigenes Fahrzeug hatten.

    Das bei Fahrten abseits der Straßen ein Geländefahrzeug benutz wurde steht für mich außer Zweifel.

    So war auch bei uns Fernmeldern der Brauch wenn eine Funkstelle im Gemüse stand wurde ein Fahrzeug der nächsten Fernmeldezentrale gerufen der diese Fahrt dann erledigte.

    Damit meine ich nicht 500m Fußmarsch sondern richtige Geländefahrten im Gebirge.


    Nun noch eine Frage zum eingestellten Papier, der damalige O.B. Rundstedt hatte ein Auto Horch? 4 sitzig und der Chef einen Horch 6 sitzig kann damit jemand etwas anfangen?


    Grüße

    Ralf

  • Hallo Ralf,


    Quote

    der damalige O.B. Rundstedt hatte ein Auto Horch?

    was das für Fahrzeuge waren, k.A., es waren auf jeden Fall zivil registriere Fahrzeugen, ein Kfz 21 Horch 901 Typ 40 hatte immer eine Wehrmacht Registrierung (WH.WL,WM)

    Das wirft natürlich die nächste Frage, waren die Fahrzeuge durch das Reich beschafft oder waren es Ergänzungs-Fahrzeuge und warum waren sie überhaupt zivil registriert ?

    Gruss Dieter

  • Schönen Nachmittag Dieter,


    wenn man sich die Fahrzeugausstattung der Höheren Kommandeure genauer ansieht kommt so manches zum Vorschein.

    So habe ich ein Vorkriegsfoto vom Kommandierenden General des WKr. XVII gesehen der die Nummer WH 170.000 hatte.

    War das Üblich?


    Es gibt eine Liste mit den Fahrzeugkategorien welche sich Kommandierende Generäle und Chefs aussuchen konnten vielleicht waren das diejenigen mit Zivilen Kennzeichen.

    Werde einmal diese Liste Suchen.


    Grüße

    Ralf

  • Hallo Ralf,


    Quote

    Es gibt eine Liste mit den Fahrzeugkategorien welche sich Kommandierende Generäle und Chefs aussuchen konnten vielleicht waren das diejenigen mit Zivilen Kennzeichen.

    die Liste wäre hoch interesant.


    Das ganze Zulassungswesen der Wehrmacht ist ein unbeschriebenes Blatt und wäre ein Thema wert !

    Gruss Dieter

  • Guten Morgen,


    Diese Liste benennt sich Austattung mit handelsüblichen PKW und ist der Punkt 480 auf Seite 217 der Allgemeinen Heeresmitteilungen aus dem jahre 1939.

    Ich werde am Abend die Seite einstellen.


    Grüße

    Ralf

  • Guten Abend,


    wie versprochen stelle ich jetzt einige AHM ein.

    Nachdem ich ja suchen musste fand ich auch noch anderes.

    Als erstes aus dem Jahre 1937 Einschränkungen über den Gebrauch der PKW und deren Korrekturen auch aus den Jahr 38


    Grüße

    Ralf

    Files

    • 1937-016.JPG

      (199.93 kB, downloaded 18 times, last: )
    • 1937-017.JPG

      (206.65 kB, downloaded 9 times, last: )
    • 1937-080.JPG

      (180.42 kB, downloaded 7 times, last: )
    • 1937-146.JPG

      (175.62 kB, downloaded 9 times, last: )
    • 1938-19.JPG

      (130.22 kB, downloaded 12 times, last: )
  • Guten Abend,


    nachdem nun im Jahre 39 nochmal eine Korrektur herauskam hat man sich im Juni 39 entschieden das ganze neu zu regeln.

    Sehr erstaunlich wie diese Regelung dann aussah.


    Grüße

    Ralf

    Files

    • 1939-75.JPG

      (105.91 kB, downloaded 30 times, last: )
    • 1939-217.JPG

      (103.82 kB, downloaded 26 times, last: )
  • Lieber Ralf,


    hochinteressante Dokumente, finde ich. Besten Dank.

    Die Fahrer dieser Dienstgradinhaber pflegten die Pkw wie ihren Augapfel, da sie ihren Posten und den Pkw behalten wollten. Das hat mir ein

    alter, gedienter Taxiunternehmer erzählt, der außerdem darauf hinwies, dass das Vertrauensverhältnis zu den " Oberen" sehr unterschiedlich war. Je mehr private Dinge (Chef hatte zu viel getrunken usw.) ins Spiel kamen, desto bsser das Verhältnis. Außerdem waren das damals ja ganz besonders geschätzte Autos auf die man stolz war und der Chef war ja nicht immer im Auto; eigentlich hätte man dann den Stander abnehmen müssen.......


    Gruß Karl